ARKIV FÖR ZOOLOGI UTGIFVET AF K. SVENSKA VETENSKAPSAKADEMIEN I STOCKHOLM B A T^ D 3 MED 20 AFHANDLINGAR OCH 38 TAFLOE UPPSALA & STOCKHOLM ALMQVIST & WIKSELLS BOKTRYCKERI-A. -B. BERLIN LONDON PARIS R. FRIEDLÄXDER & SOHN WILLIAM WESLEY & SON LIBRAIRIE H. LE SOUDIER 11 CARLSTRASSE l'8 ESSEX STREET. STRAND 174 BOULEVARD S:T GERMAIN 190S Häftet 1—2, iiiuehållaiide N:o 1—7, utkom den 13 dec. 1904. » 3, » » 8 — 11, » » 7 juni 1905. » 4, » » 12-20, » > G dec. 1905. /^/f&r INNEHALL. Sid. 1. ÅGREN, H., Lappländische Collembola. Mit 2 Tafeln . . . . 1—30. 2. HÄGG, R., Mollusca und Brachiopoda gesammelt von der schwe- dischen zoologisohen Polarexpedition nach Spitzbergen, dem nordöstlichen Grönland und Jan Mayen im J. 1900. 1. Mit 1 Tafel 1—66. 3. Jäderholm, E.. Hydroiden aus den Kiisten von Chile. Mit 2 Tafeln 1—7. 4. Attrivillius, Chr., Beiträge zur Kenntnis der Insektenfauna von Kamerun. 14. Lepidoptera Heterocera. 2. Mit I Tafel 1 — 68. 5. Gebien, H., Verzeichnis der von Professor Dr. Yngve Sjöstedt in Kamerun gesammelten Tenebrioniden. Mit 2 Tafeln . . 1 — 31. 6. Friese, H., Die Kegelbienen Afriea's 1 — 16. 7. Wahlgren, E., Ueber einige Zetterstedtsche Nemoceren- Typen 1 — 19. 8. Hansen, H. J. & SöRENSEN, W., The Tartarides, a tribe of the order Pedipalpi. With 7 plates 1—78, 9. Lönnberg, E., Short Notes on a collection of Birds from Tianshan. With 1 plate 1—23. 10. Hennig, a., Gotlands silur-bryozoer. 1. Med 2 Taflor . . , 1 — 37. 11. WiMAN; C, Ein Shumardiaschiefer bei Lanna in Nerike. Mit 2 Tafeln 1—20. 12. AuRiviLLiTJS, Chr., Lieutnant A. Schultzes Sammlung von Lepidopteren aus West-Afrika. Mit 5 Tafeln 1 — 47. 13. HÄGG, R., Mollusca und Brachiopoda gesammelt von der schwe- dischen zoologisohen Polarexpedition nach Spitzbergen, dem nordöstlichen Grönland und Jan Mayen i. J. 1900. 2. Mit 1 Tafel 1—136. 14. SzEPLiGETT, G., Beiträge zur Kenntnis der Insektenfaiuia von Kamerun. 29. Braconidse 1 — 11. 15. Lönnberg, E., On the harnessed Antelopes of the Cameroon territory 1 — 12. 16. Sjöstedt, Y., Ueber eine Termitensammlung aus Kongo und anderen Teilen von Afrika I — 20. 17- Mj ÖBERG, E., Biologiska och morfologiska studier öfver Fåröns insektfauna. Med 1 Tafla 1 — 86 18. KOLBE, H.. Dynastiden aus Kamerun, gesammelt von Herrn Professor Pr. Yngve Sjöstedt 1 — 20. 19. Tullgren, A., Araneida from the swedish expedition trough the Gran Chaco and the Cordilleras. With 10 plates. . . . 1—81. 20. Andersson, G., Batracbians from Cameroon collected by Dr. Y. Sjöstedt in the years 1890—1892. With 1 plate .... 1—29. ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:o 1. N Ot oClcNCES Lappläiidische CoUeinbola. Von HUGO ÅGREN. Amanuens am zoologischen Institute in Lund. Mit 2 Tafeln. Mitgeteilt am 8. Juni 1904 durch Chr. Aurivillius und G. Holm. Torwort. tJber die Collembolenfauna Lapplands fehlte uns bis jetzt jedes Wissen. Das in diesem Aufsatze behandelte Material ist einge- sammelt worden vom Docenten an der Universität Lund, Dr. Simon Bengtsson, welcher wäbrend Juli und Anfang August im Jahre 1903, mit Unterstlitzung der Königl. Schwed. Aka- demie der Wissenschaften, sicb in den alpinen Gegenden des Lycksele Lappmarken, und zwar im Kircbspiele Tärna, nicbt weit von der norwegischen Grenze, aufhielt. Dr. B. beab- sichtigte hauptsächlicli Ephemeriden und Plecopteren einzu- sammeln; da indessen das Wetter während eines grossen Thei- les des Aufenthaltes kalt und regneriscb und demgemäss sehr ungiinstig fur die Einsammlung höherer Insekten war, so wurde ziemlich viel Aufmerksamkeit den von den Witterungs- verbältnissen mebr unabbängigen Collembolen gewidmet. Dem Herrn Docenten Bengtsson sage ich hierdurcli öffent- lich meinen berzliclien Dank lur die Liebenswiirdigkeit, wo- mit er mir die Bearbeitung des interessanten und reichhaltigen Materiales tiberlassen hat. Arkiv för zoologi. Band 2. N:o 1. 1 2 ARKIV FÖR ZOOLOUI. BAND 2. N:0 1. Aufzählung und Beschreibung der Arten. Fam. ACHORUTIDAE G. B. Gen. Achorutes Templ. Achorutes armatus (Nic.) f. typiea. Fnndort: Björlfors, unter Steinen, AYeidenrinde und iii Moos, 17 Exemplare. ab. pallens Krausb. Fundort: BjörJvfors, 2 Exemplare unter einem Steine. Diese Form ist bis jetzt nnr in Deutscliland von Kraus- BAUR^ lind BöRNER- gefunden. "Während die dent schen Exemplare nacli Krausbauer's Angabe :>stroti- bis wachsgelb, ohne dunkles Pigment (mit Ausnabme der Ocellenflecke, die röthlich sind) öder scbwack rötblicli pigmentirt sind», sind diese zwei lappländischen rein weiss mit liell rotbbraunen Augenfeldern. Aclioriites Bengt ssoni n sp. Fig. 1—1 Rtickenseite olivenbraun, mit Segmentgrenzen und zahl^ reichen Flecken unpigmentirt. Bauchseite weiss mit zahl- reichen Flecken von der Farbe der Rtickenseite. Haarbekleidung kurz und ziemlicb spärlich, an den letz- ten Segmenten etwas länger. Alle Borsten einfach. Antennen ungefäbr von der Länge des Koples. Ant. IV hat an der Spitze einen typiscben Sinneskolben und unter diesem einige kleine, fingeräbnlicbe Papillen. Biecbbaare 6: ^ Keausbaur, Th.: Neue Collembola aus der Umgebung von Weilburg a. d. Lahn. Zool. Anzeiger, XXI. N:o 568, 1898. ^ BöENER, C: Zur Kenntnis der Apterygotenfauna von Bremen und der Nachbardistrikte. Abli. Nat.-Vereins Bremen. Bd 17. 1901. HUGO ÅGREX, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 3 2 äussere distale und 4 ohere (Fig. 1). Zvvisehen x\nt. III lind IV findet sich an der nnteren Seite ein grosser ausstlilp- barer Säck. Antennalorgan III von normalem Achorutintypus.^ Postantennalorgan etwa doppelt so gross wie eine Om- mencornea, mit vier annähernd^ gleich grossen Tuberkeln. Lateral von demselben findet sich in der Postantennalgrube eine tib erans feinkörnige Hautemergenz. Ommen 8 — 8, gleich gross, anf schwarzpigmentirten Fel- dern. Die zwei vorderen Corneae bertihren sich nicht. Tibiotarsen mit je einem feinen Keulenhaare, das oft sehr undeutlich ans^eschwollen ist. Klanen relativ låna: nnd schmal, mit schwachem Innenzahn- ansserhalb der Mitte, ohne Lateral- zähne. Die Empodialanhänge, welche eine deutliche basale Innenlamelle besitzen, reichen kanm bis an die Mitte der ent- sprechenden Klanen und sind nnr ^ s so läng wie diese. (Fig. 2.) Tenacnlum mit 4 — 4 Kerbzähnen, ohne Borsten. Manu- brium ganz wenig bis ^/s länger als Dens nnd Mncro zusam- men. Dentes etwa 2^2 mal so läng wie Mncrones, ftihren 7 Borsten an der Dorsalseite, keine besonders grobe Hant- körner nnd sind ventral sehr stark angeschwollen an der Spitze. Das Integnment hat an dieser angeschwollenen Stelle eine ganz eigenthiimliche Skulptur. Es ist nicht körnig wie sonst liberall am Körper, sondern vollkommen glatt und von feinen, längsgehenden undulirten Linien durchzogen. (Fig. 3.) Der Mucro hat zwei Lamellen, eine innere schmälere, welche in die Endpartie der Rippe hinausläuft, und eine äus- sere, breitere, die mit einem queren Rand ungefähr ein Drit- tel vor der Spitze des Mucro endigt. Die Rippe ist an der Spitze stark dorsoventral ausgebreitet und am dorsalen Rande mit einer feinen und scharfen Einkerbung versehen. (Fig. 4.) Die Analdorne sind klein, ungefähr halb so läng wie die Mncrones und schwach nach vorne gekriimmt. Die Anal- papillen sind niedriger als die Dorne und etwas auseinander geriickt. Länge etwa 1 mm. Fundort: Björl'fors, unter Steinen, 4 Exemplare. Dipse tiberaus charakteristische Art scheint mir unter den bis jetzt beschriebenen Achorutes-diVtQn am meisten mit der ^ Bei einem Exemplare ^varen doch o sehr deutliche Stäbclien in dem einen Antennalorgan vorhanden. - Dieser Zahu ist leider in der Fig-ur nndeutlich. 4 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. bei Jenissei gefundenen A. navicidaris SchÖtt verwandt zn sein, welclie ich leider nur aus ScnöTT's^''- in verschiedenen Bezieliungen unzureichender Beschreibimg kenne. Die wich- tigsten tJljereinstiramungen mit A. navicularis Schött sind das Vorkommen eines ausstiilpbaren Sackes zwischen den dritten und vierten Antennengliedern, die Anzahl der tibiotar- salen Keulenhaare und der Bau der Klanen und der Emj^o- dialanhänge. Meine Art unterscheidet sich besonders durch die Längenverhältnisse zwischen den verschiedenen Gabelseg- menten, die Form der Analdorne, die Grrösse der Antennal- organe und wahrscheinlich auch durch den Bau des Mucro.^ Die wichtigste Eigenthiimlichkeit dieser Art ist indessen die oben angegebene Struktur der G-abelbeine, die bei keiner ge- nauer gekannten Art ihr Gregensttick hat. Acborutes purpiirasceus Lubb. f. typica. Fundort BjörJcfors, unter Steinen, 70 Exemplare. Da ich in einer vorigen Arbeit^ angegeben habe, dass ich in tJbereinstimmung mit Reuter^' bei dieser Art nie mehr als 2 Keulenhaare an jedem Tibiotarsus beobaehtet hatte, so erachte ich es hier fiir angemessen mitzutheilen, dass ich so- wohl an diesen lappländischen wie auch an später eingesam- melten stidschwedischen Exemplaren die Zahl zwischen 2 und 4 wechselnd gefunden habe. Antenne IV hat 3 äussere und 1 — 2 innere Riechhaare. ^ Schött. H. : Zur Systematik und Verbreitung palaearktischer Colleni- bola. Kongl. Sv. Vet.-Ak. Handl. Bd. 25, 1893. ■'^ Schött. H.: Étude sur les Collemboles du Nord. Bihang K. Sv. Vet.- Akad. Handlingar. Bd. 28. Afd. IV, N:o 2, 1902. ^ Eine klare Vorsteliung von dem Aussehen dieses fiir die Artdiagnostik sehr Avichtigen Organs bei A. navicularis Schött erhält man keineswegs durch die Beschreibung Schött's und nocb weniger durch die zwei Abbildungeu, die er von diesem Organ gegeben und deren die eine in »Zur Systematik und Verbreit. Palaearct. CoUembola», die andere in »Études sur les Collemboles du Nord» enthalten ist. Diese beiden Figuren sind nämlich einander sehr unähnlich, und man weiss nicht, nach welcher man sich richten soll. Keine von den beiden ähnelt indessen dem Mucro bei Achorutes Bengtssoni. ^ Ågren, H.: Zur Kentniss der Apterygotenfauna Slid-Schwedens. Stett. entomol. Zeit. 1903. ^ Reuter, o. M. : Apterygogenea Fennica. Act. soc. Fauna et Flora Fennica. XI. 1895. HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 5 Antenn alorgan III ist bei dieser Art insofern eigentlium- lich als die Sinnesstäbchen niclit wie bei den nieisten anderen Achorntesarten unter einer gemeinsanien Hantfalte, sondern finden sich je eins in einer grubenförmigen Einsenknng der Haut. Die schmale. Innenlamelle, die nach Bornera ani Mucro vorbanden sein soll, habe icb niemals aucb niir andeutungs- weise geseben. In Ubereinstimmung mit Schäfeer^' muss icb also annnebmen, dass diese Art nur eine einzige (äussere) Mncronallamelle besitzt, eine AufFassung, die sicb tibrigens mit der von Bornera gelieferten Abbildung gut verträgt. Was aiif dieser Figur als eine Innenlamelle bezeicbnet wird, ist nämlich weiter nicbts als der dorsale Rand der Mucronal- rippe. Achoriites serratus n. sp. Flg. 5—7. Grau, mit netzförmiger Verteilung des Pigmentes. Augen- felder und ein Fleck an der Mitte des Hinterkopfes scbwarz. Die Haarbekleidung ist kurz und spärlicb; docb sitzen die Borsten etwas dicbter und sind aucb gröber als bei den mit dieser Art am meisten verwandten Arten Ä. mcmiihrialis TuLLB., nivalis Agr., Beuteri Agr., und vernalis Carl. Alle Borsten der Dorsalseite sind deutlicb serrat, und einzelne solcbe finden sicb aucb an den Htiftgliedern der Extremi- täten. Die Antennen sind etwas kiirzer als der Kopf. Ant. IV bat einen typiscben Sinneskolben und 8 — 9 Riecbbaare: 3 äussere, 3 — 4 obere und 2 innere. Antennalorgan III typiscb. Die Postantennalorgane sind ungefäbr doppelt so gross wie eine Ommencornea. Das eine ist beim einzigen vorliegenden Exemplare mit 4 Tuber keln verseben, von denen/las vordere und das bintere bedeutend länger sind als die beiden latera- len; das zweite bat 5 Tuberkeln, von den zwei nacb binten gericbtet sind. (Fig. 5.) Lateral und etwas binter dem Or- gane findet sich in der Postantennalgrube eine grosse, läng- licbe, sebr fein granulirte Hautemergenz. (Fig. 5.) 1^ Siehe Note ^ Seite 2. - ScHÄFFER, C. : Die CoUembola der Umgebung von Hamburg und be- nachbarter Gebiete. Mitth. Naturh. Museum Hamburg. XIII. 189G. 6 ARKIV FÖR ZOOLOGI BAND 2. N:0 1. 8 — 8 gleicli grosse Ommen: die Corneae der zwei vorderen berliliren sich nicht. Tibiotarsen mit je einer längeren distalen Spitzborste. Klauen mit einem etwas ausserlialb der Mitte gelegenen In- nenzalin, ohne Spuren von Lateralzähnen. Empodialanhänge ohne Lamellen, nicht ganz halb so läng wie die entsprechen- den Klauen. (Fig. 6.) Tenacnlum ohne Borsten, mit 4 — 4 Kerbzähnen. Manu- brium von ungefähr derselben Länge wie Dens und Mucro zusammen. Dentes, welche SVs mal so läng sind wie Mucro- nes, ftihren an der Dorsalseite zahlreiche gröbere Hautkörner nnd 6 Borsten, von welchen die proximale besonders läng ist. Der Mncro ist mit einer schmalen, gleich breiten Aussenla- melle versehen, welche ein Stiick vor der anfwärts gebogenen Rippenspitze quer endigt. Innenlamelle nicht vorhanden. (Fig. 7.) Die Analdorne sind klein und schwach nach vorne 2:e- bogen. Die Analpapillen Ii egen dicht an einander. Länge 1,5 mm. Fundort: Björhfors, 1 Exemplar un ter einem Steine. Diese Art gehört zu derjenigen Gruppe von mit einander sehr nahe verwandten Arten, welcbe die einheimischen Arten A. manubrialis Tullb., nivoMs Agr., Rcuteri Agr., sowie die ans Mittel-Europa beschriebenen A. vernaJis Carl und assimilis Krausb. umfasst. Diesen allén gegeniiber ist unsere Art in- dessen gut charakterisirt durch das Grössenverhältniss zwi- schen den Tuberkeln des Postantennalorganes nnd ganz be- sonders durch die serraten Eiickenborsten. Gute Kennzeichen biidet ausserdem der Bau der Mucrones iind der Empodial- anhänge, das Längenverhältniss zwischen Dentes und Mucrones, das Fehlen der Keulenhaare an den Tibiotarsen und die Zahl der Riechhaare. Åchorutes mitis n. sp. Diese Art stimmt in fast Allem mit A. socialis Uzel^ tiberein, unterscheidet sich aber durch folgende zwei Merk- male: ^ Ich finde nicht, dass die von Folsom (The identity of the snowflea (Åchorutes nivicoLi Fitch.), Psyche, Vol. 9, N:o 311, 190"2) vorgenommene Än- HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 7 1) Es feliieii ihr durcliaus die fiir A. socialis Uzel so oharakteristischen Dentaldorne iind 2) sie hat nur 8 — 9 Riechliaare an der Antenne lY, und zwar 5 — 6 äussere, 1 obere und 2 innere. (A. socialis Uzel hat, wie ich gefimden habe, immer 10 — 11 Riechhaare: 7-^8 äussere, 1 obere, 2 innere.) Fundort: Björl-fors, unter Steinen, 123 Exemplare. Diese Art steht offenbar in einem sehr engen genetischen Zusammenhange mit A. socialis Uzel. Wenn es konstatirt wäre, dass die Artbildung innerhalb dieser Thiergruppe auf heterogenetischem Wege geschehen könnte, wiirde man wohl ■diese Form am liebsten als eine atavistische Mutation von J.. . so - eialis Uzel auffassen. Eine gewöhnliche Aberrationoder Varietät ist sie nämlich nicht, so viel man aus dem vorliegenden Ma- teriale beurtheilen känn, das trotz seiner Reichhaltigkeit keine Ubergänge zur leztgenannten Art aufzuzeigen hat. Ich habe demgemäss nicht bei einem einzigen untersuchten Exemplare die geringste Andeutung einer Dornbildung an den Gabel- beinen konstatiren können. Bei A. socialis Uzel känn aller- dings die Zahl der Dentaldorne erheblich variiren und bis- Aveilen bis auf zwei Sttick herabsinken. Da indessen, wie Carl^ nachgewiesen hat, diese numerische Reduktion stets von einer um so kräftigeren Ausbildung der zur Entwickelung gelan- genden Dorne begleitet wird, so wäre es nach meinem Dafur- halten durchaus verkehrt, wecn man die mit wenigeren und eben desshalb kräftigeren Dornen bewaffneten Individuen als tJbergangsformen zu der betreffenden, völlig dornlosen Form auffassen wollte. Leider findet sich gegenwärtig keine Aussicht, dass man die wirkliche Natur des genetischen Zusammenhanges zwi- ,schen der soeben beschriebenen Art und A. socialis Uzel mit Sicherheit feststellen könnte. Die hierftir unentbehrlichen Zuchtexperimente sind nämlich, so viel ich sehen känn, fast unmöglich auszufiihren. i^ngesichts der oben dargelegten Verhältnisse .halte ich es fiir das richtigste, diese Form vor- derung des Namens dieser Art zu A. nivicola (Fitch.) geniigend motivirt ist. Da Fitch in seiner Beschreibung nicht einmal sichere Anhaltungspunkte giebt fiir die Entscheidung zu welcher G-attung diese Art gehört. und die Tvpenexem- plare nicht gekannt sind, so miisseu alle diesbeziigliche Identificirungsversuche blosse Yermuthungen bleiben. ^ J. Carl: Zweiter Beitrag zur Kenntnis der CoUembolafauna der Schweiz. Revue Suisse de Zoologie. T. 9. F. 2, 1901. 8 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. läuåg als eine selbständige Art aufz un elimen nnd zwar um so eher, als sie sich auch be/Aiglich der Art und Weise ihres Vorkommens von A. socialis Uzel unterscheidet. Achorutes lapponicus Axels. Fnndorte : Björhfors, 1 Exemplar un ter Weidenrinde. Stuoravare, unter Birkenrinde, 8 Exemplare. Diese sehr gut cliarakterisirte Art ist vorher nur aus den finnischen Lappmarken bekannt, wo sie vor einigen Jab- ren von Axelson gefunden wurde. Betreffend einiger Punkte muss ich die von diesem For- scher gegebenen, sonst selir guten Beschreibung^ vervoll- ständigen nnd berichtigen. Das Postantennalorgan, das kleiner ist als eine Ommen- cornea, besteht nicht, wie Axelson angiebt, aus 2, sondern ans 4 Tuberkeln, wie es gewöhnlich bei dieser Gattung der Fall ist. Sie sind entweder gleich gross öder sind die zwei vorderen ein wenig länger als die hinteren. Antenne IV ist mit 7 — 8 Eiechhaaren versehen: 4 — 5 äussere, 1 oberes, 2 innere. Ausser an den zwei letzten Abdominalsegmenten iinden sich Kenlenhaare auch an den Htiftgliedern der Extremitäten und distal an der äusseren Seite der Femora des dritten Bein- paares (tiberall je eins auf jedem Grliede). Die tibiotarsalen Sptirhaare sind dagegen an der Spitze nicht keulenförmig an- geschwollen, sondern statt dessen etwas ausgebreitet und zu- geplattet sowie in charakteristischer Weise gebogen. Genus Pseiidaclioriites Tullb. Pseiidachorutes lapponiciis n. sp. Fig. 8. Sehr dick und klotzig. Von dunkelblauer Farbe, mit helleren Segmentgrenzen und Unterseite. Haut grobkörnig. Behaarung sehr kurz und spärlich. ^ W. M. Axelson: Diagnosen neuer Collembolen aus Finland nnd an- grenzenden Teilen des uordwestlichen Russlands. Meddelanden af Societas pro Fauna et Flora Fennica, h. 28, 1902. HUGO ÅGREN, LAPPLÄXDISCHE COLLEMBOLA. 9 Die Aiitenneu sind etwa ein Drittel kiirzer als der Kopf, dessen Breite grösser ist als die Länge. Ant. III und IV sind nur an der Unterseite deiitlich von einander abgegrenzt. Ant. IV mit einem dreilappigen Sinneskolben und mit nur einem typischen Riecliliaare an der unteren, äusseren Seite, dicht an der Spit-ze. x^ntennalorgan III, dem ABS0L0N'sche Schutzborsten fehlen, befindet sicb an der unteren Seite der Antenne. Das Postantennalorgan bestebt aus langgestreckten, etwas unregelmässig geformten Tuberkeln. Bei dem einen Exem- plare waren diese zu 15 vorhanden und lagen neben einander in einem geschlossenen Ringe; bei dem zweiten fanden sich 18 Stuck, von denen zwei mitten in der von den tibrigen um- ringten Fläche gelegen waren. 8 — 8 gleich grosse Einzelaugen auf scbwarzen Feldern. Tibiotarsus ohne Keulenhaare resp. längere distale Bor- sten. Klanen mit scbwachem Innenzahn etwas innerhalb der Mitte und ein Paar deutlichen basalen Lateralzähnen. Manubrium ungefähr \ 5 länger als Dens und jVIucro zu- sammen. Dentes etwas mehr als doppelt so läng wie Mucro- nes. mit zahlreichen gröberen Körnern an der Dorsalseite und il Borsten. Der Mucro hat eine schmale, schwach gebogene Rippe und eine ziemlich breite Aussenlamelle, die ein Sttick vor der Rippenspitze mehr weniger quer endigt. Innenlamelle fehlt. (Fig. 8.) Das grösste Exemplar mäss 2,3 mm. Fundort: Stuoravare, 600 m. ti. M., 2 Exemplare unter einem Steine. Diese Art schliesst sich dem P. duhiiis Krausb. sehr eng an, nach Börxer's^ Beschreibung der letztgenannten Art zu urtheilen. Die wichtigsten tjbereinstiramungen sind die höchst erhebliche Grösse, die Anzahl der Postantennaltuber- keln, der Bau der Klanen und das Fehlen tibiotarsaler Keu- lenhaare. Auf Grund der ganz verschiedenen Längenverhält- nisse zwischen den Springgabelgliedern und des Fehlens einer inneren Mucronallamelle muss sie doch ftir eine von P. duhius Krausb. recht gut getrennte Art gehalten werden. Ob sie in Bezug auf die antenn alen Sinnesorgane mit P. duhius Krausb. liberinstimmt öder nicht, känn ich zur Zeit nicht ent- Siehe Note - Seite 2. 10 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 1. scheiden, da Angaben tiber diese Organe fiir die letzterwähnte gar niclit vorliegen. Genus Neaiiura Ma cg. Neaimra miiscorum Templ. Fnndorte: Björkfors, nnter einem Steine, 1 Exemplar. Stuoravare, 700 m. ii. M. nnter Birkenriiide, o Exemplare. Diese Art fiihrt an jeder Antennnenspitze nnr einen ein- zigen Sinneskolben, der indessen in 3 — 4 Loben anfgetheilt wird. Es sind diese, welclie Absolon^ nnd anch ich- vorlier fiir gleich viele getrennte Kolben gehalten haben. Bei ans- gewachsenen Individnen fand ich immer 4 Loben, bei jiinge- ren dagegen meistens nnr 3. Neaiiura sp. Fnndort: JBjörkfors, nnter einem Steine, 1 Exemplar. Das betrefFende Exemplar, das sonst mit N. mnscorum (Templ.) iibereinstimmt, nnterscheidet sich von dieser Art in folgenden Hinsicbten: Antenne IV besitzt nnr zwei Eiechhaare. Die kanm merkbar gewimperten Borsten sind von dnnkel- brauner Farbe nnd erheblicb länger als bei N. muscornm (Templ.). Die längsten nnter ihnen, welche an den Tnberkeln des letzten Abdominalsegmentes sitzen, sind also bis zn \/t; länger als die Antennen. Die Länge des Thieres betrng nnr 0,s mm. Alle nntersnchten Exemplare von Neanura nmscorum (Templ.), die etwa derselben Grösse waren, besassen dagegen an jeder Antenne IV 6 — 1 Riechhaare, ancli die längsten Borsten waren kiirzer als die Antennen, sämmtliche Borsten vollkommen farblos und ziemlich dentlich gewimpert. ^ Absolon, k.: tiber Neanura tenebrariiiu nov. sp. aiis den Höhlen des mährischen Karstes: iiber die Clattung Tetrodontophora Reuter und einige Sin- nesorgane der Collembolen. Zool. Anzeiger, Bd. 24, N:o G53. 1901. " Siehe Note ^ Seite 4. HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 11 Genus Onycliiuriis Gerv., C. B. Onycliiurus armatus (Tullb.). Syn. 1876 Lipnra arcfica Tullberg, Collembola borealia. Öfvers. Kongl. Vet.-iVkad. För- handl. Årg. 33. Funclorte: Tärna, iinter Steinen, Holzstticken ii. s. w. in der Nähe der Kirche, 12 Exemplare. BjörJcfors^ iinter Steinen, 24 Exemplare. Diese lappländischen Exemplare zeigen die genaiieste tibereinstimmimg mit den stidsctiwedischen auch beziiglich der Anzahl nnd Vertbeilimg der Pseudocellen, was um so be- merkenswerther ist, als die Art in Deutschland nach den allerdings nicht ganz gleicblantenden Angaben von Schäffer^ lind Börner- in einer etwas von der scbwedischen in dieser Hinsicbt abweichenden Form anfzutreten scheint. BetrefFend d.ie Anzahl der prothoracalen Pseudocellen habe icli die Ver- scbiedenheit schon in einer vorigen Arbeit hervorgehoben. In wie fern die von den genannten Forschern gemachten An- gaben beziiglich der Vertheilung. der Pseudocellen an den tibrigen Körpersegmenten auch fiir scbwedische Tbiere Giil- tigkeit besitzen, hatte ich damals nicht mit erforderlicher Genauigkeit untersucht, und folglich hatte ich auch keine diesbeztigliche Angaben gemacht. Theils um diese Frage zu entscheiden, theils um zu konstatiren, in wie fern eine er- heblichere Variation in der Anzahl der Pseudocellen vor- kommt, habe ich nunmehr nicht weniger als 50 Individuen, von denen 20 lappländische und die tibrigen aus verschiede- nen Lokaiitäten in Schonen und Sm oland waren, mit grösster Sorgfalt untersucht. Eine durchgängige Verschiedenheit zwischen den aus ver- schiedenen Provinzen resp. Fundorten stammenden Exemplaren war nicht vorhanden. Die Anzahl und Anordnung der Pseudocellen waren die folgende:^ ^ Siehe Note - Seite 5. 2 Siehe Note - Seite 2. 2 Die innerliall» der Parenthese stelienden Zahleu kamen nur verein- zelt vor. 12 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. Antennenbasis o + o (uur einmal 3 + 4) Kopfhinterrand 2 — 4 + 2 — 4 Kopfunterseite 1 + 1 I Ruckenplatte O Thorax I |Seitenstucke 1 + 1 iRlickenplatte 2 + 2 (einmal 2 + 3, andermal nur 1 + 0) Thorax II jSeitenstucke 1 + 1 ) Ruckenplatte 2 -3 + 2—3 Thorax III |Seitenstncke 1 + 1 Abel. I— III 3 + 3 (einmal am Abd. III 2 + 3) Abd. IV (2— )3— 4 + (2-)3— 4 Abd. V (3— )4 + (3— )4 Abd. Yl O Am Abdomen V ist die Anordnimg der Pseudocellen nicht ganz dieselbe wie an den iibrigen Abdoniinalsegmenten. Während bekanntlich an den letzteren sämmtliche Pseudo- cellen mehr weniger nahe dem Hinterrande liegen, findet sich nämlich am Abdomen V konstant auf jeder Seite je eine, welche lateral gelegen ist, nahe dem Vorderrande des Segmentes. Dies Yerhältniss wie auch das Fehlen von Pseu- docellen an der Ruckenplatte des ersten Thoracalsegmentes scheint mir neben der Vertheilung der Pseudocellen am Kopfe, welche letztere Eigenschaft schon länge fiir diagnostische Zwecke verwendet wurde, fur die betreifende Form (O. arma- tus (TuLLB.) f. typica) besonders charakteristich zu sein. Durch Untersuchung von Typenexemplaren von O. ardicus (TuLLB.), welche der Intendant des Reichsmuseums in Stock- holm, Herr Prof. B. Y. Sjöstedt, gtitigst zu meiner Yerfiigung gestellt hat, erhielt ich Bestätigung meiner schon länge ge- hegten Yernmthung, dass diese Form von O, armatus (Tullb.) nicht specifisch verschieden ist. Als Merkmale dieser Art hebt Tullberg 1 hervor theils die beträchtliche Grösse (bis d,b mm. läng), theils den Umstand, dass die Empodialan hänge ein Sttick tiber die entsprechenden Klauen hervorragen. Der erstere Charakter gentigt indessen an und flir sich nicht dazu eine Art zu kennzeichnen, und der letztere ist kein abgren- ^ Tullberg, T.: Collembola borealia. Öfversigt Kongl. Vet.-Akad. För- handlingar. Årg. 33, 1876. HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 13 zendes Merkmal gegenliber O. annahis (Tullb.). Wie schon Schäfferi hervorgehoben, variiren bei dieser Art die Empo- dialanhänge in Bezug auf die Länge recht erheblich, nnd nackdem, was ich selbst gefunden habe, erreiclien sie in den weitans zablreichsten Fallen die Spitze der entsprechenden Klanen öder gehen noch dartiber hinaus. Hinsichtlicli der Anzabl und Vertheilung der Psendocellen sowie anch in allén tibrigen Strukturverhältnissen stimmten die von mir nnter- suchten Typenexemplare vollkommen mit O. armedus (Tullb.) tiberein. O. arcticus (Tullb.) känn also nicht niehr als selbständige Art betrachtet werden, sondern ist angenscheinlich nur eine Aberration von O. armatus (Tullb.), nur durch eine ansehn- lichere Körpergrösse von f. typica abweicliend. Onycliiuriis fimetarius (L., Lubb.) (= O. inermis Tullb.). Fnndort: Björlifors, nnter Steinen, 2 Exemplare. Die Psendocellen hatten bei beiden Exemplaren die fol- ^ende Anordnnng: Antennenbasis 2 + 2 Hinter den Antennenbasen . • . . 1 + 1 Kopfhinterrand 2 + 2 Kopfnnterseite 1 + 1 rni , , j (Riickenplatte . . . .1 + 1 iSeitenstticke . . . .1 + 1 rrn TT TTT(JS>^i^kenplatte . . . .3 + 3 Thorax II, II U^ .. !.. . , . (beitenstucke . . . .1 + 1 Abd. I— III 3 + 3 Abd. IV 5 + 5 Abd.' V 3 + 3 Abd. VI O Von den 5 Paaren Psendocellen des vierten Abdominal- segmentes waren 2 Paar dorsal gelegen nnd ein Paar lateral Siehe Note - Seite 5. 14 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. dicht am Hinterrande des Segmentes, 1 Paar lateral ungefähr in der Mitte des Segmentes und 1 Paar ventral. Bei siidschwedisclien Exemplaren dieser Art ist die Ver- theilimg durcliaus dieselbe, abgeselien vom Hinterrande des Kopfes, der gewöhnlieh auf jeder Seite 3 Pseudoeellen be- sitzt.i Fam. ENTOMOBRYIDAE Töm. Genus ÅllUropllorilS (Nic.) TuLLB. Aiiiiropliorus laricis Nic. Fig. 9. Fundort: Stuoravare, 700 m. ti. M., nnter Birkenrinde, 3 Exemplare. Nur in einer Hinsicbt weiclien diese Exemplare von den von mir in Stidschweden angetrofFenen ab. "Während nämlich Letztere, wie ich gefunden, aucli an der Antenne III immer einige wenige Riechhaare besitzen, felilen solche völlig an diesem Gliede bei den lappländischen Exemplaren. Dass diese Art zwei durcliaus getrennte und liin- sichtlich der Form ungleiche Sinneskolben ani letzten Antennengliede besitzt, muss ich hier noclimals betonen, da neulich ein so ausgezeiclmeter Beobachter wie Bornera anläss- licli dieser m einer friiher gemachten Angabe liervorgehoben hat, dass er immer nur einen solchen hat finden können. Wie aus der Fig. 9, welche den distalen Theil der An- tenne IV im optischen Längsschnitt darstellt, hervorgeht, ist der obere, an die Antennenspitze befestigte Sinneskolben kurz, breit und herzförmig. Der untere ist dagegen längsgestreckt und gleichbreit öder an der Spitze etwas angeschwollen. Er geht von der inneren Seite der Antennenspitze aus und ist meistens ganz und gar in diese hineingesenkt, weshalb er auch leicht der Aufmerksamkeit entgeht. ^ Die in meiner vorigen Arbeit (siehe Note ^ Seite 4) flir Abdomen IV angegebene Zahl ist also zu niedrig. Ich habe offenbar damals nur die Hin- terrandpseudocellen wahrgenomnieu, und sowolil die in der Mitte des Seg- mentes befindlicheu lateralen wie aucb die ventralen ilbersehen. '^ C. Börner: Neue altweltliche Collembolen nebst Bemerkungen zur Systematik der Isotominen und Entomobryinen. Sitzb. Gesellsch. uaturf. Freunde, Jahr?. 1903. HUGO ÅGREX, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 15 Genus IsotOlim (Bourl.), C. B. Isotoma propiiiqua Axels. Fig. 10. Fundort: Bjö)'l'foi's, unter einem Steine, 1 Exemplar. Stimmt in allén Details mit einem Typenexemj^lare, das ieh von Dr. Axelson erhalten habe, iiberein. Die Postantennalorgane sind bei beiden etwa 4 mal so läng wie der Durchmesser der angrenzenden Ommencor- neae, also etwas grösser als bei den von Axelsox^ beschrie- benen Exemplaren. Ieh stimnie Axelson darin vollständig bei, dass diese Art mit I. aJheUa Pack. am meisten verwandt ist. Von dieser Art nnterscbeidet sie sicb, so weit icb babe linden können, nur durcb die Form des Mucro und die stärkere Pigmenti- rung. Dagegen finde icli, im Gegensatz zn Axelson, dass sicb diese beiden Arten nicht besonders eng an I. tigrina TuLLB., sondern vielmehr an I. vioUicea Tullb. anscbliessen, mit welcb' letzterer sie in der Bescbaifenbeit der Haarbe- kleidung iibereinstimmen, was in diese m Falle der entscbei- dende Cbarakter ist. Die Art ist bis jetzt nur in Finland gefunden worden (Axelson). Isotoma yiolacea Tlllb. Fundorte: Björlfors, unter Steinen, 2 Exemplare. Sf no rea- are, 700 m. ii. M., unter der Einde einer Birke, 9 Exemplare. Isotoma mucrouata Axels. Fundort: BjörJcfors, unter Steinen, 2 Exemplare. Da icb Gelegenbeit gehabt babe, aucb diese beiden Tbiere mit Exemplaren aus Dr. Axelson' s Typensammlung direkt zu vergleicben, so ist ilire Identificirung vollkommen sicber. Siehe Note ^ Seite 8. 16 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. Von I. violacea Tullb. unterscheidet sich diese Art, so viel ich habe finden können, nur in folgenden Hiiisichten: 1) Die Beliaarung ist reicher (uiigeiahr wie bei I. liic- malis ScHÖTT), und die längsten, an den beiden binteren Ab- dominalsegmenten befindlichen Borsten sind deutlich serrat. 2) Die Postantennalorgane sind ganz klein, nngefähr so läng wie der Durchmesser einer angrenzenden Ommencornea eder etwas kiirzer. 3) Die Farbe ist htibsch blauviolett, erbeblich beller als bei /. violacea Tullb. und nicht wie bei dieser metallglän- zend. Die tibrigen von Axelson^ hervorgehobenen Verscbieden- beiten, welcbe sich auf das Schmälerwerden der Gabelbeine und die Grrösse des Mucro bezieben, waren dagegen gar nicbt, weder bei den lapplän discben noch bei den finniscben Exemplaren, vorbanden. Icb vermuthe desbalb, dass es mebr zufällige Abweicbungen gewesen sind, welcbe die Angaben Axelson's veranlasst baben. Jedenfalls mlissen diese aus der Artdia- gnose gestricben werden. Icb glaube ferner in diesem Zusammenbange erwäbnen zu sollen, dass von den vier Exemplaren, die icb von Dr. Axelson als Typen dieser Art erhalten babe, nur drei die liier oben angegebenen Kennzeicben aufzeigen. Bei dem vier- ten Individuum waren aucb die längsten Borsten vollkommen nackt, obne Spuren einer Bewimperung, und die Postanten- nalorgane waren -,3 länger als der Durcbmesser der angren- zenden Corneae. In Bezug auf Farbe, Grösse, Habitus und in allén tibrigen Cbarakteren stimmte es ind essen vollkommen mit den dtei anderen tiberein, und da es ausserdem mit die- sen zusammen eingesammelt wurde, so diirfte es sebr wabr- scheinlicb sein, dass dies Exemplar aucb die nämlicbe Ab- stammung hat und demgemäss eine abweicbende Form dieser Art repräsentirt, welcbe einen Ubergang zwiscben der Haupt- form und /. violacea Tullb. darstellt. Sollte dies wirklicb der Fall sein, woriiber icb natiirlicb keine bestimmte An- sicbt baben känn, so diirfte es wobl nothwendig werden, zur Axelson's ursprtinglicben Auffassung von dieser Art zurtick- zukebren und die betreifende Form als eine Varietät der I. violacea Tullb. aufzufiibren. ^ Axelson, AV. M.: Yerzeithniss einiger bei Golaa im^siidöstliclieii Nor- wegen eingesammelten Collembolen. Entomologisk Tidskrift, Arg. 25, H. 1. 1904. HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 17 Isotoma viridis Bourl., Schött. Fundorte: Bjöf^Jcfors, unter Steinen, Holzstticken, im Moos n. s. w., etwa 120 Exemplare. Tärna, iinter Steinen, Holzstiicken u. s. w. bei der Kirche, 50 Exemplare. Westansjö, unter Steinen, 40 Exemplare. Stiioravare, 600 m. ii. M., unter Steinen, 30 Exemplare. Nur ein einziges Exemplar (aus Tärna) gehört zur ah. riparia (Nic.) Schött, die anderen gehören alle entweder zur Hauptform öder ah. micans Agr., zwischen welchen auch zahlreiche Ubergangsformen vorhanden sind. Die Mehrzahl hat eine selir schöne violette Earbe. Einige micans -Inåixi- duen sind auf der Rtickenseite rein schwarz. Isotoma notabilis Schäff. Fundort: Björkfors, 1 Exemplar unter einem Steine. Isotoma sensibilis Tullb. Fundort: Björkfors, 1 Exemplar unter einem Steine. Isotoma ciuerea (Nic.) Tullb. Fundort: Björlfors, unter Steinen, 11 Exemplare. Isotoma bicleuticalata Tullb. Fig. 11—13. Fundort: Joeström, auf Steinen im Seineshache, 79 Exem- plare. Obgleich diese xA.rt wiederholt von neueren Collembolen- forschern (wie Schött, ^ Schäffer,- Stscherbakow, ^ Wahlgren,'^ 1 Siehe Note ^ Seite 4. ^ ScHÄPFER, C: Verzeichniss der von den Herren Prof. Dr. Kukenthal und Dr. Walter auf Spitzbergen gesamnielten Collembolen. ZooL Jahrbiich. Abt. f. Systematik. Bd. 8, 1895. ^ Stscherbakow, a.: Zur Collembolen-Fauna Spitzbergens. Zool. Anz. VoL 22, 1899. * Wahlgren, E.: Uber die von der scbwedischen Polarexpedition 1898 gesammelten Collembolen. Öfversigt af K. Vet.-Akad. Förhandl. 1899, N:o 4. Arl'iv för zoologi. Band 2. N:o 1. 2 18 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. Carl,^ Carpenter-) untersucht wurde, besitzen wir noch keine völlig befriedigende Beschreibiing derselben, und merkwiirdi- gerweise sind es gerade fast aiisschliesslich die eigentlium- lichsten iind von systematischem Gesicbtspunkte wichtigsten Merkmale, die bisjetzt liberseben wnrden. Ich gebe damm eine ausftihrliche Bescbreibung der vor- liegenden Exemplare. Abd. V nnd VI sind miteinander vollständig ver- schmolzen. Die Behaarung des Körpers ist dicbt und anliegend und bestebt ausscbliesslicb aus kurzen einfacben Borsten. Auf der Innenseite der Scbenkel befindet sicb eine sebr länge, vertikal bervorragende (einfacbe) Borste. Antennen 1,7 — 2 mal so läng wie caput; I : II : III : IV = 1 : 1^/3— 1^/5 : l^/s— IVö : ^Va. Antenne IV obne Riecbbaare, mit drei feinkörnigen Papillen an der Spitze der unteren Seite (Fig. 11). Antennalorgan III bestebt aus 2 nacb in- nen gekrtimmten, gewöbnlicb frei liegenden Stäbcben. Postantennalorgan rundlicb öder oval, etwas grösser als eine angrenzende Ommencornea. Ommen 8 — 8, auf scbwarz pigmentirten Feldern; :^Proximalommen» kleiner als die iibrigen. Tibiotarsen obne Keulenbaare öder längere distale Bor- sten. Klauen läng und scbmal, mit einem kleinen Innenzabn ungefäbr in der Mitte und ein Paar grossen basalen Lateral- zäbnen, zwiscben welcbe eine liberaus dtinne, dicbt an- liegende Tunica tiber die Basis der Klaue ausgespannt ist (Fig. 12). Empodialanbänge V^ — ^h nial so läng wie die entsprecbenden Klauen, mit zwei an der Basis boben und rascb scbmäler werdenden Innenlamellen. Abd. III und IV ungefäbr gleicb läng. Tenaculum mit 4—4 Kerbzäbnen; Corpus sebr gross und dick, mit zablrei- cben (20 — 30) Borsten besetzt. Die Furca reicbt bis an den Ventraltubiis. Dens + Mucro etwa ^4 länger als Manubrium (wie 1,7 — 1,8 : 1). Dentes wer- den gegen die Enden zu sebr unerbeblicb scbmäler und sind nicbt geringelt, sondern statt dessen ibrer ganzen dorsalen Oberfläcbe entlang mit kleinen rundlicben ' Carl, J.: tJber scliweizerisclie Collembola. Revue Suisse Zool. T. 6. Fasc. 2. 1899. ^ Carpenter, G. H.: Collembola from Franz-Josef Land. Proc. Royal Dublin Societv. Vol. 9 (N. S.), Part. 3. 1900. 19 Tiiberkeln diclit besetzt (Fig. lo). Ein sehr langer »pilus mncronalis» gelit von der medianen Seite der Dentes aus, und reicht weit ausserhalb der Spitze des Mucro. ]\Iucro unge- fähr 1/3 so läng wie die Klauen des dritten Beinpaares, mit stark geschwiingenem Ventralrande nnd 3 nach einander lie- genden Dorsalzälinen, von denen indessen der proximale äus- serst unanseknlich ist (Fig. 13). Die Exemplare sind isabellfarbig, die Rtickenseite dunk- ler, bisweilen sogar schwarzbraun und mekr weniger stark grunschimmernd. An der Mitte des Hinterkopfes iindet sich ein schwarzer Fleck. Die obere Seite des Kopfes wird vorne von einem schwarzen Querbande begrenzt, das die beiden Au- genfelder mit einander verbindet, öder aber es finden sich drei getrennte Flecke, einer unmittelbar Mnter jeder Anten- neninsertion, und einer mitten zwiscben diesen. (Diese Zeicli- nung des Kopfes kommt natur lich bei denjenigen Exemplaren, welcke die tiefste G-rundfarbe besitzen, nickt ganz deutlick zum Vorsckein.) Länge bis zu 2 mm. Von den fiir die Art in ganz besonders kokem Grade be- zeicknenden Ckarakteren (welcke in der Besckreibung mit ge- sperrten Stile kervorgekoben sind) ist nur ein einziger — derjenige, welcker den Bau der Empodialankänge betrifft — von friikeren Forsckern beacktet worden (Carl).^ Am eigen- tkiimlicksten und in kokem Grade tiberrasckender sckeint nattir- lick die Angabe beziiglick der Klauentunica, ein Gebilde das bisjetzt nur bei den am meisten specialisirten unter allén Collembolen, den Smintkuriden, angetrofFen wurde. Mit der Tunica der letzteren verglicken ist diejenige dieser Art sekr kurz — sie gekt nickt länger iiber die Klauen aus als die Lateralzäkne — und sckliesst sick der oberen Fläcke der Klaue dickter an. Es ist auck ziemlick sckwer dieselbe deut- lick wakrzunekmen. tJber ikr tkatsäcklickes Vorkandensein kege ick indessen nickt den geringsten Zweifel. Durck die- vollständige Yerscknielzung der beiden letzten Abdominalsegmente stimmt diese Art mit der von Bornera als Typus der Untergattung Isotomina C. B. aufgestellten I. Ägreni iiberein. Den eigentkiimlicken Bau der Empodialan- 1 Siehe Note ^ Seite 18. 2 Siehe Note ^ Seite 14. 20 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. hänge hat sie dagegen mit I. alticola Carl gemeinsam. Die drei tibrigen in der obigen Beschreibung besonders hervorge- hobenen Merkmale finden sich, so viel aus der Litteratur er- sichtlich ist, bei keiner anderen Art dieser Gattung, und zwei von denselben — die Tnnica und die Struktur der G-abel- beine, besonders die erstere — sind von solcher Bedeutung, dass sie die Aufstellung einer eigenen Untergattung fiir diese Art nothwendig machen. Indessen mag dies vorläufig auf sich beruhen, da ich der AufFassung bin, dass dies nur in Zusam- menhang mit einer Auftheilung der ganzen Gattung ausge- ftihrt werden soll. Eine solche känn ich aber gegenwärtig nicht vornehmen, theils wegen der Unvollständigkeit vieler Artdiagnosen, theils wegen der Unmöglichkeit, von manchen wichtigen Arten Untersuchungsmaterial zu bekommen. Bornera hat allerdings vor kurzem einen sehr anerken- nenswerthen Versuch einer nattirlichen Eintheilung dieser Gattung gemacht, doch ist ihm dieser nach meiner Ansicht nur theilweise gelungen. Da ich hofFe, diese Frage kiinftig eingehender behandeln zu können, werde ich jetzt nicht auf eine ausfiihrlichere Kritik des BöRNER'schen /.sofoma-Systemes eingehen, sondern bemerke bei dieser Gelegenheit nur, dass ich die grosse systematische Bedeutung der von Börner her- vorgehobenen Verschiedenheiten beziiglich der Körpersegmen- tirung durchaus anerkenne, dass mir aber die Eintheilung, die er auf dem Baue der »setse sensuales» grtindet, ganz un- haltbar vorkommt. Es ist mir ganz einfach unmöglich dar- iiber aufs reine zu kommen, welche diese »setee seDSuales» sind. Ich habe nie bei einer Art der Gattung Isotoma BouRL., C. B. irgend welche Haarbildungen entdecken können, welche mit diesen Namen fiiglich bezeichnet werden könnten. Und wtirde Börner nur die längsten Borsten am Körper im Auge haben, so braucht nur an die oben erwähnte I. mucro- nata Axels, erinnert werden, damit die Unmöglichkeit eine nattirliche Artgruppirung auf der Struktur dieser Orgaue zu errichten, klar an den Tag treten soll. Es känn nämlich gar nicht in Abrede gestellt werden, dass I. niucronafa Axels. und I. violacea Tullb. einander so nahe stehen, wie tiber- haupt zwei Arten dieser Gattung es nur können; es ist ja nicht mal ganz sicher, ob sie getrennte Arten sind. Und Siehe Note ^ Seite 14. HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 21 docli liegt die wesentliche Verschiedenlieit zwischen ihnen eben in der Struktur der längeren Borsten. Isotoma quadriociilata Tullb. Fundort: Björlcfors, unter Steinen, 5 Exemplare. In seinem jlingsten, oben citirten, sebr wicbtigen Beitrag zur Systematik der Collembolen fiibrt Bornera diese Art zu- sammen mit I. sexociilata Tullb. und /. fimetaria (L.) Tullb. zur Untergattung Folsomia (Willem) C. B., die vor allem durcb die Verscbmelzung der drei letzten Abdominalsegmente cbarakterisirt werden sollte. Ich balte aucb die enge gegen- seitige Verwandtschaft dieser Arten ftir unbestreitbar und ibre Einreibung in eine besondere Untergattung ftir durcb- aus berecbtigt. Indessen verdient es bervorgehoben zu wer- den, dass die Verscbmelzung der Segmente bei dieser Art nicbt so weit avancirt ist wie bei /. fimetaria (L.) Tullb. Z\viscben den Abdominalsegmenten IV und V findet sicb nämlicb an der Riickenseite eine sebr deutlicbe und scbarfe Grenzlinie, die docb ganz kurz ist und sich nicbt auf die Körperseiten erstreckt. Isotoma fimetaria (L.) Tullb. Fundort: BjörJifors, unter Steinen, o Exemplare. Genus Orcliesella Templ. Orchesella flavescens (Bourl.) Ågr. ab. pallida Reut. Fundort: BjörJcfors, im Moos, 1 Exemplar. 1 Sielie Note ^ S. 14. 2 Siehe Note ^ S. 4. 22 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. Genus Eiitomobrya Rond. Eutomobrya uivalis (L.). ab. maculata Schäff. Fundorte: Westans jo, beim Streifen an Birken nnd Wei- den, 1 Exemplar. Stuoravare, 700 m. ti. M., iinter Birkenrinde, 4 Exemplare. Die Grrundfarbe ist bei diesen Exemplaren schmutzig griin. f. typica. Fundorte: Björkfors, unter Steinen, Weidenrinde und im Moos, 10 Exem23lare. Tärna, unter Steinen und Holzstiicken bei der Kirche, 10 Exemplare. Westansjö, beim Streifen an Birken und Wei- den, etwa 80 Exemplare. Stuoravare, 700 m. ti. M., unter Birkenrinde, 7 Exemplare. ab. dorsalis n. ab. Fig. 14-16. Die Dorsalflecke und die diese mit dem Hinterrande ver- bindenden Längsstreifen am Abdomen IV zeigen eine mehr weniger starke Ausbreitung nach innen gegen die Median- linie des Segmentes und sind zuweilen ganz mit einander zu einem viereckigen Fleck verschmolzen, der durch einen äus- serst feinen, pigmentfreien Streifen vom Hinterrande des Seg- mentes getrennt ist und mit seinem vorderen, unregelmässig eingeschnittenen E,ande etwa bis an dessen vorderes Drittel hervorragt. Fundort: Westansjö, unter Steinen, an Birkenstubben und beim Streifen an Birken und Weiden, 26 Exemplare. Ein A^ollkommen kontinuirlicher tJbergang zwiscben dieser und der Hauptform findet sich in der "Sammlung. Der ex- HUGO ÅGREN, LAPPLÄNl^ISCHE COLLEMBOLA. 23 tremste Typus wird nur von einem einzigen Exemplare {Fig. 16) repräsentirt. Bei der Mehrzalil der liiehergehörigen Individiien persistirt noch ein breiterer öder schmälerer, oft recht unregelmässig begrenzter pigmentfreier Streifen ent- lang der dorsalen Medianlinie des vierten Abdominalsegmen- tes (Fig. 15). Andere unterscheiden sich von der Hauptform nur durcb das Vorkommen von dunklem Pigment zwiscben den zwei grossen Dorsalflecken, wodurcli ein znsammenhängendes öder abgebrocbenes Qiierband in der Mitte des Segmentes zustande kommt (Fig. 14). Diese letzterwälinten Exemplare zeigen grosse Äbnliclikeit mit E. nivcdis (L.) ah intermedia (Brook) (Syn. E. intermedia Brook i). Zu dieser Form können sie indessen nicbt gefiibrt werden, weil das centrale Pigment sicb niemals tiber die vor den Dorsalflecken gelegene Partie des Segmentes verbreitet nnd auch nicnt einen dreieckigen Fleck biidet. Entomobrya iiiargmata Tullb. Fundort: BjörJifors, unter Weidenrinde, o Exemplare. Genus LepMocyrtus (Bourl.) c. b. Lepidocyrtus lanuginosus Tullb.- Von dieser Art enthält die Sammlung ein sebr reicbes Material, gegen 400 Exemplare. Die G-rundfarbe variirt bei diesen zwiscben rein weiss bis rostrotb, wobei ancb Verscbiedenbeiten in der Zeicbnung vorkommen. Die verscbiedenen Formen können zweckmässig auf drei bier nnten cbarakterisirten Aberrationen zuriickge- ftibrt werden, die mit einander durcb zablreicbe tJbergangs- formen verbunden sind. ^ Bkook, Gr.: A Revision of the Genus Entomobrya Rond. (Degenia Nic.) Linn. Soc. Journ. Zool. Vol. 17. 1883. ^ Tullberg ist der erste, der diese Art in einer solchen Weise beschrie- ben, dass sie sicher identificirt werden känn. Wenn daruni die von Nicolet (Recherclies pour servir ä Thistoire des Podurelles. 1841) aufgestellte Art CypJiodeirus aeneus nicht identificirbar sein sollte, was ich kaum bezweifle, so niuss die betreifende Art von jetzt ab Lepidocyrtus aeneus genannt werden, nnter welohem iibrigens viel angemesseren Namen sie zum ersten Male von Tullberg aufgenommen war. (Förteckning öfver svenska Podiirider, 1871.) 24 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 1. Die Klanen sollten nach allén bisjetzt gemachten Be- obachtnngen nnr einen einzigen Apicalzalm besitzen, fnhren aber, wie icb gefnnden habe, oft zwei Sttick, von denen der änssere erheblich kleiner ist als der innere. f. typica. Syn. 1871 Lejndocyrtiis aeneiis Tullberg, Förteckning öfver svenska Podnrider. 1872 Lepidocyrtus lanuginosus Tullberg, Sveriges Podnrider. Weiss bis gelbbraun, Antennen III und IV ganz nnd gar, Antenne II ganz öder teilweise dunkelviolett. Hiiftglieder dnnkelpigmentirt. Abdomen IV obne dunkle Flecke. Die Hiiftflecke treten zuweilen sehr scliwacli bervor, feh- len aber, soviel ich bisjetzt gefnnden, den ausgewacbsenen Individuen nie. Fundorte: JBjörkfors, unter Steinen, Rinde und im Moos» etwa 140 Exemplare. Tärna, unter Steinen, Holzstucken u. s. w. in der Näbe der Kirche, etwa 100 Exemplare. Westansjö, unter Steinen, 36 Exemplare. Joeströni, auf Steinen im SeinesbacJie, 1 Exem- plar. Stuoravare, 700 m. Ii. M. unter Birkenrinde, 1 Exemplar. ab. fucata (Uzel) mihi. Syn. 1891 Lepidocyrtus fucatus, partim, Uzel, Thysanura Bobemiee. Abdomen IV mit zwei dunklen Flecken, einer auf jeder Seite beim Hinterrande. Dieselben können sich sowohl nacb vorne wie seitwärts mebr weniger ausbreiten und unter Um- ständen zu einem Querband zusammenfliessen. Im iibrigen mit der Hauptform tibereinstimmend. Fundorte: JBjörJcfors, unter Steinen, Rinde und im Moos, 70 Exemplare. Tärna, unter Steinen, Holzstucken u. s. w. in der Nähe der Kirche, 18 Exemplare. Westmisjö, unter Steinen, 6 Exemplare. HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLBMBOLA. 25 ab. rubiginosa n. ab. Grundfarbe rostroth. Die Zeichnung wie bei ah. fiicata (Uzel) mihi. Fundort: BjörJcfors, iinter Steinen, E-inde nnd im Moos, 9 Exemplare. Diese scböne, hochnordische Form darf niclit verwechselt werden mit dem neulich von Schött^ aus Mittelschweden be- schriebenen Lepidocyrtus riiher, dem er im Ausselien täuschend ähnlich sein muss, von dem er sich. aber durch die Form der Em- podialanhänge und die Bewehrung der Klanen scbarf nnter- scheidet. Dem L. ruher Schött fehlen apicale Zähne an den Klanen, nnd die Empodialanhänge sind an der Spitze schräg abgeschnitten, während dagegen nnsere Form 1 — 2 Apical- zähne an den Klanen nnd allmählicli schmäler werdenden, lanzettförmigen Empodialanhänge besitzt. L. ruher Schött stimmt in seinen Formcharaktären vollkommen mit L. lanu- ginosus C. B., non Tullb, iiberein und steht also aller Wabr- scheinlichkeit nach in demselben Verhältniss zn diesem wie die jetzt abgehandelte Form zn L. lanuginosus Tullb. f. ty- pica. SoUte sich diese Vermnthnng bewahrbeiten, so wäre also die von Börner nnrichtigerweise mit L. lanuginosus Tullb. identificirte Form L. ruher Schött ah. lanuginosa (C. B.) ge- nannt werden. Lepidocyrtus cyaneus Tullb. Fnndort: Björkfors, nnter Steinen, 1 Exemplar. Fam. SMINTHURIDAE Tullb. Genus Smintliuriis Latr. (C. B.). Smintburus fusciis (L.). Fundorte: BjörJcfors, nnter Steinen, 2 Exemplare. Tärna, 1 Exemplar nnter einem Steine. Siehe Note ^ Seite 4. 26 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. X:0 1. Genus Dicyrtoma Boukl., Banks. Dieyrtoma fiisca (Lucas, Lubb.). f. typica. Fundort: Tärna ^ 1 Exemplar imter einem Steine. Dieyrtoma niiuuta (O. Fabr.. Tullb.). f. typica. Fundorte: Tärna, unter Steinen und Holzstticken bei der Kirche, 23 Exemplare. Westansjö, 1 Exemplar unter einem Steine. Allgemeiue Resultate. Innerhalb des von Doc. Bengtsson untersucliten Gebietes von Lappland sind nach dem hier gegebenen Verzeichniss 29 CoUembolen- Arten und eine zweifelhafte Form {Neanura sp.) konstatirt worden. Die Anzahl ist keineswegs gering, be- sonders wenn man berlicksichtigt, dass derjenige, welcher das Material zusammengebracht, keine specielle Erfahrung im Collembolensammeln besessen hat. Diese Verzeicbnung känn indessen nicht den Anspruch erheben, ein einigermassen vollständiges Bild der innerhalb des Gebietes faktisch existi- renden Collembolenfauna zu geben, ja ich wage nicht zu be- haupten, dass auch nur die dort allgemeinen Formen alle mitgenommen sind. Es ist nämlich in höchstem Grade unwahr- scheinlich, dass solche äusserst gemeine und sowohl in der paläarktischen wie in der arktischen Region weit verbreitete Arten wie beispielsweise Ächorutes viaficus Tullb., und mami- hrialis Tullb., Isotomurus palustris (Mull.) C. B., Sminthu- rides Malmgreni (Tullb.) und Smintliurus viridis (L.) in Lapp- land Seltenheiten sein sollten öder gar völlig fehlen. Ebenso hatte man erwarten können, in der Sammlung noch manche jener interessanten Formen zu finden, die von Axelson wäh- HUGO ÅGREN, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 27 rend der letzten Jahre in den iinnischen Lappmarken auge- troifen wurden. Es liegt desshalb auf der Hand, dass eine definitive Kiarstellung der Zusammensetznng der stidlapp- ländischen Collembolenfanna gegenwärtig nicht gegeben werden känn. Rticksichtlich ihrer geographisclien Verbreitung können indessen die bis jetzt gefundenen lappländischen Collembolen zu folgenden vier Gruppen geflihrt werden. I. Arten, die in fast allén näher untersucliten Theilen der paläarktiscben sowie der arktischen Re- gion vorkommen öder eine noch grössere Verbreitung besitzen. Hielier gehört die Mehrzahl der gefundenen Arten und zwar: Achorutes annatus (Nic). Neamira muscorum (Templ,). Onychiurus armatus (Tullb.). Anurophorus laricis Nic. Isotoma violacea Tullb. » viriäis Bourl., Schött. » sensihilis Tullb. » quaärioculata Tullb. » fiinetaria Tullb. Orchesella flavescens (Bourl.) Agr. Lepidocyrtus lanuginosus Tullb. >; cyaneus Tullb. JDicyrtoma fusca (Lucas, Lubb.). II. Arten, deren Verbreitung entweder auf ark- tische öder alpine Gebiete beschränkt ist. Diese Gruppe wird in der Sauimlung nur von einer ein- zigen Art repräsentirt und zwar von Isotoma biäeuticulata Tullb. III. Arten, welche bisjetzt nur aus Gegenden siidlicb von Lappland bekannt waren, die aber auch eine sehr ausgedebnte Verbreitung besitzen, mit Ausnakme von zwei Arten, von denen die eine {Isotoma propinqna Axels.) bisjetzt nur in Finland und die andere (Isotoma mucronata Axels.) nur in J^inlaud und Xorwegen gefunden wurde. 28 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 1. Hieher e-eliören: ö Achonites purxmrascens Lubb. Onychiurus fimetarius (L,, Lubb.). Isotoma proxnuqua Axels. -y mucronata Axels. notabilis Schäff. Entomohrya nivalis (L.). ) mcwginata (Tullb.). Smintlmrus fuscus (L.). Bicyrtoma minuta (O. Fabr., Tullb.). lY. Arten öder Formen, die w enigstens vorläufig als den Lappmarken eigenthiimlich angesehen werden mlissen. Yon diesen ist eine Art schon bekannt ans den finnisclien Lappmarken, nnd zwar: Aclwmtes lapponicus Axels. Die iibrigen sind nen flir die Wissenscliaft: Ächorutes Bengtssoni. -■ serratus. niitis. PseudacJiorutes lapponicus. Entomohrya nivalis (L.) ah. dorsalis. Lepidocyrtus laniiginosus Tullb. ctb. ruhig inösa. Besonders bemerkenswerth ist, dass keine specifisch arktiscbe Art angetroffen wurde. Was scliliesslich den Antlieil betrifft, den die verscbie- denen Collembolengruppen in der Znsammensetznng der Fauna baben, so scheint fur Lappland dieselbe Eigentbtimlicbkeit zu gelten, die scbon friiber von Tullberg^ fur die Polarge- genden und von Wahlgrex^ fiir die äussersten unserer scbv^e- discben Scbären konstatirt wurde, dass nämlicb die niederen Gruppen viel zahlreicber repräsentirt sind aLs die böberen. Der Prozentsatz flir die der lappländiscben Fauna zugeböri- gen böberen Collembolen ist nämlicb nacb dieser Verzeicb- 1 Siehe Note ^ Seite 12. ^ Wahlgren, E.: Beitrag zur Kenntniss der Collembolafauna der äus- seren Sehären. Entomologisk Tidskrift. Arg. 20. 1899. HUGO ÅGREX, LAPPLÄNDISCHE COLLEMBOLA. 29 nung 27,5. Nacli Wahlgrex^ ist die entsprecliende Zahl fur Spitzbergen 12,5, fiir G-rönland 17, ftir Novaja Semlja 19. ftir Beeren Eiland 20, ftir arktisches Sibirien 42 und fiir Schwe- den 53. In der lappländischen regio alpina wtirde also, nach den bisjetzt gewonnenen Erfalirungen, das Vorherrsclien der niederen Formen stärker hervor- treten als im arktischen Sibirien, hingegen schwächer als anf den arktischen Inseln und in G-rönland. ^ "Wahlgren, E. : Collembola während der schwedischen Grönlandsexpe- dition 1899 anf Jan Mayen nnd Ost-G-rönland eingesammelt. Öfversigt af Kongl. Vet.-Akad. Förhandlingar. 1900, X:o 3. 30 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 1, Figurenerklärimg. Taf. I. Fig. 1. Achorutes Bengtssonl n. sp., Aiitemie IV. ■> 2. v > Beiuende (3. Paar). » 3. -> •) Dens imd Mucro, Ventralansicht. ^> 4. » » Mucro, von innen gesehen. » 5. Achorutes sevratus n. sp., Postantennalorgan. »6. > > Beinende (1. Paar). :> 7. -i Mucro. » 8. Pseudacliorutes lapponicus n. sp., Mucro. » 9. Anui-ophorus laricis Nic, Distales Ende von Antenne IV im optischen Längsdurchschnitt. Tafel II. » 10. Isotoma propinqua AXELS., Mucro, a. von aussen^ h. von innen gesehen. ;> 11. Isotoma hidenticulata TuLLB., Distales Ende von An- tenne IV. » 12. » » TuLLB., Klaue (2. Paar), von oben gesehen. ^> 13. » » TuLLB., Distales Densende und Mucro. » 14. Entomohrya nivalis (L.) ab. dorsalis n. ah. » 15. ■> » » » 16. » » » Tryckt den 17 augusti 1904. Stockholm 1904. Kungl. Boktryckeriet. Arkiv för Zoologi. Band. 2. N:o 1. Taf. 1. 5. 8. 9. II. Ågren, del. J. Cedcrquist, Auto. Arkiv för Zoologi. Band. 2. N:o 1. Taf. 2. < % I i I iOcL. iOh. Ii. 1^. 15. 16. II. Agrcii, dol. Cetloi-quis,t, Auto. ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:o 2. MoUusca und Brachiopoda gesammelt von der scliwedischen zoologischen Polarexpedition nach Spitzbergen, dem nordöstlichen Grönland und Jan Mayen im J. 1900. Von RICHARD HÄGG. Mit 1 Tafel. Mitgeteilt am 8. Juni 1904 durch Hj. Théel und G-. Holm. I. Brachiopoda und Lamellibranchiata. 1. Rhynchonella psittacea (Gmelin). ÄJiomia rostrum psittaci Chemnitz: in Syst. Conch. Cab. vol. 8. Niirn- berg 1785 (p. 106, T. 78, f. 713 a— c). — Anomia psittacea G-melin : Linnei Syst. Nat. Ed. 13. Lipsiae 1789 (p. 3348). — Terebratida psittacea 1iå.mark: Möller: in Natnrh. Tidskrift. Band. 4. Kjöbenhavn 1842—43 (p. 23). — Rhynchonella psittacea Chemnitz: Saks: Mollusca Regionis Arcticae Norvegiae. Christiania 1878 (p. 9, T. 1. f. 1 a— e). Fundort: östlich von Grönland, Long. 19'20'W., Lat. 73 55'N. Den "s. Schlamm. 150 Meter. 1 Exemplar, ohne Tier. Beide Schalen sind zusammen- hängend und nicht von subfossilem Aussehen. Long. 17,5 mm. Lat. 18,5 mm. Arkiv för zoologi. Band 2. N:o 2. 1 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Geographisehe und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land (27 — 142 m). — West- Grönland: 1) nörd- licher Teil (27—250 m), 2) mittlerer Teil (21—178 m), 3) siid- licher Teil (18 — 178 m). — Ost-Grönland: vor der Siidost- kiiste (223—231 m), (35 N. B., 35^ W. L. (44—71 m), Jackson- Insel. — Jan May en (140—180 m). — Spitzlergen (3^—142 m): Bell Sund, Stor Fjord (69—139 m), slidlich vom Slid-Cap (125 m), König Karl-Insel, Lomme Bai. — Frcmz-Josef-Land (94 — 166 m). — Bären-Insel (Q'2 m). — Ost-Finmarh 9 — 178 m). — Barents See (i]6 — 264 m). — Murmanische Kilste. — Weisses Meer (18—39 m. Im waruien und kalten Gebiet). — Insel Kolgujetv (107 m). — Jugor-Strasse (18 — 25 m). — Novaja Semlja: 1) westliche Ktiste der stidlichen Insel (9 — 107 m), 2) Matotschkin-Strasse (9—89 m), 3) Ostktiste: Udde- Bay (9 m) — Karisches Meer — Bering-Strasse: auf beiden Seiten. — Bering -Meer (36 — 53 m). — Meer nördlich von der Bering-Strasse (36 — 53 m). — Nördliche Kilste von Älaslca: Point Franklin (24 m, nur Schalen). — Parrg Islands: Melwille Island, Northumberland Sonnd (59 m). — Baffin Land: Cum- berland Sound (nur Schalen, aber nicht unwakrscheinlich fos- sile), — Hudson Bay: Riciimond (rulf. — Lahrador: von Hope- dal bis Little Mecatina Island (2 — 89 m). — New Foimdland: Grosse Bank, — Giilf of St. Lawreyice (18 — 107 m). — Nova Scotia: St. Marganfs Bay, Halifax, Le Have Bank. — At- lantischer Osean: nordwestlicher Teil, 52'5' N. B., 52°19' W. L. — Island. — West-Finmark (36 — 267 m): Hammerfest, Alten, Kvänangen Fjord, Tromsö. — Bie Fär-öer. — (Shetland Inseln. Vermutlich subfossil, da nur Schalen gefunden sind.) — (Nordsee. Vermutlich subfossil, da nur Schalen gefunden sind.) — Japan: Meer busen von Hakodadi. — SUdliche Kilste von Alaska: Sitka. — British Colnmhia: Vancouver Island, — (Australien?) Batymetrische Verbreitung^ also 2 — 267 m. 2. Terebratula caput serpentis (Linné). Änomia caput serpentis Linné: Syst. Nat. Ed. 12. Holmiae 1767 (p. 1153). — TerebraUda septentrionalis Couthouy: in Boston Journ. Nat. Uberall mit Bezug auf lebende Exemplare. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 3 Hist. vol. 2. 1839 (p. 65, T. 3, f. 18). — Terchratulina caput serpentis Linné: Sårs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 9, T. 1, f. 5). — Fischer et Oehleet; in Expéd. scient. Travailleur et Talisman. Paris 1891. Fundort: 1) östlich von Grönland, Long. 17 56'W., Lat. 72^25'N. Den ^^7. Stein lind Sand. 300 ni. 2 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grönland, vor dem Franz-Josef-Fjord zwischen der Bantekoe-Insel iind der Mackenzie-Bucht. Den ^/S. Schlamm. 250 m. o Exemplare mit Tieren. Long. 19 mm. Lat. 16 mm (Ost-Grönland). Long. 16,2 mm. Lat. 11,5 mm (östlich von Grönland). Die vorliegenden Exemplare sind tJbergangsformen zwischen T. caput serpentis (Linné) und T. septentrionalis (Couthouy). Sie stimmen mit der ersteren darin liberein, dass die Processi orales des Arm- skeletts vereinigt sind, und durch die Schalen skulptur, mit der letzteren durch die platte und breite Schale. Gould und BiNNEY^ geben an, dass T. cap. serp. durch 30 — 40 Rippen auf der Schale und T. sept. durch 50 — 60 solche gekennzeich- net wird. Sowohl die hier vorliegenden Exemplare wie die, welche ich von Bohuslän untersucht (die letzteren sind im tibrigen typische T. cap. sop.), haben tiber 50 Rippen. Sars^ giebt an, dass T. sept. Rippen hat, die fiir das blosse Auge kaum sichtbar sind. Vorliegende Exnmplare haben sehr deut- liche Rippen. Es ergiebt sich hieraus, dass T. sept. nicht als eine selbständige Art aufgefasst werden känn. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: 1) von 72 N. B. bis Q^' N. B. (301— 470 m). Die Hauptart und Var. sept. Die erstere seltener, 2) von m- N.B. bis 6527' N. B. (119— 506 m). Die Haupt- art und Var. sept. Die erstere seltener. — Ost Grönland: vor der Stidostkliste (231 m). — Jan Mayen (347 — 534 m). Var. sept. — Spitzhergen (278 — 444 m). Var. sept. — Meer ^ Report on the Invertebrata of Massachusetts. Boston 1870. ^ Mollusca Reg. Are. Norw. 4 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. zivischen der Bären-Insel und Norivegen (340 — 397 m). Var. scpt. — Ost- Finmari' (226 m). Var. sejjt. — Barenis See (178 — 374 m). Var. sept. — Murmanischr Kiiste. — Berhuf- Meer: stidlicher Teil. Die Hauptart. — Neiv Foundland: Grosse Bank (155—1267 m). Var. sept. — Gulf of St. Lawrence (199 — 392 m). — Nova Scotia: östliche Kiiste (18 — 151 m). Var. sept. (151 m). — Bay of Fundy (21 m). Var. sept. — New England nördlich von Cape Cod (36 ni). — Ne2€ York (91 m). Var. sept. — Jamaica. — Atlantischer Ozean: nördlicher Teil zwischen 59^36' N. B., 7'20' W. L. und 50'21' N. B., 5211' W. L. (185—944 m) und in mehr als 2000 m. Tiefe an nicht angegebenem Ort. — Island. — Die Fär-öer. Die Hauptart. — Meer zwischen Island und Norwegen (276 m). Bie Hauptart. — West-Finmarh (175 — 321 m.). Die Hauptart und Var. sept. Erstere auch am Nordkap (321 m.). — Nord- land. Die Hauptart (71 — 89 m), Var. se])t. (West-Fjord [607 m]). — Norivegische WestkUste. Die Haujjtart 9 — 189 m). Norwegische SiidJciiste. Die Hauptart (9 — 125 m). — Wesfkuste von ScJiweden: Bohuslän (36 — 178 m. Die Hauptart), Kullen in Schonen. Die Haujytart. — Shetland Inseln: Die Hauptart an der ganzen Kiiste, Var. sept. nur an der Ostkiiste. — Zivisclien den Fär-öern und den Hehriden (203 — 1122 m). — Scliottland: Die Hauptart an der ganzen Kiiste, Var. sept. nur am Loch Duich an der westlichen Kiiste. — Irland: nordöstliche Kiiste (125 m), westliche und siidliche Kiiste. Die Hauptart. — Meer westlich von Irland (160 — 1439 m). Die Hauptart. — Golf von Biscaya (135 — 435 m). Die Hauptart. — Spanien: nördliche (392 — 1226 m) und nordwestliche Kiiste. Die Hauptart. — Meer von Portugal. Die Hauptart. — Mittel- ländisches Meer: siidliches Spanien, Balearen, Provence, Cor- sica, Sardinien, Sizilien, Adventure Bank (164 m), Malta, Adriatisches Meer. Die Hauptart. — MaroMo: Westkiiste (116 m). Die Hauptart. — Canarische Inseln. Die Hauptart (946 — 1328 m). — Capverdische Inseln (108 m). Var. germana FiscHER et Oehlert. — Ascension (748 m). Die Hauptart. — Meer östlich vom Kap der guten Hoffnung (267 m). Var. sept. — Marion und Frinz Edward Inseln. Var. sept. — Australien. — Neu-Seeland. — Korea. Die Hauptart. — Japan. Die Hauptart. — Aleuten-Inseln : Unalaschka. — SUdMlste von Alaska: Shumagin-Inseln. — British Columbia. — Washington. — Californien : von der Nordgrenze bis 33' N. B. R. RAGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 5 Die Art ist demnach neu ftir das nordöstliche Grönland. Die batymetrisctie Verbreitung der Haiiptart ist 9 — 1439 m, der Var. sept. 21 — 1267 m. 3. Terebratula arctica Friele. Terebratula arctica Feiele: in Nyt Magaz. f. Naturv. Bd. 24. Chri- stiania 1879 (p. 221, f. la — c). — Friele: Mollusca II in Den Norske Nord- havs Exped. XVI. Christiania 1886 (p. 39, T. 12, f. 17, 18). — Liothyris arctica Friele: Molluskca III in op. cit. XVIII. 1901 (p. 3). Fiindort: östlich von Grönland, Long. 17°56'W., Lat. 72 25' N. Den ^0/7. Stein und Sand. 300 ni. 55 Exemplare. davon 27 mit Tieren. Alle mit beiden Schalen verbunden. Long. 14,5 mm. Lat. 11,5 mm. Die vorliegenden Exemplare sind etwas grösser als die bisher bekannten. Die grössten bisber bekannten 14 mm. Geographische und batymetrische Verbreitung. Ostgrönländisches Meer: 74 17' N. B., 15° W. Lat. (226 m). — Jan Mayen (468 m). — Meer ztvischen Jan Mayen und Island (214 — 285 m). — Island: Nordwestktiste. Batymetrische Verbreitung demnach 214 — 468 m. 4. Nucula tennis (Montagu). Area tenuis Montagu: Test. Brit Suppl. 1808 (p. 56, T. 29, f. 1). — Nucula tenuis Gray; Möller: Index Moll. Groenl. (p. 17). — Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 33, T. 4, f.^ 6 a — b). — Nucula infläta Hancock: in Ann. Mag. Nat. Éist.|Vol. 18. London 1841 (p. 333, T. 5, f. 13, 14). — Nu- cula expansa Reeve: in Last of arctic voy. in Assistance under Belcher. Vol. 2. London 1855. Fundort: 1) Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den 16^6—20/6. 6 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Stein lind Schale. 50 m. 6 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grrönland, Mackenzie-Buclit nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s — ^/s. Schlamm. 12 — 35 m. 12 Exemplare mit Tieren. /. Var. infläta Hancock = Niicula proximata Beck. Lonc). 11,5 mm. Lat. 9,5 mm. Crass. 8 mm. Die Exemplare von Spitzbergen. //. Var. expansa Reeve. Long. 15,5 mm. Lat. 12,2 mm. Crass. 8,5 mm. Die Exemplare von Ost-Grrönland. Ein Exemplar (das grösste) weicht diircli dunklere Epi- dermis und etwas grössere Dicke von den tibrigen ab. Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land (10 m) Var. infläta. — West- Grönland (Var. expansa und Var. infläta, erstere seltener): 1) Nord- kiiste (18 — 445 m), 2) Kiiste zvv^i schen Upernivik und dem Nivakfjord (27 — 677 m), 3) Ktiste von Holstensborg bis Ju- lianehaab (9 — 356 m). — Spitshergen (4 — 267 m): Hornsund (5,5—55 m. Var. expansa), Eis-Fjord (30 — 98 m. Var. expansa), Magdalena Bay, Norsköarna, Stor Fjord (6,5 — 102,5 m. Var. expansa. Var. infläta), Thymen-Strasse (9 — 20 m. Var. expansa), Ostktiste (4 — 107 m. Die Haiiptart). — Westlich von Spitzhergen (223 m). — Meer zwischen Spitzhergen und der Bären-Insel (125 — 222 m). — Bären- Lnsel (44 m). Var. infläta. — Meer ztvischen der Bärcn- Insel und West-Finmarh (294 m). — Ost-Finmarl' (20 — 80 m). — Barents-See (121 — 347 m). Var. expansa (150—275 m), Var. infläta (157 — 374 m). — Murmanische Kiiste (178 m). — Murmanisches Meer (164 — 249 m). — Weisses Meer (25 — 151 m. Im warmen und kalten Grebiet). — Waigatsch: West- kiiste (14—18 m) Var. expansa. — Noivaja Semlja: 1) West- ktiste der slidlichen Insel (27—53 m) Var. expansa, 2) Ma- totschkin-Strasse (9 — 27 m) Var. expansa. — Karisehes Meer (64 — 160 m) Var. expjansa. Bie Hauptart (114 — 151 m). — Sihirisches JEismeer: v^estlichster Teil (30 — 46 m. Var. ex- pansa), 115^30' Long., 76 40' Lat. (iy2 m. Die Hauptart und R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRONL. U. J. MAYEN. < Var. expansa), 1160' Long. (64 m). Kap Schelagskoj (21 m. Var. expansa), 174' 27' Long. ('2S m. Var. expansa). — Berinf/- Strasse: asiatische Seite (4 — 28 m. Die Hauptart), amerika- iiische Seite {Die Hauptart). — Bering -Meer. Die Hauptart (21 — 98 m), Var. expansa (St. Matthäus Inseln [44 m]). — Meer uördlich von der Bering-Strasse (9 — 53 m). — Parry Is- lands: Northumberland Sound. Var. expansa. — Port Befuge. Var. expansa. — North Devon: Beechey Islands. Var. ex- pansa. — Baffm Land: Ostkuste bei 66 '30' N. B., 68 W. L. (21 — 27 m) Veir. infläta. — Hudson Strait. — Hudson Bag (53 m.). — Labrador: Ostkuste. Die Hauptart (5 — 14 m), Var. expansa und Var. infläta. — Gulf of St. Lawrence: hin- anf bis zur Little Métis und Murray Bay. Die Hauptart, Var. exp)ansa und Var. infläta. — Nova Scotia: Ostkuste. Die Hauptart. — Bag of Fundg (18—178 ni). — Netv Eng- land nördlick vom Cape God (7 — 71 m). Die Hauptart. — New England sildlich vom Cape Cod (272 — 597 m). Die Haupt- art. — Die Kiiste siidlich von Netv England his Cape Hat- teras. — Ätlantischer Osean: nördlicher Teil (392 — 1771 m). Die Hauptart und Var. expansa. — Island: Reykjavik, Ofjord. — West-Finmark (89 — 178 m). Die Hauptart, Var. expansa, die letztere besonders in grösserer Tiefe. — Nordland (36 — 89 ra). Die Hatqjtart. — Norwegische Wesfkiiste (107—142 m.) — Nonvegische Sudlilste (9—62 m). Die Hauptart (62 m). — Schivedische WestMlste: Bohuslän (62—178 m. Die Hauptart), Hallands Väderö und Skelderviken (19—25 m. Die Haup)tart), Kullen in Schonen {Die Haup)tart). — Kattegat (16 — 27 m). Die Hauptart seltener im nördlichen, ziemlich allgemein im östlichen, sehr allgemein im stidliclien Teil (nacb Petersen). — Öresund (22 — 29 m) — Dänemarl'. — Skagerak (46—223 m). -- Dog ger Bank (23—41 m). Die Hauptart. — Helgoland (32—39 m). — Die Fär-öer. — Shetland-Inseln. Die Haupt- art und Var. infläta. — Zwi schen den Fär-öern und den He- hriden (337 — 1158 m). — Schottland. Die Haup}tart an der Ostkuste, Var., infläta an der Westkiiste (bei Lock Fyne). — England: nordöstliche Kiiste. Die Haup>tart. — Irland: Westkiiste (27—36 m), vor der Westkiiste (151—2190 m). Ostkiiste. Die Hauj^tart. — Frankreich: Westkiiste. Die Hauptart. — Sp>anien: Vigo Bay (36 m). — Portugal: Gap Sagres (80—103 m). — Mittelländisches Meer: Algerien, Cor- sica, Neapel, Ägäisches Meer. Die Haup>tart und Var. ex- 8 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. pansa. — Kamtschatka. — Japan: Hakodadi (18 m). Die Hauptart. — Aleuten-Inseln. Die Hauptart und Var. expansa. — Alaska: Kliste des Stillen Meers bis Sitka, Die Hauptart?, Var. expansa. — British Columbia: Vancouver Island, Pudget Sound. Die Hauptart. Die Var. expansa ist demnach nen ftir Ost-G-rönland. Batymetrische Verbreitung der Hauptart 4 — 2190 m, der Var. expansa 5,5 — 1771 m, der Var. infläta 6,6 — 374 m. 5. Leda pernula (Muller). Area pernula Muller: Beschäft. Berliner Ges. naturf. Freunde. Vol. 4. 1778 (p. 57). — Leda macilenta Steenstrup; Möller- Ind. Moll. Grönl. (p. 17). — Leda buccata Steenstrup; Möller: op. cit. (p. 17). — I^eda costi- fera Beck: in Amtl. Bericlit 24. Versaml. deutsch. Naturf. in Kiel 1846. Kiel 1847 (p. 114j. — Leda pernula Muller Var. falcula Jeffreys: in Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 4. vol. 20. 1877 (p. 232). — Leda pernula Muller; Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 35, T. 5, f. 1 a— d). — Leche: in K. Sv. Vet.-Ak. Handl. Bd. 16. N:o 2. Stockholm 1878 (p. 27). — Posselt: in Medd. om Grönl. H. 23. Afd. 1. 1898. Kjöbenhavn 1899 (p. 43). — Leda per- nula Muller Var. radiata Krause: in Archiv f. Naturg. Jahrg. 51. B. 1. Berlin 1885 (p. 23, T. 3, f. 2 a-c). Fundort: 1) Ost-Grönland, Mackenzie-Bncht nördlich vom Franz-Josef Fjord. Den Vs — Vs. Schlamm. 12 — 35 m. 14 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grönland, vor der Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef- Fjord. Den ^^/s. Scblamm. 100 m. 1 Exemplar mit Tier. Lony. 32 mm. Lai. 15 mm. Die Exemplare gehören der Var. costigera (Leche) — Niiciila costigera Beck= Var. falcula Jeffreys an. Sie unter- seheiden sicb von der Hauptart durch eine starke Rippe auf der Innenseite der Schale vom hinteren Ende bis in der Nähe der Umbo, durcb das aufwärtsgebogene Hinteren de und den bogenlormig gestalteten ventralen Rand. Sie weichen von Leches und Bröggers Abbildungen durch schwächere kon- R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 9 zentrisclie Striierung ab. Niir das Exemplar aus 100 m Tiefe nähert sich in dieser Hinsicht diesen Abbildimgen. Geographische und batymetrisehe Verbreitung, Grinnell-Land . (10 m) Var.costigera. Sub nomine Var. falcida. — West-Grönland {JDie Hanptart = Leda macilenta Steenstrup, Var. huccata Steenstrup, Var. costifera Beck): 1) von Upernivik bis 68^ N. B. (9—677 m), 2) von 67 N. B. bis Julianehaab (9 — 463 m). — Ost- Grönland: vor der Siid- ostktiste (44—71 m). — Jan May en (125—169 m). — S2ntz- hergen (seichtes Wasser bis 267 m): 1) Westktiste: Horn Sund (29—40 m), Bell Sund (Var. arciiata), Eis-Fjord (30— 142 m), Magdalena Bay (53—107 m), 2) Ostkiiste (5—169 m): Stor Fjord (5—139 m), Thymen-Strasse (19—20 m), 3) Nordkiiste: Treurenberg-Bai. — WesfUch von Spitzhergen (223 m). — Franz-Josef-Land. — Meer zwischen Spifzhergen und der Bären-lnsel (125 m) — Bären-Insel (44 m). — Meer zivischen der Bären-Insel und Finmarh (285 — 397 m). — 0st- Finmarh (36—226 m). — Barents-See (110—374 m). — Mur- manische Kilste (44—89 m). — Weisses Meer (27 — 169 m. Im kalten und warmen Gebiet). — Murmanisches Meer: west- licher Teil (27—214 m), 2) mittlerer Teil (320 m), 3) östli- cber Teil (29—107 m). — Waigatsch: Westkuste (14—18 m). — Nova ja Semlja: 1) Westkuste der stidliclien Insel (7 — 53 m), 2) Matotschkin-Strasse (4 — 125 m), 3) stidwestliche Kliste der nördlichen Insel (117 m). — Karisches Meer (18 — 160 m). Bie Hauptart, Var. costigera (151 m). — Sihirisehes Eismeer: a) Die Hauptart: westlichster Teil (28—46 ui), b) Var. costi- gera: 115°30' {^2 m), 116^0' O. L. (64 m), 177 41' O. L. (21 m), c) Var. lamellosa Leche: Blischni-Insel (7 m). — Bering- Strasse. Var. radiata Krause. — Bering-Meer: a) Var. huc- cata: nordwestlicber Teil (80 m), b) radiata: Emma-Hafen (18 — 27 m). — Parry Islands: Assistance Bay auf Cornwallis Island (12 — 36 m), Wellington Cbannel. — Baffin Land: Ostkiiste bei Lat. 66°30', Long. &%° Var. rostrata Lamarck (21 — 27 m). — Hudson Strait. — Labrador: a) Var. huccata: Long Island (27 m), Henley Harbour (36 m), Karibou Island, b) Var. jacksoni Gould : Long Island, Henley Harbour, Temple Bay (18 — 36 m). — Gulf of St. Laivrence: a) Die Hauptart (89 m), b) Var. jacksoni: Nordkiiste. — Nova Scotia: Hali- 10 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. fax (105 m). Die Hauptart. — Neiv England sudlich vom Cape Cod: Martha's Vinyard (385 m). — Ztvischen George Bank iind Chesapeal- Bay (584 — 623 m). — Island: Reykja- vik. — West-Finmarli (4—178 m). Bie Haupdart. — Nord- land (36 m). — Nonvegisclie Westkiiste. — Norivegische Siid- kuste (18 — 62 m). - Schiveden: Bohuslän (89 — 231 m. Bie Hauptart), Hallands Väderö und Skelderviken (20 — 30 m. Bie Hauptart), Kullen in Schonen. Var. — Öresund (18 — 36 m). — Skagerak (125—223 m). — Kattegat. Allgemein nur im östlichen in grösserer Tiefe, wenigstens 18 m. — Grosser Belt. — Bie Fär-öer. — Shetland-Inseln (80 fv.). Nur ein lebendes, junges Exemplar gefunden. — {Schottland: West- kiiste. Vermutlich subfossil, denn nur Schalen gefunden.) — (Bland: vor der Westkiiste [447 — 960 m]. Vermutlich sub- fossil, denn nur Schalen gefunden.) — {Golf von Biscaya [543 — 921 m]. Nur Schalen von subfossilem Aussehen ge- funden.)^ Die Art ist demnach neu fiir das nordöstliche Grönland. Batymetrische Verbreitung der Art 4 — 677 m, der Haup>t- art 4 — 231 m, der Var. costigera 10 — 151 m. 6. Yoldia hyperborea (Loven) Torell. - Yoldia arctica Möller: Index Moll. Groenl. (p. 18) — Lemhulus lae- nigatus Beck: in Amtl. Bericht 24. Versaml. deutseher Naturf. in Kiel (p. 115). — Yoldia hyperhorea Loven; Torell: Spitzb. Moll. (p. 149. T. 2, f. 6 a — b). — Leche: in Vega-Exped. Vet. Iakttagelser. B. 3. Stockholm 1883. — Posselt; in Medd. om Grönl. H. 23. 1898. Fundort: Spitzbergen, westlich vom Kap Mitra, Long. 11= O. Lat., 79 10'N. Den ^/i. Schlamm. 100 m. 2 Exemplare ohne Tiere mit beiden Schalen zusammen- hängend und nicht von subfossilem Aussehen. Bong. 27,5 mm. Bat. 13,5 mm. ^ A. C. Johansen: in Ussing in Mus. de mineral, et de geolog, de Co- penhague. 1903. ^ Hierin sind nicht einbegriifen : Y. sapotilla CfouLD. Y. niy alis Covthouy, Y. limafula Say und Y. Umatula Särs, welche möglicherweise nur Formen dieser Art sind. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 11 Die Exemplare stimmen mit der eigentlichen Y. Jiyper- horea, wie sie von Torell^ beschrieben und abgebildet worden, iiberein. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: 1) vom Augparlartok bis ziim Nivak Fjord (4 — 677 m), 2) vom Sukkertoppen bis zum Igaliko Fjord (356 m). — Sxntshergen: 1) Westktiste: Horn Sund (5,5 — 55 m), Bell Sund (9—267 m), Advent Bay (36—71 m.), Magda- lena Bay (36—71 m), 2) Nordktiste: Norsk-öarna (53 m), 3) Ostkiiste: Stor Fjord (5—102 m), Thymen-Strasse (19—20 m. Nur Schale). — Vor der WestJcilste Spitshergens (223 m). — Barents-See (275 m). — Mnrmanische Kiiste (41 — 178 m). — Weisses Meer (18—107 m). Im kalten Gebiet. — Wai- gatsch: Westktiste (14 — 18 m). — Novaja Senilja: 1) West- kiiste der siidlichen Insel (11 — 53 m), 2) vor der Westktiste (107 m), 3) Matotschkin-Strasse (9—27 m). — Karisches 3Ieer (18 — 64 m). — Sihirisclies Eismeer: Long. 17427', Lat. 69'56' (28 m), östlich vom Kape Jakan (21 m). — Bering- Strå sse (14 — 44 m). — Bering -Meer: nordwestlicher Teil (18 — 98 m). — Nova Seotia (36—119 m). — (Island? Nach Posselt,^ Brögger^ gibt an, dass sie sich lebend dort nicht findet.) Die batymetrische Verbreitung der Art ist demnach 4 — 677 m. 7. Portlandia intermedia (M. Särs). Yoldia intermedia M. Särs : Fossile Dyrelevninger fra Kvartaerperioden. Christiania 1865 (p. 38, f. 92—96). — Leda intermedia QH.. Saks); Jeffreys: in Proc. Roy. Soc. London 1876 (p. 191). — Yoldia intermedia M. Särs Var. major Leche: in K. Sv. Vet.-Akad. Handl. B. 16. 1878 (p. 24, T. 1, f. 5). Fundort: Ost-Grönland, Franz- Josef- Fjord, äusserer Teil des Myskoxe-Fjords. Den -^s. Lehm. 220 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 12,5 mm. Lat, 7,5 mm. ^ In Bidrag till Spitzbergens Molluskfauna. Stockholm 1859. 2 In Medd. om Grönl. H. 23. 1898. ^ In Senglac. nivåforandringer i Kristianiafeltet. Kristiania 1900—01. 12 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Geographische und batymetrisehe Verbreitung. West- Grönland: 1) von Augpalartok bis 70 N. B. (267— 730 m), 2) Godthaab (142 m), Julianehaab (303 m). — Jan Mayen (169 — 347 m). — {Ztvischen Jan Mayen und Island [1787 — 2331]. Nur Schale.) — Spitzhergen. — Westlich von SpiUhergen (223 m). — Ztvischen Spitzhergen und der Bären- Insel (290 — 1172 m). — Bären-Insel (44 m). — Ztvischen der Bären-Insel und FinmarJc (397 m). — Ost-Finmarlc (142 — 340 m). — Barents-See (110 — 375 m). — Murmanische KUste (14 — 23 m). — Kolgujew (135 m). — Novaja Semlja: Matot- scbkin-Strasse (71 — 125 m). Var. major Leche. — Karisches Meer (107 m). Var. major. — Sihirisches Eismeer: Dickson- Hafen (7 — 9 m). Die Hauptart. — Bering- Strasse: amerika- nische Seite. — Parry Islands: Wellington Cbannel. — Shet- land-Inseln. — (Ätlantischer Ozean: nördlicher Teil bei 39 55' N. Lat., 9°56' W. Long. [1771 m. Nur Scbale].) Die Art ist also neu flir Ost-Grönland. Die batymetrisehe Verbreitung der Hauptart ist 7 — 1172 m, der Var. major 71 — 125 m. 8. Portlandia kolthoffi^ n. spec (F. 1—3). Fundort: Nördlich von Jan Mayen. Long. 8^33' W., Lat. 72°1'N. Den 20/7. Schlamm. 2400 m. 1 Exemplar mit Tier, 1 lose Scbale mit nocb vorbande- ner Epidermis und 5 lose Schalen ohne Epidermis, nicht aber von subfossilem Aussehen. Long. 11,4 mm. Lat. 6,7 mm. Crass. 4,0 mm. Die Schale ist durchsichtig und sehr dtinn, von derselben Form wie bei P. intermedia. Die Dicke be- deutend geringer. Die Umbonen sind im vorderen Teil der Schale belegen. Der Abstand von der Spitze derselben bis zur Spitze des vorderen Teils der Schale beträgt 4,6 mm und bis zur Spitze des hinteren Teils 6,8 mm. Die Zahl der Zähnchen am vorderen Rande beträgt 12. Davon sind die 3 den Umbonen nächstliegenden sehr klein. Am hinteren Rande haben wir 20 Zähne. Die 4 den Umbonen nächstliegenden Nach dem Leiter der Expedition, Konservator Gr. Kolthoff. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. lo sind sehr klein. Die Zähnchen scheinen deiitlich durch die Schale hindurch. Die Schalen sind mit sehr deutlichen, kon- zentrischen, dicht gestellten, erhabenen Linien versehen, die an Höhe nach dem Zentrum zu ziinehmen. An den Umbonen fehlt die Skulptur. Die Epidermis ist gelbweiss bis stroh- gelb. Die Innenseite der Schale ist rein weiss. — Die Art scheint der P. intermedia am nächsten zu stehen. Sie unter- scheidet sich von dieser durch die sehr dtinne, durchsichtige Schale, geringere Dicke, konzentrische Striierung und die grössere Anzahl von Zähnen am hinteren Rande. 9. Portlandia lenticula (Möller). Nucula lenticula Möller: Index Moll. Grönl. (p. 17). — Portlandia lenticula (Möller); Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 39, T. 4, f. 10a— b). — Posselt: in Medd. om Grönl. H. 23. 1898 (p. 38). — Yoldia ahyssicola Torell: Spitzb. Moll. (p. 149, T. 1. f. 4a — b). — Yoldia pygmaea Munster Var. gibbosa Smith; Leche: in K. Sv. Vet.-Akad. Handl. Bd. 16. 1878 (p. 24). Fundort: 1) Ost-Grönland, Franz- Josef- Fjord, äusserer Teil des Myskoxe-Fjords. Den ^\'8. Lehm. 220 m. 3 Exemplare mit Tieren, davon 2 Junge. 2) Ost-Grönland, vor der Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef- Fjord. Den ^^/s. Schlamm. 100 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 5,5 mm. Lat. 3,5 mm. Das Exemplar aus 100 m Tiefe stimmt fast mit Torells^ Abbildung tiberein. Doch ist es nicht ganz so langgestreckt. Die Exemplare aus 220 m Tiefe weichen durch grössere Dicke und Breite ab. (Long. 5,5 mm. Lat. 4 mm).. Sie stimmen mit Sars'^ Abbildung iiberein. Geographische und batymetrische Verbreitung. West- Grönland: 1) Jakobshavn (623 — 677 m), Umanak (217 m), 2) von 67° N. B. bis Julianehaab (89—303 m). — 1 Spitzb. Moll. (Tabl. 1, f. 4 a, b). 2 Moll. Reg. Are. Norw. (Tabl. 4, f. lOa-b). 14 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Spifzhcrgen: Bell Sund (267 m). — Westlich von Spitzbergen (223 m). — Mcer ztvischen Spitshergen und der Bären-Insel (219 m). — Meer .zwisclien der Bären-Insel und Finmarh (340 m). — Ost-Finmark (9—226 m). — Barents-See (211— 375 m). — Murmanische Kuste (178 m). — Novaja Semlja: 1) Westkuste der stidlichen Insel (27 — 53 m), 2) Matotschkin- Strasse (27 m). — Karisches Meer (21 — 214 m). — Sihirisches FJsmeer: westlichster Teil (36—46 m), 115^30' {<62 m), 116 O' (64 m). — Bamj Islands: Wellington Channel. — Island: vor dem Borga Fjord (142 m). — West- Finmark (18 — 285 m). — Nordland: Salten Fjord (214 m), Rånen Fjord (71—89 m), vor dem Rånen Fjord (44 m). — Bie Fär-öer. — Shetland- Inseln (36—1158 m). — (Schottland: Loch Torridon [249 m]. Yermntlich subfossil, da nur Schalen gefunden sind.) — (West- lich von Irland [294 — 748 m]. Vermutlicli subfossil.) — (Golf von Biscaya. Vermutlich subfossil, da nur Schalen gefunden sind.) — (Westlich von Marokko [636 m]. Nur Schalen.) Die Art ist also neu fiir Ost-Grrönland. Batymetrische Verbreitung 9 — 1158 m. 10. Portlandia arctica (Gray). Nucula arctica Gray: Shells in Suppl. to Appendix of Capt. Parrys voy. London 1824 (p. 251). — Yoldia arctica (GtRAy); Torell: Spitzb. Moll. (p. 145). — Leche: in K. Sv. Vet.-Akad. Handl. B. 16. 1878 (p. 23). — Leche: in Vega-Exped. Vet. Iakttagelser. B. 3. 1883 (p. 444, T. 33, f. 18, 19). — Portlandia arctica Gtray; Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 37, T. 4, f. 7a — b). Fundort: 1) Nördlich von Jan Mayen, Long. 8°33'W., Lat. 72 l'N. Den 20/7. Schlamm. 2400 m. 1 Exemplar ohne Tier mit beiden Schalen zusammenhän- gend und v^ohlerhaltener Epidermis, dazu 1 rechte und 1 linke Schale ohne Epidermis von suhfossilem Aussehen. 2) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s—^/s. Schlamm. 12 — 35 m. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 15 Eine sehr grosse xVnzahl von Exemplaren mit Tieren und einige ohne solche. o) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s. Schlamm. 12 — 18 m. 2 Exemplare mit Tieren, 1 ohne Tier mit beiden Scha- len znsammenhängend. 4) Ost-Grönland, Franz- Josef- Fjord, äusserer Teil des Myskoxe-Fjords. Den -^s. Lehm. 220 m. Eine sehr grosse Anzahl mit Tieren. 5) Zwischen Grönland nnd Jan Mayen, Long. 14'49', Lat. 72^42'N. Den ^"/s. Schlamm mit Foraminiferen. 2000 m. 2 linke Schalen und 1 Exemplar (Jnnges) ohne Tier mit beiden Schalen znsammenhängend. /. Die Hauptart. Long. 18 mm. Lat. 10 mm. Das Exemplar ohne Tier mit beiden Schalen znsammen- hängend (von N:o 1). Das Exemplar ist langgestreckt. Das Hinterende ist ausgezogen, obwohl nicht so stark wie bei Var. portlandica, und stumpf. Auch das Exemplar ohne Tier mit beiden Schalen znsammenhängend (Jnnges) von N:o 5 ge- hört der Hauptart an. IL Var. portlandica Reeve = Torells zweite Form = Särs Var. b. Long. 25 mm. Lat. 14,8 mm. (Exemplar ohne Tier.) Long. 25 mm. Lat. 13,5 mm. (Exemplar mit Tier.) Die Exemplare von N:o 2, 3, 4. Die Breite variiert beträchtlich, Einige Exemplare von N:o 2 weichen durch fast gerade untere Kante ab. ///. Var. siliqua Reeve = Area gJacialis Hisinger = Nu- ciila truncata AVood = Torells dritte Form = Särs' Var. a. Long. 14 mm. Lat. 9,7 mm. (Zwischen Grönland und Jan Mayen.) Long. 13 mm. Lat. 8 mm. (Nördlich von Jan Mayen). Die beiden lösen Schalen von N:o 1 und von N:o 5. 16 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Von N:o 2 findet sich 1 kleines Exemplar, das völlig gleichseitig ist. Nach M. Särs und Leche haben die Jungen diese Form. Das grösste Exemplar (von N:o 2) ist ohne Tier. Beide Schalen sind zusammenhängend. Die Epidermis ist v^ohler- halten. In der einen Sehale ist ein rundes Loch. Das grösste Exemplar mit Tier zeigt den Anfang zu einem Bohr- locli. Auch die grössten Exemplare, die Leche vom Kari- schen Meer untersucht hat, waren leere Schalen mit Bohrloch und vrohlerhaltener Epidermis. Einige der vorliegenden Exemplare tibertreiFen bedeutend an Grösse alle bisher bekannten lebenden. Die grössten le- benden zuvor bekannten Exemplare sind 14,6 mm läng (Kari- sches Meer nach Leche). Die vorliegenden Exemplare v^erden nnr von quartären vom siidlichen Norwegen (27 mm nach Brögger) und aus der Gothenburger Gegend (28,3 mm v. ScHMALENSÉ uach Munthe) tibertrofFen. Geographische und batymetrische Verbreitung. GrinncM-Land (9 m). Unter dem Namen Leda glacialis Leach und L. truncata. — West- Grönland: 1) Melville Bay (142 m) Var. porflandica, 2) (Hunde-InseD [44 — 89 m], Ri- tenbenk,^ Claushavn).^ — Ost-Grönland: Hecla-Havn (21 m). — {ZiviscJien Jan Mayen und Island [882 — 2331 m]. Nur Sehale.) — Spitzlergen: 1) Westkiiste: Bell Sund und Eis Sund {Die Hauptart 9—53 m), 2) Ostkiiste: Stor Fjord (le- bend 6,5 — 22 m. Nur Schalen 77 m.), Thymen-Strasse (19 — 20 m. Nur Schalen), 3) 8ia4'N., 22 50'O. (150 m). — Weis- ses Meer (9—169 m). Die Hauptart (25—169 m). Im kalten Gebiet als Relikte aus der Eiszeit nach Knipowitsch. — Nova ja Semlja: Matotschkin-Strasse (9 — 27 m). — Karisches Meer (lebend 5—151 m. Nur Schalen 57—160 m). Die Hauptart, Var. portlandica. Var. siliqua, Var. infläta? (die letztere 36 — 130 m). — Sihirisches Eismeer: 1) Var. siliqua und Var. portlandica: von der Weissen Insel bis zum Kap Wankarema (7 — 64 m), 2) Var. infläta: von der Blischni-In- sel bis Long. 174 27' (7 — 28 m). — Bering-Strasse: Norton ^ Vermutlich subfossil, da nur Schalen gefunden sind (Jensen nach Brögger: op. cit. p. 60). R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEX. 17 Sound. Var. siUqua. — Parry Islands: Assistance Bay auf Cornwallis Island (12 — 36 m), AVellington Channel. — North Bevon: Beechy Island (132 m) Var. siliqua. — Hudson Sfraif. — Hudson Bay: Richmond Gulf. — (Island?) — (Nordland: Lofoten [107 m. Nur Schalen. Var. siliqua'], Bodö [Xur Schalen].) — {Norii^egische Westkiiste: Kristiansund. Xur Schalen.) — (Bohuslän. Nur Schalen.) — (Ätlantischer Osean: nördlicher Teil. In grösserer Tiefe als 2000 m). — (Schoft- land: Westkiiste bei Loch Torridon [71 m]. Nur Schalen.) Die Art ist also nen ftir das nordöstliche Grönland. Ba- tymetrische Verbreitung der ganzen Art 5 — 220 m, der Haupf- art 9 — 169 m, der Var. 2^orflandica 7 — 220 m, der Var. sili- qua o — 132 m und der Var. infläta 7 — 130 m. Bemerkens- wert ist die grosse Tiefe (220 m), in der die Art lebend vor- konimt bei Ost-Grönland (eine grosse Anzahl der Var. port- ia ndica von N:o 4). Es ist dies von besonderem Interesse, weil Brögger die Ansicht aufgestellt hat, dass der spät-gla- ziale Yoldia-Lehm in Norwegen in 10 — 30 m Tiefe abgelagert worden sei, weil dessen Leitfossil, Portlandia arctica, haupt- sächlich in dieser Tiefe leben soll. Zuvor hat man sie lebend nicht in grösserer Tiefe als 169 m angetrofFen (Weisses ]\Ieer nach Knipowitsch), 151 m (Karisches Meer, 2 Exemplare nach Leche) und 150 m (Spitzbergen nach Xathorst). Von In- teresse ist auch das Yorkommen von Schalen ohne Tiere (Bie Hauptart und Var. siliqua) aus 2000 ni und 2400 m Tiefe, da die Art nicht, wie eben erwähnt, in so grossen Tiefen lebt.i 11. Area glacialis Gray. Area glacialis Gtkay: in Suppl. Appendix Parry"s Voy. London 1824 (p. 244). — Torell: Spitzb. Moll. (p. 153, T. 2, f. a— c). ~ Saks: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 43, T. 4, f. 1 a— c). — Leche: in K. Sv. Yet.-Akad. Handl. B. 16. 1878 (p. 29, T. 1, f. 8). Fundort: 1) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef -Fjord. Den ^, 8 — ^ s. ^ Friele: in Jahrb. d. deutsch. malak. Zool. Ges. B. 6, 1879 (p. 264), Brögger : op. cit. (p. 86 — 100). Jensen: in Vid. Medd. Naturli. Foreu. Kjbhn. 1900, 1902 und Johansex: in Tid. Medd. Xaturh. Foren. Kjbhn. 1902. Arkiv för zoologi. Band 2. X:o 2. 2 18 AKKIV FÖR ZOOLOGI. BAND. 2. NIO 2. Schlaiimi. 12 — 35 m. 31 Exemplare mit Tieren, darnnter 2 Junge. 2) Ost-Grönland, Franz- Josef-Fjord, inneres Ende des Myskoxe-Fjords. Den ^"'/s. Lehm. 100 m. 15 Exemplare mit Tieren, 2 oline Tiere mit beiden Schalen zusammenhängend nnd erhaltener Epidermis. 3) Ost-G-rönland, Franz-Josef-Fjord, änsserer Teil des Myskoxe-Fjords. Den ^Vs- Lehm. 220 m. 11 Exemplare mit Tieren. 4) Ost-Grönland, vor der Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz-Josef-Fjord. Den ^^/s. Schlamm. 100 m. 25 Exemplare mit Tieren imd 1 einzelne Schale. Long. 27,8 mm. Lat. 17,9 mm. Crass. 14,5. Einige Exemplare (sowohl ausgewachsene als Junge) weichen ab durch verhältnismässig geringere Breite. Der Mntere, ventrale Teil ist bei ilmen sehr läng ausgezogen. Andere weichen anch durch geringe Breite ab, der hintere, ventrale Teil ist bei ihnen aber sehr wenig ausgezogen. Vollständige tJbergänge finden sich zwischen diesen beiden Extremen. Das Verhältnis zwischen Länge und Breite va- riiert zwischen 1,57 und 1,28. Das gewöhnlichste Verhältnis ist ungefähr l,4i. Eigenttimlich ist, dass den grössten Exemplaren (11 Exem- plare von N:o 4) mit einer Länge von 25,5 mm bis 27,8 mm völlig Zähne fehlen und dass sie einen breiten und tiefen Einschnitt zwischen den Umbonen längs dem ganzen dorsalen Rande haben. Die grösste Breite des Einschnitts an dem grössten Exemplare ist 3,5 mm. Es beruht dies vermutlich auf seniler Degeneration. Die 14 nächstkleineren Exemplare von demselben Fundort zeigen tJbergänge von Formen mit normal ausgebildeten Zähnen (Exemplare von 20 mm Länge) zu solchen, die nur 2 sehr kleine Knöllchen, ganz vorn am Schlossrand, haben (Exemplare von 24,2 mm Länge). Dieselben Exemplare zeigen auch, wie der Einschnitt mit der Grösse des Tieres zunimmt. Dass alle Zähne bisweilen zu Knollen umgebildet werden können, erwähnt bereits Leche, dass aber R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEX. 19 niciit einmal solche vorlianden sind, habe ich nicht erwähnt gefunden, weder flir lebende noch fiir fossile Schalen. Auch ist der merkwtirdige Einschnitt bisher nicht bemerkt worden. Es beruht dies wohl darauf, dass man zuvor keine Exemplare gefunden hat, die grösser gewesen waren als 22 mm. (Von Spitzbergen nach Torell iind von Novaja Semlja nach Leche.) Die grössten fossilen, spätglazialen (von Skredsvik in Bohus- län) sind 21 mm läng. Geographische und batymetrisehe Verbreitung. West-Grönland: 72°20' N. B., 59^39' W. L. (306 m), Uma- nak (445 m), Julianehaab (303 m). — Ost-Grönland: 72°53' N. B., 20 36' ^y. L. (171 m). — Jan Mayen (125—534 m). — Sxntzhergen: 1) Westkiiste: Bell-Sund und Eis-Sund (53 — .S9 m), 2) Ostktiste (30—249 m): Stor Fjord (42—102,5 m). — Westlich von Spitzhergen (223 m). — Nördlich von Spits- hergen (463 m). — B är en -Insel (44 m). — Zivischen der Bären-Insel und Finmark (340 m). — Ost-Finmarh (53 — 340 m). — Barents-See (110—375 m). — Murmanische Kilste (107 — 356 m). — Nova ja Semlja: 1) Westliche Ktiste der stidlichen Insel (27—53 m), 2) Matotschkin-Strasse (9—125 m). — Ka- risches Meer (28 — 214 m). — Sihirisches Eismeer: vom west- lichsten Teil bis zar Chatanga-Bucht (28 — 231 m). — Meer nördlich von Amerika. — Parry Islands: Wellington Channel. — Gulf of St. Laivrence. — Bay of Fundy.^ — Island. — [West -Finmark [53 m]. Nur Schalen.) — Shetland Inseln (142 m). — {Zivischen den Fär-öern und den Hehriden [793 m]. Nur Schalen.) — (Atlantischer Osean: nördlicher Teil [in grösserer Tiefe als 2000 m]. Möglicherweise nur sub- fossile Schalen.) — (Golf von Biscaya. Möglicherweise nur siibfossile Schalen.) — Mittelländisches Meer (53 — 2594 m). Batymetrisehe Verbreitung also 9 — 2594 m. .Area pectunculoides Scacchi. Area pectunculoides Scacchi: in Ann. civ. dne SiciL vol. 6 (p. 82). — Saes: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 43). — Area peet. Scacchi Yar. sept. ^ Man hat zuvor geglaubt, die ,4rt käme bei Neic England vor, nach Verrill (in Transac. Connec. Acad. Vol. 5. New Haven 1878 — 82) handelt es sich hier aber um A. pectunculoides. . Sie wird erwähnt von Verril vom Golf von Mexico, aber nach Dall (in Bull. Mus. ^0 m). — Mittelländisches Meer. 1) Die Hauptart: im ganzen Gre- biet (50—2665 m), 2) Var. sept. (593—826 m), 3) Var. frielei: östlich von Corsica (2465 m). — MaroMo: Westktiste. 1) Die Hauptart (1900 m), Var. frielei (1131 m). — Westlich vom Sudan. Var. frielei (103 m). Die batymetrisclie Verbreitung der Haupjtart ist also 18 — 3307 m, der Var. sept. 128—2400 m, der Var. grandis 9— 300 m, der Var. frielei 103—2814 m. Die Var. sep>t. ist zuvor lebend nieht in grösserer Tiefe als 1951 m (Nördlicher Atlantischer Ozean) gefunden worden. Bemerkenswert ist, dass die vorliegenden Exemplare aus 2000 und 2400 m Tiefe kleine Jungen sind, da solche oft in grös- serer Tiefe angetroffen sind als erwachsene. Die Var. grandis ist zuvor nicbt in grösserer Tiefe als 231 m gefunden worden (Karisches Meer nach Leche). 13. Modiolaria corrugata (Stimpson). Modiola discors Gould: Invertebrata of Massachusetts. Cambridge 1841 (p. 130, f. 84). — Mytilus corrugatus Stimpson: Shells of New England 1851 (p. 12). — Modiolaria corrugata (Stimpson): Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 30. T.|19, f. 2). Fundort: 1) Spitzbergen, Kings Bay. Den ^^ e. Stein und Sand mit Laminaria. 10 — 30 m. 1 Exemplar mit Tier, 2) Ost-Grönland, Maekenzie-Bucht nördlicli vom Franz- Josef-Fjord. Scblamm. 12—35 m. 1 Exemplar mit Tier. 3) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlicli vom Franz - Josef- Fjord. Den 7«- Schlamm. 12 — 18 m. 5 Exemplare mit Tieren. Long. 12 mm. Lat. 8 mm. (Ost-Grönland). Long. 6,8 mm. Lat. 4,2 mm. (Spitzbergen). R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 23 Geographisehe und batymetrisclie Verbreitung. West- Grönland: 1) Port Kennedy,^ Cap York/ nordwest- lich vom Cap York (9 — 21 m), 2) von Unianak bis Egedes- rninde (44—287 m), 3) Godthaab (89—106 m), Fiskernaes (125 m). — Jan 31ayen (15 — '2h m). — SpHzhergen: 1) West- ktiste: Horn Sund und Bellsund (5,5 — 71 m), 2) Ostkiiste: Stor Fjord (H,.'» — 120,5 m). — Frans- Josef -Land: Stidktiste (34 m). — Ost-Finmark (27 — 44 m). — Murmanische Kiiste. — Karisches Meer (36 — 139 m). — Sibirisches Eismeer: von der Weissen Insel bis östlich vom Kap Jakan (16 — 21 m). Var. glacialis. — Bering-Strasse: asiatische Seite (27 — 36 m), St. Lorentz-Insel (27 m). — Meer nördlicJi von der Bering- Strasse (53 m). — Labrador: von Hopedal bis Little Meca- tina Island (5 — 267 m). — Nova Scotia: Ostkiiste. — Bag of Fundy (18 — 178 m). — Neiv England nördlich vom Cape Cod (62 — 71 m). — Neiv England siidlich vom Cape Cod (80 m.). — Die Kiiste siidlich von Neiv England bis siim Cape Hatteras. — Island: Reykjavik — West-Finmark (53 — 89 m). Die Art ist also neu fiir Ost-Grönland. Batymetrisclie Verbreitung 5 — 287 m. 14. Modiolaria laevigata (Gray).- Modiola laevigata Gray: in Suppl. App. Parry's voy. London 1824 (p. 244). — Crenella laevigata (Gray);^ Torell: Spitzb. Moll. (p. 133). — Modiolaria laevigata (Gray); Särs: Moll. Reg. Are. Xorv. (p. 29, T. 3, f. 3 a — b). — Posselt: in Medd. om Grönl. 1898 (p. 25). Fundort: 1) Spitzbergen, Kirigs Bay. Den -^/»j. Stein und Sand mit Laminarien. 10 — 30 m. 5 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grötiland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s — ^/s. Schlamm. 12 — 35 m. Viele Exemplare mit Tieren. ' Unter dem Namen M. nigra nach Jeffreys. 2 Hierin ist nicht einbegriffen M. discors Linné. 24 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. 3) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s. Schlamm. 12 — 18 m. 9 Exemplare mit Tieren. 4) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlick vom Franz- Josef- Fjord. Den i\8. Scblamm und Sand mit Laminarien. 3 — 10 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 36,5 mm. Lat. 23,5 mm. (Ost-Grönland). Long. 17,1 mm. Lat. 10,^ mm. (Spitzbergen). Das grösste Exemplar (von N:o 3) weiclit durch dunkel- braune Färbung ab. Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinncll-Land {'21 m). — West- Grönland: 1) nördlich von Upernivik (9 — 71 m), 2) von Upernivik bis 68" Lat. (5 — 312 m), 3) von Holstensborg bis Xanortalik (9 — 142 m). — Ost-Grönland: Angmagsalik, Nordvest-Fjord, Tasiuk (23 m). Hekla-Havn (5 — 11 m), Scoresby-Snnd (18 — 28 m); Shannon- Insel,^ Sabine-Insel,^ Jackson-InseP und Clavering-InseU (7 — 53 m). — Jan May en (15 — '2b m). — Spitzbergen: 1) Westkiiste: Horn Sund (24—55 m), Bell Sund, Eis-Fjord (53—107 m), Magdalena Bay (53—107 m), 2) Nordkiiste: Norsköarna (18—36 m), 3) Ostkiiste: Stor Fjord (10—139 m). — Franz-Josef-Land (2 — 1(36 m). — Ztvischen Spitzbergen und der Bären-Jnsel (37 — 125 m). — Bären-Lnsel (36 m). — Ost- Finmark (O — 53 m). — Barents-See (66— 374 m). — Mur- manische Kiiste. — Weisses Meer (5 — 98 m). — Murmanisches Meer: 1) Kolgujew (36 m), 2) zwischen Kolgujew und No- vaja Semlja^ (110 m), 3) vor der siidlichen Insel von No vaja Semlja (107 m). — Jugor-Strasse (18 m). — Waigatsch: Westkiiste (14 — 18 m). — Nova ja Semlja: 1) Westkiiste der siidlichen Insel (5 — 36 m), 2) Matotschkin-Strasse (9 — 27 m). — Karisches Meer (9 — 139 m). — Sibirisches Eismeer: von der Weissen Insel bis zum Kap Schelagskoj (9 — 71 m). — Bering- Strasse: asiatische Seite (14 m), Norton Sound. — Bering-Meer: Plover Bay. — Parrg Lslands: Mellville Island,^ TJnter dem Nameu M. discor. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 25 Northumbeiiand Sound, Welligton Channel, Assistance Bay^ auf Cornwallis Island. — Baffln-Land: Cumberland Sound und Ostktiste bei Lat. 66%30'., Long. ^^' (21—27 m). — Hud- son Straif^ — Labrador: 1) Nordkuste, 2) Ostktiste: von Hope- dal bis Little Mecatina Island (89 m). — Neiv-Foundland: Grosse Bank. — Gulf of St. Latvrence. — Nova Scotia: Ost- ktiste.^ — Baij of Fundy: (seichtes Wasser bis 178 m). — Neio England nördlich rom Cape Cod: St. Georges Bank. — Is- land :Kolle Fjord, Faxe-Bucht. — West- Fi nmar Jc {o6— 17 Sm). — Nordland: Lofoten. — Kamtschatha.'^ — OcJiotsMscJies Meer: Slidktiste und Schantar-Inseln. — Japan. — Aleiäen-lnseln. — Alaska: Kiiste des Stillen Ozeans. — British Columbia: Pud- get Sound. — Oregon. Batymetrische Verbreitung also 1 — 374 m. Modiolaria substriata (Gray). Modiolaria laevigafa Gray Var. b. substriata Gray: in Suppl. App. Parry's voy. Lodon 1824 (p. 245). — Modiola discrepans Gould: Invert. Massach. 1841 (p. 129, f. 83). — Modiolaria laevis Beck: Voyage de la Re- cherche 1851 (T. 17, f. 3a — f.)- — Leche: in Vega Exped. Vet. Iakttagelser. B. 3. 1883 (p. 450, T. 34, f. 29, 30). — Crenella substriata (Gray); Torell: Spitzb. Moll. (p. 136). Fundort: Ost-Grönland, Mackenzie-Buclit nördlich vom Franz-Josef-Fjord. Den ^'s — ^/s. Schlamm. 12 — 35 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 19 mm. Lat. 12, .5 mm. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Gröhland: 1) nordwestlich vom Cap York (9 — 27 m), 2) Egedesminde, 3) von 66 N. B. bis Xanortalik (32 — 178 m). — Ost-Grönland: Hekla Havn, Gaaseland. — Spitz- bergen: 1) Westktiste (53 — 71 m), Ostktiste: Storfjord (9 — 102,5 m). — Franz-Josef-Land (26—34 m). — Jugor-Strasse TJnter dem Namen M. discors. 26 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. (9 — 14 m). — Waigatsch: Westkiiste (14 — IT.s m). — N ovaja Semlja: 1) Westkiiste der siidlichen Insel (5 — 107 m), 2) Ma- totschkin-Strasse (9 — 27 m). — Karisches 31eer (9 — 57 m). — Sihirisches Eismeer: vor der Miiuduiig der Chatanga-Bucht bis östlich vom Kap Jakan (16 — 27 m). — Bering- Strasse (3 — 28 m). — Bering-Meer: Plover Bai (18 m), Bering-In- sel (Litoralgebiet). — JS^etv Foiiudland: Grosse Bank. — Nova Scotia: Halifax. — Keiv England nördlich vom Caxie God (seicktes Wasser bis 36 m). — Ostsec^ Kieler Bucht (5 — 14 m), Heiligenhafen (5 — 7 m), Stagart (3 — 5 m). Die Art findet sich sickerlick in verschiedenen anderen Gegenden, ist aber nicht von nahestelienden Arten geschieden worden. Batymetrische Verbreitung 3 — 178 m. 16. Mediolaria nigra (Gray). Modiola nigra Gray: in Suppl. App. Parry"s vov. London 1824 (p. 244). — Modiola discrepans Sowerby; Möller: Index Moll. Groenl. (p. 19). — Modiolaria striatida Beck: Voy. de la Recherche. 1851. (T. 17. f. la— f). — Crenella nigra (Gray): Torell: Spitzb. Moll. (p. 130). Fundort: Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s— ^/s. .Scklamm. 12 — 35 m. 15 Exemplare mit Tieren. Long. 40 mm. Lat. 20,5 mm. Die grösseren haben dunkelbraune, die kleineren bell- branne Epidermis. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: 1) von Proven bis Egedesminde (18 — 214 m), 2) von Sukkertoppen bis Nanortalik (18 — 356 m). — Spitshergen (5,5 — 117 m): 1) Westkiiste: Horn Sund (5,5 — 40 m), 2) OstkUste: Stor Fjord (6,5—117 m), 3) Nordkiiste: Treu- ^ Unter dem Namen M. discors nach Leche, der das Original-Exemplar untersuchte. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEX. 27 renberg-Bai. — Franz- Josef -Land (14 — 53 m). — Ost-Fin- mark (5 — 223 m). — Murmanische Kilste (178 m). — Weisses Meer (14 — 60 m). Im kalten Gi-ebiet. — Miirmanisches Meer (64 — 249 m). — Waigatsch: Westkiiste (18 m). — Novaja Semlja: 1) Westkiiste der stidlichen Insel, 2) vor der West- kiiste der siidlichen Insel (110 m), 3) Matotsehkin-Strasse (3 — QQ m). — Karisclies Meer (36 — 98 m). — Sihirisches Eis- meer: von der Mlindung der Chatanga-Bucht bis Long. 173 (9 — 28 m). — Bering-Strasse (14 — 36 m). — Bering -Meer: Plover-Bai (18 — 36 m). — Meer nörclUch von der Bering- Strasse. — Parry Islands: Northumberland Sound, Wellington Channel. — Baffin Land: Ostkiiste bei Lat. 66'30', Long. 68 (21 — 27 m). — Hudson Strait. — Labrador: Westkiiste (18 m). — Netv Fonndland: Grrosse Bank. — Gul f of St. Laivrence. — Nova Scotia: Halifax. — Fundy Bay (seichtes Wasser — 107 m). Bie Hauptart und Var. nexa Gould. — Netv Eng- land nördlich vom Cape God (9 m). — Neiv England sildUch rom Cape Cod (46 — 116 m). — Chesapeali Bay (55 m). — Kilste siidlich von der ChesapeaJce Bay his zum Cape Hatteras. — Island. — West-Finmarh (27—89 m). — Nordland 18—36 m). — Nonvegische WestMste. — Norwegische SiklMste. — Schtue- dische WestliUste: Väderöarna (160 m) und iibriges Bohuslän, Skelderviken (18 — 20 m), Kullen. — Öresund (18—55 ni). Allgemein in grösseren Exemplaren als ini Kattegat.^ — SJcageraJc (62 — 93 m). — Katte g at: nördlich von Skagen bis Själlands Udde und Aarhus-Bucht (18 — 71 m). Nicht in den dänischen Fjorden im Kattegat nach Pettersen. Allgemein nur im östlichen und siidlichen Teil. — Grosser Belt. — 0st- see: Flensburger Bucht, Kieler Bucht. — Nordsee: Dogger Bank. — Holland. — Bie Fär-öer (292 — 370 m). — Shetland- Inseln (18 — 117 m). — Schottland: ganze Kiiste. — England: Yorkshire, Xorthumberland, Durham. — Ochotshisches Meer. — Tataren- Sund (7 — 8 m). — NordwestUches Amerika. Die Art ist demnach neu fur Ostgrönland. Batymetrische Verbreitung 3^370 m. ^ Nach Lönnberg: Undersökningar rörande Öresunds djurlif. In Medde- landen rörande K. Landtbruksstyrelsen. Upsala 189S. 28 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 2. 17. Pecten groenlandicus Sowerby. Pecfen groeulandicus Sowerby: Thes. Conch. vol. 1. 1845 (p. 57, T. 13, f. 40). — Särs: Moll. Reg. Norv. (p. 23, T. 2. f. 4a— o). — Pecten vitreus Beck: in 24. Versamml. deutsch. Naturf. in Kiel. 1847 (p. 115). Fundort: 1) Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den ^^/e. Stein. 50—100 m. 1 Exemplar mit Tier. 2) 0.st-Grönland, sndöstlich von der Hvalross-Insel, Long. 18 40' W., Lat. 74-30' N. Den ^ s. Sclilamm und Stein. 80 — 100 m. Eine grosse Anzahl Exemplare mit Tieren. 3) Ost-Grönland, siidöstlicli von der Pendnlum-Insel, Long. 18^15' W., Lat. 74 35' N. Den Vs. ScLlamm und Stein. 150 m. 2 Exemplare mit Tieren. 4) Zwischen Grönland und Jan Mayen. Long. 14'49', Lat. 72 42'X. Den ^v/s. Schlamm mit Foraminiferen. 2000 m. 1 Exemplar mit Tier (sehr kleines Junges) und eine defekte Schale von einem kleinen Exemplar. Long. 26,5 mm. Lat. 25,5 mm. (Ost-Grönland). Long. 20,7 mm. Lat. 19,9 mm. (Spitzbergen). Bei allén Exemplaren ist die linke Schale bedeutend grösser als die rechte. Collin^ gibt an, dass bei den mei- sten der Exemplare (94), die von der Dijmpbn a-Expedition er- beutet wurden, beide Schalen gleich gross waren. Die grönländi- schen Exemplare libertreiFen an Grösse die zuvor aus Grön- land bekannten (ihre Länge 20 mm). Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Lanä (10—62 m). — West- Grönland: 1) Gap York, Melville Bay (in grosser Tiefe), 2) von 72^4' N. B., 59^50' W. L. bis Umanak (21—707 m). — Ost-Grönland: In Dijmphna-Togtets zoolog. -bot. Udbytte. Kjbhn. 188'3 R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 29 65 40'N. B., 35 32' W. L. (44—71 m), Hekla-Havn (5—19 m). — DänernarJc-Strasse. — Jan 3Iayen (27 — 178 m). — Sx^itzhergen: 1) Westkiiste: Bell Sund (53 m), Eis-Fjord (133—142 m), Eis-Sund (53—89 m), 2) Ostkiiste: Stor Fjord (42— 139 m). — Nördlich von Spitzhergen (463 m). — Frans-Josef-Land: (14 — 226 m). — Zwischen Spitshergen und der Bären-Insel (219 — 312 m). — Zivischen der Bären-Insel und Finmari' (397 m). — Ost- Finmari- (20—325 ra). — Barenfs-See (121— 392 m). Die Haupfart (115—283 ni), Var. major (110—375 m). — Murmanische Kilste (178 m). — (Weisses Meer? Xach Herzenstein^ ist es wahrscheinlich, dass Wagxers^ Angabe sich auf P. islandicus bezieht.) — Murmanisehes Meer (205 — 214 m). — Kolgiijeiv (IS m). — Nova ja Semlja: 1) West- kiiste der siidlichen Insel (9 — 53 m), 2) vor der Westkiiste der siidlichen Insel (110 m), 3) Matotsehkin-Strasse (9 — 125 m). — Karisclies Meer. Die Hauptarf (50 — 223 m), Var. major (36 — 91 m). — Sihirisches Eismeer: 1) westlichster Teil (30—46 m), 2) von Long. 11330' bis Long. 116 O' (27—64 m). — Arlxtisches Meer nördlich von Amerika. Unter dem Namen Fecten vitreus Gray, non Chemnitz nacli Posselt.^ — Baffin Land: Ostkiiste bei Lat. 66^30'., Long. 68 (21—27 m). — Hudson Bay: Richmond Gulf (27 — 44 m). — Neiv Foundland: Grosse Bank (231—399 m). — Gidf of St. Lawrence (206— 557 m). — Island: Borga Fjord (151 m), Lagenaes (125 m.). — West-Finmari' (107 — 285 m). — (Nordland (267 m). Xach Mac Andrew und Barett/ wird aber nicbt von Sars^ iur diesen Teil Norwegens erwäbnt.) — Zivischen den Fär-öern tmd den Hehriden (965 m). — Westlich von Irland (748 m). — Sildlich von Irland (903 m). — Golf von Biscaija (458 — 1410 m). — Zivischen Gibraltar und den Asoren (980 m). — Westlich von MaroJcko (112—1340 ra). — Westlich vom Sudan (782 ra). Batymetrische Yerbreitung der HaAiptart 5 — 2000 m, der Var. major 36^-375 ni. ^ In Tradi St. Petersb. Obschetwa estwoispuitateleia. XYI. Petersburg 1885 (p. 642). ^ Die Wirbellosen des "Weissen Meeres. B. 1. Leipzig 1885 (p. 61). 3 In Medd. om Grönland. 23. 1898. •* In Ann. :\Iag. Nat. Hist. Ser. 2. vol. 17. London 1856. ^ In Moll. Reg. Are. Norv. 30 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Bemerkeiiswert ist das Vorkommen eines Exemplars mit Tier (eines kleinen Jungen) in 2000 m Tiefe, da die Art zu- vor lebend nicht in grösserer Tiefe als 1410 m (Golf von Biscaya) gefunden worden ist. 18. Pecten fragilis Jeffreys. Fectcn fragilis Jeffkeys: in Ann. Mag. Xat. Hist. Ser. 4. vol. 18. 1876 (p. 424). — Jeffeeys: in Proc. Zoolog. Soo. London 1879 (p. 561, T. 45, f. 1). — Pecten hiscayensis Locard: Catalogue general de Moll. viv. de France. 1886 (p. 516). Fundort: Zwiscken Grönland iind Jan May en, Long. 14^49'W., Lat. 72 42'N. Den 2- g. Schlamm mit Foraminiferen. 2000 m. 19 Exemplare mit Tieren. Long. 23 mm. Lat. 24,5 mm. Geographische und batymetrisehe Verbreitung. West-Grönland: 59 10' N. B., 50^25' W. L. (3116 m). — Zivischen Jan Matjen und Island (1788 m). — Ztvischen Jan Maijen und West-Finmark (1977—2292 m). — Ost-Grönlän- disches Meer (2137 — 2338 m). — Zwischen Spitshergen und der Bären-Insel (1172 m). — Zivischen Ofoten und Island (1386 m). — Zivischen westlichem Norwegen und Island (1434 — 2740 m). — Xördlicher Atlantischer Osean: 56'11' N. B., 37 41' W. L. (2582 m), 55^0' N. B., 25=58' W. L. (3178 m). — Westlich von Island (748 m). — Golf von Biscaya (in grosser Tiefe). — North Carolina: Cape Hatteras (1502 m). — {Aso- ren? nach Jeffreys.) — Senegambien. — (Marion Insel? nach. Jeffreys.) Batymetrisehe Verbreitung also 748 — 3178 m. 19. Pecten imbrifer Loven. Pecten imhrifer Loven: Index Moll. Scand. (p. 31). — Pecten hoskynsi FoEBES; Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 20. T. 2, f. la— e). — Pecten hoskynsi Forbes Var. major Leche: in K. Sv. Vet.-Akad. Handl. 1878 (p. 35). R. HAGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRONL. U. J. MAYEN. ol . Fundort: Ost-Grönland slidöstlich von der Pendulnm-In- seL Long. 18a5'W., Lat. 74 35'N. Den ^/s. Schlamm nnd Stein. 150 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 17,5 mm. Lat. 17 mm. Das Exemplar !?timmt mit Sars'^ Figur iiberein. Die am Kände weiclie rechte Schale ist eingebogen und ebenso gross wie die linke. Geographische und batymetrische Verbreitung. West- Grönland: Umanak Fjord (707 m). Nur Schale. — Baffiu Bay: 72=4' N. B., 59 50'^V. L. (304 m). Bie Hauj)t- art nnd Var. lamell os a Posselt, von der letzteren nur Scha- len. — Ost-Grönland: 69°25' N. B., 20°1' W. L. (297 m). Nur Schale. — Jan Mayen (140—468 m). — Westlich von Spitz- hergen (223 m). — Spitzhergen: Ostktiste (89 — 116 m). — Zwischen der Bären-Insel und Finmark (340 — 397 m). — 0st- Finmarh {275 — 320 m). — Barents-See (110—392 m). — No- vaja Semlja: Matotschkin-Strasse (53 — 125 m). — Karisches Meer. Var. major (71 — 223 m). — Bering- Meer: Bering-In- sel. Var. major (133 m). — West-Finmarh (178 m). — West- lich von West-Finmarh (1156 m). — Nordland. — Westlich von Nordland (468—823 m). — Nortvegische WestMlste (189 m.): bis Stavanger. — Ostlich ron Island (532 m). — Zwischen den Fär-öern und den Hehriden (614 m). — Westlich von Ir- land (1122 m). — Siidlich von Irland (992 m). — (Westlich von FranJireich?'^ [543 — 1229 m]). — (Westlich von Portugal?^ [404—687 m]). — (Mittelländisches Meer?^ Sicilien, 37^30' JST. B., 6 51' O. L. [2593 m]). — {Asoren?^ [53—1158 m].) Die Art ist also nen flir das nordöstliche Grönland. Batymetrische Verbreitung 89 (53 m)^— 1156 m (2593 m)2. '20. Pecten islandicus Muller. Pecten islandicus Muller: Zool. Dan. Prodromus Havniae 1776 (p. 248). Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 16, T. 2, f. 2). ^ In Moll. Reg. Are. Norv. ^ Nach Posselt vielleicht P. hoskynsi Forbes. 32 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Fundort: 1) Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den ^^/e. Stein und Schale. 50 m. 1 Exemplar mit Tier. 2) Spitzbergen, Eis-Fjord, Green Harbour. Den --^ o. Stein. 10—80 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. So mm. Lat. 88 mm. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: 1) die Ktiste nördlich von Upernivik (9—21 m), 2) von Upernivik bis 68 8' N. B. (9—301 m), 3) von Holstensborg bis Julianehaab (18 — 356 m). — Jan Mayen (140^180 m). — Spitshergcn: 1) Westktiste: sudlich vom Stid-Kap (125 m), Bell Snnd, Advent Bay, Magdalena Bay, 2) Ostktiste (14—89 m): Stor Fjord (48—139 m), Hinlopen Strait, 3) Nordktiste: Treurenberg-Bai, Wide-Bai. — Zici- scJien der Bärcn-Insel und Finmark (294 m). — Ost-Finmarh (20—135 m). I)ie Haiiptart, Var. niveus. — Barents-See (136—321 m). — Murmanische Kilste. — Weisses Meer (16 — 98 m). — Murniamsches Meer: 1) Zvvischen Kolgujew nnd Novaja Semlja (110 m), 2) nordöstlicher Teil {^Q m). — Jugar-Strasse (11 m). — Ko vaja SeiuJja: von der Westktiste der stidlichen Insel (107 m). — Bering- Strassc. — Bering- Meer: St. Panl (44 m). Nur Schale. — 3Ieer nördlich von der Bering- Strasse (53 m). — Älasha: Point Franklin (24 m), Point Barrow. (Nnr Schale). — Parry Islands: Wellington Channel. — Baffin Land: Ostktiste bei 66'30' N. B., 58^ W. L. (21—27 m). — Labrador: Ostktiste (2-89 m). — Neiv Foundland: St. Johns, Grosse Bank. Die Haupt- art und Var. alhus, der letztere aus Dorschmagen. — Gtdf of St. Lawrence (53 m). — Nova Scotia: ganze Ktiste. — Bay of Fundy (seichtes Wasser bis 319 m). — Nciv England nördlich rom Cape Cod (36 — 178 m). — New England sUdlich vom Cape Cod. — Island: Reykjavik, Ö-Fjord, Skialfanda Fjord. — West-Finmark (27—89 m) — Nordland. — Norive- gische Westldiste: bis Bergen. — (Kattegat [19 — 53 m]. Nur Schale.) — Nordsee. — (Shetland-Inseln. Nur Schale.) — (Schottland: ganze Ktiste. Nur Schale.) — {Westlich von Ir- land [292 m]. Nur Schale.) — {Mittelländisches Meer: Nea- R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 33 pel [89 m]. Nur Schale.) — (Ägoren. Nur Schale.) — Kamt- schatJiCL — Japan: Hakodate (18 m.). — Mansclmrei: Possiet Bay. — British Columbia: Pudget Sound. Batymetrisclie Verbreitung also 2 — 356 m. 21. Astarte borealis (Chemnitz). Venus borealis Chemnitz: in Syst. Conch. Cab. vol. 7. 1784. — Astarte arctica Gray; Möller: Index Moll. Grönl. (p. 19). — Astarte semisulcata Leach; Mörch in Rink: Danish Greenl. 1877 (p. 441). — Leche: in K. Sv. Vet.-Akad. Handl. B. 16 (p. 19). — Tridonta borealis (Chemnitz); Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 50, T. 5, f. 8a — b). — Astarte borealis (Chemnitz); Kobelt: Prodromus Moll. Test. Mar. Europ. Niirnberg 1888 (p. 394). Fundort: 1) Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den 16/6_20/g^ Stein and Scliale. 50 m. 1 Exemplar mit Tier. 2) Spitzbergen, Kings Bay. Den ^^/e. Stein und Sand mit Laminarien. 10 — 30 m. 1 Exemplar mit Tier. 3) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den Vs. Sclilamm. 12—18 m. 2 ausgewachsene Exemplare mit Tieren nnd 9 Junge mit Tieren. 4) Zwiscben Grönland nnd Jan Mayen, Long. 14'49' W., Lat. 72 42' N. Den ^'/s. Schlamm mit Foraminiferen. 2000 m. 1 Exemplar obne Tier mit beiden Schalen zusammen- hängend nnd von vollkommen friscbem Anssehen. /. Var. placenta Mörch. Fundort: N:o 2. Das Exemplar hat Fälten anf dem obersten Teil des Umbo nnd dnnkle, faserige Epidermis. Es stimmt nicht mit Leches Abbildung iiberein, wohl aber mit Belchers {A. richard- soni) und Goulds {A. lactea). Long. 37 mm. Lat. 32 mm. Crass. 13 mm. Arkiv för zoologi. Band. 2. X:o 2. 3 34 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. //. Var. sericea Posselt. Fundort: N:o 1, 3, 4. Long. 43 mm. Lat. 32,5 mm. Crass. 13 mm. (Spitz- bergen). Long. 38,6 mm. Lat. 29, .3 mm. (Ost-Grrönland). Long. 34,3 mm. Lat. 26,7 mm. (Zwischen Grrönland und Jan May en.) Die Exemplare von N:o 3 liaben verhältnismässig grössere Dicke. Kein Exemplar hat Fälten nnterlialb des Umbo. Eines von Nio 3 zeigt tiberhanpt keine Fälten. Die 9 Jungen von N:o 3 entbehren des seidenartigen Glanzes auf der Epi- dermis nnd haben auch keine Fälten, Anch diese Exemplare variieren beziiglicb der Dicke. Geographisehe und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land (10 m). Unter dem Namen Ä. seniisulcata Leach. — West-Grönland: 1) Port Foulke, 2) von Upernivik bis 68° N. B. (5—71 m), 3) von 66°56' N. B. bis Julianehaab (9~ 85 m). — Ost-Grönland: vor der slidostlichen Kiiste (44 — 71 m), Hecla-Havn {Var. sericea)^ Shannon-Insel, Jackson-Insel, Clavering-Insel (7—18 m). — Jan Mayen (18 — 180 m). Bie Hauptart. — {Zivischen Jan Mayen und Lsland [1299 — 1787 m]. Nur Scbale.) — Spitshergen: 1) "Westktiste: Horn Sund (16,5— 82 m. Var. placenta), Bell Sund (Far. jj/acew^a), Advent Bay und Magdalena Bay (36 — 71 m. Var. placenta), 2) Ost- ktiste: Stor Fjord (6,5—117 m. Var. placenta). — Nördlich von Spitshergen (463 m) Var. jjlacenta. — Frans- Josef-Land. Die Hauptart (226 m), Var. placenta (18 m). Var. whitami WooD (21 m), — Zivischen Sp)itzhergen und der Bären- Insel (37 m). Die Hauptart. — Zivischen der Bären-Insel und Finmari: Die Hauptart (62 — 294 m). — Ost-Finmarh (0—25 m). Die Hauptart, Var. placenta (9 m). — Barents-See (95 — 175 m) Var. placenta (95 m). — Murmanischc Kiiste. Die Hauptart. — (Weisses Meer (3—107 m). Die Hauptart [37—43 m], Var. placenta [107 m. Nur Schalen].) — Bussi- sclie Kiiste östlich vom Weissen Meer. Var. placenta. — Kol- gujew (30 — 107 m). — Zivischen Kolgujeiv und Novaja Semlja (29—110 m). — Jugor-Strasse (18 m). Die Hauptart. — Waigatsch: Westktiste (14 — 18 m). Var. 'placenta. — Murma- R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 35 nisches Meer: nordöstlicher Teil (64 m). — Novaja Semlja: 1) Westktiste der stidlichen Insel (5 — 53 m). Var. jAacenta, 2) westlich von der siidlichen Insel (107 — 110 m). Var. placenta (107 m), 3) Matotschkin-Strasse. Var. xAacenta (3 — 27 m), Var. withami (9 — 27 m), 4) stidwestliche Ktiste der nördli- chen Insel (33 — 117 m). — Karisches Meer. Var. placenta (18 — 160 m), Die Hauptart, Var. crassa. — Sibirisches Eis- meer. 1) Var. placenta: von der Weissen Insel bis östlich vom Kap Jakan (9 — 62 m), 2) Var. rlioniboiclalis Leche: Ak- tinia-Bncht (9—18 m). — Bering-Strasse: Westktiste (27—28 lu. Var. placenta), Norton Sound. — Bering -Meer: Emma- hafen an der nordwestlichen Ktiste. Var. placenta. — Meer nörd- lich von der Bering-Strasse (53 m). — Älasla: Cape Espen- berg, Icy Cape. — Parry Islands: "Wellington Channel {Var. placenta unter dem Xamen A. richardsoni), Assistance Bay auf der Cornwallis-Insel (12 — 36 m). — Arktisches Meer nörd- licli von AmeriJca. — Baffm Land: Cumberland Sonnd und Ostkiiste bei 66°30' X. B., Q>>' W. L. (21—27 m. Unter dem Namen A. semisulcata). — Hudson Strait. — Labrador: Ost- kiiste (3 — 27 m). — Neiv Foundland: Grosse Bank. Bie Hauptart und Var. semisulcata. — Gulf of St. Latvrence (53 — 125 m). — Nova Scoiia: Halifax. — Island: Ö-Fjord, Rey- kjavik, Skard, Faxe-Bucht, Höfde, nordöstliche Ktiste. — West- Finmari: (9 — 27 m). — Nordland. — Norivegische Wesfkuste: Bergen. 1 — {Schivedische WestJcilste: Hallands Väderö. Nnr sublbssile Schale.) — Kattegat. Lebend nur im mittleren Teil (nnr 3 Exemplare 12 — 21 m) und dem Teil sudlicb von der Samsö (gemeiner). Fehlt ganz und gar im nördlichen und östlicben Teil. (Xach Petersen.) Nur Schale (11 — 19 m). — Grosser und Kleiner Belt. Allgemein nach Petersen. — Öresund (12 — 16 m). — Ostsee: Apenrader Bucht (14 — 25 m). Kieler Bucht (12 — 18 m.), mehrere Örte zwischen der Kieler Bucht und dem Gebiet nördlichund östlich von Bornholm (11 — 82 m), Mecklenburgische Ktiste. — Nordsee (14 — 64 m). — Bie Fär-öer. --{Shetland Inseln? Nur Schale [142 m]). — {Hehri- den? Nur Schale). — {Schottland? Ganze Ktiste. Nur Schale). — Kamtschatlui: A.\dX^Q\idi. Bay. — OcJwtshisches Meer (36 m). — Halhinsel Alasha: Kliste des Bering-Meeres. — Aleuten. ^ AsBJÖRNSEN giebt die Art fiir den Christiania Fjord an, nacli Brögger ist hier aber eine Form von A. elliptica Bbown gemeint. 36 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. X:0 2. Die batymetrische Verbreitung der Hauptart also O — 294 m, der Var. ^^»Zacen^a 5 — 463 m, der Var. withami 9 — 27 m. Anmerkenswert ist das Vorkommen einer leeren Schale (Var. sericea) in 2000 m Tiefe, da die Art lebend niclit in grösserer Tiefe als 463 m gefunden worden ist. (Nördlich von Spitzbergen.) 22. Astarte crenata (Gtray). Nicania crenata Gray: Parry's first voy. (p. 242). — Astarte crebri- costata FoRBES et Mc. Andrew; in Ann. Mag. Nat. Hist. vol. 19. 1847 (p. 98, T. 9, f. 4). — Särs: Moll. Eeg. Are. Norv. (p. 54, T. 5, f. 7a— b). Fundorf: 1) Östlich von Grrönland, Long. 17'56' W., Lat. 72°25'N. Den ^o/^. Stein und Sand. 300 m. 12 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grönland, siidöstlich von der Pendnlum-Insel, Long. 18^15'W., Lat. 74 35'N. Den Vs. Schlamm und Stein. 150 m. 2 Exemplare mit Tieren. 3) Ost-Grönland, Miindung des Franz- Josef-Fjords. Den ^V»- Schlamm. 200—300 m. 1 Exemplar mit Tier. 4) Ost-Grönland, vor der Mackenzie-Buclit nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^^/s. Schlamm. 100 m. 10 Exemplare mit Tieren. I. Die Hauptart. Fundort: 3 Exemplare von N:o 1 und alle von N:o 4. Long. 27 mm. Lat. 22 mm. Crass 11, .5 mm. (Ost-Grön- land). Long. 19,4 mm. Lat. 15,7 mm. (östlich von Grönland). Alle Exemplare haben die charakteristische graugelbe Färbung, auch die Jungen (das kleinste 9,5 mm läng). Der innere ventrale Eand ist kreneliert. Die Form der Rippen variiert nicht. Sie kommen wohl ausgebildet bis zum ven- R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 37 trålen Eande hin vor. Alle Exemplare sind melir öder we- niger korrodiert. //. Var. infläta n. subsp. (F. 4, 5, 6). Funäori: 7 Exemplare von N:o 1 und das Exemplar von N:o 3. Long. 21 mm. Lat. 18,2 mm. Crass. 12 mm. (östlich von Grönland). Long. 9,3 mm. Lat. 8,2 mm. (Ost-Grönland). Die Varietät weicht von der Hauptart ab durcb grössere Dicke, grössere Breite und aufgeschwellte Umbonen. Sie ist kreneliert und von graugelber Farbe. Jedocb zeigt das kleinste Exemplar (F. 7, 8) von X:o 1 {Long. 15,5 mm. Lat. 13 mm, Crass. 9,5 mm) wacbsgelbe, glänzende Färbung. Dieses Exem- plar weicht auch durch eine geringere Anzahl von Rippen ab. Es nähert sich beztiglich der Form etwas A. acuticostata Jeffreys,^ die eine arktische Tiefwasserform ist. Ob dieses Exemplar ein Junges der vorliegenden Varietät öder eine selbständige Varietät ist. lässt sich nicht gut entscheiden. Es zeigt keine tJbereinstimmung mit den bedeutend kleineren jungen Exemplaren der Hauptart und mit dem viel kleineren Exemplar der vorliegenden Varietät (Fig. 9, 10) von N:o 3. — Alle Exemplare sind korrodiert. ///. Var. incostata n. subsp. (F. 11, 12). Fandort: 2 Exemplare von X:o 1 und die Exemplare von N:o 2. Long. 20 mm. Lat. 17 mm. Crass. 11 mm. (Ost-Grön- land). Long. 19,1 mm. Lat. 16,3 mm. Crass. 10,2 mm. (Östlich von Grönland). Stimmt mit Var. infläta hinsichtlich der Dicke, Breite und der Umbonen tiberein, unterscheidet sich aber von dieser und der Haiq)tart dadurch, dass die vordere dorsale Kante weniger eingeschnitten und die Form mehr abgerundet ist. Die Kippen sind schwach entwickelt und sehr dicht gestelit. Bei den Exemplaren von N:o 1 treten sie kaum hervor. Alle Exemplare sind kreneliert. Die Färbung ist etwas dunkler als bei der Hauptart und der Var. infläta. Alle Exemplare sind stark korrodiert. In Proc. Zoolos. Soc. London 1881. 38 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Geographisehe und batymetrische Verbreitung. West- Grönland: 1) Cape York, Melville Bay, 2) von 72 N. B. bis 68^ N. B. (134—730 m), 3) von (36' N. B. bis Jii- lianehaab (9—418 m). — Ost-Grönland: von 70°21' N. B. bis Shannon-Insel (53—285 m). — Jan Mayeu (200—468 m). — Westlich von SpUzhergen (223 m). — Spitzhergen (31 — 223 m): 1) Westktiste: Eis-Fjord (243 m). — 2) Ostktiste (21—196 m): Stor Fjord (131,5 — 139 m), Hinlopen Strait. ~ Franz- Josef-Land. 1) Die Hauptart, 2) Var. suhaequilatera Sowerby (249 m). — Zwi- schen Spitzhergen und der Bären-Insel (219 m). — Zicischen der Bären-Insel und Finmark (340 — 397 m). — Ost-Finmarl- (9—340 m). — Barents-See (80 — 374 m). — 3Iurmanisclie Kuste (84—356 m). — Kolgujew (53 — 249 m). — Novaja Semlja: Matotschkin-Strasse (9 — 125 m). — Karisches Meer (71 — 223 m). — Sihirisches Eismeer: ]) westlich ster Teil (36 — 46 m), 2) 90^25' O. Long. (27 m). — ArUisches Meer nördlich von ÄmeriJca. — Hudson Bay: Ricbmond Gulf (27 — 44 m). — Labrador: Dauphin Harbour. — New Foundland: St. Johns. — Gulf of St. Laicrence: Anticosti (199 — 557 m). — Nova Scotia: Halifax. — Maine: Eastport. — Lsland: Ö-Fjord. — West-Finmarlv (36—178 m). — Nordland: Lofoten. — {Norwegische Westhiiste: Bergen. Nur Scbale.) — (Shetland Lnseln. Kur Schale). — Nördlich von den Hehriden (980 m). — (Schottland: Westktiste [107—142 m]. Xur Scbale.) Batymetrische Verbreitung also 9 — 980 m. 23. Astarte banksii (Leach). Nicania banksii Leach: Ross' first voy. App. 1819 (p. 176). — Astarte banksii Leach; Kobelt: Prodromus Moll. test. Mar. Earop. (p. 395). — Astarte globosa Möller; ludex Moll. Grönl. 1842 (p. 20). — Astarte ivar- liami Hancock: in Ann. Mag. Nat. Hist. vol. 18. 1846 (p. 336, T. 5, f. 15— 16). _ Astarte pulchella Jonas: Mörch in Rink: Dan. Greeni. 1877 (p. 441). — Astarte striata Leach; Mörch in op. cit. (p. 441). Fundort: 1) Spitzhergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 39 Stein und Schale. 50 m. 18 Exemplar e mit Tieren. 2) Zwischen Grönland nnd Jan Mayen, Long. 14'49'W., Lat. 72 42'N. Den ^Vs. Sclilamm mit Foraminiferen. 2000 m. 1 Schale von subfossilem Aussehen. /. Die Hauptart. Ftmdort: X:o 2. Nur eine defekte Schale. Eigentumlich ist die grosse Tiefe (2000 m), in der der Fund gemacht worden ist. Die Art ist nämlich lebend nicht in grösserer Tiefe als 534 m (Jan Mayen. Var. globosa nach Friele) gefnnden worden und die Hauptart selbst nicht in grösserer Tiefe als 228 m (Ba- rents-See). II. Var. ivarha7ni Hancock. Fundort: N:o 1. Long. 24,5 mm. Lat. 19,6 mm. Crass. 9,5 mm. Die 5 grössten Exemplare (Long. 24,5 — 22 mm) sind chokoladenbraun. Die 8 kleinsten (Long. 20,5—11,5 mm) sind hell ockergelb. Die iibrigen 5 (Long. 22 — 21 mm) zeigen tJbergänge zwischen diesen Extremen. Die Exemplare va- riieren beztiglich der Dichte der Eippen. Im allgemeinen sind sie bei den Jungen weniger dicht gestellt. Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land. Var. striata (27 m), Var. tvarJiami (21 — 125 m). — West-Grönland: 1) die Ktiste nördlich von Dper- nivik. Var. striata (9 — 21 m), Var. ivarhami (9 — 27 m), 2) von Upernivik bis Holstensborg: Bie Hauptart (Proven bis Jakobshavn 107 m). Var. striata (9—445 m), Var. ivarhami (21—445 m), 3) von Ikertok-Fjord bis Julianehaab: Bie Hauptart (Julianehaab), Var. striata (18 — 128 m). Var. glo- hosa (Fiskernaes), Var. ivarhami (85 — 178 m). — Ost- Grön- land: Hecla-Havn {Bie Haujjtart und Var. ivarhami), Jack- son-Insel (Var. ivarhami). — Jan Mayen. Bie Hauptart (200 m), Var. glohosa (347—534 m). — (Zivischen Jan Mayen und Island [1705 m]. Nur Schale.) — Spitsbergen. Bie Haupt- art und Var. warhami: 1) Westktiste: Horn Sund (5,5—82 40 ARKIV FÖR ZOOLOGI- BAND 2. NIO 2. m. Var. tuarhami), Bell Sund (Var. ivarhami), Eis-Fjord (30—142 m. Var. tvarhami), 2) Ostktiste: Stor Fjord (8-95 m. Var. tvarhami), Hinlopen Strait. Var. warhami. — Franz-Josef-Land. Die Haiiptart (2 — 18 m), Var. ivarhami (18 — 249 m.). — Zivischen Bären-Insel und Finmarh (294 m). — Ost-Finmark (9 — 107 m). — Var. striata (9 — 44 m), Var. glohosa. — Barents-See. Bic Hauptart (157—228 in), Var. warhami (80 — 194 m). — Murmauisclie Kiiste. Var. ivarhami. — Weisses Meer (7 — 71 m). Im kalten und warmen Gebiet. — Kolgujew (107 m). — Zivischen Kolgujew und Waigatsch (16,5 m). — Murmanisches Meer: nordöstlicher Teil (64 m). — Jiigor-Strasse. Var. warhami (18 m). — Waigatsch: West- ktiste. Var. ivarhami (14 — 18 m). — Novaja Semlja: 1) West- kiiste der siidlicken Insel. Var. warhami (9—53 m), 2) west- lich von der stidlichen Insel. Var. ivarhami (36 — 110 m). Var. striata (9 m), 3) Matotschkin-Strasse. Var. ivarhami (3 — 27 m), — 4) stidwestliclie Ktiste der nördlichen Insel (117 m). — Karisches Meer. Var. striata (36 m), Var. ivarhami (14 — 36 m). — Sihirisches Eismeer : von der Weissen Insel bis nördlich von Pitlekaj. Var. warhami (9 — 46 m). — Bering-Strasse: 1) Westkiiste. Bie Hauptart, Var. warhami (27 — 44 m), 2) Ostktiste. Bie Hauptart (7 m). — Bering- Meer: Plover Bay. Var. warhami. — Meer nördlich ron der Bering-Strasse. Bie Hauptart und Var. striata. — Parry Is- lands: Wellington Channel. Var. glohosa und Var. ivarhami. — Baffin Bay. Bie Hauptart und Var. striata. — Baffln Band: Ostkiiste bei 66=30' N. B., Q%' W. Lat. (21—27 m). Var. warhami. — Labrador: 1) Nordkuste. Bie Hauptart ^ 2) Ostktiste (14 — 18 m): Bie Hauptart (b— 27 m), Var. striata (18 m). Var. warhami, Var. laurentiana. — Neiv Foundland: Grrosse Bank. Var. striata. — Gulf of St. Laivrence. Bie Hauptart (18 — 107 m). Var. striata, Var. glohosa (Xordkiiste 125 — 142 m). — ■ Nova Scotia: Halifax (Bie Hauptart und Var. striata), Le Ha ve Bank (Bie Hauptart). — (New Eng- land?) — Island: Reykjavik. — West-Finmark. Bie Haupt- art (9 — 53 m), Var. striata. — Nordland. Bie Hauptart. — Norivegische Westkiiste (36 ni). — Norwegische Siidkiiste. Bie Hauptart (178 m), Var. striata (142 — 249 m). — Schwedische Westkiiste: 1) Bohuslän. Bie Hauptart (18-107 m), Var. striata, 2) Skelderviken. Bie Hauptart (21—23 m), 3) Kullen. Bie Haup>tart. — Öresund (16 — 18 m). — Bänemark: Hanst- R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 41 holm (auf der nordwestlichen Kiiste). — Kattegat: von Laesä bis zu den Beiten (18 — 36 m). — Grosser Belt. — Ostsee: Kieler Bucht (0—9 m), Hochwachter Bucht (17 m). — Nordsee. — Nördlich von den Fär-öern. — Shctland-lnseln: Ostkiiste. Var. glohosa. — Nördlich von den Hebriden. — Schottland: 1) Firtli of Forth. Var. striata, 2) Westktiste. Die Hauptart, Var. striafa, Var. glohosa und Var. nana. — England: Northuni- berland, Durham, Yorkshire. Var. striata. — Frankreich. Sehr selten. — (Nördlich von Spanien. Nur Scliale [392 m].) — (Portugal: Cap Sagres. Var. semistriata. Nur Schale). — Aleuten. Die Hauptart. — British Columbia: Vancouver Island unter dem Namen A. compacta nach Jeffreys. Die batymetrisclie Verbreitung der Art also O — 534 m, der Haiq)tart 5—228 m, der Var. striata 9 — 445 m, der Var. ivarhami 3—445 m, der Var. glohosa 125^ — 534 m. 24. Axinus flexuosus (Montagu). Tellina flcxuosa Montagu: Test. Brit. Part. 1. 1803 (p. 72). — Cryp- todon flexuosum Turton; Möller: Index Moll. Grönl. (p, 20). — Thyasira goiddii Philippi; Mörch in Eink: Dan. Grreeul. (p. 440). — Äximis flexuo- sus (Montagu); Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 59, T. 19, f. 4 a— b). — Axi- nus gouldii Philippi; Särs: op. cit. (p. 60, T. 19, f. 6 a— b). — Axiyius sarsii Philippi; Särs: op. cit. (p. 60, T. 19, f. 5 a — b). — Axinus flexuosus (Montagu) Var. rotunda Jeffreys: in Proc. Zoolog. Soc. London 1881 (p. 702). Fundort: 1) Ost-Grönland, Franz- Josef- Fjord, inneres Ende des Myskoxe-Fjords. Den ^Vs- Lehm. 100 m. 2 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grönland, Franz- Josef-Fjord, äusserer Teil des Myskoxe-Fjords. Den ^^/s. Lehm. 220 m. 3 Exemplare mit Tieren. Long. 6,6 mm. Lat. 7,2 mm. Die Exemplare gehören der Haiqjtart an. ^ Findet sicli vermutlich auch in geringerer Tiefe, obwohl Angaben dariiber nicht in der Literatur vorkommen. 42 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 2. Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land. Var. goiildii (10 m). — West -Grönland. (Die Haiqytart, Var. gotddii, Var. sarsii und Var. rotunda): 1) von Proven bis Ikamiuf (18 — 730 m), 2) von Snkkertoppen bis Julianehaab (36 — 356 m). — Ost-Grönland: Hecla-Havn. Var. gouldii. — Jan Mayen. Var. gouldii (125 — 169 m). — Zwischen Jan Mayen und nördlichem Norwegen (780 — 1129 m). — Westlich ron Spitzhergen. Var. gouldii (223 m). — Spitz- hergen: 1) Westkiiste: Horn Sund. Var. gouldii (5,5 — 82 m), Advent Bay und Magdalena Bay (36 — 53 ni). Var. gouldii, 2) Ost-Kiiste: Stor Fjord. Var. gouldii (6,5—102,5 m). — Zivischen Spitzhergen und der Bären-Insel (219 — 260 m). — Zivischen der Bären-Insel und Finmarli (340 — 575 m). — 0st- Finmarlc. Die Hauptart, Var. gouldii (36 — 223 m), Var. sarsii. — Barents-See. Var. gouldii (80—375 m). — Murma- nisclie Kiiste (178 m). — Weisses 3Ieer. Bio Haup>tart (107 m. Im kalten (rebiet). Var. gonldii (27 — 53 m. Im warmen und kalten Gebiet). — Novaja Semlja:'^ siidwestliche Kiiste der nördlichen Insel. Var. gouldii (117 m). — Karisches Meer.'^ (148 m). — Sihirisches Eismeer: 82^30' N. B., 74^8' Lat. (43 m), 116°0' X. B., 76 52' Lat. (64 m). — Bering-Strasse (14 m). Var. gouldii. — Bering-Meer: Emmabafen an der nord- westlichen Kiiste (21 — 27 m), Matbeus-Inseln (44 m). — La- brador (2 — 18 m): 1) von 52 48' Lat., 55^48' Long. bis 51 '33' Lat., 56'48' Long. Var. gouldii, 2) Caribou-Insel. Var. goul- dii (14 m). — Strait of Islc (einige bis 98 ni). — New Found- land: St. Johns. — Gulf of St. Laivrence. Var. gouldii (18 — 445 m). — Nova Scotia: Ostktiste. Var. gouldii. — Bay of Fundy (9 — 107 m). Var. gouldii. — New England nördlich vom Cape Cod (7—44 m). Var. gouldii (7 — 9 m). — Cape Cod. Var. sarsii Nur Sehale. — New England sildlich vom Cape Cod: Stonington. Var. gouldii. — Westindien: St. Tho- mas. — Golf von MexiJco. — Island: Reykjavik. (Die Haupjtart und Var. gouldii), Ö-Fjord. — West-Finmarlc (53—226 m). Die Haupftart (53 — 89 m), Var. sarsii (nur Sehale), Var. gouldii. — Nordland (607 m). Die Hauptart, Var. sarsii, V. ^ Leches Angaben fiir diese Örte in K. Sv. Vet.-Akad. Handl. 1878 (p. 15) beziehen sich auf Axinopsis orbiculata G. O. Särs nach dem, was Leche selbst in Vega Exped. Vet. Iakttagelser. B. 3. 1883 angibt. R. HÄGG. MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB.. GRÖNL. V. J. MAYEN. 43 gouldii. — Westlich ron Nordland (805 — 1156 m). — .Korwe- gische WestMste (36—1197 m). Die Hau2)fai't, Var. sarsii, Var. gouldii (Hardanger Fjord). — Westlich von der norwe- gischeif Westkuste (367 — 735 m). — Norwegische SiidMste (18—249 m). Die Hauptart (18—125 m), Var. sarsii (89 m). — SeJuvedische WestMste: 1) Bohuslän. Die Hauptart (36—89 m). Var. sarsii (53—196 m), 2) Hallands Yäderö, 3) Kullen. — Kattegat. Nicht allgemein im siidlichen Teil. Xicht stid- lich von Hjaelm. — Öresund. Die Hauptart. — Dänemarl': Skagen. Die Hauptart (196 m). — Skagerak (18—570 m). Die Haup)tart. — Deutsche Nordseekiiste: Borkum. Die Hauptart (36 m). — Belgien. — Die Fär-öer. Shetland-In- seln (7 — 142 m). Die Haupjtart, Var. pjolygona (tiefes Wasser). — Zwischen den Fär-öern und den Hehridcn. Die Haupjtart (980 m), Var. rotunda (223 — 891 m). — Xijrdlich ron den Hebriden. Var. gouldii (980 m). — Schottland (71—123 m): ganze Iviiste. Die Haupjtart. — England {Die Haupjtart): 0st- kliste, Siidktiste (12 — 16 m), Westkuste (21 m). — Irland {Die Haupjtart): Xordkiiste (18 m), Ostkiiste (18—36 m), AVestkuste (5 — 18 m), Siidktiste (53 m). — Westlich ron Ir- land. Die Haupjtart (326 m), Var. polygona (292—308 m). — Sädlich ron Irland. Die Hauptart (171 — 992 m), Var. po- lygona (921 m). — Kanal-Inseln. — Frankreich. — Xörd- licher Atlantischer Ozean. 1) Die Hauptart: von 36'44' X. Lat., >>'-^' W. Long. bis 36 20' X. Lat. 6°47' W. Long. (404— 648 m). 2) Var. sarsii: 48 6' X. L., 9=18' W. Long. (960 m), 3) Var. polygona: 42 44' X. Lat., 9 23' W. Long. (144 m), 40 16' X. L., 9=37' W. Long. (392 ni), 37 19' X. Lat., 9=13' W. Long. (520 m). 36 15' X^. Lat., 6 52' "\V. Long. (687 m), 4) Var. rotunda: 48'31' X. Lat., 10 3' W. Long. (1229 m), 39 55' X. Lat., 9 56 W. Long. (1771 m), 39=42' X. Lat., 9=43' W. Long. (1318—1951 m), 39=39' X. Lat., 9=39' W. Long. (1416 m), 38=15' X. Lat., 9=33' "\V. Long. (1279 m). — Golf ron Biscaya (677 — 1710 m). Die Hauptart nnd Var. gouldii (19 m). — Spanien: Vigo Bay. Var. polygona (36 m). — Portugal: Cap Sagres. Var. polygona (80—103 m), Berlin- gues. Var. gouldii (1590 m). — Westlich ron Portugal. Die Hauptart (550 — 1224 m). — Siidlich ron Portugal. Die Haupjtart (1205 m). — Azoren. Var. polygona. (823 m). — Mittelländisches Meer: Cartagena Bay {Var. polygona 107 — 150 m), westlich von Corsica {Die Haupjtart 727 m), 44 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Golf von Marseille (die Haiiptart 4 — 2000 m), Adventnre Bank {Die Haiiptart 53—164 ni), Golf von Bona {JDie Hauptart 44 m), Rasel Amaush {Var. polygona 80 m), Al- geriet {Die Hauptart 9—900 m), Jijeli {Die Hauptart 71 — 142 m), Golf von Tunis {Die Hauptart 4:4, — 151 m), Adria- tisches Meer {Die Hauptart), Ägäisches Meer {Die Hauptart). — Vor dem nordivestlicJien Afrila. Var. p)olygona (2246 m). — Westlich von 3IaroMo. Die Hauptart (440—1340 m). — Canarische Inseln. — Korea. — Älasla: Sitka. Var. gouldii. — British Columbia: Qneen Charlotte Islands nnd Pudged Sound. Var. gouldii. — Californien. — Australien: New Soutli Wales (73—133 m). Die Hauptart ist also neu fiir Ost-Grönland. Die baty- metrische Verbreitung der ganzen Art ist 2 — 2246 m, der Hauptart 4 — 1340 m, der Var. gouldii 5,5—1590 m, der Var. sarsii 53—960 m, der Var. polygona 36 — 2246 und der Var. rotunda 223 — 1951 m. 25. Axlnopsis orbiculata G. O. Särs. Sars: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 63, T. 19, f. 11 a— cl). Fundort: Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlicb vom Franz- Josef- Fjord. Den ^/s. Schlamm. 12—18 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 2,5 mm. Lat. 2,3 mm. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: von Umanak bis Egedesminde (9 — 21 m), 2) von Holstensborg bis Smallesund (14 — 18 m). — Jan May en (18 — 36 m). — Sp)itzhergen: 1) Westktlste: Horn Svmd (9 m), 2) Ostkiiste (5— 32 m): Stor Fjord (9—18 m), 3) Norsk- öarna, Fair Harbour. — Ost-Finmark (3 — 107 m). — Wai- gatsch (14 — 18 m). — Novaja Semlja: 1) Westktiste der slid- lichen InseD (5—36 m), Matotsclikin-Strassei (3-27 m). — Karisches' Meer (125—214 m).i -— Sihirisches Eismeer: west- licher TeiD (30—46 m). — Alaslca. — Labrador (18—27 m): 1 Siehe die Note p. 42. K. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACfllOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 45 Henley Harbour. — Neiv Foundland. — Nova Scotia (32 m) : Halifax. Var. inaequalis. — Bay of Fundy. — Neiv England nördlich rom Cape Cod (27 — 53 m). Var. inaequalis. — 7^- land. — West-Finmarh. — Nordland: Bodö. — Nördlich von den Hehriden. Var. glohosa (944 m). — Vancouver Island. Die Art ist demnach neu ftir Ost-Orrönland. ■ Die batymetrische Verbreitung der ganzen Art 3—944 m, der Hauptart 3 — 214 m, der Var. inaequalis (27 — 53 m) und der Var. glohosa 944 m. Tellina balthica Linné. Tellina balthica Linné: Syst. Naturae. Ed. 12 (p. 1120). — Venus f ra - gilis Fabricius: Fabricius: Fauna groenl. (p. 413). — Tellina groenlandica Beck; Lyell: in Transac. Geol. Soc. London, vol. 6 (p. 137, T. 16, f. 8). — Macoma fusca Say; Gould et Binney: luvert. Massach. Ed. 2. (p. 93, f. 400). — Tellina tenera Leach; Möhch in Rink: Dan. Greenl. (p. 440). Fundorf: Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den ^^/e — ^^/e. Stein und Schale. 50 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 18,5 mm. Lat. 13,5 mm. Crass. 6,3 mm. Die Spitzen der Umbonen treten gar nicht hervor. Das Exemplar ist gestreckter, als es bei der Art gewöbnlicli der Fall zu sein pflegt. Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinuell-Land (9 m). Nur Schale. Unter dem Namen T. tenera Leach. — West-Gröulaud: 1) von 72' N. B. bis Disco-Fjord (1 — 119 m), 2) Fredrikshaab, Jnlianebaab. Var. grönlandica. — Sxntshergen. Var. groenlandica. — Westlieh von Spitshergen (223 m). — Ost-Finmarh 0—80 m). Bie Hau2:)tart, Var. minor. — Barents-See (351 m). — Murmani- sche Kilste. — Weisses Meer (11 m). Im warmen Gebiet. — Jugor-Strasse (18 — 25 m). — Waigatsch (14 — 18 m). — No- vaja Semlja: 1) \Yestkuste der siidlichen Insel (7 — 9 m), 2) Matotschkin-Strasse (9 — 27 m). — Sibirisches Eismeer: 1) westlichster Teil (4(3 m), 2) Pitlekaj. Nur Schale (21 m). 46 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 2. — Bering- Strasse. — Bering-Meer. — ÄlasJca: Icy Cape. — Baffin Bay: 76' N. B., 76° W. Lat. — Hudson Bay: James' Bay. Var. groenl. — Labrador: Ostkliste. Var. groenh (2 — 18 m). — yctv Foundland: Grosse Bank. — Giilf of St. Laivrence: bis Quebec. Var. groenl. — Nova Scotia: Ost- kliste. — Bay of Fundy. — Netv England nördlich vom Cape God. (Litoralgebiet). — Neiv England sUdlich vom Cape Cod. — Georgia. — Island. — West-Finmarh. Die Haupt- art, Var. groenl. — Nordland. — Norivegische WestJdlste. — Norwegische Siidkiiste. — Sehwedische WestJciiste: Bohuslän, Skelderviken, Kullen (in seicbtem AVasser). — Öresund (O — 16 m). — Ostsee: 1) von der Kieler Bucht bis Dalarö (O — 87 m), 2) Finniscber Busen: bis Högland, 3) Ålands See (26 m) und Skärgårds See (5 — 74 m), 4) Bottnisches Meer: schwediscbe Seite (nur bis Qvarken), finnische Seite (4 — 32 m), 5) Bott- nischer Busen :i nur an der finnischen Seite bis Gamla Kar- leby (15 — 39 m). — DänemarJc: die ganze Ostkliste (nicht in so tiefem "Wasser wie in der Ostsee). — Deutsche Nord- seelmste (O — 2 m). — Holland: Zuidersee (4 m). — Nordsee. — Shetland-Inseln. — ScJiottland. — England 1) Die Haupt- art, 2) Var. attenuata: Southampton, Orwell Estuary (Suifolk), 3) Var. nivea: Barry Rivers Estuary (Wales). — Irland: 1) Die Hauptart: ganze Ktiste, Var. minor: Bantry Bay. — Westlich von Irland (294 m). Nur Schal e. — Franheich. — Sp)anien. — Mittelländisches Meer: ganzes Gebiet. — Schivar- 2es Meer. — Madeira. Nur Schale. — Cap Verdische Inseln? — Senegal. — Kamtschatka. — OcJiotslisches Meer: ganze Ktiste. — Tataren-Sund. — Japan: Hakodate. — Alaska: Sitka. — British Columbia. — Californien: Monterey. Die batymetrische Verbreitung der ganzen Art also O — 351 m, der Var. groenlandica 1 — 119 m. 27. Tellina calcaria Chemnitz. Tellina calcarea Chemnitz: iu Syst. Concli Cab. vol. 6. 1782 (p. 140, T. 13, f. 136.) — Tellina sahulosa Spengler; Mörch: Prodromus Moll. Groenl. 1857 (p. 20.) — Macoma ccdcaria (Chemnitz); Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 76, T. 6, f. 2 a — b). — Macoma calcaria (Chemnitz). Va7\ siihovalis Posselt: in Medd. om Grönl. 19. 1895 (p. 74, T. 1, f. 15—16.) Meer nördlich von Quarken. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 47 Fundort: 1) Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den Stein imd Schale. 50 m, 7 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s — ^/s. Schlamm. 12 — 35 m. 33 Exemplare mit Tieren. 3) Ost-G-rönland, Mackenzie-Bnclit nördlich vom Franz- Josef -Fjord. Den ^/s. Sclilamm. 12 — 18 m. 1 Exemplar mit Tier. I. Bie Hauptart. Die Exemplare von Spitzbergen. Long. 37,8 mm. Lat. 27 mm. //. Var. subovalis Posselt. Die Exemplare von Ost-Grrönland. Long. 28 mm. Lat. 19,8 mm. Crass. 9,i mm. Einige Exemplare sind etwas weniger langgestreckt, als es die Figur Posselt's angiebt. Xur bei Jungen weisen die Umbonen dentlicb bervortre- tende Spitzen auf. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: 1) ]\Iellville Bay, 2) von Upernivik bis 68^9' N. B. (9—677 m), 3) von Ikertok-Fjord bis Jiiliane- baab (9 — 303 m). — Ost-Grönland: 1) Die Hauptart: vor der siidöstlichen Kliste (44 — 231 m), 2) Var. subovalis: Hecla-Havn. — (Zwischen Jan May en und Island [2331 m]. Nur Schale.) — Spitzbergen: 1) Westktiste: Horn Snnd (5,5 — %'2 m), Bell Sund, Eis-Fjorii (30—142 m), Magdalena Bay (53—107 m), 2) Ostkiiste: Stor Fjord (4,5—120,5 m). — Frans- Josef -Land (107 m). — Zivischen der Bären-Lnsel und Finmari: (294 m). — Ost-Finmark (20—30 m). — Barents See (95—351 m). — Murmanische Kilste (7 — 12 lebend, 80 — 89 m. Nur Schale). — Weisses Meer (9—44 m). Im warmen und kalten Gebiet. — Murmanisches Meer: 1) stidwestlicher Teil (164 — 249 m), 48 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 2. 2) zwischen Kolgujew uncl Novaja Semlja (9() — 142 m lebend, 29 m nur Schale), 3) nordöstliclier Teil (64 m Schale). — Jugor-Strasse (9 — 25 m). — Waigfäsch: Westkiiste (14 — 18 in). — Novoja Semlja: 1) Westkiiste der siidlichen Insel (7 — 142 m), 2) vor der Westkiiste der siidliclien Insel (53—110 m), 3) Matotschkin-Strasse (3—11 m), 4) siidwest- liche Ktiste der nördlichen Insel (117 m). — Karisches Meer (12 — 151 m). — Sihirisches Eismeer: von der Weissen Insel bis Kap Wankarema (7 — 64 m). — Bcring-Strasse: 1) asia- tische Seite (11 — 46 m), 2) amerikanisclie Seite (32 m). — Bering- Meer: 1) nordwestlicher Teil (18 — 80 m), 2) Matkeus- Inseln und St. Paul (71 m). — 3Ieer nördlich von der Bering- Sfrcisse. — Alaska: Point Barrow (4—9 m). — Parry Islands: Wellington Channel. — Baffin Land: Ostkuste bei 66°30' IST. B., 68° W. Lat. (21—27 m). — Hudson Strait. — Hudson Bay: Ostkuste (18 — 44 m). — Labrador: Ostkuste (2 — 27 m). — New Foundland: St. Johns, Grrosse Bank. ■ — Gulf of Sf. Laivrence. — Nova Scotia: Ostkuste. — Bay of Fundy (7 — 142 m). — Neiv England nördlich vom Cape Cod. — Long Island Soiind. — New-York. — Florida: Mtindung des Manatee Eivers (auf der westlicben Kiiste). — Island: Rey- kjavik, Ö-Fjord. — West-Finmark (18—89 m). — Nordland (^27 — 89 m). — Norivegische Westkiiste. — Norwegische Siid- kilste (0—36 m). — SeJmedische Westkiiste: Bohuslän (18 — 36 m), Skelderviken (16—19 m), Kullen. — Öresund (14 m). — Ostsee: 1) westlicher Teil bis Bornholm, 2) Grotland? — Kat- tegat (9 — 18 m). — Bänemark: Nicht im Limfjord. Skagen bis Odense Fjord, die Belte (in geringerer Tiefe als in der Ostsee). — Die Fär-öer. — Zivisclien den Fär-öern und den Hehriden (614 m. Nur Schale). — {Nordsee: Dogger Bank. Nur Schale [71—107 m].) — {Schottland: West- [71 m.] und Ostkuste. Nur Schale). — (England: Northumberland. Nur Schale.) — liamtschatka: Awatska Bay. — Ochotskisches 31eer: Stidktiste. — Tataren-Sund (18—48 m). — Japan: Hakodate (9—44 m). — Aleuten. — British Columbia. — Oregon. Die Haup>tart ist demnach neu fiir das nordöstliche Grön- land. Batymetrische Verhreitung O — 677 m. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 49 28. Venus fluctuosa Gould. Ven2is fluctuosa Gould: Invert. Massacli. 1841 (p. 87, f. 50). — Venus asfartoiäes Beck; Middendorff: Beiträge Malac. Rossica. Part. 3 (p. 56). — Tapes fluctuosa G-ould et Binnet: Invert. Massach. Ed. 2 (p. 136, f. 447). Fundort: Ost-G-rönland, Mackenzie-Bucht nördlicli vom Franz- Josef- Fjord. Den ^/s. Schlamm. 12 — 18 m. 5 Exemplare mit Tieren, davon 2 Junge. Long. 17,5 mm. Lat. 12,5 mm. Die Epidermis, von gelbbrauner Farbe, ist nur am dor- salen Eande noch vorhanden. Der innere Teil des Mantel- sinus ist bedentender abgerundet als es Middendorff's Abbil- dungen angeben. Den Jungen (Long. 4,5 mm. Lat. 3,8 mm.) fehlen Lunula, auch haben sie kein so läng ausgezogenes Hinterende. Geographische und batymetrisehe Verbreitung. West-Grönland: von Narsalik bis Holstensborg (2 — 178 m). — O st -Grönland: Jackson-Insel, Shannon-Lisel (7 — 53 m). — Spitzhergeyi: 1) Westktiste: Horn Sund (5,5 — 82 m), Bell Sund, 2) Ostkiiste (3—24 m): Stor Fjord (6,5—24 m), 3) Norsk-öarna (18—36 m). — Fran^-Josef-Land (2—18 m). (Weisses Mecr. Nur Schale). — Biisslands nördliche Kiiste östlich vom Weissen 3Ieer. — Jngor-Strasse (9 — 14 m). — WaigatscJi (14 — 18 m). — Novaja Semlja: Westkiiste der stidlichen Insel (5—11 m), 2) westlich von derselben Insel (5a m), 3) Matotschkin-Strasse (3—36 m.). — Karisches Meer (14 — 36 m). — Sihirisches Eismeer: von Irkaipi bis Pitlekaj (5—21 m). — Bering-Strasse (27 — 28 m). — Ber ing -Meer: Emmahafen (11 — 36 m). — Meer nördlicli von der Bering- Strasse. — Älasla: Cap Espenberg (an der westlichen Kiiste), Cap Smythe (4—9 m), Point Franklin (24 m). — Labrador: Ostkiiste (2 — 53 m). — Neiv Foundland: G-rosse Bank. — Gulf of St. Lawrence. — Nova Scotia: Ostkiiste. — Massa- chusetts. — OcJiotsMsches Meer: Stidkiiste. — Tataren-Sund (18 — 25 m.). — Japan: Hakodadi. Batymetrisehe Verbreitung demnach 2—178 m. Arkiv för zoologi. Band 2. N:o 2. 4 50 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. 29. Cardium groenlandicum Chemnitz. Venus islandica Fabricius: Fauna groenl. (p. 411). — Cardium groen- landicum Chemnitz: in Syst. Conoh. Cab. vol. 6 (p. 202. T. 19, f. 198). — Äphrodite groenlandica Chemnitz; Saks: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 49. T. 5, f. 3 a -b). Fundorf: 1) Nördlich von Jan May en, Long. 8°33'W., Lat. 72 l'N. Den 20/7. Schlanim. 2400 m. 1 Schale. 2) Ostkuste von Jan Mayen. Den ^\7. Sand. 30 m. 1 Exemplar mit Tier. 3) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef -Fjord. Den ^/s— ^/s. Schlamm. 12 — 35 m. 3 Exemplare mit Tieren. Long. 64 mm. Lat. 50 mm. (Exemplar mit Tier von Ost-G-rönland). Long. 67 mm. Lat. 56,5 mm. (Exemplar oline Tier von nördlich von Jan Mayen). Long. 33 mm. Laf. 29 mm. (Exemplar mit Tier von Jan Mayen). Das Exemplar von Jan Mayen, ein Junges, ist liell ge- larbt mit gelbbraunen Zickzackbändern nnd deutlicher Striie- rung am Hinterrande. Die tibrigen, allés ausgewacbsene Exemplare, sind von dunkler Färbnng nnd haben keine Striie- rung nnd keine Zickzackbänder. Das Exemplar von N:o I hat keine Epidermis nnd ist von subfossilem Aussehen. Das Vorkommen von ein er Schale in 2400 m Tiefe ist anffällig, da die Art lebend nicht in grösserer Tiefe als 303 m (West- Grönland) gefnnden worden ist. Geographische und batymetrische Verbreitung. West- Grönland: 1) Melville Bay, 2) von Upernivik bis Ikamiut (18—303 m). 3) von Holstensborg bis Fredriksdal E. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., 6RÖNL. U. J. MATEN. 51 (9—178 m). — Ost-Grönland: vor der sudöstlicheii Ktiste (44 — 71 m), Hekla-Havn, 73 50' — 75°5' N. B. — (Zivischoi Jan Mayen and Island [1789—2331 m.]. Nnr Schale). — Jan May en (18 — 36 m.). — Spitzhergen: Horn Sund (5,5 — 82 m), Bell Sund, Advent Bay und Magdalena Bay (36 — 107 m), Eis-Fjord (9 m.), Stor Fjord (6,5—95 m.), Deevie Bai (Edge Insel), Lomme Bai. — Franz-Josef-Land. — Ost-Finmarh (9 — 23 m). — Barents-See. — MurmaniscJie Kilste. — Weisses Meer (7 — 53 m). — Kolgujeiv (133 m). — Jugor-Strasse 9 — 18 m.). — Waigatsch: Westkiiste (14 — 18 m). — Novaja Semlja: 1) Westkiiste der stidliclien Insel (27 — 36 m), 2) Ma- totschkin-Strasse (3 — 27 m). — Karisches Meer (lebend 14 — 36 m, niir Schale 107 m). — Sibirisches Eismeer: von 164^10' Long. bis nördlich von Pitlekaj (7 — 27 m.). — Bering-Strasse: 1) asiatisciie Seite (27 — 43 m). Die Hauptart und Var. glohosa, 2) Norton Sonnd. Die Hauptart (9 m). — Bering -3Ieer: Plover Bay {Var. glohosa), St. Matheus Insel (Die Hauptart)^ Bering-Insel. — Meer nördlich von der Bering-Strasse. — AlasJia: Cape Espenberg, Icy Cape, Point Barrow (O — 4 m), Cape Smythe (4—9 m). — Parry Islands: Wellington Chan- nel. — North Devon: Beechey Island. — Meer nördlich von Amerika. — Baffin land: Ostkiiste bei 66°30' N. B., 68°W. L. (21 — 27 m). — Hudson Strait. — labrador: Ostkiiste (2 — 89 m). — Netv Foundland: 1) Die Hauptart: St. Johns und Grosse Bank, 2) Var. alha: Grosse Bank. — Gulf of St. Laivrence. — Nova Scotia: Ostkiiste. — Neiu England nörd- lich vom Cape Cod. — Neiv England sildlich vom Cape Cod: Stonington. — Island: Ö-Fjord, Berre Fjord, Faxebukt, Höfde, Österlandet, Sighi-nes, Skialfanda Fjord. — Kamtschatha: Avatska Bay (21 m.). — Tataren-Sund (18 — 25 ni). — Japan: Hakodadi. — Äleuten. — Alasla: Kiiste des Stillen Ozeans. — British Columbia: Pudget Sound. Batymetrische Verbreitung also O — 303 m. 30. Cardium ciliatum (Fabricius). Cardium ciliatum Fabricius: Fauna groenl. (p. 410). — Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 46, T. 5, f. 4 a— b), — Cardium arcticum Sowerby: Conch. illustr. 1841 (p. 26). — Cardium pubescens Couthouy: in Boston Journ. Nat. Hist. vol. 2 (p. 60, T. 3, f. 6). — Cardium islandicum Linné; GouLD et Binney: Invert. Massach. Ed. 2. 1870 (p. 139, f. 450). 52 ARKIV FÖR ZOOLOÖI. BAND 2. N:0 2. Fundort: 1) Spitzbergen, westlich vom Cap Mitra, Long. ir O., Lat. 79aO'N. Den ^ 7. Schlamm. 100 m. 1 Exemplar mit Tier. 2) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^8 — ^ s. Schlamm. 12 — 35 m. 2 Exemplar e mit Tier en. Long. 14 mm. Lat. 12,8 mm. (Spitzbergen). Long. Q>2 mm. LMt. 58 mm. (Ost-Grönland). Das junge Exemplar (von Spitzbergen) ist nicht gleich- seitig. Es hat branngelbe Cilien. Bei den älteren sind sie dunkelbraun. Alle Exemplare haben deiitlich dreikantige Rippen. Cilien finden sicli auch auf der dorsalen Hälfte der Schalen. Die Umbonen sind bei allén Exemplaren korrodiert. Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Lcmd (53 m). Unter dem Namen C. islandicum Linné. — West -Grönland: 1) Mel ville Bay, 2) von Upernivik bis 68' 14' N. B. (18 — 677 m), 3) von Holstensborg bis Juliane- haab (9 — 356 m). — Ost -Grönland: Hekla-Havn, Danmarks Insel. — (Zivischen Jan May en und Lsland [1705 m]. Nur Schale). — Spitslergen: 1) Westktiste: Bell Sund, Horn Sund (30--40 m), Eis-Fjord (9 m). Advent Bay und Magda- lena Bay (36—107 m), 2) Ostktiste: Stor Fjord (14—139 m). — Frans-Josef-Land (133 m). — Ost-Finmarh (9 — 44 m). — Barents-See (84—285 m). — Murmanische Kilste (178 m). — Weisses Meer 9—28 m). Im warmen Gebiet. — Murmani- sclies Meer: 1) sudwestlicher Teil (249 m), 2) Kolgujew (nur Schale), 3) östlicb von Kolgujew (29 m, nur Schale), 4) zwi- schen Kolgujevr und Novaja Semlja (110 m), 5) nordöstlicher Teil (64 m, nur Schale). — Waigatsch: Westktiste (14—18 m). — Novaja Semlja: 1) Westktiste der siidlichen Insel (7 — 36 m), 2) westlich von derselben Insel (107—110 m), 3) Ma- totschkin-Strasse (3 — 27 m). — Karisches Meer (14 — 71 m). — Bering-Strasse: 1) asiatische Seite (36 m), 2) amerika- nische Seite. — Bering-Meer (18—98 m): Plover Bay (98 m). — NordMste von Alaslxa: Cape Espenberg. — Parry R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEX. 53 Islands: Wellington Channel. — North Decon: Beechey Is- land. — Baffin Land: Ostktiste bei 66^30' N. B., 6B^ W. L. (21 — 27 m). — Hudson Bay. — Labrador: Ostkliste (3 — 53 m). — Netv Foundland: St. Johns, Grosse Bank. — Gulf of St. Lawrence (5 m). — Nova Scotia: Halifax. — Bay of Fundy. — Neiv England nördlich vom Caj)e Cod (11 — 107 m). — Island: Reykjavik. — Japan. — Äleuten. — Älasla: Kliste des Stillen Ozeans. — British Columhia: Pndget Sound. Batymetrische Verbreitung also 3 — 677 m. 31. Neaera obesa Loven. ^ Neaera obesa Loven: Index Moll. Scand. 1846 (p. 48). — Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 86, T. 6, f. 4 a— c). — Neaera arctica M. Särs: in Vid. Selsk. Forhandl. Cliristiania 1858 (p. 62). — Sars: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 85, T. 6, f. 5a— f). — Neaera glacialis G. O. Sars: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 88, T. 6, f. 8 a— e). Fundort: 1) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef- Fjord. Den \8— '^ s. Schlamm. 12 — 35 m. 1 Exemplar mit Tier. (Junge). 2) Ost-Grönland, die Mtindnng des Franz-Josef-Fjords. Den 14/8. Schlamm. 200—300 m. 5 Exemplare mit Tieren nnd 1 lose Schale. 3) Ost-Grönland, Franz-Josef -Fjord, inneres Ende des Myskoxe-Fjords. Den ^'/s. Lehm. 100 m. 2 Exemplare mit Tieren nnd 1 ohne Tier mit beiden Schalen znsammenhängend. Long. 21,9' mm. Lat. 14,5 mm. Crass. 13 mm. Die Exemplare gehören der Var. glacialis G. O. Sars an. Alle Exemplare stimmen hinsichtlich des Schlosses n. s. w. vollständig mit Sars' Beschreibung- iiberein. Keine von den ^ Hierein sind einbegriften N. arctica M. Sars uud N glacialis G. O. Sars. ^ In Mull. Reg. Are. Norv. 54 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Exemplaren zeigen Ubergänge zur Hauptart und der Var. arctica M. Särs. Geographische und batymetrische Verbreitung. Wesf-Grönlmid: von 72' K. B. bis 70^ N. B. (354—730 m). Die Hauptart, Var. arctica nnd Var. glacialis. — Ost- Grönland: 69°25' N. B., 20 1' W. Lat. (297 m). Nur Schale. Jan May en (125 — 178 m). Var. arctica. — Zwischen Jan Mayen und nördlichem Norivegen. Die Hauptart (739 m), Var. arctica (1104 — 1156 m). — Westlich von Spitzhergen (223 m). Var. arctica und Var. glacialis. — Spitzhergen: Eis- Fjord (133 — 142 m). Var. glacialis. — Zivischen Spitzhergen und der Bären-Insel (125 m) Var. glacialis. — Zivischen der Bären-Insel und Finmarlc (340 — 397 m). Var. arctica. — Ost- Finmari' (53 — 325 m) Die Hauptart (315 — 325 m). Var. arctica (89 — 223 m), Var. glacialis (71—226 m). — Barents-See. Var. arctica (263—303 m), Var. glacialis (204—362 m). — Murma- nische Kiiste 80 — 356 m) Var. arctica. — Murmanisches Meer: siidöstlicher Teil (164 — 249 m). Var. arctica. — Waigatsch. Var. arctica. — Novaja Semlja. Var. glacialis. — Karisches Meer. Die Hauptart (148 m), Var. glacialis (91 m totes Exemplar). — Sihirisches Eismeer: Long. 115°30', Lat. 76"40' {Q'2 m. Var. arctica^ nur Schale), Long. 116^0', Lat. 76'52' (64 m. Var. glacialis, nur Schale). Gulf of St. Laivrence. Die Hauptart (307 m). Var. arctica (223—356 m.), Var. gla- cialis (303 — 557 m). — Nova Scotia: Ostkiiste. Var. arctica (338 m), Var. glacialis. — Bay of Fundy. Die Hauptart, Var. arctica, Var. glacialis. — Netv England nördlich vom Cape Cod (71—180 m). Die Hauptart (93—180 m), Var. arc- tica, Var. glacialis. — Netv England sildlich vom Cape Cod. Die Hauptart (164 — 891 m), Var. arctica und Var. glacialis (116 — 891 m.). — Long Island. Die Hauptart (71 m). — Delaivar e Bay {11b m) Var. arctica. Var. glacialis. — Chesapeale Bay (534 m). Die Hauptart, Var. arctica. Var. glacialis. — Bar- hados. Die Hauptart (178 m.), — Nördlicher Atlantischer Ozean: 1) westlicher Teil von 44 26' N. Lat., 62 10' W. Long. bis 35°12' N. Lat., 74^57' W. Long. (110—1475 m). Var. gla- cialis, 2) östlicher Teil: 48^38' N. Lat., 10 15' W. Long. (1010 m), 48°31' N. Lat., 10 3' W. Long. (1229 m). — West-Fin- marh (36—285 m). Die Hauptart (36—71 m), Var. glacialis H. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 55 (285 m). — Nordland. Die Haupt art (222 m). — Norwegische West- huste. Die Hauptart (18 — 1197 m). — Norwegische Sildkiiste. — Bohuslän. — Sl-ageral': nördlich von Skagen (223 m). Die Haupt- art. — Kattegat: nördlich von Laesö (36 — 53 m). Die Hauptart. — Zivischen Island und Norivegen (276 — 397 m). Die Haiipjtart. — Zwischen den Fär-öern und Norivegen (392 m). Die HaupA- art. — Siidlich von Irland (4336 m). — Spanisclie NordMste (130 — 424 m). Die Hauptart. — Spanisclie WestMlste: Grolf von Yigo (21 m). Ägoren (1828—2994 m). — Mittelländisches Meer: westliclier Teil (600—2735 m). Die Hauptart. — Ma- roliko: Westkliste (112 — 2075 m). Die Hauptart. — Califor- nien (28 m). Die Hauptart. Die Art ist demnach neu ftir das nordöstliche Grönland. Var. glacialis findet sicli in der Litteratur zuvor nicht fur geringere Tiefe als 71 m (Ost-Finmark) angegeben. Batymetrisclie Verbreitung der ganzen Art 12—4336 m, der Hauptart 18 — 2735 m, der Var. glacialis 12 — 1475 m, der Var. arctica 80 — 1156 m. 32. Mya truncata Linné. Mya truncata Linné: Syst. Naturae Ed. 12 (p. 1112). — Gould et Binney: Invert. Massach. Ed. 2 (p. 58, f. 376). — Mya arenaria Linné; Fabricius: Fauna groenl. (p. 405). — Mya truncata Linné Var. ovata Jensen: in Vid. Medd. naturh. Förening. Kjöbenhavn 1900 (p. 139, f. 3, 4, 5, 6, 7). Fundort: 1) Ost-G-rönland, Mackenzie-Bucht nördlicb vom Franz-Josef-Fjord. Den ^ s — ^/s. Schlamm. 12 — 35 m. 3 Exemplare mit Tieren. 2) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucbt nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^ 8. Schlamm. 12 — 18 m. 1 Exemplar mit Tier. Long. 31 mm. Lat. 24 mm. Crass. 14 mm. (Die kurze Form.) 56 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 2. Lo)i(i. 25 mm. Lat. 16, i mm. Crass. 11 mm. (Die länge Form.) Alle Exemplare stehen auf der Grrenze zwischen der Haiiptart und Var. uddevaUensis Forbes. Das Exemplar von N:o 1 und die 2 kleineren von X:o 2 sind langgestreckt.i Das grösste Exemplar von N:o 2 ist breiter. - Geographische und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land (9 — 53 m). Var. uddev. — West-Grönland. (Die Hauptart, Var. uddev. und Var. ovata): Port Foulke. {Die Haiiptart und Var. uddev.), Mel ville Bay {Var. uddev.), Tasiusak (5 — 14 m), 2) von Upernivik bis Ikertok-Fjord (9 — 623 m). Die Hauptart und Var. uddev., 3) von Holstensborg bis Julianebaab (2 — 178 m). Die Hauptart und Var. uddev. — Ost-Grönland: vor der slidöstlicben Kliste (44 — 71 m, nur Schale), Hekla-Havn, Sabine-Insel (18 — 36 m). — Jan Matjen (130 m). Var. uddev. — Zivischen Jan May en und nördliclicm Norivegen (191 m). — Spitzhergen: 1) Westkiiste: Horn-Sund (5,5—82 m), Bell Sund (Var. ovata), Advent-Bay und Magda- lena-Bay (36—71 m), Eis-Fjord (30—98 m), Smeerenberg, 2) Ostktiste: Stor Fjord (6,5 — 117 m), 3) Norsköarna (18 m). Die Hauptart und Var. ovata. — (Westlich von Spitshergen- [2374 m]. Nur Schale). — Frans- Josef-Land (7 — 53 m). Die Haupdart und Var. uddev. — (Ztvlschen Spitshergen und der Bären-Lnsel [1172 m]. Nur Schale). — Ost-FinmarJv. Die Hauptart und Var. uddev. — Barents-See (175 m). — Mur- maniselie Kilste. — Weisses Meer (9 — 39 m). Im warmen und kalten Grebiet. — Murmanis ches Meer: 1) Kolgujew (107 m), 2) nordöstlicher Teil (64 m, nur Schale). — Jugor-Strasse (9 — 14 m). — Waigatsch: "Westkiiste (14 — 18 m). Die Haupt- art. — Novaja Semlja: 1) "Westkiiste der siidlichen Insel (5 — 36 m), vor der Westkiiste derselben Insel (110 m), 3) Ma- totschkin-Strasse (3 — 27 m). Nur die Hauptart an allén 3 Orten. — Karisches Meer (10 — 21 m). Die Hauptart. — Sihi- risehes Fismecr: westlichster Teil (36 m). Die Hauptart. — Bering -Strås se (11 — 27 m). — Beriyig-Meer : Emmahafen, Plo- Siehe Taf. VII, f. 9 a in Brögger: op. cit. Siehe Taf. VII, f. 10 in op. cit. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 57 ver Bay, Bering-Insel (niir Schale). — Meer nörälich von der Bering-Strasse (53 m). — NordJiilste von Alaska: Cape Espen- berg. — North Devon: Beechey Island. — Baffin Land: Cum- berlancl Sound {Var. iiddev.), Ostkiiste bei 66 30' N. B., 68' W. L. (21 — 27 m. Var. uddev.). — Hudson Strait. Var. ud- dev. — Labrador: Ostkiiste (18 — 53 m). Die Hauptart und Var. uddcv. — Neiv Foundland: St. Johns, Grosse Bank (Var. maxima). — Gtilf of St. Laivrence. Die Hauxitart und Var. uddev. — Nova Scotia: Ostkiiste (80 m). — Neiv Eng- land nördlich vom Cax)e God. — Westindien: St. Thomas. — Island: 1) Skialfanda Fjord, "Westktiste (1 — 3 m). Die Haupt- art und Var. uddev., 2) Höfdi, Örsundarfjord. Var. ovata. — West-Finmark. Die Hauptart und Var. uddev. Die Jungen in 71 — 89 m Tiefe. — Nordland. — Norwegische Westkilste. — Nonvegiselie Sildkilste (O — 18 m). — Schivedische Westkilste: Bohuslän (12 — 89 m), Skelderviken, Kullen. — Kattegat: 1) lebend bei Store Middelgrund (31 m), zwischen Anholt und Djursland (17 m), zwischen Leesö und x4.nholt, Lsesö Rende, 2) subfossil (15—42 m). — Öresund: bis Kopenhagen. — Däne- mark: 1) ganze Ostkiiste (18 m), 2) die Belten. — Ostsee: Kieler Bucht (12 — 18 m), Warnemiinde, Boltenhagen, Colberg in Hinter-Pommern? — Deutsche Nordseekuste (in grösseren Tiefen). — Nordsee: Dogger Bank. Var. ahbreviata. — Hol- land. — Belgieii. — Die Fär-öer. — Zwischen den Fär-öern und den Hehriden (117 m). Var. uddev. Nur Schale. — Shet- land Inseln. Die Hauptart und Var. ahbreviata. — Schott- land: 1) Ostkiiste (seichtes Wasser — 12 m), 2) Westkiiste. — England: Ostkiiste {i^Q m), Siidkiiste (12 m), 3) Westkiiste (12 — 44 m). — Irland. 1) Die Hauptart: allgemein (44 — 71 m), 2) Var. ahbreviata: Antrim (142 m). — Westlich von Ir- land (46 — 73 m). — Der Kanal. — Golf von Biscaya. — Cape St. Vincent (100 m). — Golf von Cadix (103 m). — Mittellän- disches J[/eer; Venedig, Taranto, Adriatisches Meer.. — (Schivar- zes Meer?). — Kamtschatka. — Ochotskisches Meer: Siidkiiste. — Sachalin: West- und Ostkiiste. — Japan: Hakodadi. — Aleuten. — Alaska: Kiiste des Stillen Ozeans. — British Columbia'. Vancouver Island, Budget Sund. Die batymetrische Verbreitung der ganzen Art 0—623 m, der Var. uddev. 9 — 130 m. 58 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. 33. Saxicava arctica (Linné). Mya arctica Linné: Syst. Nat. Ed. 12 (p. 1113). — Myarugosa Linné: op. cit. — Mya 'plioladis Linné: op. cit. — Mya byssifera Linné: op. cit. — Hiatella arctica Fabricius; Möller: Index Moll. G-roenl. (p. 21). — Saxi- cava arctica (Linné); Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 95, T. 20, f. 8 a— c). — Saxicava pJioladis (Linné); Särs: op. cit. (p. 95, T. 20. f. 7 a— c). Fundort: 1) Spitzbergen, Eis-Fjord, Coal Bay. Den Stein und Schale. 50 m. 3 Exemplare mit Tieren. 2) Westlich von Spitzbergen, Long. 10 O.', Lat. 79'10'N, Den V?- Berg. 60 m. 1 Exemplar mit Tier. 3) Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^/s — ^^s. Schlamm. 12 — 35 m. 44 Exemplare mit Tieren und 1 ohne Tier mit zusammen- hängenden Schalen und wohlerhaltener Epidermis. 4) Ost-Grrönland, stidöstlich von der Hvalross-Insel, Long, 18 40' W., Lat. 74 30'N. Den Vs. Schlamm und Steine. 80 — 100 m. 2 Exemplare mit Tieren. o) Ost-Grrönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^s. Schlamm. 12 — 18 m. 3 Exemplare mit Tieren. 6) Ost-Grrönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef-Fjord. Den ^^s. Schlamm und Sand mit Laminarien 3 — 10 m. 1 Exemplar mit Tier. 7) Zwischen Grönland und Jan Mayen, Long. 14'49' W., Lat. 72^42'N. Den ^^/s. Schlamm mit Foraminiferen. 2000 m. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 59 1 Exemplar ohne Tier mit beiden Schalen zusammen- hängend, wolilentwickelten Stacheln iind wohlerhaltener Epi- dermis. Long. 42 mm. Lat. 21 mm. Crass. 20 mm. (Ost-Grrön- land, die arctica-Form). Long. 38 mm. Lat. 24 mm. Crass. 18 mm. (Ost-Grrön- land, die rugosa-Form. Long. 31,0 mm. Lat. 16, i mm. (Spitzbergen). Long. 22,1 mm. Lat. 12,4 mm. ("W^estlich von Spitz- bergen). Long. 16,4 mm. Lat. 7,8 mm. (Zwischen Grönland und Jan May en). Aus vorliegendem Material geht deutlich hervor, dass S. arctica Linné und S. rugosa Linné nicht einmal als gute Va- rietäten betrachtet werden können, viel weniger denn als be- sondere Arten. Man känn demnach Formen imtersclieiden, die da haben: A) 1) die Form der arctica und wohlentwickelte Stacheln. Es sind dies allés kleine Exemplare. Die grössten sind 24,8 mm läng. 2) die Form der arctica und keine Stacheln, nur 2 Kan- ten aui jeder Schale. Das grösste Exemplar is t 35 mm läng. 3) die Form der arctica und weder Stacheln noch Kan- ten. Das grösste Exemplar ist 38 mm läng. B) 4) die Form der rugosa und deutliche Stacheln. Die Länge des grössten Exemplares ist 31,8 mm. 5) die Form der rugosa und keine Stacheln, nur Kanten. Die Länge des grössten Exemplares 35 mm. 6) die Form der rugosa, ohne Stacheln und Kanten. Grösstes Exemplar 42 ram läng. Das ftir S. arctica, nach G. O. Särs, typische Schloss findet sich sowohl bei Exemplaren von der Form der arctica als der rugosa. Beztiglich der Form iindet sich eine Menge Exemplare von allén Grössen, welche tJbergänge zwischen der typischen Form der arctica und der rugosa bilden. Auch beztiglich der Lunula u. a. ist das Gleiche der Fall. 60 ARTvIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 2. S. P. WooDWARD lind Jeffreys geben an, dass nur S\ arctica einen Byssiis haben sollte. Alle hier aufgefiihrten Formen haben indessen einen Byssns. Exemplare, die all die erwähnten Variationen aufwiesen, lebten zusammen auf N:o 3. Keine Exemplare sind so dickschalig wie die in Glazialab- lao-erune-en vorkommende Var. udäevallensis Jeffreys. Geographisehe und batymetrische Verbreitung. Grinnell-Land (9 — 53 m). — West-Grönland: 1) Port Foulke, Tasiusak (27—71 m), Cape York, Melville Bay, 2) von Upernivik bis 67 50' N. B. (5—499 m), 3) von Holstens- borg bis Nanortalik (3 — 178 m). — Ost-Grönland: vor der sudöstliclien Kliste (44 — 71 m), Gaaseland, Danmark-Insel, Scoresby Sund, Hekla-Havn, Shannon-Insel (53 m). — {Zivi- schen Jan Mayen und Island [2256 m]. Nur Schale.) — Jan May en (140 — 270 m). — Spitshergen: 1) Westkliste: Horn Sund (9 — 82 m), Bell Sund, Green Harbour, Advent Bay und Magdalena Bay, 2) Ostkiiste: Stor Fjord {Bie Hauptart [10 — 117 m], Var. uddev. [48 m]), Hinlopen Strait, 3) Norsköarna. — Fr an^- Josef -Land (3 — 166 m). — Zivischen Spitzhergen und der Bären-Insel (lebend 37 m, nur Schale 1203 m). — Bären- Insel. Bie Hauptart (342 m). Var. praecisa (44 m). — Zivi- schen der Bären-hisel und Finmark (62 — 340 m). — Ost-Fin- mark (O — 226 m). — Barents-See. Bie Hauptart (Q6 — 285 m), Var. praecisa (249 — 258 m). — Murmanisclie Kilste. — Weisses Meer (19 — 39 m). Im kalten und warmen Gebiet. — Murmanisches Meer: 1) westlicher Teil (205 m, nur Schale),. 2) Kolgujew (48—107 m). — Jugor-Sfrasse (18—25 m). — No- vaja Semlja: 1) Westkiiste der siidlichen Insel (9 — 53 m), 2) Ma- totschkin-Strasse (3 — 89 m). — Karisclies Meer (18 — 107 m). — Sihirisches Eismeer (5 — 71 m). — Bering-Strasse. — Bering- Meer: Plover Bay, Bering-Insel. — Meer nördlich von der Be- ring-Strasse. — North Bevon: Beechey Island. — Baffm Land: Cumberland Sound und Ostkiiste bei Lat. 66 30', Long. 68° (21—27 m). — Hudson Strait. — Hudson Bay: West- und Ostkiiste. — Labrador: 1) Nordkuste: Ungava Bay, 2) Ost- kiiste (3 — 89 m). — New Foundland : St. Johns, Grosse Bank. — Gulf of St. Latvrence. — Nova Scotia: Ostkiiste. — Bay of Fundy. — Netv England nördlich com Cape Cod. — New R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 01 Eiuiland sildlich rom Cape Cod. — Loiu/ Island Son7uL — (Sotifh CaroJi)fa'f'). — (Georgia?). — Xs/f/wf/; Reykjavik, West- kiiste (1 — 3 m). — West-Funnarl\ — Nordland. — Korwegi- selie WestJiiisfe (0—189 in). — Nonvegische SiidMste. — Schive- dische Westkiisfe: Bohuslän (11 — 71 m), Hallands Yäderö (18 m), Kullen. — Kattegai. Die Hauptart (9 — 53 m), Var. nd- dev. (Nur Schale 15—42 m). — Öresund (16—29 m). Dir Haiq)tart. — Dänrmarh: 1) ganze Ostkliste, 2) Limfjord, 3) Westktiste: Hirtslials (46 m), Blaavands Huk (39 m), 4) die Belten. Die Hauptart. — Ostsee: Svendborg Sund, Flensbur- ger Bucht, Kieler Bucht (16—18 m). Die Hauptart. — West- lirh ron Hel goland (34 m). — Belgien. — Zivischen den Fär- öern und den Hehriden (187 — 980 m). — Shetland-Inseln (12 — 142 ra). —Schottland: Ostkliste (12 m), Westktiste (89 m). — England: 1) Ostkiiste (21—66 m), Stidkliste (12—36 m), West- ktiste (21 — 44 m). — Irland. — Westlich von Irland (151 — 2190 m). — Sildlich ron Irland (171 m). — Der Kanal. — Kanal-Inseln. — Nördlicher Atlantisclier Osean: von 4831' X. Lat., 10 37' Long. bis 35^35' X. Lat., 6 26' Long. (128— 1229 m). — Golf von Biscaya (155 — 392 m). — Spanien: Nord- und Westktiste. — Portugal: Setubal Bay (114 m). — Asoren (914 — 1287 m). — Mittelländisches Meer: ganzes Ge- biet (44 — 322 m). — Madeira. — Canarische Inseln. — Kami- schatha. — Ochotshisclies Meer. — Tataren-Sund. — Japan: Hakodadi. Ohosaka. — Korea. — China. — Aleuten. — AlasJia: Ktiste des Stillen Ozeaus. — British Columbia. — Californien. — Mexico: Mazalan. — Peru. — Westlich von Pa- tagonien (448 m). — Westliches Patagonien (436 m). — Ma- gallanes-Strasse (1008 m). — SanM Helena. — Cap) der guten Hoffnung (178 — 274 m). — Madagashar. — Prins Edivard In- sel (274 m). — Marion-Insel (183 m). — Kerguelen (267 m). — Sildlich von Kerguelen (274 m). — Australien: X.S. Wales (3—133 m). — Netv Zeeland. Batymetrisehe Verbreitung der ganzen Art demnach O — 2190 m. — Das Vorkommen von einem Exemplar obne Tier in 2000 m Tiefe ist auiFällig, da die Art lebend im arkti- schen (xebiet nicht in grösserer Tiefe als 499 m (West-Grön- land) gefunden worden ist. 62 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. 34. Cyrtodaria kurriana Dunker.i Cyrfodaria kurriana Dunker: in Malak. zool. Blätter. B. 8. Cassel 1862 (p. 38). — Posselt: in Medd. om Grönl. H. 23 (p. 96). Fundort: Ostktiste von Jan May en. Den ^^/t. Sand. 30 m. 1 Exemplar mit Tier. Loiifj. 11,5 mm. Lat. 4,5 mm. Crass. 3,2 mm. Farbe gelbbraun. Geographische und batymetrische Verbreitung. West-Grönland: zwischen Hitenbenk und Egedesminde, Brededal (36 m), Claushavn, Marrak. — Jan Mayen (18 — 53 m). Unter dem Namen C. siliqua (Spengler).^ — Novaja SemJja: Matotschkin-Strasse (3—9 m). — Silnrisches Eismeer: von Dickson-Hafen bis Kap Wankarema (7 — 18 m). Batymetrische Verbreitung demnach 3—53 m. 35. Lyonsia arenosa (Möller). Pandorina arenosa Möller: Index MolL Groenl. (p. 20). — Lyonsia norvegica Middendorff: Sibirische Reise. B. 2 (p. 264, T. 24, f. 8—11). — Lyonsia arenosa (Möller); Gould et Binney: Invert. Massach. Ed. 2 (p, 65, f.'381). — Särs: Moll. Reg. Are. Norv. (p. 81, 342, T. 34, f. 2 a— b). — Ly- onsia gibhosa Hancock: in Ann. Mag. Nat. Hist. vol. 18. 1846. — Lyonsia arenosa (Möller) Var. sibirica Leche: in Vega Exp. Vet. Iakttagelser. B. 3. 1883 (p. 439, T. 32, f. 3, 4). Fundort: Ost-Grönland, Mackenzie-Bucht nördlich vom Franz- Josef -Fjord. Den ^/s — ^/s. Schlamm. 12—35 m. ^ Hierein ist nicht einbegrilfen C. siliqua (Spengler), welches möglicher- weise dieselbe Art ist. 2 Friele: in Den Norske Nordhavs-Exped. 1876—78. B. 28. Christiania 1901 (p. 45). K. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 63 10 Exemplare mit Tieren, davon 2 Jun ge. Long. 34 mm. Lat. 19 mm. Crass. 12,8 mm. Die Exemplare gehören der Var. sihirica Leche an. So grosse Exemplare sind zuvor nur im Sibirischen Eismeer ge- fnnden worden. Die beiden Jungen nnterscheiden sich von den älteren Exemplaren durch geringere Länge und grössere Breite. Geographisehe und batymetrisehe Verbreitung. Grinnell-Land (9 m). Die Hauptart. — West-Grönland: 1) Melville Bay {die Hauptart), 2) von Nugsuak bis 68 N. B. (18 — 214 m), die Hauptart), 3) von Godtbaab bis Juliane- haab (53 — 125 m, die Haup)tart). — Jan Mayen. Nur Scha- len von Var. sihirica auf dem Eise. — Westlich von Sxyitz- hergen (2374 m). Nur eine sehr defekte Schale. Die Haupt- art. — Spitzljergen: 1) Westktiste: Hornsund (5,5—40 m), 2) Ostktiste: Stor Fjord (6,5—24 m), Thymen Sund (19—20 m)- — MurmaniscJie Kilste. — Weisses Meer (73 m). Im kalten Gebiet. — Jugor-Strasse (18 m). — Waigatsch: Westktiste (14 — 18 m). — Novaja Semlja: 1) Westktiste der siidlichen Insel (7 — 9 m), 2) Matotschkin-Strasse (3—11 m). — Karisches Meer (16—36 m). Die Hauptart. — Sihirisches Eismeer: 1) Die Hauptart: westlicbster Teil (36—41 m), 2) Var. sihirica: von der Weissen Insel bis östlich vom Kap Jakan (21 — 28 m). — Bering-Meer. — Fort JRefuge. Die Hauptart. — Baffin Land: bei m° N. B., Q^' W. Lat. (21—27 m). Var. sihirica. Unter dem Namen L. gihhosa Hancock. — Lahrador: Ost- ktiste (27 m). — Neiv Foundland: Grosse Bank. Die Haupt- art. — Gulf of St. Lawrence (53 — 107 m). — Nova Scotia: Halifax. Die Hauptart. — J^ay of Fimdy. — West-Finmark (9—36 m). Die Hauptart. — (Nordland? [7—12 m]). — {Nor- wegische WestMlste: Bergen?). — {NorwegiscJie SiidMste: Kristiania Fjord?). Die ganze Art ist also neu ftir Ost-Grönland, Var. sihi- rica neu ftir ganz Grönland. Var. sihirica ist zuvor nicht in grösserer Tiefe als 28 m (Sibirisches Eismeer nach Leche) gefunden worden. Batymetrisehe Verbreitung der Hauptart 3—214 m, der Var. sihirica 21 — 35 m. 64 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 2. Geographische Bezeiehnungen. Nördlicher Teil der Wcsflilsfe Grönlanäs — Kiiste nörd- lich von Upernivik. Mitflerer Teil der Westlxiiste Grönlands = Ktiste zwischen Upernivik und Egedesminde. Sudlicher Teil der Westkiiste Grönlands = Ktiste slldlich von Egedesminde. Nordösfliches Grönland = Ktiste nördlieh von 70' N. B. Ostgrönländisches Meer = Meer zwischen Ost-G-rönland, Jan Mayen und Spitzbergen. . Osf-Finmarl' = Teil östlich vom Nord Cap. Wesf-Finmarl' — Teil westlich vom Körd Cap. Bareufs-See — Meer zwischen Franz- Josef-Land, Spitzber- gen, Bären-Insel, Ost-Finmark und der nördlichen Insel von No vaja Semlja. Murmanische Kiiste = Ktiste zwischen der norwegischen Grenze und Weissem Meer. Miirmanisches Meer = Meer zwischen der Nordktiste Russ- lands, Waigatsch und der stidlichen Insel von No vaja Semlja. Karisches Meer = Meer zwischen Novaja Semlja und Jalmal. Sihirisches Eismeer = Meer zwischen Jalmal u.nd der Be- ring- Strasse. Bering- Sfrasse = Meeresgebiet zwischen Ost-Kap, Cape Prince of Wales, Cape Smith, St. Lorenz-Insel und Cap Tchukotsch. Nordkiisfe von Alaslxa — Ktiste nördlieh von der Bering- Strasse. Norivegische Wesflilste = Ktiste zwischen Nordland und Lindesnäs. Verzeichnis der eingesammelten Arten uud Varietäten. 1. RhynchoneUa psittacea (GtMELIN). 2. Terehratiilina caput serpentis (Linné). 3. Terehrafula arctica Friele. 4 a. Nuenla femiis (Montagu) Var. infläta Hancock. 4 b. » » » » expansa Reeve. R. HÄGG, MOLLUSCA U. BRACHIOP. A. SPITZB., GRÖNL. U. J. MAYEN. 65 5. Leda permda (Muller) Var. costigera Leche. 6. Yoldia hyperhorea (Loven) Torell. 7. Portlandia intermedia (M. Särs). 8. » loWioffi n. sp. 9. » lenticida (Möller). 10 a. » .arctica (Gray) Dic Hanptort. 10 b. •» » » Var. portlandica Reeve. 10 c. ^ » » Var. siliqua Reeve. 11. Ärca glacialis GtRAY. 12 a. » pectunculoides Scacchi Var. grandis Leche. 12 b. » » » Var. septentrionalis G. O. Särs. 13. Modiolaria corrugata (Stimpson). 14. » laevigata (Gray). 15. » suhstriata (Gray). 16. » mgra (Gray). 17. Pecten grocnlandicus Sowerby. 18. » fragilis Jeffreys. 19. » imhrifer Loven. 20. » isJandicus Muller. 21 a. Ästarte horealis (Chemnitz) Var. placenta Mörch. 21b. » » » Var. sericea Posselt. 22 a. » crenata (Gray) Bie Hauptart. 22 b. » » » Var. infläta n. suhsp. 22 c. » » » Var. incostata n. suhsp. 23 a, » hanlxsii (Leach) Bie Hauptart. 23 b. » » Var. ivarhami Hancock. 24. Axinus flexuosus (Montagu). 25. Äxinoptsis orhiculata G. O. Särs. 26. Tellma. haltica Linné. . 27 a. y> calcaria Chemnitz. Die Hauptart. 27 b. » » >; Var. suhovalis Posselt. 28. Venus fluctuosa Gould. 29. Cardium groenlandicum Chemnitz. 30. » ' ciliatum Fabricius. 31. Neaera ohesa Loven Var. glacialis G. O. Särs. 32. Mija truncata Linné. 33. Saxicava arctica (Linné). 34. Cyrtodaria Imrriana Dunker. 35. Lyonsia arenosa (Möller) Var. sihirica Leche. Arkiv för zoologi. Band 2. N:o 2. 5 66 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NiO 2. Verzeichnis der in grosser Tiefe gefundenen leeren Schalen von Seiehtwasserformen. Portlandia arctica (Gray) die Hauptart: 1) 1 Exemplar (Jimges) 2000 m, 2) 1 Exemplar 2400 m. Portlandia arctica (Gtray) Var. siliqua Eeeve: 1) 1 linke und 1 reclite Schale 2000 m, 2) 2 linke Schalen 2400 m. Astarte horealis (Chemnitz) Var. sericea Posselt: 1 Exem- plar 2000 m. Astarte hanksii (Leach) Bie Hauptart: 1 Scbale 2000 m. Cardium groenlandicum Chemnitz: 1 Schale 2400 m. Saxicava arctica (Linné): 1 Exemplar 2000 m. Berichtig-iinsr. Nachdem dieser Aufsatz schon in Druck gegeben war, sind 2 Abhandlungen von A. S. Jensen herausgekommeu. Aus der einen (»Pecteii frigidus» in Vid. Medd. naturh. Foren. Kbhvn 1904) geht hervor, dass mein S. 30 erwähnter Pecten fragilis Jeffreys P. frigidus A. S. Jensen zu nennen ist, und aus der anderen (Studier över nor- diske MoUusker III Tellina (Macoma) in op. cit. 1905), dass meine auf S. 45 erwähnte Tellina balthica Linné und meine auf Seite 47 erwähnte Tellina calcaria Chemnitz var. subovalis Posselt als die Tel- lina moesta Deshayes aufzufassen sind. Ausserdem muss die fur diese Arten angegebene geographiscbe Verbreitung nach diesen Arbeiten ent- sprechend geändert werden. Tryckt den 27 september 1904. Stockholm 1904. Kungl. Boktryckeriet. 'V FÖR Zoologi. Band. 2. N.o 2. Taf. 1. '. -^ J- \- V tv ■^■'i-"' \ * ^S 4^% , ^ :?^ (•(■a.Tqiiist, Anto. ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:o 3. Hydroideii aus den Kiisteii yoii Cliile. Von ELOF JÄDERHOLM. Mit 2 Tafeln. Mitgeteilt ani 14. Seijtemher 1904 durf;h H.t. Théel. Während seiner hauptsächlicti zu botanischen Zwecken nnternommenen Reise nach dem Fenerlande und Chile 1896 — 1897 sammelte Herr Dr. P. Dusen, nunmelir Assistent am botanischen Museum zu Rio de Janeiro, auch eine nicht un- beträchtliche Zahl mariner Tierformen ein. Unter diesen befanden sich einige llydroiden von der Westktiste Siidame- rikas. Da die Kenntnis der Hydroidenfauna jener Gegenden sehr unvollständig ist, dtirfte nachstehender Beitrag wohl nicht ganz bedeutungslos sein. Die von mir u.ntersuchten Hydroiden wurden insgesamt an der chilenischen Ktiste eingesammelt, und zwar entstam- men sie zweien Lokalen, nämlich Melinca, einer der soge- nannten Gruaitecas-Inseln auf 44' stidl. Br., und Corral, einem unfern Valdivia gelegenen Städtchen. Die meisten Exem- plare, und zwar sind es sieben Arten, rlihren vom ersteren Lokale her; die letztere Örtliehkeit lieferte nur zwei Arten. Drei waren der Wissenschaft bisher unbekannt; die iibrigen — ausgenommen Plumularia setacea — sind friiher in Stid- patagonien gefunden, mit dessen Hydroidenfauna obige Ctc- genden mithin eine erhebliche tJbereinstimmung darweisen. Ai'kiv föv zoologi. Band 2. N:o .V. 1 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 Campanularia obtusidens n. sp. (Tafel 1, Fig. 1.) Einer auf einer Tubulariarölire kriechenden Hydrorliiza entspringen mehrere monosiplione, bis 3 Cm. hohe Stämme. Sie sind im schwachen Zickzack gebogen und haben mehrere in derselben Ebene gelegene alteriiierende Aste. Die einzelnen Glieder der letzteren sind am proximalen Ende mehrfach gerin- gelt. Dem distalen hingegen entspringt ein Zweig öder ein hydrothekentragender Stiel. Die Länge der Glieder beträgt 1 — 1,5 Mm. Im älteren Teile des Haiiptstammes ist deren Breite etwa 0,15 Mm. Die jtingeren Glieder sind schmäler. Die Hydrotheken sitzen auf 0,3 — 0,6 Mm. langen, mit einander alternierenden Stielen, deren ktirzere in nahezu ihrer ganzen Länge geringelt, die längeren aber in der Mitte eben, an den beiden Enden geringelt sind. Die H3^drotbeken sind glockig nacli der Basis verjtingt und sehr zartvA^andig, 0,45 — 0,6 Mm. läng. Ihre Breite beträgt an der Mlindung etwa 0,45 Mm. Am Mtindungsrand sitzen mehrere — im Durchschnitt 12 — breite, niedere, abgerundete Zähne. Die Hydrotheken zeich- nen sich wie bei C. Hincksii Ålder dnr(3h ihre Streifung aus, welche indes hier bedeutend schwächer als bei jener Art ist. Die Streifen beginnen zwischen den Zähnen und verlaufen bis etwa zur Mitte der Hydrotheka öder ein wenig länger. Unfern der Basis findet sich ein dtinnwandiges, öfters schrä- ges Diaphragma. Gonotheken fehlen. Es ist dies eine durch die BeschafFenheit der Zähne und die Streifung der Hydrotheka charakteristische und leicht wiederzuerkennende Art. Fundort. Chile: Guaitecas-Inseln, Melinca, in der Tiefe von 10—15 Faden. Boden steinicht. Eingesammelt im Mai 1897 (P. DusÉN). Obelia geniculata (L.) var. subsessilis n. var. (Taf. 1, Fig. 2.) Winzig, 3—5 Mm. hoch, mit fast stets unverästeltem, im Zickzack wachsendem Hauptstamme, dessen Glieder sehr kurz und breit (0,3o— 0,r.3 Mm. läng, 0,3o— 0,42 Mm. breit) und durch ELOF JADERHOLM, IlYDROIDEN AUS DEN KUSETN VON CHILE. o starke Einschniirungen des Stammes kraftig markiert sind. Die hydrothekentragenden Seiten der Glieder zeichnen sich durch ihre ausnehmend starke Wandverdickungen aus. Der- gleichen finden sich auch an den distalen Gliederenden zwi- schen der Hydrotlieka und dem oberhalb der se J ben befindli- chen Glieder. Die • Hydrotheken entspringen nahezu direkt den Gliedern, indem nur eine einfache E^ingelung das unbe- deutende Stielchen ausmacht. Die Hydrotheken wechseln beziiglich ihrer Grösse sehr. Im allgemeinen sind sie 0,225 — 0,345 Mm. läng, an der Milndung 0,255 — 0,27u Mm. breit; es finden sich aber auch kleine: 0,i5 — 0,i8 Mm. läng und etwa 0,21 Mm. breit. Die Wände der Hydrotheken sind sehr zart. Völlig ausgebildete Gonotheken sind vorhanden und zeigen die der O. (jeniculata typische BeschafFenheit. Durch ihre kurzen, durch Einschniirungen stark mar- kierten Glieder, ihre ungemein kräftigen Wandverdickungen und die fast ungestielten Hydrotheken unterscheidet sich diese Form nicht unerheblich von der typischen O. geniculata, erinnert aber in mehrfacher Hinsicht an die von Lendenfeld^ aus Australien besehriebene Monosclcra pusilla^ welche zwei- felsohne nichts als eine Form der variablen Ohelia geuicii- lata ist. Fundort. Chile: Corral, auf Macrocystis-Arten wach- seud (P. DuöÉN). Sertiilarella subdicliotoiua Krp. Anastomosen durch stolonisierte Zweigenden sind an den von mir untersuchten Exemplaren sehr zahlreich, so dass die einzelnen Kolonien eine zusammenhängende Masse bilden. Gonotheken spärlich vorhanden. Fundorte. Chile: Guaitecas-Inseln, Melinca; Corral (P. Dusen). Am ersten Standorte kam die Art auf steinichtem Grunde in der' Tiefe von 10—15 Faden vor; am letzteren wuchsen die Kolonien auf Schalengrund in der Tiefe von 12 Faden. Corral diirfte das nördlichste Lokal sein, wo diese Hydroide vorgefunden worden sind. ^ Addenda to the Aastralian Hvdromedusae (Proc. Linnean 80c. New South Wales. Vol. IX. Part. IV. Sydney 1885, pag. 911). ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 3. SertuLaria operculata L. Fundort. Chile: Guaitecas-Inselu, MeJiiica, K) 15 Faden Tiefe. Steinichter Grund (P. Dusen). Zusammen mit Sertu- larella stihdichotoma Krp. Syntheciuni protectum Jäderh. Von dieser interessanten, bislier nur ans Sudpatagonien bekannten Art habe ich unter dem Untersuchungsmateriale 4 1,5 bis 2,5 Cm. hohe Kolonien gefunden, welche im Habitns und im mikroskopischen Charakter mit den pata- gonischen libereinstimmen. Die Hydrorliiza, welcbe znvor nicbt bekannt war, ist stark verästelt und iiber die Unterlage verbreitet. Ein paar Gonotheken sind vorhanden und ent- springen von den Hydrotheken am unteren Teil des Stammes. Fundort. Chile: Guaitecas-Tnseln, Melinca. Auf stei- nichtem Boden in der Tiefe von 10—15 Faden. Mai 1897 (P. DusÉN). Selaginopsis diehotoma n. sp. (Taf 1, Fig. 3, Taf. 2, Fig. 1.) Die Länge der Kolonie beträgt nahezu 7 Cm. Nur in ihrem basalen Teile känn man von einem kurzen Hauptstamm reden, da er sich sehr bald durch wiederholte dikotomische Verästelung in eine grosse Anzahl fast gleich kräftiger Zweige spaltet, welche insgesammt in derselben Ebene liegen. Sowohl der kurze Hauptstamm als die einzelnen Aste sind diok, rund und gänzlich ungegliedert. Hydrotheken finden sich in allén Teilen der Kolonie, auch am Basalsttick des Stammes. Sie sind kurz, 0,3o — 0,3? Mm. läng, 0,25— 0,3o Mm. breit und nicht distalwärts verjtingt sondern durchgehends gleich diok. Sie liegen nicht in den Stamm und die Aste eingesenkt, hingegen aber in ihrer ganzen Länge bis zur Mtindung mit ihnen verwachsen. Die Hydrotheken sitzen, wie es bei dieser Gattung allgemein, um den Stamm und die Aste herum und sind gewöhnlich in 6, bisweilen 7 deutlichen Längsreihen geordnet, deren Zahl nur an den jtingsten Zweig- ELOF JÄDERHOLM, HYDROIDEN AUS DEN KUSTEN VON CHILE. 5 spitzen abnimmt. Die Hydrotheken sitzen recht dichtge- drängt, jedoch niemals so, dass sie einander beriihren. Sie haben eine runde, aiifwärtsgerichtete, weder erweiterte noch zusammengezogene Mtindung, welche zahnlos und durchaus ganzrandig ist. Die in dichten Gruppen an den Zweigseiten versammel- ten Gonotheken sind umgekebrt eiförmig, ungestielt, ohne Querringelung. Ihre Länge beträgt etwa 1,5 Mm., die Breite etwa 0,8 Mm. Die Art wird durch ihre in einer Ebene gelegene diko- tomische Verästelung und durch die kurzen, nicht verjiingten, nicht eingesenkten aber völlig mit dem Stamme verwachse- nen und gewöhnlich in 6 Eeihen geordneten Hydrotheken ge- kennzeichnet. Fundort. Chile: Guaitecas-Inseln, Melinca, in der Tiefe von 10 — 15 Faden auf steinichtem Boden. Mai 1897 (P. Dusen). Plumularia Duséni n. sp. (Taf. 1, Fig. 4, Taf. 2, Fig. 2—3.) Die Kolonien wachsen gruppenweise zusammen in ziem- lich dichten Htigelchen, welche aus geraden, unverzweigten, monosiphonen, gar 7 — 10 Cm. langen Stämmen gebildet wer- den. Unten sind die Stämme steif und braun, nach der Spitze hin werden sie aber biegsamer und heller. Ihre Dicke beträgt 0,i8o — 0,225 Mm. Sie sind von der Basis bis zur Spitze regelmässig gegliedert. Jedes Glied wird bis etwa 0,5 Mm. läng, und an seinem distalen Ende befindet sich ein Fortsatz, dem ein Hj^drocladium entspringt. Verdickungsleisten der Glieder fehlen. Die Hydrocladien, die betreffs der Länge zwischen 4 und 5 Mm. schwanken und mit einander alter- nieren, verhalten sich in den einzelnen Teilen der Kolonien verschieden. Am unteren Teile des Stammes sind sie nämlich fiedrig gestellt- und liegen in einer Ebene, während sie im oberen Teil der Kolonie von allén Seiten des Stammes ent- springen und demnach radiär geordnet sind. Es finden sich zwei Arten Hydrocladienglieder, nämlich hydrothekentragende und hydrothekenfreie, welche regelmässig abwechseln. Jene sind mehr denn doppelt so läng wie diese. In jedem Gliede kommt unfern dem Gliedende je eine kraftige Verdickungs- 6 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 3. leiste vor nnd ausserdem bei den liydrotliekcntragenden noch eine an der Basis der Hydrotheka. Letztere Leiste ist ebenso glit entwickelt wie die anderen. Yon der Basis erweitern sich die Hydrotheken allmählicb der Miindnng zu. Die Breite der Hydrothekenmiindung, welcbe etwa der Länge der Hydrotheka gleichkommt, beträgt im Durcbschnitt 0,i2 Mm. Yon den Neniatotheken sitzt eine ein wenig unterhalb der Hydrotheka, eine jederseits der Hydrothekenmiindung nnd eine mitten anf jedem hydrothekenfreien Gliede. Ausser- dem finden sich auf dem proximalen Teile jedes Stamm- gliedes eine und in der Falte zwischen dem Stamme nnd dem hydrofdadientragenden Fortsatze zwei Nematotheken. Die Gonotheken sitzen an demselben Platze wie jene ebenerwähnten zwei Nematotheken und sind schmal umgekehrt eiförmig. Ihr Aussehen ähnelt den von Allman mitgeteilten Figuren der Gonotheken der Fhimidaria Jagenifera, sind aber etwas gedehnter. Ihre Länge beträgt 0,75 — 0,8a Mm., die Breite 0,22 — 0,33 Mm. Sie gehört der Lagenifera-Gruppe der Gattung Flumiilaria an und scheint, um naoh der Beschreibung und der Figur NuTTiNGS in American Hydroids, Part. I. The Plumularidae, zur urteilen, zunächst mit P. Falmeri Nutt. verwandt zu sein. Sowohl von dieser wie von iibrigen derselben Gruppe ange- hörenden Arten unterscheidet sich jedoch die hier fragliche sehr leicht durch die radiär gesteliten Hydrocladien im oberen Teil des Stammes. Ebenfalls mag bemerkt werden, dass die Verdickungsleiste an der Hydrothekenbasis gut entwickelt ist, während dergleichen Verdickungen in den Stammgliedern vöUig lehlen. Fundort, Chile: Guaitecas-Inseln, Melinca, in der Tiefe von 10 — 15 Faden, auf steinichtem Boden. Mai 1897 (P. Dusen). Pluimilaria setacesi (Ellis). Fundort. Chile: Guaitecas-Liseln, Melinca. Fertile Exem- plare wurden in felsigen Höhlungen des Ebbestrandes einge- sammelt. Mai 1897 (P. Dusen). ELOF JÄDERHOLM, HYDROTDEN AUS DEN KUSTEN VON CHILE. Erkläruug: der Figuren. Taf. 1. Fig. 1. Camjianitlaria ohtiisidens n. sp. Teil eines Zweigs mit 2 Hydrothekeii, vergrössert. » 2. Obelia geniculata (L.) var. suhsessilis ii. var. Ein Stamm mit Hydro- » theken luid Gonothe- keu, ver- grössert. » 3. Selaginopsis dirhotoma n. sp. Zweigteil, vergrössert. » 4, Plumidaria Duséui n. sp. Gonotheka, vergrössert. Taf. 2. Fig. 1. Selmyinojysis dichotoina n. sp. Kolonie in iiatiirlicher Grösse. » 2. l^hunidaria Dusnii n. sp. Kolonie in natiirlicher Grösse. » 3. » » » Teil eines llydrocladiums, ver- grössert. Tryckt den 3 oktober 1904. Stockholm U»04. Kimgl. Boktryckeriet. Arkiv för Zoologi. Band 2 . N2 3. Taf. 1. Lith.G. ThoIander.SiocWiolm. Arkr/ för Zocl ogi. Ba.nd 2 . N° 3 . Taf. 2. Lith. Q.Tholander, Stockhcln-i. ARKIV FOR ZOOLOGI. BAND 2. N:o 4. Beiträge zur Kenntnis der Insektenfauna von Kamerun. N:o 11. Lepidoptera Heterocera. Von CHR. AURIVILLIUS. Mit einer Tafel. Vorgeleo:t am 8 Juni. 1904. Fam. NotocLontidse. Rhyncliophalera n. gen. Oculi nu di. — Fröns simplex, inter antennas setosa. — Palpi valde elongati, adscendentes, vertice superantes, leviter compressi; articulus secundus dense squamosus, tertius longiis, gracilis, adpresse tenue squamosus. — Antennse ciliatse, uiaris serratse, feniinse siniplices. — Tibiee dense hirsutse, posticse calcaribus 4 longis armatse. — Tarsi haud pilosi. — Alee anticee elongataj apice obtuse rotundatse margine costali sub- recto, externo convexo, leviter et eequaliter dentato qiiam postico multo breviore, postico fere recto; costte 12: 3^ et 4^ ad basin approxiuiatai, 5^ fere e uiedio costulee träns versse, 6^ et 7^ approximatse mox pone apiceui cellulee, 9^ brevissima, 10^ e 8^ + 9^ longe pone apiceui cellulae, 11^ libera e margine antico cellulöe; areola radialis angusta et minuta vel ouiniuo deficiens. — Alae posticee latse, apice obtusse, ab abdomine plus minus longe superatne; costse 3^ et 4=^ ex eodem puncto vel 1 Erste Abteiliing siehe Ent. Tidskr. 23. p. 273, 1902. Arlciv för zoologi. Band 2. N:o 4. 1 2 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND. 2. NIO 4. brevissime petiolatse, 5^ distincta e medio costulce transversre^ 6^ et 7^ modice petiolatee. 17. Bhynchophalera signata n. sp. — Fig. 9. — Obscnre bepatico-brunnea, apice palporum, vertice, lateribus collaris, jDectoris et abdominis griseo-flavescentibiis; alis anticis supra obscure bepatico-brunneis lineis transversis ordinariis brnnneo- fuscis et plus minus distincte pallido-marginatis, ad apicem cellulge signatura irregulari litteram U simulante atra, inter apicem bujus signaturse et lineam discalem macula flavescente in area tertia, inter apicem alcB et costam 2^™ linea submar- ginali arcubus atris composita, in area sexta inter lineam sub- marginalem et marginem macula valde conspicua flavo-albida; Fig. 9. Rhynclwphalera signata Aupjv. alis posticis supra brunneo-fuscis, ad basin et marginem in- teriorem flavescente-pallidis; alis anticis infra fere totis fuscis, posticis pallidis margine costali et exteriore late fuscis; ciliis brunneis ad apices costarum pallide punctatis. — Expans. alar. maris 57 mm., femint© 77 mm. Ein Päreben von Sjöstedt am 21 November in Copula gef ängen. 18. Macronadata collaris Möschler. Ndian — Juni — 1 Ex. Leptonadata nov. gen. Oculi nudi. — Fröns simplex. — Palpi mediocres, ad- scendentes; articulus secundus longus, infra, preesertim apicem versus, dense et longe pilosus, tertius brevissimus obsoletus. — CHR. AURIVILLIUS, LEPTDOPTERA HETEROCERA. 3 Antenna3 ad basin fasciculatim pilospe, feminee a basi ultra medium bipectinatse, apice simplices. — Mesonotum medio acute cristatum. — Tibise modice pilosiv, posticee calcaribus 4 brevibus armatee. — Tarsi squamosi, baud vel vix pilosi. — Alee anticse valde angustee et elongatte, apice acutee margine costali leviter curvato, exteriore valde obliquo ad apices costarum 2 — 4 acute dentato, postico prope basin rotundato- lobato deinde fere recto; cost?e 12: 3^ et 4^ fere ex angulo postico cellulse, 5*^ e medio costulse transversse curvatye, 6-^ ex angulo antico cellulée, 7 + 10 + 8 + 9 petiolatfe, 11^ libera e latere antico cellulae discoidalis, areola radialis deest. — AIpb posticee apice acutee, costte 3* et 4^ basi distantes, 5^ tenuis, subobsoleta e medio costulfe transversse, 6^ et 7^'^ petiolataj. — Abdomen feminse cylindricum, eJas posticas longe superans. 19. Lex)tonadata Sjöstedti n. sp. — Fig. 10. — 9. Cinerea lateribus palporum tarsisque fuscis, dorso abdominis brunnes- cente ; alis anticis supra cinereo-albidis vittis tribus nigro-fuscis (pri- ma a costa ante medium ad apicem, secunda a medio basis ad medium marginis exterioris, ter- tia ad marginem posti- cuni) ornatis ; alis posti- cis utrinque unicoloribus griseo-fuscis; anticis infra fuscis summo apice cinereis. — Expansio alar. 57 mm. Ein einziges Weibchen wurde von Sjöstedt aus der Puppe gezogen. Die Puppe hat die gewöbnlicbe Form der Xotodon- tiden-Puppen, ist glänzend dunkelbraun und hat einen kurzen, stumpf zweispitzigen, tief gefurcbten Cremaster, welcher nur einige wenige (4 — 5) Häkcben trägt. 20. Fenionia corficicolor n. sp. — Fig. 11. — Brunnescens apice abdominis' ventreque pallidioribus, flavescente-cinereis, tegulis intus pallido-marginatis, mesonoto antice fasciculo alte elevato instructo; alis anticis cinereo-brunneo-variegatis et fusco-brunneo signatis, ante medium fascia transversa ir- regulari atro-brunnea (maculis tribus subtriangularibus, ad costam, in cellula discoidali et in area 1 b sitis, composita) Leptonadata Sjöstedti Auriv. ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. et pone brunnea; medium fascia altera submarginali flexuosa atro- linea discali nigra valde et acutissime angulata pree- sertim ad costas 3^™ et 4^™, limbo externe cinerascente Innnlis nigris intercostalibus, ciliis griseo- et fusco-variegatis; anticis in- fra totis obscure brnnneis, ad marginem posticnm pallidis; alis posticis utrinqne ob- scure brnnneis unicoloribus. — Expans. alar. T^. 11 T^ ^ • 46 mm. Fig. 11. Fenfonia corticicolor Auriv. ?. Em Weibclien. — bJÖSTEDT. ■ 21. PhaJera(?) variegata n. sp. — Fig. 12. — Brunnea, capite, palpis, collari dorsoque abdominis obscurioribus, brun- neo-fuscis; alis anticis supra brunneo-, flavescente et cinereo- variegatis annulo fusco ad apicem cellulee, linea transversa basali pallide marginata, a medio mar- ginis antici ad basin costffi 4-^ linea recta obliqua brunneo-fusca, annulum tangente, deinde acute angulata et ad marginem posticum continuata; linea discali arcubus brnnneis composita; ad marginem exteriö- ren! in areis 3 — 5 pläga male definita cinerascente et apice in areis 6 et 7 ma- culis duabus flavis, in areis 4 — 7 arcubus submarginalibus nigrofuscis; alis posticis supra fusco-brunneis unicoloribus ciliis pallide flavis; alis infra sordide flavescentibus, anticarum disco brunnescente, anticis lunulis submarginalibus fuscis, posticis lineis duabus transversis discalibus dentatis et lunulis marginalibus brunneo- fuscis. — Expans. alarum 55 mm. Ein Männcben. Die Ftibler sihd kurz sägezähnig und ciliirt. In Rippenbau und anderen Kennzeichen scheint diese Art genan mit Phalera tibereinzustimmen, macht aber durcli die abweicbende Zeichnung einen etwas fremden Eindruck. Fig. 12. Phalera {?) variegata Auriv. ef. 22. Diastema cinerea Walk. List 3 p. 767 (1855). Bonge — April — P. Dusen. Ein AVeibchen. Die Grattung Biastema (typus, simplex) steht der Gattung Antheua (tj^pus, tricolor Walk.) sehr nahe, känn aber dadurch unterschieden werden, dass das Radialfeld CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. D sehr läng ist und die Rippe 7 aus seiner Spitze entsendet. Die Eippe 10 entspringt auch frei ans dem Radialfelde nnd ist nicht mit der E,ippe 8 vereinigt. 23. Turnaca ignohilis Höll. Zwei Männclien. — Ndian — Beide Stticke sind leider ziemlich bescliädio-t: Psyche 6 p. 489 (1893). Jnni — Sjöstedt. ich glanbe Ängen sind von jedoch, dass sie dieser Art gehören. Die einem schwarzbrannen Ringe nmgeben. was von Holland nicht erwähnt ist. Fij 13. Sca Imicaiida fuscinota AuRiv. ef. 24. Scalmicauda{?) fuscinota n. sp. — Fig. 13. — ^. Fronte ferrngineo inter antennas fascicnlato, vertice, collari tegulisque brunneo-flavis, mesonoto brunneo, crista media antice alte fasciculata; abdomine snpra brnnneo-fnsco, apice flave- scente et longe fascicnlato, infra cum pectore pedibusqne cervino; alis anticis snpra brnnneo- flavis, apice et ad costam pallidiori- bns, ad basin lineis duabns trans- versis flexuosis nigris, signnm 8 fere formantibns, annnlo nigro in medio cellnlee alteroqne in area 1 b, annnlo irregulari obsoleto ad apicem cellnlse, a margine costali prope apicem ad marginem posticnm pone medium linea obliqua subrecta pallida ntrin- qne fnsco-marginata et ante marginem serie Innularum 7 — 8 fnscarnm ornatis, fascicnlo parvo nigro ad angulnm posticnm; alis posticis snpra brnnneo-fuscis unicoloribus; alis infra cervinis. — Expans. alar. 30 mm. . Ndian — Jnni — Sjöstedt. — Nnr ein Stlick. Diese Art ist mit der von mir beschriebenen Noiodonta{?) arr/enfeomaculata (Ent. Tidskr. 13 p. 196, 1892) kongeneriscb. Ob diese beiden Arten wirklich auch zn Scalmicauda gehören, känn ich nicht entscheiden, da Hollands Beschreibung der Gattnng zn nnvollständig ist nnd ich seine Art nicht kenne. Fuscinota und argenteomacuJata sind besonders durch die haarigen Augen und den vorn in einen hohen Pinsel endenden Haarkamm des Thoraxrtickens ausgezeichnet. Die Vorderfitigel haben ein mittelmässiges Radialfeld, aus dessen Aussenseite die Rippe 6 und aus dessen Spitze die Rippe 10 und der Stiel 6 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. You 7 + 8 + 9 entspringen; die Rippe 7 entspringt etwa in der Mitte zwiscben dem Eadialfelde und der Rippe 9. Die Hintertibieu haben 4 Sporen iind die Palpen ein winziges Endglied. Peratodoiita nov. gen. Oculi hirti. — Palpi breves, adpresse squamosi, porrecti vel leviter adscendentes; articulus tertius minutns. — x-Vntennae niaris ad medium bipectinatai, deinde simplices. — Alse anticee angustse, apice obtusa? margine costali recto vel subemarginato apice curvato, margine exteriör e obliquo ad apicem costcie 3* dente raJido arniato, margine postico leviter curvato; costfe 12: 3 et 4 basi separatse, 6 ex angulo antico cellulse, petiolus costarum 7 + 8 + 9 et costa 10 ex apice areolse radialis, 11 libera e raedio cellulse discoidalis, flexuosa et ad costam 12^'" arcte adpressa. Abdomen elongatum, conicum, apice joilis longis fasciculatum. — Tibiae posticce calcaribus 4 prseditöe. Feratodonia unterscbeidet sich von der vorbergehenden Gattung durcb den grossen Zabn am Saume der Vorderfliigel. 25. Perafodoiifa hrunnea n. sp. — Fig. 14. — o^. Capite cum palpis et collari ferrugineis, dorso tboracis et abdominis cervinis, corpore infra pedibusque griseo-brunneis; alis anticis supra rosescente-cervinis, ad margi- nem costalem et ad marginem ex- teriorem inter costas 1 et 6 plus minus brunneo-suifusis, linea obsoleta, fusco-brunnea, oblique ab apice ad marginem posticum pone medium ,.. -,, T>^ 4. 1 j. 7 ducta; alis posticis utrinque albidis, lig. 14. Feratodonta hrunnea ' ■'- i • i AuKiv. o^. ad angulum analem leviter brunne- scen tibus ciliis cervinis; anticis infra cervinis ciliis obscurioribus. — Expans. alarum 27 — 30 mm. Drei Männchen, welcbe von Sjöstedt aus der Raupe ge- ziicbtet wurden. Die Raupe ist eine typische Xotodontiden- Raupe mit grossem Ivopf und je zwei kleinen Rtickenzapfen am vierten und elften Grliede. Körper weiss mit schwarzen, bebaarten Plinktcben am Kopfe und einem griingelben Riicken- streife vom vierten bis elften Gliede; die Riickenzapfen sind zitrongelb; das letzte Beini3aar ist etwas verlängert und nacb Fig. 15. Raupe von Peratodonta brunnea Auriv. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCEflA. 7 hinten gerichtet, am Ende jedoch mit Häkchen bewafFnet und demnaeli anch znm Festhalten verwendbar. Aiif jeder Seite des Räckens der Glieder 5—10 ein kleiner, roter Fleck. Der Korp er ist mit einzelnen Haaren sparsam bestreut. .Die Rucken- zapfen liaben fast ganz dieselbe Grösse und Form wie bei der Raupe von Lophopteryx cameUna. Die Puppe ist dunkelbraun, glänzend, sparsam punktiert und hat einen kurzen, stumpfen, aber netzförmig gerunzelten Cremaster, welcher jederseits vier kurze Dorne und eben so viele Hakbörstchen trägt. 26. Scrancia modesta, Hollaxd. Psyche 6 p. 537 (1893). xA^us dem Gebiete des Kamerunflusses. — Theorin. Zu den Kennzeichen der Gattung Scrancia ist hinzuf ligen, dass die flugen nackt sind und dass die Stirn mit einer grossen, am Ende quer abgestutzten Erhabenheit, welche bei der nahe verwandten Gattung Gargefta fehlt, versehen ist. Ich benutze diese Gelegenheit um eine neue afrikanische Art zu beschreiben. 27. Scrancia nigra n. sp. — o^. Capite cum palpis dorsoque thoracis nigro, abdomine, pectore pedibusque griseis; antennis griseis usque ad apicem bipectinatis ; alis anticis supra fusco-nigris lineis ordinariis repandis atris, linea trans- versa ad apicem cellulse discoidalis lineaque marginali atris; costis 2 — 7 plus minus distincte atris punctis binis pallidis; alis posticis supra albidis ad marginem exteriorem late in- fuscatis; alis infra griseis ad basin pallidioribus, — Expans. alar. 38 mm. Too'o — Museum Berolinense et Holmise. o Bei dieser Art sind die männlichen Ftihler ganz wie bei Gargefta gebildet. 28. Gargefta africana n. sp. — Fig. 16. — (f. Fusco-brimnea, capite et coUari fer- rugineis, tegulis squamis fusco-griseis nitenti- bus vestitis; alis anticis supra brunneis fusco- conspersis fasciis tribus diffusis transversis ferrugineis; alis posticis supra totis brunneo- Fig. 16. Gar gett a africana Auriv. 8 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. fuscis; alis infra fusco-griseis lasciis diiabus transversis ob- soletis fuscis. — Expansio alar. 34 mm. Kamerun: Ndian — Juni — Sjöstedt. Die Fiihler liaben in den zwei ersten Dritteln zwei Eeiben von Kammzäbnen, sind aber im letzten Drittel einfach. Hier- durch sowie durch das Felilen des Haarpinsels am Hinter- rande der Vordelfltigel weicht africana von den typischen Arten ab. Bei Gargetta und Scrancia sind alle Schienen und Tarsen anliegend bescbuppt; nur auf der Rtickenseite der Hinterscbienen kommen bisweilen einige Haare vor; die Mittel- scbienen baben länge Endsporen. 29. Anajyhe infracta Walsingh. Tr. Linn. Soc. (2) 2 p. A22 t. 45 f. 8 (1885) — Höll. Psycbe 6 p. 389 t. 9 f . 8 (1893). Zablreicbe gezogene Stticke. Epauaplie nov. gen. A genere Anaphe^ eui valde afFinis, solum difFert costa 5^ in utraque ala absente. 30. Epanaphe Moloneyl Druce. Proc. Zool. Soc. 1887 p. 673 t. 55 f. 5. — HoLL. Psycbe 6 p. 389 t. 9 f. 2 (1893). Kamerunberg: Buea — Jungner — 1 o^. 31. Epanaplie Carteri Walsingh. Tr. Linn. Soc. (2) 2 p. 423 t. 45 f. 9 (1885). Drei (f — Sjöstedt. Fam. Striphnopterygidae. 32. Jana camerunica AuRiv. Ent. Tidskr. 14 p. 20{> (1893). Ein Weibcben. — Xdian. — Sjöstedt. 33. Jana gracilis Walk. List 4 p. 913 (1855). Drei c/*, ein $. — Sjöstedt und Knutsson. 34. Epijana cosima Plötz Stett. Ent. Zeit. 41 p. 85 (1880). Ein o^. — Sjöstedt. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. Fam. Saturniidse. 35. Lohohimcea Sjöstedti Auriv. Ent. Tidskr. 14 p. 205(1893). Ein (f (Sjöstedt); ein 9 (Linbll). Ich habe diese ' Art nach dem von Sjöstedt erbenteten Männchen beschrieben ; später hat das Museum auch ein Weib- chen (leider docb in sclilechtem Zustande) empfangen. Eoth- SCHILD betrachtet meine Art als mit alincla Dr. identiscb; ich glaubte aucli frlilier, dass er darin reclit liatte. Nachdem icli aber jetzt auch das Weibchen kennen gelernt habe, scheint es mir sehr zweifelhaft, ob Drury's Figur dieselbe Art vor- stellen känn. Bei Drury's Art is der Glasfieck auf der Ober- seite der Hinterfltigel zuerst von einem braunen und dann von einem schwarzen Ringe umgeben, bei Sjöstedti $ ist er, ganz wie beim ^, nur von einem sehr breiten schwarzen Ringe umgeben. Bei Sjöstedti ist der Halskragen schnee- weiss und die Unterseite des Körpers grauweiss, nach Drury ist »the neck buff colour», »the breast red-brown> und die Unterseite des Hinterkörpers »dark buff». Nach dem Geäder gehört B. Sjöstedti zu Lohohuncea Pack. Zu derselben Gattung gehören auch tyrrhena "\Yestw., cleopatra Auriv. (= catochroa Karsch.); natalensis Auriv. {= patruelis Dist.), epithyrena Maass. und wohl auch die mir unbekannte melinde Maass. Bei Sjöstedti, tyrrhena, epithyrena und nata- lensis sind die Vordertibien an der Spitze mit zwei D örnen bewaffnet. Diese Dorne fehlen bei phmdusa, aber auch bei cleopatra, welche sonst so nahe mit tyrrhena verwandt ist. Von den Raupen sind nur diejenigen von phoedusa^ und tyrrhena^ bekannt; beide sind als ausgewachsen fast unbe- waffnet und durch die auf der Mitte des Riickens hoch er- habenen Körper glieder ausgezeichnet. 36. Niidaiirelia intermiscens Walk. Träns. N. H. Soc. Glasgow 1. p. 344 t. 6 f. 6 (1869). ? = rhodophila Walk. 1. c. p. 343. = antigone Staud in litt. 1 a^, 2 $. — Von Sjöstedt bei Bibundi aus der Raupe gezogen. 1 Beutenmuller Jonrn. N. Y. Ent. Soc. 9 p. 194 fig. 5 (1901). - Fawcett Tr. Zool. Soc. 17: 2 p. 171 t. 6 f. 30—33 (1903). 10 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. Die Raupe ist fast einfarbig rotbraun, nur die Atem- löcher sind von einern schwarzen Fleck umgeben; sie ist mit sechs Reihen von einfachen, kegellormigen, scharfspitzigen scbwarzen — braunen Dornen bewafFnet. Die Dornen sind ganz wie bei den Raupen von Biincea alcinoe Cr. nnd Nudaurelia Mone Fabr. in sechs Längsreihen angeordnet und sind in ihrem Wurzelteil mit einigen weichen, mittelmässig langen Haaren besetzt; die Rtickendornen des zweiten nnd dritten Grliedes sind wie bei B. alcinoe etwas verlängert, und die- jenigen des eliten Gliedes sind zu einem einzigen, an der Spitze gespaltenen Dorn verwachsen. Der Kopf, das Rticken- scliild des ersten Gliedes, die Analplatte nnd die Analfiisse sind gelbbraun. Die Puppe ist schwarzbraun und äbnelt den Puppen der verwandten Arten, ist aber weniger raub ; nur die Vorsprtinge am Yorderrande des Pronotums sind gut entwickelt, haib- kreisförmig, unten gefurcbt, oben grob punktiert. 37. Nudaurelia dionc Fabr. Ent. syst. 3: 1 p. 410 (1793) — Maassen & Weymer Beitr. 5 £ 94 $ (1885). — simplicia Maassen Beitr. 2 f. 20 d" (1872). Diese seliöne Art wurde von Sjöstedt in Anzahl gezogen. Fig. 17. Raupe von Nudaurelia dione Fabr. Die Raupe (Fig. 17) ist einfarbig, tief schwarz mit grob runzeliger Haut und lebhaft gelben, kegelförmigen, scharf- spitzigen Dornen, welche auf den Gliedern 2 — 11 wie gewöhn- lich in sechs Reihen angeordnet sind und kurze steife Haare trägen. Die Rtickendornen des elften Gliedes sind zu einem zwei- spitzigen Dorn vereinigt, und das zwölfte GJied trägtvier Dornen. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 11 Die Puppe i st ziemlich glänzend, schwarzbraun mit einem sehr grobriinzeligen Cremaster, welcher auf der Rtickenseite die zwei ftir alle verwandte Arten aiiszeichnenden, tiefen Furchen hat*; die zwei Fortsätze des Pronotums sind gut entwickelt, etwas unregelmässig gewölbt und auf beiden Seiten grob punktiert. Die Warzen des IMesonotums und an der Wurzel der Yorderfltigel sind dagegen rudimentär. Auf dem Riicken der Hinterkörperglieder 1 — 8 kommen je 2 Warzen vor, welche breit getrennt und an den Griiedern 4 — 7 am besten entwickelt sind. Die von Packard^ als N. dione beschriebene Raupe ge- iLÖrt nicht zu dione, sondern zu N. WaJiIherr/i öder Gueiusii und känn so fort von dione durch die zwiscben den Rticken- und den oberen Seitendornen gelegenen, gelben Warzenflecke untersckieden werden. Wir besitzen eine mit Packards Be- scbreibung libereinstimmende Raupe aus Slidafrika. Die echte N. dione kommt in Slidafrika nicht vor. 38. Imhrasia epimefliea Drury 111. Exot, Ins. 2 p. 22 t. 13 f. 1 (1773). Von dieser Art hat Sjöstedt mehrere Raupen und Puppen erhalten, aus denselben aber nur ein Weibchen bekommen, welches zu den hellsten Stucken, die ich von Westafrika gesehen habe, gehört. Wir haben es vielleicht hier mit dem Weibchen von der Form, welche Maassen als hel)e abgebildet hat, zu tun, Es wäre intressant, diese Art in Anzahl zu zuchten, um ihre Yariationsfähiglieit besser beurteilen zu können. Fig. 18. Raupe von Imhrasia epimethca Drury. Die schöne Raupe (Fig. 18) hat eine tief schwarze Grund - farbe und ist oben mit zahlreichen, unregelmässigen. lebhaft gelben Flecken marmoriert. Der Kopf, der Halsschild, die Analplatte und die Analfiisse sind hell braiingelb. Der 1 Psyche 9 p. 280 (1901). 12 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. Kurper ist gänzlich wie bei den Raupen von Buncea, Nud- aurelia und Gonimhrasia mit scharfen kegelförmigen Dornen bewaiFnet; die Rticken- nnd oberen Seitendornen sind gelb, die nnteren Seitendornen aber schwarz; alle sind im Wurzel- teil mit sehr langen weicben, hellen Haaren besetzt. Von den Raupen der oben genannten Grattungen unterscheidet sich die Ranpe von Imhrasia sofort dadurch, dass die zwei Riickendornen des elften Gliedes nicht vereinigt, sondern hreif f/etrenut sind. Die Puppe ist fast scbwarz, rnnzelig, mit gnt entwickelten, uben fast glatten, unten etwas gestreiften, am Rande fein gezähnelten Pronotalhöckerchen. Der Mittelrticken ist vorne und hinten fast regelmässig quergestreift, in der Mitte aber längsrnnzelig mit zwei glänzenden Höckerchen, welche in einem fast glatten, matten Felde stehen. An den Vorderecken des Mittelriickens an der Wurzel der Vorderfltigel steht je eine glänzende, wulstige Erhabenheit. Die drei ersten Abdo- minalglieder sind nneben, aber glänzend, die folgenden aber sind matt und dicht mit kleinen Körnchen bestreut; der Cre- master ist grob rnnzelig und hat oben zwei tiefe Gruben. 39. Fseiidantkercsa discrepaus Butler An. N. H. (5) 2 p. 461 (1878). arnoUa Westw. Proc. Zool. Soc. 1881 p. 142 t. 12 f. 2, — Holland Psyche 6 p. 213 t. 5 f. 1 (1892). — Sonth. Classif. 3 p. 51 t. 21 f. 2 (1901). daphne Weym. Stett. E. Z. 53 p. 110 (1892). Zwei Weibchen wurden von Sjöstedt ans der Puppe er- halten. Sjöstedt traf, wie auch Good, die Puppe zwischen einigen durch Fäden zusammengesponnenen Blättern aufge- hängt. Er hat eine Puppe in Spiritus aufbewahrt; dieselbe stimmt ziemlich gut mit Hollands Figur tiberein; die Hinter- körperglieder 5 — 7 haben jederseits am Vorderrande 5 scharfe, dreieckige Dornen, von denen der äusserste sehr klein ist und die beiden nächsten gerade vor den Atemlöchern liegen (in Hollands Figur liegen die Atemlöcher in einer Linie zwischen dem dritten und vierten Dorn jedes Gliedes, was jedoch wahrscheinlich auf eine TJngenauigkeit des Zeichners beruht). Die Puppe ist in Spiritus ^ lebhaft orangegelb mit zwei dunklen Länffsbändern, von denen das obere durch die Lebend soll sie griin sein. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 13 Atemlöcher und das untere durch die beiden am meisten Tentralen Dornen geht. Der Cremaster, die Dornen und Höckerchen sind scliwarz. PselapheJia n. gen. Palpi longi, erecti, verticem fere siiperantes; articulus ter- tius brevis obtusus. — Oculi nudi. — Antennse graciles, fere usque ad apicem bipectinatee ramis longis ciliatis; articulus singulus utrinque ramo unico basali instructus. — Alse breves latse; costa anticarum apicem versus fortiter curvata; margo exteriör anticarum rectus, posticarum arcuatus. — Costas alarum Fig. 19. Pselaphelia gemmifera Butl. anticarum 9: costa 2^ prope basin cellulae discoidalis, 3^ fere in medio inter costam 2^™ et 4^™ , 4^ ex angulo postico cellulaä egredientes; costula transversa interiör tenuis, erecta; costula transversa media et superior obliquee, subisquales; costa 6^ igitur fere in medio inter costam 5^"^ et 7^™ egrediens; costa 7^ et S'^ petiolatse; costa 8^ recurvata ad costam 12^^°^ et marginem costalem arctissime adpressa, arcuata; costse 9**, 10*^, 11^ de- sunt. — Costse alarum posticarum 8: costa 3^ fere in medio inter costam 2^"^ et 4'^^™, 6^ fere in medio inter costam 5^^^^ et 7am egrediens. — Squamre fere omnes alarum pulchre plumatee. 14 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. — Tibi?e intermedife et posticcC calcaribus brevibus apicalibus instructtie. — Tarsi breves, lati. — Abdomen brevissimum, medium marginis interioris alarum posticarum hand attingens, — Typus Copaxa gemmifera Butl. Diese ausgezeichnete Gattiing ist vou Copaxa imd Ta- gorox)sis sehr verschieden nnd unterscheidet sich von allén mir bekannten afrikanischen Saturniiden sofort durch die langen, anfgebogenen Palpen. Bei den Saturniiden sind die Palpen normal sehr kurz, hervorgestreckt öder hängend. Unter den afrikanischen Formen hat nur Eustera länge Palpen; die- selben sind aber gerade hervorgestreckt und viel schwächer gebaut als diejenigen von Pselaphelia. Durch Fliigelform und E.ip]3enbau scheint mir Pselaphelia am nächsten mit Pseudaphelia verwandt zu sein. 40. Pselaphelia gemmifera Butl. Proc. Zool. Soc. 1878 p. 387. — Fig. 19. 4 c^, 19. — Februar, April, Mai und Juli. — Dusén^ Yaldau, Sjöstedt. Das Weibchen hat eine weissliche Grundfarbe und ist am Aussenrande beider Fliigel breit dunkel bestäubt. Die Ftihler haben fast ebenso länge Kammzähne wie beim o^. Die Entw^icklungsstadien sind mir leider unbekannt. 41. Goodia falcata Auriv. Ent. Tidskr. 14 p. 202 (1893), Ein Männchen. — Sjöstedt. Diese Art kommt der G. nuhilata Höll. nahe, ist aber kleiner und hat keine Spuren von der gezähnten Submarginal- linie der Vorderflligel, welche Holland erwähnt. 42. Holocera angulata xIuriv. Ent. Tidskr. 14 p. 201 (1893). Zwei Männchen. — Oktober. — Knutson; Sjöstedt. 43. Liidia dentata Hampson An. N. H. (6) 7 p. 184 (1891). — oriyioptera Karsch B. E. Z. 37 p. 504 t. 20 f. 2 (1893). Ein Weibchen. 44. Uidia ohscura Auriv. Ent. Tidskr. 14 p. 201 (1893). Ein Weibchen, von Sjöstedt im Januar ans der Raupe gezogen. — Fig. 20. Sjöstedt traf die Raupe an einer Zingiberacée und be- schreibt sie folgender Weise: »Grunlich weiss, haarig, vorne CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 15 mit vier dunklen Haarpinseln, eine Riickenlinie, die Seiten- linien und die Unterseite schwärzlich mit helleren Beinen.» Von den Raupen besitzen wir ein Sttick in Spiritus und vier aufgeblasene. Alle Glieder, auch das erste, sind mit knopf- förmigen Wärzclien, welche stachelige Borsten trägen, besetzt. Das erste und zwulfte Glied hat vier, die iibrigen secbs solche Wärzclien. tJbrigens ist die Haut zwischen den Wärzcben, sowie auch die Wärzchen selbst, mit langen weichen ^^.^ 20. Ludia ohscura weissen Haaren dicht bekleidet. Auf den Aumv. 9 Riickenwarzen des 2*^^ und 3*^»^ Gliedes sind diese Haare schwarz und noch mehr verlängert, so dass sie vier diinne, liber die Behaarung emporragende Pinsel bilden. Die Raupe scheint veränderlich zu sein, bei zwei Stucken fehlen die dunklen Längslinien und bei einem auch die schwarzen Pinsel. Die Puppe ist dunkelbraun und besonders vorne sehr uneben, dicht mit Körnchen und unregelmässigen Runzeln bekleidet. Der Cremaster ist kurz und mit zahlreichen Hak- börstchen dicht besetzt; auf der Oberseite fehlen die tiefen Längsfurchen, welche ftir die Puppen von JBuncea, Nudaurelia u. a. auszeichnend sind. 45. Ludia? sp. Mehrere Raupen einer mit der vorigen nahe verwandten Art wurden von Sjöstedt teils aufgeblasen, teils in Spiritns heimgebracht. Sie sind fast schwarz und entbehren den langen Haarpinseln der Glieder 2 und 3. Da das Reichsmuseum in Stockholm ein ziemlich sTosses ö-" Material von den Entwickluns-sstadien afrikanischer Satur ö^ niiden besitzt, benutze ich diese Gelegenheit, um einiges iiber die Systematik ^ler Saturniiden mitzuteilen. Der Ansicht Packards, dass die Mehrzal der hier zu be- handelnden Gattungen nicht echte Saturniiden sind, weil sie sich ohne Gespinst in der Er de verpuppen, känn ich nicht beistimmen. Die Lebensweise muss ich in diesem Falle ent- schieden als etwas Sekundäres betrachten, was zwar von grossem Interesse, nicht aber von besonderem systematischen Wert 16 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. ist. Das beweisen viele Tatsaclien und besonclers clie Ver- puppiing von Fseudanthercea, welche sich zwischen einigen mit Fäden znsammengebogenen Blättern frei hängend wie eine Nymphalide verpuppt und jedoch, wie auch die Bildung der Puppe darlegt, nahe mit Buncea und Nudaurelia ver- wandt ist. Ich teile die afrikanischen Saturniiden in drei, wie es scheint scharf getrennten Hauptgruppen folgendermassen ein. I. Die ODC der Vorderfltigel ist läng und sehr schief liegend, die MDC dagegen kurz öder fehlend, so dass die Rippen 5 und 6 nahe an einander und weit vom Stiele der Rippen 7 + 8 entspringen. a. Die Mittelzelle beider Fltigel zwischen den Rippen 4 und 5 breit offen. 1. Attacince. /?. Die Mittelzelle beider Fltigel durch eine deutliche UDC geschlossen. 2. Saturniince. II. Die ODC der Vorderfliigel ist kurz öder fehlt, die MDC aber ist läng und aufrecht (biidet die direkte Fortsetzung Yon UDC). Die Rippen 5 und 6 sind darum an ihrem Ursprunge breit getrennt durch eine Querrippe (MDC), welche ganz wie die untere Querrippe (UDC) aussieht; die Rippe 6 entspringt dagegen in der Nähe von 7 + 8 öder aus demselben Punkte wie diese. 3. Ludiince. Von diesen Gruppen weicht die letzte in allén Stadien entschieden am meisten von den typischen Saturniiden ab. Subfam. Attaciiiae. Die in dieser Unterfamilie aufgestellten Gattungen sind äusserst nahe verwandt und miissen wahrscheinlich reduziert werden. Im äthiopischen Gebiete kommen nur zwei Gattun- gen vor, deren Stellung zu ihren asiatischen und amerika- nischen Verwandten ich hier nicht näher auseinandersetzen känn. So w^eit es mir bekannt ist, spinnen alle hieher ge- hörende Raupen ein dickes Gespinst. Die Fiihler sind bei beiden Geschlechtern breit kammzähnig, mit zwei Paaren Zähne auf jedem Gliede. Ubersicht der Gattungen. I. Die Rippe 10 der Vorderfliigel entspringt aus dem Stiele von 7 + 8 + 9. Die Glasflecke beider Fltigel halb- CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HBTEROCERA. 17 mondförmig gebogen. Die Palpen etwas länger und kräf- tiger. 1. Drepanoxotera Rothsch. II. Die Rippe 10 der Vorderfliigel entspringt frei aus dem Yorderrande der Mittelzelle öder fehlt gänzlicli. Die Glasflecke beider Fltigel sehr gross kreisförmig öder elliptisch. Die Palpen ktirzer und dlinner. 2. Epiphora Wallengr. Saunders biidet die Raupe von Epiphora mythnnnia ab; sie ist mit stacheligen, kegelförmigen Dornen besetzt. Die Anordnung der Dornen der Glieder 3 — 5 ist jedocb sicber un- ricbtig; die Rtickend örnen des elften Gliedes sind zu einem Dorne vereinigt. Die Dornen sind nicht kegelförmig mit scbarfer Spitze, sondern fast walzförmig mit stumpfer Spitze. Sie sind völlig nackt. Subfam. Satiirniinae. I. Die Hinterfltigel am Analwinkel in ein sebr långes Sebwänzcben, welcbes die Rippen 1 — 4 anfnimmt, aus- gezogen. a. Die Palpen sebr kurz und klein. Die Rippe 10 der Yorderfliigel feblt. Die Fublerglieder beider Ge- scblecbter jederseits mit zwei langen Kammzäbnen. Das Weibcben obne Afterwolle. Actias Leach. §. Die Palpen gerade hervorgestreckt, läng und dtinn mit cylindriscbem Endgiiede. Die Rippe 10 der Vorder- fliigel aus dem Stiele von 7 + 8. Die Fublerglieder des Weibcbens nur mit einem Paare von Kammzäbnen. Das Weibcben mit Afterwolle. Eustera Duncan. II. Die Hinterfltigel am Analwinkel abgerundet obne Scbwänz- . cben. A. Der Mittelriicken obne bornigen Längskiel. «. Die Rippe 8 der Vorderfliigel bat einen normalen Verlauf und liegt nicbt dicbt an der Subcostal- rippe- (Rippe 12). *. Die Mitteltibien von gewöbnlicber Länge (also viel länger als das erste Tarsenglied), unbe- waff'net . öder mit zwei kurzen geraden Dornen an der Spitze. f . Die Rippe 10 der Vorderfliigel anwesend. Arkiv för zoologi. Band 2. N:o 4. 2 18 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. Die Fiihlergliecler bei beiden Greschlech- tern mit zwei Paaren Kammzähne öder beiin $ fast einfach. + . Die Rippe 10 der Vorderfliigel ent- springt aus dem Stiele von 7 4- 8 in der Mitte zwischen der Mittelzelle und der Rippe 7 öder näher an der E,ippe 7 öder bisweilen aus 8 hinter dem Ursprunge von 7.^ 1. Vordertibien kurz, ktirzer als die Tarsen, an der Spitze mit zv^ei kräftigen Dornen bewaffnet. Die Fiiblerglieder des $ fast einfach. Gonimhrasia Butl. typus nicti- tans Fabr.- (= Acanthocampa Pack. 1902; = Ängelica Dist. 1903). 2. Vordertibien kaum ktirzer als die Tarsen, iinbewafFnet. Die Ftihler- glieder des $ mit vier Zäbnen, welcbe wenigstens so läng v^ie der Querdurchmesser der Glieder sind. Biincea Hubn. typus alcinoe Cram.^ (= Thyella Wallengr. 1858). + + . Die Rippe 10 der Vorderfliigel ent- springt frei aus der Mittelzelle öder aus dem Stiele von 7 + 8 viel näher an der Mittelzelle als an der Rippe 7. 1. Die Vorderschienen von gewöhn- licher Länge, unbewaffnet öder mit zwei Enddornen. a. Die Hinterfliigel bei beiden Greschlechtern gleichförmig ab- firerundet. ^ Zu dieser Abteilung geliören aucli Aurivillius Pack. (1902), typus arata Westw., und TJloena Kaesch (19U0), typus dolabella Druce, welche ich nacli den Beschreibungen nicht von Bunasa unterscheiden känn. ^ Zu Gonimbrasia geliören noch helina Westw., osiris Dkuce, saÅd Oberth, zamhesina Walk. und tyrrhea Gram. ^ Dazu kommen von Arten, die ich untersuclit habe, caffraria Stoll, aslauga Kirby, Goodi Höll., hersilia Westw. und ouhie Guér. CHR. AUEIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 19 Nudaurelia Rotsch. typn äione Fabr. Antherina Sonth. (1901) ty pus suralca BoiSD. Lohohuncea Pack. (1901) t}^- pus phcedusa Drury. b. Die Hinterfliigel beim o^ an der .Rippe 3 öder zwischen 3 land 4 deutlich geeckt öder kurz geschwäiizt, beim 9 an derselben Stelle wenigstens et- was hervorragend öder schwach geeckt. Die Flihler des Weib- chens fast einfach. Imhrasia Hubn. typus epi- methea Drury. 2. Die VorderscMenen sehr kurz, nicht länger als das erste Tarsen- glied, an der Spitze mit einem langen Dorn bewaffnet. Cirina Walk. typus förda Westw 00. Die Ftihlerglieder bei beiden Geschlechtern nur mit einem Paare von langen Kam- zähnen. Yorder- und Mittel schienen läng, unbewafFnet. 1. Die Rippe 10 der Yorderflligel frei aus der Mittelzelle. Pseiidanthercea Weym., typus discre- pans BuTL. 2. Die Rippe 10 aus 8 hinter 7. Tagoropsis Feld., typus flavinata Walk. ^ Ob und wie diese drei »Grattungen» unterschieden werden können, muss icli vorläufig- unentseliiedcn lassen. Von den mir bekannten Arten fiihre ich zu Nudaurelia ausser dione auch Wahlbergi Boisd., Gueinzi Stadd., anthina Kaksch.. cytherea Fabr., rhodophila Walk. (= intermiscens Walk.) und Staudingeri Auriv. (? = alopia Westw.). Bei allén diesen Arten mit Ausnahme von Staudingeri haben die Weibchen fast einfache Fnhler. Zu Lohohuncea gebören dagegen j)h(jedusa, acetes und cleopatra, welche unbe- waffnete Vorderscbienen baben, und Sjöstedti, melinde, tyrrJiena, natalensiSy bei denen die Vorderscbienen an der Spitze mit zwei Dornen bewaifnet sind. Bei allén den genannten Lohohuncea- kxien baben die Fiihlerglicder des Weib- chens wenigstens zwei Kammzähne, welc^ie länger als der Durcbmesser des Fliblerscbaftes sind. Die mir bekanten N%idaurelia-Kvie\x baben länge und unbewaffnete Vorderscbienen. 20 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. ff . Die Rippe 10 der Vorderfltigel fehlt völlig. Decachorda AuRiv. typus rosea Auriv. **. Die Mittelscliienen sehr kiirz und an der Spitze mit zwei langen, kräftigen Dornen bewafFnet. §. Die Hippe 10 der Vorderfliigel aus der Rippe 8 weit hinter der Rippe 7. Melanocera Sonth., typus menippe Westw. §§. Die Rippe 10 der Vorderfltigel frei aus der Mittelzelle. 1. Jedes FiiMerglied mit zwei Paaren von Kammzähnen. a. Die Ftihlerglieder Breiter als läng. Die Flihler beim c^ selir läng, bis zur Spitze mit langen Kammzähnen, beim $ fast einfach, Gynanisa Walk., typus maia Klug; hierzu aucli wahrscheinlich. Ath- letes Karsch. (1896), typus ethra Westw. b. Die Fiihlerglieder länger als breit. Die Fiibler beim cr^ mässig läng, beim 9 auf jedem Glied mit langen basalen und kurzen apikalen Kammzähnen. Eeiiiocha Hubn., typus apoUonia Cram. 2. Jedes Fiiklerglied nur mit einem Paare von Kammzähnen. Die Fiihlerglieder breiter als läng öder subquadratisch. Usta Wallengr., typus Wallengreni Feld. /?. Die Rippe 8 der Vorderfltigel biegt sich kurz nach ihrer Trennung von 7 bogenförmig gegen die Sub- costalrippe (Rippe 12) hinauf und liegt sich so dicht an dieser an, dass ein fast geschlossenes ' Subcostalfeld entsteht. Die Rippen 9 und 10 fehlen völlig. Die Fuhler bei beiden Greschiechtern läng gekämmt; jedes Grlied nur mit einem Paare Kamm- zähne. *. Die Palpen läng, aufgebogen, den Scheitel fast tiberragend, kraftig gebaut. Pselaphelia Auriv., typus gemmifera Butl CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 21 **. Die Palpen knrz und diinn, aiifgebogen, die Mitte der Ängen aber kanm erreichend. Fseudaphelia Kirby, typns apollinaris Boisd. B. Der Mittelriicken längs der Mitte mit einem erha- benen, vorne in einer Spitze endenden, hornigen Längs- kiele, welcher jedoch gewöhnlicli völlig dnrch die Be- baarung verborgen ist. Die Fiihler bis etwas binter der Mitte gekämmt; jedes Glied beim o^ mit zwei, beim $ mit einem Paare Kammzäbne. Die Rippe 10 der Vorderflugel ans dem Stiele von 7 + 8. Cyrtogone Walk., typus herilla Westw. (? = Micra- gone Westw.). Siibfam. Liidiinae. Ubersicht der Gattungen. I. Die Rippe 10 der Vorderflugel entspringt frei ans der Mittelzelle. Die UDC ist fast doppelt so läng vid die MDC. Goodia Höll., t. nehidata Höll. II. Die Rippe 10 der Yorderfliigel entspringt weit hinter der Mittelzelle ans dem Stiele von 7 + 8. Die UDC ist nnr wenig länger als die MDC. a. Die Hinterfltigel am Analwinkel mit einem schief nach innen gerichteten Anallappen. Caruegia Höll., t. mirabilis AuRiv. (j. Die Hinterfliigel am Analwinkel nicbt gelappt. *. Die weiblichen Fiihler bis iiber die Mitte binans kammzäbnig. Liidia Wallengr., t. Delegorguei Boisd. **. Die weiblicben Fiihler einfach. Holocera Feld., t. smilax Westw. Campimoptilum Karsch. (t. Kuntzei Dew.) känn ich von Goodia nicht tinterscheiden. Orthogonioptilum Karsch ist dagegen, wenn die ftir O. prox angegebenen Kennzeichen des Geäders stichhaltig sind, von Goodia verschieden und ge- hört zur Abteilnng II. Guillemeia Sönthon. nnd Henucha Westw. konnte ich nicht nntersuchen. Kirby gibt in seinem Kataloge nnrichtig Geyer als Anctor von Henucha an; anf der Tafel steht wenigstens in meinem Exemplare dentlich 22 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. Heniocha (nicht Hemicha) grimmia. Geyer fiihrte also grim- mia zu der von Hubner in seinem Verzeichnis aufgestellten Gattung Heniocha (typus opollonia Cram.). Westwood und Walker, welche Hubner zitieren, schreiben aber fälschlich -»Henucha». Bemerkungen zu den Entwicklungsstadien der äthiopischen Saturniiden. Das mir vorliegende Material, sowie das, was bisher liber die Raupen der afrikanischen Saturniiden veröffentlicht ist, gentigt zwar keineswegs zur Begriindung der Gattungskenn- zeicben der Raupen, känn aber jedoch von Bedeutung ftir kunf- tige Studien sein. Ich gebe darum hier eine tJbersicht solcher Kennzeichen, welehe von systematischer Bedeutung sein kön- nen. Wenn anderes nicht angegeben wird, sind nur die letzten Stadien der Raape berlicksichtigt. Ftir die Saturniidenraupen ist als wichtiges Kenn- zeichen hervorzuheben, dass die Körperglieder 2 — 11 je 6 — 8 in einer fast geraden Querreihe gestellte Tuberkeln (Warzen öder Zapfen) trägen; von diesen stehen 2 auf dem Rticken, 1 jederseits oberhalb und 1 jederseits unterhalb des Atem- loches, wozu öfters auch 1 oberhalb des Beinpaares kommt. Diese Auswiichse sind gewöhnlich gut entwickelt, können aber auch rudimentär sein, so dass sie scheinbar ganz fehlen. Ubersicht der wichtigsten bisher bekannten Saturniiden- raupen aus dem aethioplschen Gebiete. I. Das dreizehnte Glied^ {= die Analplatte) in einen langen, schief nach oben und hinten gerichteten, geraden Dorn ausgezogen. Die Tuberkeln schwach entwickelt. Pseuclaphelia apollinaris Boisd. II. Die Analplatte hinten abgerundet öder dreieckig. A. Die Tuberkeln sind fleischig, knopf- öder zapfenför- mig mit stumpfer Spitze, welche zwei bis mehrere feine Stachel öder länge Haare trägt (vergl. Fig. 21, 22). Die beiden Rlickentuberkeln des IP" Gliedes zu einem vereinigt. ^ Fawcett gibt in seiner Beschreibung (Tr. Zool. Soc. 15 p. 305) leider nicht an, auf welchem Gliede der Dorn sitzt. Nach der Figur muss er aber vom IS""' (öder 12'"?) Gliede ausgehen. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 23 ;. Die' Tuberkeln sind knopfförmig öder halbkugelig, nicht höher als breit (Fig. 21 b). *. Die Tuberkeln sind nur mit sehr langen wei- chen Ha aren besetzt. Die Haut zwischen den Tuberkeln nackt. — Jede Warze mit ungefähr 25 Haaren. Schwarz, mit dem Kopfe, der Anal- platte und den Deckplatten der Analfiisse rot. Die Eiickenlinie und die Seitenlinien bell, gelbbraun(?); die Atemlöcher bell geringelt. Eine unbekannte Art aus Kamerun. **. Die Tuberkeln sind mit feinen Stacheln be- setzt. Die Haut zwischen den Tuberkeln mehr weniger haarig. Das erste Grlied mit gut ent- wickelten Tuberkeln. §. Die Tuberkeln sind nur mit Stacheln be- setxt. Die Haut zwischen den Tuberkeln sparsam und meist nur mit kurzen Haaren bekleidet. Zwei unbekannte Arten aus Kamerun. §§. Die Tuberkeln trägen zwischen den Stacheln auch länge weiche Haare (Fig. 21 b.). Die Haut zwischen den Tuberkeln mit langen Haaren dicht bekleidet. Fig. 21. Tuberkeln, a zapfenförmlge von Holocera, b knopfförmige von Ludia. 1. Haut hell gelblich. Lttdia Belegorguei. . 2. Haut griinlich weiss. Ludia ohscura. 3. Haut schwärzlich. Ludia sp. aus Kamerun. ^. Die Tuberkeln sind mehr weniger verlängert, zapfenförmig, deutlich höher als breit (Fig. 21 a, 22). *. Die Elickenzapfen sind sehr gross und läng, die iibrigen rudimentär. Actias mimosce. **. Alle Tuberkeln gut entwickelt. 24 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. §. Die Tuberkeln an der Spitze mit mehreren strahlförmig ausgesperrten feinen Stacheln (Fig._21 a). 1. Die Glieder ohne Qiierwlilste auf dem Biiicken. Holocera smilax (teste Fawcett). Tagoropsis flavinata (teste Fawcett). 2. Wenigstens die vorderen Glieder mit deut- lichen Querwiilsten, auf den die Tuberkeln stehen. — Rotgelb mit einem breiten schwarzen Querring in der Mitte jedes Gliedes. Unbekannte Art aus SUdafrika. §§. Die Tuberkeln an der Spitze nur mit 1 — 3 Borsten, läng und gegen die Spitze etwas ver- scbmälert (Fig.22). Diese Tuberkeln bilden einen deutlichen tJbergang zu Fig. 22. Zwei Tuber- den Dornen der folgen- keln von eiuer imbe- ^ r\ ' ^ kannten Art aus dem clen Gr uppe; sie kommen Damaralande. aucli bei vielen Jugend- stadien derselben vor. 1. Scbwarzbraun mit weisslicber Seiten- linie und drei weisslichen Querringen auf jedem Gliede. Unbekannte Art aus dem Damaralande. 2. Rotgelb mit schwarzen Querbinden und schwarzem Kopfe. ? Heniocha terxjsichore Maass. (teste Fawcett). B. Die Tuberkeln sind zu harten, kegelförmigen Dornen mit einfacber, scbarfer Spitze entwickelt (Fig. 23). Die Haut zwischen den Dornen nackt. a. Die beiden Rtickendornen des ll^'^ Gliedes sind von einander völlig getrennt. Imhrasia epimefhea. ^. Die beiden Riickendornen des 11^*^ Gliedes sind mit einander zu einem zweispitzigen Dorne ver- wacbsen. *. Die Riickendornen und die oberen Seitendornen sind silberglänzend weiss und mit ihrer inneren CHB. AURIVILLIUS, LEPIDOPTBRA HETEROCEEA. 25 Seite der Hänt eine Strecke angewachsen. Die nnteren Seitendornen sind kurz iind kléin, Gynanisa maia. **. Die Dornen sind weder silberglänzend noch an- gewachsen. §. Die Dornen sind kraftig entwickelt, läng und gross. o. Die Dornen sind völlig nackt öder mit einigen knrzen, nur unter der Lupe wahr- nehmbaren Haaren besetzt. Buncea alcinoe. » caffraria. Zwei unbekannte Arten ans dem Kongo- gebiete. 00. Die Dornen trägen dentliche, oft recht länge Borstenbaare (Fig. 23). + . Die Haut obne Perl- mutterwärzchen.^ /^. Die Dornen hell ge- färbt, gelb öder rot. Die Hänt wenigstens zum grössten Teil m^ef' D^rf ^ der scbwarz. Eaupe von Nud- 1. Die Haut ohne ™'"^'''' *'<""■■ runzelige Erhöhnngen zwiscben den Riickendornen und den oberen Seitendornen. Die Dornen gelb. a. Die Haut einiarbig schwarz. Niidaurelia dione. b. Die Haut mit mehreren gelben Flecken. Unbekannte Art aus Kamerun. 2. Die Haut zwiscben den E/ticken- und oberen Seitendornen mit klei- nen runzeligen Erhöhungen. a. Diese Erhöhungen liegen ge- rade zwiscben den Dornen. Die Dornen rot. Niidaurelia Wah Ihergi. ^ Diese sind eckige, in der Mitte étwas vertiefte, lebhaft perlmutter- glänzende, kleine Erhöhungen, welche ohne Lupe wie Schuppen aussehen. 26 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. b. Die Erhöliung ist läng oval, quergestellt und liegt hinter den Dornen. Unbekannte Art aus Mada- gaskar. AA. Die Dornen wenigstens an der Spitze dunkel. Die Hänt hell gefärbt. Melanocera menippe (teste Mrs MONTEIRO). Nudaurelia intermiscens. ■ Unbekannte Art ans Kamerun. + +. Die Haut dicht mit Perlmutterwärz- cben besetzt. 1. Kopf und Dornen schvv^arz. Gonimhrasia helina. 2. Kopf und Dornen gelbbraun — rot- braun. Gonimhrasia nictitans und eine unbekannte Art aus Kamerun. §§. Die Dornen sind sebr kurz und klein, bisweilen fast rudimentär. 1. Die Haut dicbt mit Perlmuttervv^ärzchen be- setzt. Unbekannte Art aus dem Kaplande. 2. Die Haut ohne Perlmutterwärzchen. Die Segmente auf dem Riicken mit hobem Quer- v^ulst. Lohobuncea ff/rrhena. Lohohuncfxi, phcechtsa. Unbekannte Art aus Kamerun. Hierzu kommen noch als beschrieben öder abgebildet die folgenden Raupen, welche icb nicbt in die Ubersiclit einreiben konnte: Urota sinope (Fawcett Tr. Zool. Soc. 15 p. 305 t. 47 f. 9); Cirina förda (Fawcett 1. c. 17 p. 170 t. 6 f. 27—29); Heniocha apollonia (Barrett Ent. M. Mag. 37 p. 192; 39 p. 139); Gonimhrasia zamhesina (Maassen & Weymer Beitr. f. 97); Nudaurelia arahella (Barrett Ent. M. Mag. 37 p. 193); Nud- aurelia arata (Saunders Tr. Ent. Soc. (2) 4 t. 14 f. 1). Ob und wie weit die hier hervorgehobenen Kennzeichen der Raupen in systematiscber Hinsicbt verv\^endbar sind, känn nur durcb die Bekanntmacbung und wissenscbaftlicbe Be- scbreibung der Raupen von verwandten Formen festgestellt werden. CFIR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 27 Hinsichtlich der Pnppe sind folgende Kennzeichen zu beachten: I. Der Cremaster oben an seiner Wnrzel mit zwei sehr tiefen gleicblanfenden Fureben. «. Cremaster obne Haken öder Hakenborsten an seiner Spitze. Die Pnppe rubt frei in der Erde. Nudaurelia; BuncBa; Lohohimcea; Gonimbrasia; Imhrasia. /?. Cremaster an der Spitze mit kräftigen Häkcben. Die Puppe zwiscben Blättern aufgebängt. Pseudanthercea. IL Cremaster obne die zwei tiefen Fureben auf seiner Plicken- seite. a. Cremaster obne Hakenborsten. Holocera smilax. S. Cremaster mit Hakenborsten. Ludia ohscura. Zur Abteilung II gebören wabrscbeinlicb aucb die mir unbekannten Puppen von Brepanoptera, Epipliora und Actias. Fam. Syntomidae. 46. Ceryx alhimaciäa Walk. List 1. p. 128 (1854). — Hamps. Cat. 1. p. 45 (1898), 5 d" nnd 2 ?, welcbe in Ko- pula gefangen wurden. — Februar, Mai und September. Bei allén Stucken ist die Stirne weiss. Bei den Männcben ist die Spitze der Hinterfltigel nur scbmal scbwarz; bei den Weibcben aber viel breiter, indem der Glasfieck im Felde 2 viel kleiner als bei den Männcben ist. Die Genitalklappen des o^s sind an der Spitze mit einigen sebr langen, gebogenen, steifen Haaren besetzt. 47. Myopsyche OcJisenheimeri Boisd. Mon. Zygsen. p. 116 t. 7 f. 4 (1829). — Hamps. Cat. 1. p. 45 (1898). 5 o^, p. 400 (1893). — Hamps. Cat. 2 p. 447 t. 30 f. '2'2 (1900). 2 $. — Valdau & Knutson. 76. Asura oUHerafa Walk. List 31 p. 273 (18r>4). — Hamps. Cat. 2 p. 447 t. 31 f. 2 (1900). 7 c/") 8 $. — September, Mars— Juni. Hierzu kommen nocb 3—4 Arten, welcbe jedoch niclit bestimmbar sind. Synonymisehe Bemerkung: Lithosia natalica Möschlbr, deren Typus ich nntersucbt habe, ist nicbt wie Hampson an- gibt = Sosusa scufellafa, sondern = Macrosia fumeoJa Walk.; Lcxis hipunctigera Wallexgr. (1860) ist nicbt Setina quadri- notata Walk., sondern = Chioncema rejecta Walk. (1854) Die Gattung Lexis Hamps. muss darnm Tigrioides benannt werden. Siibfam. Arctiinae. ' 77. Sjrllosoma curvilinea Walk. List 3 p. 671 (1855). — Hamps. Cat. 3 p. 275 t. 44 f. 4 (1901). 1 $. — September. Die Ftihler haben anch beim ? kurze Kammzähne. Die Vorderschienen sind an der Spitze mit einem knrzen, feineii Dorn bewafFnet. 78. Spilosoma aurcnitiaca Höll. Psyche 6 p. 397 (1893) — Hamps. Cat. 3 p. 275 t. 44 f. 19 (1901). 1 c/^, 4 9- — Dezember — Febriiar. Die Pnppe ist glänzend, schwarzbraun, punktiert, kurz nnd di ek wie bei den eiiropäischen Arten. 79. Spilosoma hifurca Walk. List 3 p. 700 (1855). - Hamps. Cat. 3 p. 275 t. 44 f. 20 (1901). 3 $. — Mai, Juni. 36 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. 80. Spilosoma rava Druce An. N. H. (7) 1 p. 211 (1H98). — Hamps. Cat. 3 p. 27() t. 44 f. 5 (1901). 1 $. — Mai. 81. FericaUia Sjöstedfi Auriv. Ent. Tidskr. 20 p. 240 (1899). — Hamps. Cat. 3 p. 352 t. 47 f. 24 (1901). 1 o^, 1 ?. Das Männchen ist viel heller als das Weibchen nnd hat eine weissgelbe Grundfarbe. Die Raupe ist schwarz mit weisslicher, in der Mitte jedes Gliedes abgebrochener Seitenlinie. Das hintere Drittel des zweiten, das dritte Grlied, der vordere Teil des vierten (xliedes sowie das elfte (llied sind oben zum grössten Teil weisslich. Die Warzen sind alle mit langen schwarzen Haaren dicht besetzt. Die oberen Warzen des zweiten, dritten, zehn- ten nnd elften Grliedes trägen jede ein einziges, sehr långes, weisses Haar. Die Puppe ist dunkel rotbraun, grob, aber weniger dicht punktiert, am Hinterende stumpf abgerundet mit einigen wenigen knrzen Borsten haken anf der E^tickenseite des letzten (jrliedes. Sie ruht in einem dtinnen, weichen, schwärzlichen Gespinst. 82. Bhodogastria vidua Cram. Pap. Exot. 3 t. 204 f. O (1779). — Hamps. Cat. 3 p. 503 (1901). 1 er". — Mai. Die folgende Gattimg stimmt mit den Arctiiden dar in iiberein, dass die Rippe cS der Hinterfliigel von der Wnrzel bis weit tiber die Mitte der Mittelzelle hinans völlig mit der Vorderrandsrippe der Mittelzelle vereinigt ist. In Habitus nnd in anderen Kennzeichen zeigt sie viele tlbereinstimmung mit den Aganaiden nnd den Noctniden. Hampson flihrte sie frtiher (Fauna Ind. ]\loths Vol. 2) zu den Lithosiiden, hat sie aber in seinem Kataloge weder unter den Lithosiiden noch unter den Arctiiden erwähnt und betrachtet sie nunmehr (laut brieflicher Mitteilung) als eine Noctuidengattung. Da aber weder das Geäder noch die Raupe und Puppe mit den Kenn- zeichen der Noctuiden stimmt, stelle ich Eligma provisorisch unter den Arctiiden. 83. Eligma hypsoides Walk. Träns. N. H. 8oc. Glasgow 1 p. 333 (1869). — Auriv. Ent. Tidskr. 13 p. 190 Fig. 1 a (1892). — gJoriosa Butl. Träns. Ent. Soc. 1875 p. 325. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 37 Die Raupe ist einfarbig hellgelb, fast schwefelgelb, mit dem oberen Teil des Kopfes schwarz. Die kleineii Warzen, welche so, wie die Figuren zeigen, angeordnet sind, trägen jede nur ein einziges, sehr långes, weissliches Haar. Die Abdominalfussclien sind alle vollständig entwickelt und ha- ben eine tief zweilappige Sohle, welche nur auf der äusseren Seite mit Haken besetzt ist. Fig. 2\). Eligma duplicata Aukiv. a. die Raupe; b. drittes Körperglied : c. siebentes Körperglied der Raupe; d. die Puppe von der Seite; c. dieselbe von oben: /. die letzten Glieder der Puppe von oben gesehen. Die Puppe ivst dlinnschaalig, hellbraun, matt und deut- lich etvvas flachgedruckt. Die Palpen sind 1 anger als die Zunge und sogar etwas länger als die Yorderbeiue; die mitt- leren Beine liegen hinter den Palpen eine länge Strecke an einander, und die äussersten Spitzen der Hinterbeine sind zwischen den Enden der Vorderfltigel sichtbar. Die Glieder 4 und 5 des Hinterleibes sind oben am Hinterrande deutlich 38 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. feiii gestreift iind die Glieder 5 — 7 jederseits am Vorderrande wulstig erliaben. Das Endglied ist sehr stumpf, fast quer abgehauen ohne Borsten öder Häkchen, hat aber auf der tilickenseite eine erbabene Querleiste, welche von feinen, dicht gesteliten Furchen durcbbrochen ist. Die Puppe ruht in einem diinnen aber dichten und zähen Gespinste. Walkers Bescbreibung von hypsoides ist so unvollständig, dass es nicht sicber ist, ob er diese öder die folgende Art vor sicb gebabt hat. 84. Eligma äuplicata AuRiv, Ent. Tidskr. 13 p. 191 Fig. 1 b (1892). — gloriosa Höll. Psyche 6 t. 20 f. 1 (1893). 3 ef, 5 9. — Bibundi. — August. Die Raupe (Fig. 29) ist lebhaft gelb mit schwarzem Kopf und auf der Mitte jedes Gliedes mit einer schwarzen (Jnerbinde, worin die Warzen stehen. Die Warzen sind ganz wie bei der vorigen Art angeordnet und trägen jede ein lån- ges schwärzliches öder bisweilen helles Haar. Die Puppe (Fig. 29 d—f) ist derjenigen der vorigen Art ganz ähnlich und ruht in einem diinnen, mit Rolzsplittern besetzten Gespinste. Fam. Aganaidae. 85. Äf/anms speciosa Drury 111. Exot. Ins. 2 t. 5 f. 2 (1773). 1 ?. — Febr u ar. Die Raupe (Fig. ^)0) ist bräunlich mit vier gelblichen Querlinien auf der Oberseite jedes Gliedes. Zwischen diesen Querlinien ist die Grundfar be auf je- der Seite verdunkelt, zwei bis drei kurze schwarze Striche bil- dend. Die Seitenlinie, welche sonst kaum angedeutet ist, biidet auf den Gliedern 4 — 5 und 10—11 einen brei- ten Längsfleck. Die Warzen sind orange- gelb, am erstenGliede rötlich und so, wie Fig. 30. Aganais speciosa Deury. a. die Raupe; h. das dritte und c. das siebente Körperglied derselben. Hr-- Cly CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROOERA. 39 flie Figuren h und c zeigeii, angeordnet. Der Kopf ist schwärz- lieli und die Bindehaut zwischen dem Kopfe und dem ersten (-rliede rot. Die Thorakalbeine sind auch rötlich. Die Puppe ist glänzend rotbraun, von der Form der No- todontiden-Puppen. Das stumpf abgerundete Endglied trägt vier agerade, freie Stacheln, welclie am Ende hakenlormig gebogen sind. Der Hinterleib ist sparsam aber ziemlich tief punktiert. ab. subretracta Walk. List 7 p. 1676 (1856). 1 9. — Februar. ab. uudiilifera Walk. List 7 p. 1676 (1856). 1 0^. — November. 86. Phcegorista similis Walk. Tr. N. H. Soc. Glasgow 1 p. 332 t. 5 f.' 5 (1869). 1 ef . — Mai. 87. Sarothroceras paUida Druce Ent. M. Mag. 20 p. 156 (1883). 1 9. — Februar. — Itoki. %%. Sarothroceras rhomboidea Weymer Stett. E. Z. 53 p. 104 (1892). 1 o^, 2 9. — März, Juni. — Kitta, Ekundu, N'Dian. 89. Soloe trigutta Walk. List 2 p. 557 (1854). 14 ö^, 7 9. — Januar — Mai. 90. Soloe guttivaga Walk. List 2 p. 558 (1854). 7 (f, 3 9- — Januar, Februar. Fam. ? 91. Caryatis phileta Drury Exot. Ins. 3 t. 22 f. 5 (1780). ' 9 o^, 2 9- — Januar, Mai, Juni, November, Dezember. 92. Cargafis hersilia Druce Proc. Zool. Soc. 1887 p. 670. 6 (f'. — Februar, Mai, November. Fam. Deilemeridae. Da Swinhoe otfenbar darin recht hat, dass Htibners Be- schreibung von Nyctemera auf hebperia Cram. und verwandte viel besser als auf coleta Cram. passt, muss icb ihm in der Veränderung des Grattungsnamens der bisherigen Nyctemera- 40 AKKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. Arten folgen. Seine Ansicht, dass die erstgenannte Art einer (irattiing die typische ist, känn ich dagegen gar nicht beistimmen. Es gibt viele Tatsachen z. B. die Grattung Apis L., welche klar darlegen, dass Linné iind andere der alten Ver- fasser keine Ahnung von einem solchen (lesetz hatten und ihre Arten nicht darnach ordneten. SwiNHOE flihrt die Grattung Deilemera und verwandte zn den Aganaiden. Sagt aber leider nicht, wie er in diesem Falle die Aganaiden deiiniert. Wenn man Deilemera 7Ai den Aganaiden ftihrt, känn ich wenigstens diese Familie nicht begrenzen, und die von Hampson in seinem Kataloge ge- lieferte Definition der Aganaiden (Hypsiden) passt j eden- falls nicht auf Deilemera. Auch die Raupe (siehe unten) weicht von der Raupe von Aganais völlig ab. Nach meiner Ansicht wurde Deilemera viel besser unter den Arctiiden passen. Sie schliesst sich nämlich der Gattung Secusio sehr nahe an. Bis auf weiteres betrachte ich sie hier als der Ty- pus einer besonderen Familie. 93. Deilemera apicalis Walk. List 2 p. 395 (1854). 7 cr^, 13 9- — Oktober, November, Januar — April. Die Puppe ist hell graugelblich, dtinnschalig, mit zahl- reichen, feinen Borstenhäkchen auf dem Endgliede. 94. Deilemera perspicua Walk. List 2 p. 398 (1854). 3 ö^, 1 9- — Oktober — Dezember. 95. Deilemera itohina n. sp. — Fig. 31. — Pallide fusco- brunnea thorace immaculato, palpis et abdomine albidis, hoc triseriatim nigro-maculato; alis anticis utrinque fusco-brunneis vitta in area 1 b a basi ad me- dium ducta fasciaque angusta eequali, a margine antico fere ad apicem costpe 2-^^ ducta albidis; F*"- -il T)>'1 ^^^^ posticis albis margine externo late fusco. $. mera itokina — Expans. alar. 25 mm. AuRiv. ;^^^^ 2 9. — Itoki Na Ngolo. — Juni. Durch die Zeichnung der Vorderfliigel und den einfarbigen Thorax leicht zu erkennen. 9G. Deilemera simplex Walk. Tr. N. H. Soc. Glasgow 1 p. 330 (1869). — ef. xanthura Plötz Stett. E. Z. 41 p. 82 (1880). 2 cr^, 4 9. — Januar— April. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 41 Die Männchen sind dadurch ausgezeichnet, dass das Wurzelfeld der Yorderfliigel oben (nicht unten) dieht mit raiichbraunen Schuppen iiberzogen ist und sich darnm wenig vom dunklen Saume abbebt. Der Typus von xanthura Plötz, welchen ich in Greifswald untersucht habe, stellt eben ein solcbes Stlick dar. Die Raupe (Fig. 32), welche Sjöstedt auf einer »distelär- tigen Schlingpllanze» traf, ist gelblich mit einer breiten dunkel rotbraunen Längsbinde auf je- der Seite des Rlickens. Auf den Gliedern 2 und 3 sind diese Längsbinden nach aussen bis zu den Fiissen verlängert. Kopf gelb. Die Glieder haben gnt entwickelte AVarzen, welche jede 15 — 25, sehr kurz gefiederte Haare trägen. Die Warze 1 fehlt gänzlich. Auf j eder Sei1:e kommen, wie die Figuren h und c zeigen, auf den (lliedern 2 und o drei und auf den Gliedern 4—10 vier A\'arzen vor. Von den letzgenannten ist die dritte, welclie unmittelbar unter dem Atemloche liegt, querliegend und vielleicht durch Vereinigung der Warzen 4 und 5 ent st anden. Die Puppe ist diinnschalig, bell gelbbraun und ruht in einem sehr dlinnen Gewebe, woriu die Haare der Raupe ein- geflochten sind. Ftir diese und eine verwandte neue Art hat Swinhoe neulich (Träns. Ent. Soc. London 1904 p. 148) eine neue Gattung Xylecata errichtet. Nach seiner Beschreibung känn ich aber keine stichhaltige Unterschiede zwischen Xylecata und Deilemera ,entdecken. Der geringfligige Unterschied in der Form des Radialfeldes der Vorderflugel ist sicher nicht von generischer Bedeutung. Fig. 32. Deilemera simplex Walk. a. die Raupe; h. das dritte und c. das siebente Grlied derselben. 97. Deilemera Jiemixantha n. sp. — A specie prtecedente, cui simillima, differt abdomine, basi albida excepta, ochraceo, mas pr se ter ea dimidio basali alarum anticarum supra albido, 42 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. liaiul fusco-fiimato tantum lineis basalibus fuscis intercostali- biis ornato et femina fascia marginali alaruni |)Osticaruni an- gustiore et interdum in maculis dissoluta. — Expans. alar. ko— 40 mm. 6 c^, 7 9- — Januar, Februar. Bei similis ist nur die Spitze des letzten Hinterleil)- gliedes, bei hemixantha dagegen der ganze Hinterleib mit Ausnabme der zwei ersten Rtickenglieder ockergelb. Beim ef von hemixantha hat der Mitteldorn der letzten Rtickenplatte des Hinterleibes gerade Seiten und demnach eine dreieckige Form, bei similis dagegen ist er etwas vor der Spitze deut- lich eingescbntirt. Eohemera n. gen. A genere Deilemera differt alis anticis areola radiali destitutis, costa 10 e trunco communi costarum 7 — 9 egrediente, costis 7, 8 et 9 fere ex eodem puncto longe pone apicem celluhe orientibns, costis 6 et 7 alarum posticarnm ex angnlo antico cellulär separatis egredientibus tibiisqiie posticis cal- caribus duobus apicalibus tantum instructis. Typus: Nyctemera Fulleri Druce. 98. Eohemera Fulleri Druce Ent. M. Mag. 20 p. 157 (1883). 19- — Theorin. Fam. Sphingidse. 99. Aeherontia atropos L. Syst. Nat. ed. 10 p. 490 (1758). 2 c^, 1 ?. 100. Agrius convolvuli L. Syst. Nat. ed. 10 p. 490 (1758). 4 ö^, 3 $. — Februar, März, Mai. 101. Rhadinopasa Hornimani Druce Ent. M. Mag. 16 p. 268 (1880). le/'. — Theorin. 102. Flatysphinx consfrifiHis Walk. Proc. N. H. Soc. G-lasgow 1 p. 328 (1869). — Kotsch. & Jordan Revis. p. 224 (1903). 1 (^. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 43 1 03. Volyptychus pauperculus Höll. Träns. Arn. Ent. Soc. 1 B p. 65 t. 4 f. 1 (1889). — RoTHSCH. & Jordan Hevis. p. 2H0 t. 5 f. 1, 2 (1903). 19- — Januar. 104. Acanthosphinx Gussfeldti Dew. Mitt. Miiuch. Ent. Ver. 3 p. 27 t. 2 f. 1, 1 a (1879). — Rothsch. & Jordan Revis. p. 288 (1903). 2 o^, 1 9. — August, Oktober. tJber die Raupe teilt Sjöstedt folgendes mit: »Länge 11 Cm.; Grrundfarbe griin mit feinen violetten Marmorierungen; das ganze Tier mit gelben Dornen besetzt, welcbe auf dem Rlicken in zwei Reihen stehen; oben auf jedem (illiede zwei nach hinten konvergierende Striche; Kopf fast violett, wie die ganze Raupe nackt ohne Haare; die Atemlöcher mit rotgelbem Ringe; die Analklappe und die Deckenschilder des letzten Fusspaares violett wie der Kopf, die Analklappe oben mit vier kleinen stumpfen Dornen. Den folgenden Tag war die ganze Raupe bläulich violett. Yerpuppte sicb Ende September und gab am 23. Oktober den Schmetterling.» Die Puppe ist dunkel rotbraun und hat beinahe die Form und Grrösse derjenigen von Achcrouiia atropos. Am Vorder- rande des Mittelrtickens findet sich jederseits ein grosser, tief gefurchter, etwas gebogener, schvvarzer Querwulst; Mittel- rlicken mit seichten, unregelmässigen, teilweise bogenförmigen Furchen; die Hinterleibsgiieder 3—8 haben jederseits am Vorder- rande eine teilweise glänzende, teilweise grob runzelige Er- habenheit; der Cremaster ist stumpf dreieckig, rauh aber ohne Borsten öder Stacheln. Die Scheiden des Kopf es und der Beine sind leider so beschädigt, dass ich sie nicht beschreiben känn. Es ist interessant zu finden, dass die Raupe von Acan- thosphinx, welche (lattung Rothschild und Jordan in der Nähe von Lophostethiis stellen, auch mit Dornen besetzt ist. 105. Daphnis nerii L. Syst. Nat. ed. 10 p. 490 (1758). 3 ef , 4 9. — Dezember. 106. Nephele cequivalens Walk. List 8 p. 191 (1856). — RoTHSCH. & Jordan Revis. p. 563 (1903). 2 (f. — April. — Sjöstedt, Dusen. 107. Nephele funebris Fabr. Ent. syst. 3 : 1 p. 371 (1793). — RoTHSCH. & Jordan Revis. p. 557 (1903). 2 o^. — Januar, Mai. 44 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. lOS. Nephele accentifera Pal. Beauv. Ins. Afr. Amer. p. 264 t. 24 f. 1 (1805). — Rothsch. & Jordan Revis. p. 560 (lOOa). 4 o^, 1 9- — März, November. 109. Temnora fumosa Walk. List 8 p. 193 (1856). ~- RoTHSCH. & Jordan Revis. p. 574 t. 8 f. 5 (1903). 1 c^. — Oktober. 110. Temnora iapygoides Höll. Träns. Am. Ent. Soc. 16 p. 60 t. 2 f. 5 (1889). - RoTHSCH. & Jordan Revis. p.. 582 t. 7 f. 18 (1903). 19. — Dezember. 111. Ätemnora Westermanni Boisd. Spec. Gren. l^ep. Het. 1 p. 355 (1875). — RoTHSCH. & Jordan Revis. p. 616 (1903). 2 c^. — November, Dezember. 112. Macroglossimi trochilub- Hubn. var. trochiloides Butl. Proc. Zool. Soc. 1875 p. 5 (1875). — Rothsch. & Jordan Revis. p. 632 (1903). 1 o^, 2 $. — Februar, November. 113. Euchloron megcera L. Syst. Nat. ed. 10 p. 492 (1758). — Rothsch. & Jordan Revis. p. 743 (1903). 2 $. — April, Mai. 114. Hippotion eson Cram. Pap. Exot. 3 p. 58 t. 226 f. C (1779). — Rothsch. et Jordan Revis. p. 754 (1903). — Metam. Fawcett Träns. Zool. Soc. 17 p. 175 t. 8 f. 20—22 (1903). 3 o^, 4 9. — November, Februar. Die von Sjöstbdt heimgebrachten Raupen und Puppen stimmen gut mit Fawcetts Abbildungen ilberein. Fam. Limacodidae. 115. Fhlehodicha af flata Karsch. Ent. Nachr* 22 p. 2i?^ (1896). 1 $. — Ekundu. 116. Frolatoia perileuce Höll. Ent. News 4 p. 108 t. 7 f. 10 (1893). I d". — Mai. CHR. AURIVTLLIUS. LEPIDOPTERA HETBROCERA. 45 Fig. 117. Prolatoia Sjöstedti Auriv. Ent. Tidskr. 18 p. 221 (1897). — Taf. 1, Fig. 3. 1 y. — Dezember. Känn diese Art das Weibchen von perileuce sein? Die Raupe (Fig. 33) hat vier Längsreihen von stacheligen Tuberkeln, zwei auf dem Rilcken und eine jederseits oberhalb der Atemlöcher. Die Ruckentnberkeln des zweiten, dritten, vierten, zehnten und elften (xliedes sind läng, zapf enformig, diejenigen der Glieder 5 — 9 da- gegen sehr kurz, so dass die Stacheln fast direkt ans der Han t kommen. Die Seiten- dorne sind alle ziemlieb läng, schmal kegelförmig mit wei- cher(?) Spitze; an der Wurzel trägen sie mebrere Stacheln, welcbe so läng öder länger wie die Tuberkeln selbst sind. Das vierte (rlied hat keine Seiten- dorne. Das erste Glied oben in der Mitte mit einem glän- zenden, hornigen, vorne abge- rundeten, hinten quer abgeschnittenen Rtickenschild. Nach Sjöstedts Angabe ist die Raupe grtin mit einer gelben Quer- binde zwischen den Rtickendornen des vierten und zehnten (xliedes und blauem Rtickenfelde der (jlieder 2, 3 und 5. Das Gespinst ist vom gewöhnlichen Limacodiden-Typus und von einem dtinneren, weichen Säck umgeben. 118. Semtjrilla lineata Höll. Ent. News 4 p. 102 t. 7 f. 7 (1893). . 1 $. — Oktober. 119. Cosuma rugosa Walk. List 5 p. 1113 (1855). — minima Plötz S. E. Z. 41 p. 85 (1880). 4 ö^, 1 $. — Februar, Mai, Juli. 120. Cosuma undina Druce. Proc. Zool. Soc. 1887 p. ()83 (1888). — cinerea Höll. Ent. News 4 p. 107 t. 7 f. 12 (1S93). 4 o^. — Juni, August, September, Dezember. 121. Bliypteira sordida Höll. Ent. News 4 p. 107 t. 7 f. 19 (1893). 1 9. — Juni. der 33. Raupe von Prolatoia Sjö- AuRiv., a. von oben: b. von Seite; c. ein 8eitendorm mit Stacheln. 46 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. 122. Somara canescens Walk. List 5 p. 1126 (1855). crefata Karsch. Ent. Nachr. 25 p. 140 (1899). 1 o^, 1 $. — Mai. — Sjöstedt, Dusen. 123. Phorma pepon Karsch. Ent. Nachr. 22 p. 280 1 (/•. — Oktober. Die Raupe ist nach Sjöstedt grtin iind mit stacheligen Zapfen besetzt, welche vorne uncl Mnten verlängert sind; der Rticken ist jederseits von einer braunen, weissgesänniten Linie begrenzt. Das (respinst länglich kugelförmig, lederbraun. 124. Parasa trapesoidea AuRiv. Ent. Tidskr. 20 p. 253 (1900). ?i d^. — Mai, Juni. — Sjöstedt, Valdau & Knutson. 125. Parasa viridifascia Höll. Ent. News 4 p. 103 t. 7 f. 16 (1893). 3 cj^. — Jnni. 126. Parasa nana Höll. Ent. News 4 p. 103 t. 7 f. 15 (1893). 1 c^. — Dezember. 127. Delorhachis nigrovenosa Karsch. Ent. Nachr. 22 p. 276 (1896). — Taf. 1, Fig. 5. 1 o^. — Juni. — N'Dian. 128. Ctenocompa hilda Druce Proc. Zool. Soc. 1887 p. 682 (1888). — HoLL. Ent. News 4 t. 7 f. 18 (1893). 3 ef , 1 9. — März. — Valdau & Knutson, Sjöstedt. 129. Gtenolita argyrohapta. Karsch. Ent. Nachr. 25 p. 138 (1899). 9 o^. — Februar, März, Mai, Juni. 130. Baria elsa Druce Proc. Zool. Soc. 1887 p. 683 (1888). — HoLL. Ent. News 4 t. 7 f. 6 (1893). 2 ef • — Juni, September. Unter den Limacodiden-Raupen, welche Sjöstedt gefunden aber nicht gezogen hat, gibt es eine Art, welche durch 8 Stticke vertreten ist und sich durch die eigentiimliclie Bil- dung der Seitenzapfen auszeichnet. Diese Raupe (Fig. 34) war nach Sjöstedt oben hell blau mit schwarzen Zapfen, unten hell gelbbraun. Die Riickenzapfen sind recht läng und an CHR. AURIVTLLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 47 der Spitze mit 6 — 10 sehr scharfen Stacheln bewaffnet; sie kommen nur auf den Gliedern 3, 4, 10 iind 11 vor. Die Seitenzapfen, welche auf den (Tlliedern 1, 2 und 4 fehlen, sind gleich läng und fast wagerecht ausgesperrt mit stumpfer, Fig. 34. Raupe einer unbekannten Limacodide. a. von oben; b. von der Seite; c. und d Seitenzapfen von oben und von der Seite gesehen. auf der oberen Seite von einem elfenbeinweissen, lialbmond- förmigen, nach innen ofFenen, wulstig erhabenen Saume um- gebener Spitze. Auf der oberen Seite nabe an ihrer Wurzel trägen die Seitenzapfen drei scbwarze Stacheln, auf der ITn- terseite 2— o stumpfe, helle Zäpfchen (Fig. 34 c, cl). Als Anhang zu den Limacodiden fiihre ich die Gattung Zaracha, deren systematische Stellung unsicher ist, an. 131. Zaracha extranea Walk. Träns. N. H. Soc. Glas- gow 1 p. 335 (1869). — BuTLER An. N. H. (5) 2 p. 456 (1878). — Karsch. Ent. Nachr. 20 p. 379 (1894), 21 p. 368 t. 4 f. 4 (1895). — herpa Druce Proc. Zool. Soc. 1887 p. 670 t. 55 f. 12 (1888). 5 o^. — Mai. Fam. Lymantriidse. 132. Stiljmotia luteipes Walk. List 4 p. 843 (1855). alhina Plötz S. E. Z, 41 p. 84 (1880). 2 o^, 2 9. — Mai, Oktober, Dezeml)er. 48 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. 133. Stilpnotia nifiila Druce Träns. Eiit. Soc. Lond. I90;> p. 379 (1903). 3 $. — Mai, Juni. , Hollands Figuren von oyove)}sis scheinen inir besser auf diese als auf die vorige Art zu passen. 134. Stnpnotia parva Plötz Stett. E. Z. 41 p. 84 (1880). — aurifrons Möschl. Abh. Senck. Gres. 15 p. 75 t. 1 f. 3 (1888). 1 ef . — Dezember. Ich habe sowohl Plötz's wie auch Möschler's Typen unter- suckt und halte sie sicher fur dieselbe Art. 135. Naroma signifera Walk. List 7 p. 1744 (I8')li). — Weyenherghi Snellen Tijdschr. Ent. (2) 7 ]). 43 t. 3 f. 9 — 12 (1872). — cadica Plötz Stett. E. Z. 41 p. 85 (1880). — 3faMJh RocHEBR. Bull. Soc. Philom. (7) 8 p. 30 (1884). 2 o^, 1 9- — Februar, November, Dezember. Sjöstedt fand eine Raupe, welche er auf folgende Weise beschreibt: »Ganz haarig; Kopf schwarz; die Glieder 1 — 3 heller als die folgenden gefärbt, zwischen Glied 1 und 2 zwei schwarze Punkte; erstes Glied mit zwei nach vorn diver- gierenden, schwarzen Linien.. Die Puppe ist ziemlich schlank, dtinnschalig, bräunlich gelb, oben dunkler als unten, tiberall, ausgenonimen an den Fliigelscheiden, dicht haarig. Der Cremaster ist langgestreckt, etwas flachgedruckt, an der Spitze und an den Seiten mit zahl- reichen Borstenhäkchen besetzt. 13(). Sfracena fuscirena Swinh. Träns. Ent. 8oo. 1903 ]). 388. — Taf. 1 Fig. 1 ef, 2 ?. 5 ef, 15 9- — Juni, Juli. Die hier abgebildeten Männchen und Weibchen wurden aus der Raupe gezogen und gehören sicher zusanimen. Die Beschreibung, welche Swinhoe (Tr. Ent. Soc. 1904 p. 144) vom ef gib^' passt dagegen nicht und muss einer anderen Art gehören. Die Entwicklungsstadien sind sehr ausgezeichnet und be- weisen, dass Stracena eine reeht abweichende Lymantriiden- Gattung ist. Die Raupe (Fig. 35) ist einfarbig griin, etwas flachge- druckt mit sehr tiefen Einschnitten zwischen den Segmenten. Die Riickenwarzen sind mit steifen, borstenähnlichen, die Seitenwarzen mit langen, weiclien, weisslichen Haaren bekleidet. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 49 Mediaue Riickenpinsel fehlen; an den Gliedern 9 und 10 aber finden sicli die fur die Lymantriiden charakteristischen E-ticken- driisen, die jedoch scliwacli ent- wickelt sind. Die Zahl und An- ordnung der AVarzen geht aus den Figuren 35 ä und e kervor. Der Kopf hat vorne jederseits zwiscken dem Flihler und der MundöiFnung ein grosses, auf- gebogenes, ziemlich flachge- driicktes, blasenförmiges An- hängsel, welckes an die Palpen der Sckmetterlinge erinnert, vergL Fig 34 h, c. Eine solche Bildung ist mir bei keiner anderen Eaupe bekannt. Die Thorakalbeine sind läng und an der Spitze scheinbar mit zwei Klanen bewaffnet, indem sie an der Spitze der gewöknlichen Klaue gegeniiber mit einem Stachel bewaffnet sind. Die Abdominalbeine kaben eine grosse kalbmondförmige Sohle. Die Puppe (Fig. 36) ist völlig nackt, stark glänzend, mit dicker, porzellanartiger Schale und bunt gefärbt wie eine Tag- falterpuppe. Die Hinterleibsglieder 2 — 4 (besonders das Glied 3) sind auf dem Eiicken stark verdickt und erhaben, aber sanft abgerundet; die Grlie- der. 5 — 7 sind viel kleiner und Yon einer scharfen ring- lörmigen Liste umgeben. Der Cremaster ist ziemlich läng, fast drehrund und an der Spitze mit einigen Häk- chen besetzt. Die Grund- farbe scheint weisslich .2:e- wesen Fig. 35. Raupe von Stracena fusci- vena Swinh. a. die ganze Raupe: h. Kopf von vorne: c Kopf von der Seite: fZ. Wärzchen des drittenGliedes: e. Wärzchen des siebenten Gliedes. Fig. 36. Pappe von Stracena fuscivena Swi]s'H. a. von oben: b. von der Seite; c. von unten. und ist mit kleinen, schwarzen und grossen, orange- farbigen Flecken geziert. Arkiv för zoologi. Band 2. X:o 4. 4 50 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. 137. Stracena promelcena Höll. Ent. News 4 p. -61 t. 3 f. 11 (1893). 29. — Dezember. Die Pnppe (Fig. 37) ist derjenigen von fiiscivena ähn- ich, aber grösser und auf der Baiichseite mit je einem gerun- deten, schwarz umzogenen Flecke auf den Gliedern 5 nnd 6. Ein drittes, auch gezogenes Weibcben weicht von promeloena dadnrch ab, dass die dunkle Saum- binde der Hinterfliigel fehlt und die Rippen der Vorderflligel heller, mehr bräunlich sind. Diese Form, welcbe kaum eine verschiedene Art Fig. 37. Puppe Yon Stracena ist, mag ab. m^ermet^/a benamit wer- promelcena Höll., von der Seite ' und von oben. den. Die Puppe stimmt mit derjeni- gen von promelmna völlig tiberein. 138. Sapelia sulphureivena n. sp. — Nivea, fronte, pec- tore, femoribus, margine postico collaris, linea media dorsi et baseos abdominis, margine antico, costis 1 — 3 et costa me- diana alarum anticarum ciliisque ItBte sulphureis, alis sub- hyalinis, niveis immaculatis; antennis niveis pectine fusco. c^. — Expans. alar. 48 mm. 1 o^. — Dezember. Die Art ist offenbar eine Sapelia und mit S. flavipectus nahe verwandt, vielleicht nur ein gut erhaltenes Sttick dieser Art. SwiNHOE sagt nichts von den gelben Rippen der Vor- derfltigel öder von den gelben Zeichnungen des Rtickens, gibt dagegen an, dass die ganze Unterseite gelb ist. Bei sulpthureivena aber ist die Unterseite des Hinterleibs rein weiss. Die G-attung Sapelia ist mit Stilpnotia sehr nahe ver- wandt und weicht im Geäder kaum ab (die MDC der Vorder- flugel ist weniger nach innen gebogen und der Stiel von 7 + 8 -f 9 der Vorderfltigel mehr gebogen). Durch die sehr kurzen Palpen känn sie am besten von Stilpnotia unter- schieden werden. Die Hinterschienen haben wie bei Stilpnotia nur zwei Spornen. Die Raupe (Fig. 38) ist lebhaft grasgriin mit schwarzen Warzen und einigen schwarzen Flecken auf dem Rticken; die Rtickendriisen scheinen, wie bei der Raupe von S. salicis, CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 51 nur auf den Griiedern 4, 5 imd 10 entwickelt zii sein; aiif den anderen Griiedern sind sie nnr durch einen schwarzen Fleck vertreten. DiePuppe(Fig.38e) ist glänzend griin mit je zwei langen, diinnen Harpinseln af dem Vor- der- imd Mittelrticken und älinlichen, weissen Pinseln auf den Seiten der Grlieder 4 — 8. Die Haaren der Pinsel sind am Ende knopfförmig erweitert. Der Mittel- rticken ist hinten etwas erhaben und rot gefärbt. Am driften Hinterleibs- glied findet sich eine puckelige schwarze Er- tiabenlieit, von welcher nacb Mnten jederseits ein schwarzer, an den Gelenkfiigungen abge- brochener Stricli bis zum siebenten Grliede ausffeht. Fig. 38. Sapelia siilphureivena Auriv. a. die Eaupe; b. drittes; c. viertes; d. siebentes Kör- perglied der Raupe; e. die Puppe. Der Cremaster ist ziemlich läng, scharf abgesetzt, gleichbreit und mit zablreichen Borstenbäkchen besetzt. Gr . Palpi porrecti, frontem paullulum superantes. — Antennte maris usque ad apicem longe bipectinatse. — Tibise posticse calcaribns 4 prseditse. — Alse anticse costis 12 prEedittie: costa 2 e latere postice cellulse pone medium, costa 3 fere in medio inter costas 2 et 4, costse 4 et 5 ex angulo postico cellulse, costa 6 paullo pone angulum anticum cellulse, costa 7 et 8 + 9 ex eodem puncto vel breviter Fig. 39. Grammoa striata Aueiv 52 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. petiolatse ex aogulo antico cellulse, costa 10 sat longe ante apicem et costa 11 liberee e latere antico cellulse orientes; petiolns costarum 8^ et 9^ valde curvatus. Cellula discoidalis alarum anticarum longa medium alöe superans. Costöe ala- rum posticarum 8: costa 2^ e latere postico, 3, 4 et 5 fere contiguse ex angulo postico cellulse, 6 et 7 breviter separatee ex angulo antico cellulse, costa 8 libera e basi sed ante me- dium cellulse ei approximata et cum illa costula transversa brevissima conjuncta orientes. 139. Grammoa striaia n. sp. — Flavescens fronte pec- tore apiceque abdominis saturatioribus, flavis; antennis, tibiis tarsisque nigris; alis niveis, anticis margine costali, costis 4, 6, 7, 8, 9 plicisque cellulse discoidalis et arese 1 b utrinque nigris, posticis ad apices costarum 4, 6, 7 et plicse arese 1 c breviter nigrostriatis ; alis infra prope marginem costalem dense lutescente villosis. c/"- — Expans. alar. 41 mm. I ^. — Knutson & Valdau. Synogdoa nov. gen. Palpi breves. — Antennse feminse fere ad apicem bipec- tinatsB ramis sat brevibus. — Tibise posticse calcaribus 2 tan- tum prseditse. — Alse anticse costis 12 prseditse: costa 2 e latere postico cellulse. longe pone medium, costa 3—5 ex an- gulo postico cellulse, costa 6 et petiolus co- starum 10 + 7 4- 8 -f- 9 ex angulo antico cellulse et costa 11 libera e latere antico cellulse orientes. Cellula discoidalis alarum anticarum dimidium alse vix superans. Costse alarum posticarum 8: costa 2 e latere postico cellulse, costse 3 et 4 ex angulo postico cel- Fig. 40. Synogdoa i^ilg^ costa 5 paullo ante ans^ulum posticum simjnex Auriv. ' ^ ^ ^ cellulse, costse 6 et 7 petiolatse ex angulo antico cellulse, costa 8 e basi libera sed deinde fere ad apicem cellulse cum cellula conexa orientes. Costula transversa cellulse profundissime incurva. Durch die länge Zusammenschmelzung der E,ippe 8 der Hinterfltigel mit der Vorderrandsrippe der Mittelzelle weicht diese Gattung von allén mir bekannten Gattungen der Ly- mantriiden ganz erheblich ab. In anderen Kennzeichen und CHR. AURIVILLIUS, LEPTDOPTERA HETEROCERA. ob im ganzen Habitus stimmt sie aber so nahe mit den Lyman- triiden iiberein, dass sie nach meiner Ansicht mit denselben vereinigt werden muss. 140. Synogdoa simplex n. sp. — Fig 40. — Sordide et pallide flavescens; alis subhyalinis costis brunnescentibus, an- ticis puncto nigro ad angulnm costiilee transversai ornatis. $. — Expans. alar. 47 mm. Ein Weibcben. — N'dian. — Mai. Die Art hat eine grosse äussere Ähnlichkeit mit dem Weibchen von Stracena fuscivena. 141. Euproctis cliscipuncta Höll. Psyche 6 p. 418 t. 10 f. 22 (1893). 1 cr^. — Yaldau & Knutson. Das Sttick ist ziemlich beschädigt, scheint aber dieser Art anzubören. 142. Euproctis xanthomelcena Höll. Psyche 6 p. 418 (1893). 1 o^. — Juli. 143. Euproctis Sjöstedti n. sp. — Fig. 41. — 9. Alba capite, thorace pedibnsque levissime flavescentibus, fascicnlo apicali ab- dominis ochraceo; alis utrinque niveis,anticis supra fascia transversa media alteraque sub- marginali macularum e squamis nigris com- positarum ornatis. — Expans. alar. 45 mm. 29. — Mai. — Vald AU & Knutson; Sjöstedt. Ein bescbädigtes Männchen, welches T7I1 .. 1 ciK Ii. Fi^. 41. Euproctis eme Flugelspannung von nnr 2o mm. liat, sföstedti Auriv. ?. gehört wahrscheinlich zu dieser Art. 144. Euproctis ruhroguttata n. sp. — Fig. 42. — o^. Pallide flavescens, abdomine, alis posticis utrinque et alis anticis infra albis; alis anticis supra alternatim flavo et albo tri- fasciatis gutta discali (in medio costulse trans- versce cellulse) et guttis 8 submarginalibus rubris. — Expans alar. 35 mm. Fig. 42. Euproctis ^ ruhroguttata 1 c^. — Yaldau & Knutson. Auriv. 145. Euproctis parallela Höll. Psyche 6 p. 418 t. 10 f. 21 (1893). 1 $. — Dezember. 'W!t 54 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 4. Euproctilla nov. gen. A genere Euproctis, cui valde affinis, cliffert palpis longis, capite diiplo longioribus, oblique adscendentibus, costa 6^ ala- rum anticarum deficiente et costa 8^ alarum posticarum cum celKila longe conjuncta. 146. Euproctilla insignis n. sp. — Fig. 43. — (^. Alba articulo secundo palporum extus bninneo ; alis anticis in inedio pläga magna irregulari flavo-brunnea et ad mar- ginem naaculis nigro fuseis ornatis, posti- cis supra squamulis fuseis conspersis. — Fig. 43. Euproctilla in- Expans. alar. 15 mm. signis AuRiv. I ^. — Dezember. 147. Euproctilla? clisjuncta n. sp. — Pallide flavescens palpis extus brunnescentibus; alis anticis supra flavescentibus, in medio et ad angulum posticum fusco-conspersis, posticis supra sordide flavescentibus prope marginem obsolete fusco- conspersis; alis infra sordide albidis pone medium lineis dua- bus transversis, arcuatis parum distinctis brunnescentibus or- natis. — Expans. alar. 15 mm. 1 o^. — September. Das einzige mir vorliegende Stiick ist leider etwas be- scbädigt. Diese kleine Art stimmt mit Euproctilla in der Bildung der Palpen und durch das Fehlen der Rippe 6 der Yorderfltigel uberein, weicht aber durch die Rippe 8 der Hinterfliigel, welcbe wie bei Euproctis verläuft, ab. Mylaiitria nov. gen. A genere Lymantria costis 6 et 7 alarum posticarum petio- latis et calcaribus tibiarum posticarum longioribus tantum difFert. Die einzige mir bekannte Art dieser Gattung, xantJiospila Plötz, wird von Swinhoe unrichtig zu der Gattung Euprcctis gefiihrt. Von Euproctis weicht sie durch die Stellung der Rip23e 10 der Vorderfliigel wesentlich ab. 148. Mylantria xantliospila Plötz Stettin. E. Z. 41 p. 84 (1880). — orestes Druce Proc. Zool. Soc. 1887 p. 674 (1888). 3 o^, 1 9. — April, Juli. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA, 55 149. Lymantria vaciUans Walk. List 4 p. 873 (1855). — Taf. 1, Fig. 6 ö^, 7 $. Zahlreiche gezogene Männchen und "Weibchen. — Dezember. Das bisher iinbekannte Weibchen ist wie gewöhnlich un- ter den Lymantria-ATten vom Männchen ziemlich verschieden. Es ist besonders durch die dunkleren Yorderfliigel, die roten Franzén beider Flligel und die zwei letzten, ockergelben, an jeder Seite mit einem grossen scbwarzen Flecke gezierten Hinterleibsglieder ausgezeichnet. Fig. 44. Lymantria vaciUans "Walk. Raupe und Puppe. Die Raupe (Fig. 44) erinnert an die Raupe von Lyman- tria disxxir. Sie ist oben dunkelgrau, an den Seiten und unten rötlicli braun; die Glieder 4 — 11 baben jederseits einen schiefen scbwarzen Strich, welcher von der Seitenwarze (3) bis zum Vorderrande des Grliedes läuft. Die vorderen E-ticken- warzen (= Warze 1) sind verklimmert und trägen nur einen einzigen öder höchstens zwei Stacbeln, die hinteren Rticken- warzen sind mit zablreichen scbwarzen Stacheln besetzt; die oberen Seitenwarzen (= Warze 3) trägen in der oberen Hälfte Stacheln, in der unteren aber nur länge, weiche, braune Haare; die unteren Seitenwarzen, weiche wohl durch Vereinigung der Warzen 4 und 5 gebildet sind, haben nur weiche braune Haare. 56 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND. 2. NIO 4. Die Pnppe (Fig. 44) ist gelblich blaiigrau mit feinge- körnter Haut und zalilreichen Haarpinseln. Die Pinsel des Vorder-, Mittel- und Hinterriickens und der drei ersten Hin- terleibsglieder sind schwarz und bestehen aus flacbgedrtickten Haaren; die librigen Pinsel sind hell gelblicb und aus weiclien, drehrunden Haaren gebildet; das neunte Hinterleibsglied und der Creniaster sind schwarz. 150. AhynotJia Freussi Mab. & Vuill. Nov. Lep. 7 p. 57 t. 9 f. 5 (1892). — AuRiv. Ent. Tidskr. 13 p. 194 iig. (1892). 3 c^. — Juni. Die Vorderfltigel sind im Rippenbau veränderlich ; ein Radialfeld ist gewöbnlich vorbanden und die Rippe 10 ent- springt in diesem Falle bald aus dem Radialfelde, bald etwas binter dem Radialfelde aus dem Stiele von 8 + 9. Bisweilen feblt das Eadialfeld völlig, und die Rippe 10 kommt aus dem Stiele von 7 + 8 + 9 ganz wie bei Li/manfria. 151. Crorema mentiens Walk. List 4 p. 811 (1855). — 9- ohliqua Walk. List 7 p. 1734 (1856). — $. amj^la Walk. List 32 p. 346 (1865). — sulphurea Plötz Stett. E. Z. 41 p. 84 (1880); Möschler Abb. Senck. Ges. 15 p. 75 t. 1 f. 10 (1888). 2 c^, 4 9. — Februar, Mai, Oktober, November. 152. MarUa indenfata Höll. Ent. News 4 p. 61 t. 3 f. 8 (1893). 2 9. — März, Juni. Argyrostagma no v. gen. Palpi tenues, porrecti. — Antennse breves; feminse bre- viter bipectinatse. — Pedes mediocres; tibiee et tarsi antici ^^f^95a^ ^^^^^^S- extus pilosa; tibise po- ^^'"^^^^ i i v^^^^^^~^ sticse calcaribus 2 tan- \V^^^^^^^^^^^^^^ /^0--<^^E~~7^ ^^^ prseditEe. — Costse ^^^^^^^^^kM^^^~z=~^^' alarum anticarum 12: ^flzY\_ _^. " /^^M^ ^""'^^^^X costa 2 e latere postico '^'3^/ // feä w^r^^!^^^^\>^- cellulse pone medium, ^"^^-'^•^'^ fes ^V\v$^ costa 3 duplo longius ^^ " ■ ' a costa 2 quam ab an- Tig. 45. Ärgyrostagma niohe Weym. ?. gulo postico cellulse, CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 57 costa 4 et 5 ex angulo postico, costa 6 ex angulo antico cel- lulse, costa 7 et petioliis longiis costarum 8 + 9 ex apice areolse radialis, costa 10 ex areola et costa 11 libera e latere antico cellulse orientes. Costge alarum posticariim 8: costa 2 e latere postico cellulse, costa 3 ante angulum posticum cellulse, costa 4 & 5 ex eodem puncto, angulo postico cellulee, costse 6 et 7 petiolatse ex angulo antico cellulc©, costa 8 a basi libera, sed usque ad pone medium cellulai ad eam arcte adpressa et pone medium cum ea costula träns versa conjuncta orientes. — Pupa nuda, folliculata. Niohe Weym., welche der Typus dieser Gattung ist, wurde bisher zu Lymantria (Forthefria) gestellt. Von Lymantria weicht sie jedoch sofort durch das Radialfeld der Vorderflitgel und die nur mit zwei Spornen bewaffneten Hintertibien ab. 153. Argyrostagma niohe Weym. B. E. Z. 41 p. 89 (1896). TJiomsoni Druce An. N. H. (7) 1 p. 209 (1898). 1 $. — Dezember. Die Puppe ist hellbraun, ziemlich glänzend und ganz nackt; ihr Cremaster ist kurz kegelförmig, fein gefiircht, schwärzlich und trägt am Ende mehrere Borstenhäkchen; sie ruht in einem dlinnen gelblicben (jespinst. Die leere Haut zeigt, dass die Raupe haarig gewesen ist. 154. Dasychira stigmatica Höll. Psyche 6 p. 415 t. 10 f. 2 (1893). — Taf. 1 Fig. 4. 1 $. — Februar. Die schöne Raupe (Fig. 46) ist eine typiscbe Dasychira- Raupe; sie ist schwarz, unten etwas heller gefärbt und auf den Gliedern 5—10 jeder- seits mit zwei hellen, gelb- lichweissen Seitenlinien ge- ziert. Die Warzen trägen schwärzliche gefiederte Haa- re, welche ausgesperrte Pin- sel bilden; auf .der Mitte des Riickens der Glieder 4 — 7 findet sich je ein dichter, Fig. 46. Raupe von Dasychira stigma- lebhaft roter Haarquast und auf dem 11^^*^ Gliede ein breiter, schwarzer Haarquast; die Rtickendrtisen der Glieder 9 und 10 sind gut entwickelt und citrongelb. 58 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. Die feinhaarige Puppe ruht in einem fast nur aus den Haaren der Eaupe gebildeten Grespinste und ist glänzend gelbbraun und diinn bebaart. Holland stellt diese Art in seine neue Gattung Hetero- nygmia. Diese Gattung scheint mir aber ein Gemisch von heterogenen Arten zu sein. Die erste Art stigmatica ist eine Dasychira, die dritte hasibrunnea eine Lcelia und die sechste rhodapicata (= manicata AuRlv.) eine Lymantria; die tibrigen vier Arten sind mir unbekannt. 155. Dasychira ocellata Höll. Psyche 6 p. 432 t. 10 f. 8 (1893). 1 cf". — März. Die Vordertarsen sind diclit haarig. Diese Art ist dem- nach keine Lcelia. Sjöstedt beschreibt die Raupe mit Iblgenden Worten: »Schwarz mit dunklen Pinseln; von den Seitenpinseln sind diejenigen des ersten Gliedes die längsten; die Glieder 4 — 7 haben jedes einen dichten, braunen Pinsel von gleicblangen Haaren; das 11^ Glied bat einen dichten, schwärzlichen Pin- sel.» Es geht aus dieser Bescbreibung deutlich bervor, dass die Raupe von ocellata derjenigen von stigmatica recht ähn- lich ist. Die Puppe ist gelbbraun, feinhaarig und ruht in einem von den Haaren der Raupe gebildeten Gespinste. 156. Dasychira pulcJwipes n. sp. — Fig. 47. — Alba vittis tribus collaris, vitta lata media mesothoracis et abdo- mine toto griseis; pedibus anticis flavo-, brunneo- et niveo-variegatis ; palpis flavis; alis sericeo-albis, anticis supra costis, fascia obliqua media a mar- gine costali prope apicem ad marginem posticum prope basin ducta et in medio obsoleta fasciaque mar- Fig 47. Da- crrn.^Yi apicem versus ano;ustata fusco-firriseis; ciliis sychira pul- ^ . . ^,, , ,. '^,. . . .. ° ... . chripes griseis aibomaculatis; aiis mira aibis, anticis ad. AuRiv. o^. costam angustissime flavicantibus. — Expans. alar. 24 mm. 1 d^. — Dezember. 157 Basychira coeca Plötz Stett. E. Zeit. 41 p. 84 (1880). — nubilata Höll. Psyche 6 p. 469 (1893). 2cf. — Juni. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA, 59 158. Dasychira alhilinea Höll. Psyche 6 p. 469 t. 18 f. 7 (1893). 1 cr^. — Victoria. Diese Art ist vielleicht nnr eine Aberration der vorigen. Bei frischen Stucken von beiden finden sich am Saume der Vorderfliigel dunkle . Punkte, welche mit einigen wenigen bläulichen Schuppen besetzt sind, 159. Dasychira mascarena Butl. An. X. H. (5) 2 p. 294 (1878). — Saalm. Lep. Mad. p. 195 t. 7 f. 112 (1884). — cangia Druce Proc. Zool. Soc. 1887 p. 674. — congia Höll. Psyche 6 p. 567 t. 10 f. 12 (1893). 1 o^, 3 $. — Februar. Da icli keine Stticke von dieser Art ans Madagaskar ge- sehen habe, wage icK niclit zu entscheiden, ob die Kamerun- Exemplare wirklick zu mascarena gehören. Die Grundfarbe der Oberseite der Vorderfliigel ist mehr griinlicli als in Saal- mtillers Figur. Die Puppe rubt in einem dicken bräunlichen Gespinst; sie ist glänzend rotbraun und sparsam bekaart; auf dem Riicken der Hinterleibsglieder 1 — 3 iindet sich je ein grosser Fleck von dicht gedrängten, biröförmigen, graubraunen Schuppen. 160. Dasychira cameruna n. sp. — Fig. 48. — Griseo- brunnea, palpis et tibiis anticis saturatius brunneis, dorso abdominis medio virescente; alis anticis supra obscure olivascente-brunneis lineis tribus transversis undulatis fuscis viridi- marginatis, prima obsoleta subbasali, se- cunda ante medium distincta suberecta, tertia postmediana arcuata medio vix viridi-marginata, ad apicem cellulae lineola transversa obsoleta virescente, ante apicem - 1 T i. -T, Fig. 48. Dasychira ca- prope margmem costalem maculis tribus nierima Auriv. 9. virescentibus (in.areis 6^—8); alis posticis supra unicoloribus obscure fusco- brunneis; alis inf ra fuscis, pone medium pallidioribus fasciis duabus transversis fuscis maculaque obsoleta discali ornatis. — Expans. alar. 52 mm. 1 $. — Juni. Nach der Beschreibung scheint diese Art der Notohyha muscosa Höll. ähnlich zu sein. 60 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. 161. Dasychira fusca Walk. List 4 p. 918 (1855)? 1 ?. ^ Das einzige mir vorliegende Stuck hat zwischen der Diskal- linie imd der Saumlinie eine deutliche submarginale Quer- linie, welche bei Walkers Art zii fehlen scbeint; sie gehört vielleictit darum einer anderen Art an. 162. Dasychira sp. (hasalis Walk.?). Ein leider ganz beschädigtes Weibcben stimmt in Fliigel- form genan mit dem von Holland abgebildeten "Weibcben von basalis. 162. Notohyha? himaculata n. sp. — Fig. 49. — Griseo- fusca, palpis, capite, collari et mesonoto brunneo-fuscis, tarsis omnibns nigroannulatis et usque ad apicem dense fasciculato- birsntis; alis anticis snpra fusco-brunneis leviter lutescente- marmoratis lineis transversis nigris obsoletis, in area 1 b prope basin macula eliptica atra et ad marginem costalem ^ prope apicem macnia altera atra ornatis, ad marginem externum serie lunularnm nigra- rum et in areis 3 — 6 maculis flavicantibns snbmarginalibns prfeditis; alis posticis supra unicoloribns fnsco griseis; alis infra fusco- T^. A(, ^^ ^ 7^ o ffriseis macnia discali et lineis duabns pone Fig. 49. Isotohyha^ ° . . , ^ himaculata Auriv. medinm prima contmna, altera plus minus ob- ^- soleta maculari, fuscis. — Expans. alar. 40 mm. I d"- — Oktober. Diese Art scbeint mit Notohyha nubifur/a Höll. und X. delicata Höll. nahe verwandt zu sein. Wenn alle drei wirk- lich kongenerisch sind, ist die Gattung Notohyha sicher eine gute, von Dasychira leicht zu trennende Gattung (siehe unten p. 68). Die Puppe ist dunkel rotbraun, glänzend und ganz nackt; sie rubt in einem sebr dlinnen Gespinst, worin keine Haare eingemischt sind. Die leere Eiaupenhaut zeigt, das die Raupe haarig gewesen ist. 163. Notohyha? insolita n. sp. — Fig. 50. — Fusco- nigra tarsis omnibns fasciculis nigris e squamis compositis ornatis; abdomine supra luteo maculis 4 dorsalibus nigris (in segmentis 1 — 4) et fasciculo squamoso segmenti 2^ ornato; alis anticis supra fusco-nigris squamis plumbeis irroratis CHR. ÅURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA, 61 in inedio fascia lata valde irregulari nigra ornatis, infra unicoloribus fuscis macnia parva basali Intescente; alis posticis Inteis fascia latissima marginali, angnlum ani versus angnstata fnsco-nigro, infra luteis fascia lata snbmar- ginali nigrofnsca. — Expans alar. 40 mm. 1 ef', — Yaldau & Knutson. Diese nngewöhnlich gefärbte Art stimmt in Eippenban mit Dasychira nnd in der Be- haarung der Tarsen mit der vorigen Art liberein, ausgenommen, dass die Haare hier Fig. 50. Notohyha? dnrch langgestielte Schnppen ersetzt sind. 164. Terphothrix lanaria Höll. Psycbe 6 p. 474 t. 18 f. 19 (1893). 1. 9, 2 ef . Die Gattnng TerpJiothrix ist nacb meiner Ansicht eine gnte G-attnng, welche nichts mit Euprocfis zu tnn hat. Im Geäder stimmt sie mit DasycJiira tiberein, hat aber alle Tar- sen völlig nackt ohne Haare. Die eigenttimliche Raupe (Fig. 51) ist mit sehr langen hellgelben Haaren dicht bekleidet nnd ist ohne- dies anf dem Eticken der Glieder 4 nnd 9 mit je zwei Pin seln, welche aus sehr gros- sen, langgestielten Schuppen bestehen, geziert. Die War- zen sind gross und sehr Yollständig entwickelt (Fig. 51 b, <^. Auf der Mitte des Rlickens der Glieder 7 — 10 findet sich eine grosse biåsen- j.^^ 51 Terphothrix lanaria Höll. förmige Erhabenheit (Rii- a- die Raupe: b. drittes: c. siebentes Glied 1 T .. ^s derselben. ckendruse.^). Die Pnppe Ist gelblich weiss, völlig nackt und rnht in einem grossen, dlinnen, von den Haaren der Raupe gebildeten Gespinste. 165. Lcelia basibrunnea Höll. Psyche 6 p. 415 t. 10 f. 6 (1893). 1 o^. — März. 62 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. Die Systematik der Lymantriiden liegt noch sehr im Argen. SwiNHOE, welcher neulich das grosse Material des British Mu- seums aus Asien, Afrika und Australien revidiert hat/ fiihrt eine grosse Anzahl von Walkers und Hollands Gattungen als Synonymen auf, gibt aber leider keine tJbersiclit der von ihm anerkannten Grattungen. Es ist darum unmöglich, die Prinzipien, den er gefolgt hat, zu prlifen. Es scheint mir je- doch, dass er viele Arten aufgefuhrt hat, ohne ihre Kennzeichen genau untersucht zu haben. Nunmehr is es fast notwendig, dass jedermann, welcher eine Revision einer Gruppe liefert, auch die systematischen Grtinde, den er gefolgt hat, angibt, und besonders eine Ubersicht der Gattungskennzeichen, wie er dieselben bei seiner Revision auifasste, liefert, sonst wird seine Arbeit ftir andere Forscher fasst wertlos. Eine solche verdienstvolle Revision der australischen Lymantriiden hat TuRNER soeben veröffentlicht. ^ Obwohl viele afrikanische Lymantriiden mir noch unbe- kannt sind und ich auch nicht alle aufgestellte Gattungen priifen konnte, halte ich es jedoch fur zweckmässig, hier eine tJbersicht der mir bekannten äthiopischen Gattungen zu liefern, um zu zeigen, wie ich dieselben aufgefasst habe. Ubersicht der Gattungen der äthiopischen Lymantriiden. I. Vordertitigel ohne Radialfeld. A. Die Rippe 10 der Vorderfliigel frei aus dem Vorder- rande der Mittelzelle. a. Die Hinterschienen nur mit zwei Spornen. *. Die Rippe 8 der Hinterfltigel nur durch eine sehr kurze Querrippe mit der Yorderrands- rippe der Mittelzelle vereinigt. §. Die Rippe 7 der Vorderfliigel entspringt an öder vor der Mitte des Stieles von 8 + 9. o. Die Palpen gut entwickelt, spitzig. 1. Stilpnotia Westw. 00. Die Palpen kurz öder rudimentär. 2. Sapelia Swinh. 1 Träns. Ent. Soc. London 1903, p. 375—498. 2 Träns. Ent. Soc. London 1904, p. 469—481. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 63 §§. Die Rippe 7 der Vorderflligel entspringt ziemlich weit hinter der Mitte des Stieles von 8 + 9. Vorderschienen läng behaart. 3. Naroma Walk. **. Bie E.ippe 8 der Hinterfltigel eine Strecke mit der Vorderrandsrippe der Mittelzelle ver- sclimolzen. 4. Homoeomeria Wallengr. ^. Die Hinterschienen mit 4 Spornen. *. Die Rippe 7 der Yorderfltigel entspringt un- gefähr in der Mitte zwischen der Mittelzelle und der Rippe 8. Die E^ippen 6 nnd 7 der Hinterfltigel gestielt. 5. Leucoma Steph.^ (typ. I nigrum). **. Die Rippe 7 entspringt kiirz hinter der Spitze der Mittelzelle, viel näher an der Mittelzelle als an der Rippe 8; die Rippen 6 und 7 der Hinterfliigel getrennt. 6. Grammoa Auriv. B. Die Rippe 10 der Yorderflugel aus dem Stiele von 8 + 9. a. Die Hinterschienen nur mit zwei Spornen. Die Rippe 10 der Vorderfliigel entspringt stets viel nälier an der Mittelzelle als die Rippe 7. *. Die Rippe 8 der Hinterfliigel nur in einem Punkte öder durch eine kurze Querrippe mit der Vorderrandsrippe der Mittelzelle vereinigt. §. Die Querrippe (MDC) der Mittelzelle der Yorderflugel in ihrer Mitte nacti innen tief rechtwinkelig öder etwas spitzwinkelig ge- brochen. 7. Stracena Swinh. §§. Die Querrippe (MDC) der Vorderfliigel nur schwach gebogen öder fast gerade, selten in ibrem vorderen Teil kurz winkelig ge- brochen. o. Die Rippe 3 der Hinterfliigel entspringt vor der Hinterecke der Mittelzelle viel weiter von 4 als 4 von 5. 8. Hycdoperina Auriv.^ ^ Viele Arten aus Afrika werden von Swinhoe als zur G-attung Leucoma gehörend angefiihrt. Von den mir bekannten gehört aber keine wirklich za Leucoma; luteipes, nitida, gracillima und parva {aurifrons) gehören zu Stilpnotia, crocipes und tavetensis zu Crorema. ^ Hycdoperina nudiuscula n. sp. — Alba apice palporum, stipite an- tennarum, tibiis tarsisque anticis nigro-fuscis ; alis unicoloribus niveis sub- 64 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. 00. Die Kippen 3 und 4 der Hinterfltigel kommen beide aus der Hinterecke der Mittelzelle aus demselben Punkte öder wenigstens näher an einander als 4 und 5. 1. Die Vorderschienen anliegend be- schuppt ohne länge Haare. 9. Bhypopteryx AuRiv. 2. Die Vorderschienen langbaarig. 10. Polymona Walk. **. Die Rippe 8 der Hinterfltigel nur an der Wur- zel frei, dann fast bis zur Spitze der Mittel- zelle mit der Vorderrandsrippe der Zelle ver- scbmolzen. 11. Sijnogdoa AuRiv. ^. Die Hinterschienen mit 4 Spornen. *. Die Rippe 10 der Vorderflugel aus dem Stiele von 8 + 9 melir öder weniger weit binter dem Ursprunge von 7. §. Die Rippen o und 4 der Hinterfltigel aus demselben Punkte öder gewöhnlich ge- stielt. o. Die R,ippen 6 und 7 der Hinterfltigel läng gestielt. Die ODC der Vorder- flugel ist sehr kurz öder feblt. 1. Die Rippe 6 der Vorderfltigel an- wesend. Rippe 8 der Hinterfltigel nicht mit dem Vorderrande der Mittel- zelle vereinigt. a. Die Rippe 5 der Hinterfltigel fehlt. 12. Forthesia Steph. b. Die Rippe 5 der Hinterfltigel an- wesend. 13. Euproctis Hubn. 2. Die Rippe 6 der Vorderfltigel fehlt. Rippe 8 der Hinterfltigel eine Strecke mit der Vorderrandsrippe der Mittel- zelle verschmolzen. 14. Euproctilla AuRiv. hyalinis. costa anticarnm leviter flavescente et margine ipso fuscescente. cT- — Expans. alar. 31 mm. le/. — Kongogebiet. — Dannfelt. Erinnert sehr an Stilpnotia gracillima Höll. CHR. AURIVILLIUS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 65 00. Die Rippeii 6 und 7 der Hinterflugel niclit gestielt. Die ODC der Vorder- flitgel glit entwikelt, läng. Die Palpen läng, hervorgestreckt, die Stirn weit iiber- ragend. 15. Ornithopsyche Wallengr.^ §§. Die' Rippe 3 der Hinterflugel entspringt vor der Hintereeke der Mittelzelle und ist von der Rippe 4 länger getrennt als diese von 5. Die Eippen 6 und 7 der Hinter- flugel getrennt. Die ODC der Vorderfliigel ziemlicli läng. 16. Nyctemera Hubn. **- Die Rippe 10 der Vorderfliigel entspringt aus dem Stiele von 7 + 8+9 und demnach näher an der Mittelzelle als die Rippe 7. Die ODC der Vorderfliigel fehlt. §. Die Rippen 6 und 7 der Hinterflugel ge- trennt. 17. Lymantria Hubn. §§. Die Rippen 6 und 7 der Hinterflugel ge- stielt. 1. Die Hinterflugel oben einfarbig, ohne Zeichnungen, viel heller als die Vorder- fliigel. Die Mittelzelle der Hinterflugel fast von gewöhnlicher Länge. 18. Mylantria AuRiv. 2. Di^ Hinterflugel fast wie die Vorder- fliigel gefärbt und gezeichnet. Die Mittel- zelle der Hinterflligel ist sehr kurz und erreicht bei weitem nicbt die Mitte der Fliigel. 19. Ahynotha Swinh. II. Vorderfliigel mit Radialfeld. A. Die Rippe 11 der Vorderfliigel aus dem Radialfelde Aus der Spitze des Radialfeldes kommt der Stiel von 10+8 + 9. Die Rippen 3 und 4 der Hinterflligel ge- stielt. 20. Lacipa Walk. ^ Typus Aroa äiscalis Walk. In der Besclireibiing von Aroa sagt Walker: »Palpi breves robusti, pilosi; articulus 3 minimus.» »Foem. Abdo- minis latera lanuginosa.» Diese Beschreibung passt gar nicht auf äiscalis, sondern muss nacb ciner anderen Art wahrscheinlicb nach jpunctifera Walk. gemacht sein. Aroa fällt demnach mit Euproctis zusammen. Aroa Hampson Fauna Brit. Ind. 1 p. 437 ist sowohl von Euproctis wie aucli von Ornitho- psyche verschieden. Aroa Swinh. ist ein Gemisch von mehreren Gattungen. Arkiv för zoologi. Band 2. N:o 4. 5 66 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAXD 2. N:0 4. B. Die Rippe 11 der Yorderfingel ganz frei aus der Mittelzelle. a. Die Rippe 3 der Hinterflllgel entspriiigt vor der Hinterecke der Mittelzelle imd ist von der Rippe 4 weiter getrennt als diese von der Rippe 5. *. Die Hinterschienen nur mit 2 Spornen. §. Die Rippen 6 nnd 7 der Hinterflugel gestielt öder ganz zu einer Rippe ver- einigt. o. Die Rippen 4 und 5 beider Fliigel aus demselben Punkte öder kurz gestielt. Die Mittelzelle der Vorderflugel streckt sicli nicht liber die Mitte der Fliigel hinaus. Die Rippe 7 der Vorderlltigel entspringt näher an 6 als an 8. 21. Argyrostagma AuRiv. 00. Die Rippen 4 und 5 beider Fltigel an ihrer Wurzel deutlich getrennt. Die Mittelzelle der Vorderflugel weit Uber die Mitte der Fltigel hinaus reicliend. Die Rippe 7 der Yorderfltigel entspringt näher an 8 als an 6. 1. Die ODC der Vorderflugel fehlt, und die Rippe 6 konimt aus dem Radial- felde. Die Rippe 7 entspringt hinter dem Radialfelde aus dem Stiele von 8 + 9 öder sogar aus 8. Die Rippe 8 der Hinterflugel eine Strecke mit der Vorderrandsrippe der Zelle ver- schmolzen. 22. Somatoxena n. gen. (typ. Jasea Druce.) 2. Die ODC der Vorderfliigel deutlich. Die Rippe 7 aus dem Radialfelde. Die Rippe 8 der Hinterflugel frei aber dicht an der Mittelzelle ver- laufend. 23. Pirga Auriv. §§. Die Rippen 6 und 7 der Hinterflugel ge- trennt. Die Mittelzelle der Hinterflugel sehr läng, weit iiber die Fltigelmitte hinaus reiehend. Die Rippe 4 und 5 beider Fliigel getrennt. Die Rippe 7, 8 und 9 kommen CHR. AURIVILLILS, LEPIDOPTERA HETEROCERA. 67 alle fast aus demselben Punkte, der Spitze des Eadialfeldes. 24. CimoJa ^VALK. **. Die Hiuterschienen mit 4 Spornen. §. Die Palpen läng, die Stirn weit tiberagend. Das Radialfeld der Vorderfltigel sehr läng. 25. Jlarhla Swixh. §§. Die Palpen kurz, die Stirn nicht öder nur mässig liberragend. Das Eadialfeld der Yorderflilgel mässig gross. o. Die Eippen (3 iind 7 der Hinterfltigel an ihrem Ursprunge getrennt öder aus dem- selben Punkte. 26. Cropera ^Valk.^ 00. Die Eippen 6 und 7 der Hinterfltigel gestielt. 1. Das Eadialfeld der Vorderflugel breit, nicht liölier als breit. Die ODC der Yorderflilgel fehlt. 27. Creagra AVallexgr. - typ. lifurafa GrUÉR. {dealbata H. Sch.). 2. Das Eadialfeld hoch und schmal, viel böher als breit. Die ODC der Yor- derfliigel ist gewöhnlich gut ent- wickelt. 2S. Crorema Walk. 29. Olapa Walk.^ /)'. Die Eippen o und 4 der Hinterfliigel gestielt öder aus demselben Punkte, der Hinterecke der Mittel- zelle, selten ein wenig getrennt, in diesem Falle aber stets näher au einander als 4 und 5. *. Die Hiuterschienen nur mit zwei Spornen. Yordertarsen wenigstens an der Wurzel lang- haarig. §. Die Fliigel kurz und breit. Saum der Yor- derflligel gleichmässig gebogen. 30. Orgijia Ochs.-^ 1 Zu dieser Gattung gehört auch sJ.roa» perculfa Dist., nicht aber ad- spersa H. Sch und fulrinotata Butl., welche zu Crorema {Olapa) gehören. - Olapa fällt wahrscheinlieh mit Crorema zusamoien: wenigstens ist es mir nicht gelungen. einige stichhaltige Unterschiede zu fiudeu. Zu dieser Gat- tung gehören auoh crocipes Boisd., tavetensis Höll. und eleuteria Stoll. welche in den G-attungen, zu welchen sie von Swixhoe gefiihrt werden. nioht passen. ^ Hierzu Dregei H. Sch.. q}(adripunctafa "Wallexgk. {bistig)nigera Butl.) und ? charax Druce. 68 AKKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 4. §. Die Fliigel von gewölinlicher Form. Saurn der Vorderflugel an der Rippe 4 geeckt. Das erste Glied der hintereii Tarsen lang- haarig. 31. Lomadonta Höll. **. Die Hinterschienen mit 4 Spornen. §. Die Yordertarsen anf der Aussenseite mehr weniger mit lan gen Haaren öder mit Schup- penpinseln bekleidet. 1. Die Hintertarsen anliegend besehiippt ohne Haare öder nur mit einigen wenigen Haaren bekleidet. 82. Dasychira Steph. 2. Die Hintertarsen auf der Aussenseite bis zur Spitze mit langen dichten Haar- pinseln bekleidet. 33. NotoJiyba (Höll.?) Auriv. §§. Die Yordertarsen anliegend beschuppt okne ausgesperrte Haare. o. Die Mittelscbienen sebr dicbt mit läng gestielten Schuppen bekleidet. Der Hin- terleib oben mit ähnlicben Schuppen be- kleidet. 34. Terphothrix Höll. 00. Die Mittelscbienen und der Hinterleib obne langgestielte Scbuppen. 35. Lcelia Steph. Die Gattnngen Äclonophlehia Butl. und Ogoa Walk., so wie auch einige, welcbe von Swinhoe als Synonymen ange- fiihrt werden, babe ich nicht untersuchen können. Fig. 1 > 2 Erklärung der Tafel. Stracena fuscivena SwiNH, o^. » 9. Prolatoia Sjöstedti AURIV. $. Dasychira stigmatica HoLL. $. Delorhackis nigr ovenosa Karsch. o^. Lymantria vacillans Walk. q^. » » » $. Tryckt den 13 december 1904. Stockholm 1904. Kiingl. Boktrj-ckeriet. Arkiv för Zoologi. Band 2 N;o 4. Taf, 1. IJ •^^ ¥ 4 2 V C A. Ekblom, pinx. J. Cederquist repr. o. tr. ARKIV FOR ZOOLOGI. BAND 2. N:o 5. Beiträge ziir Keniitnis der Insektenfauua von Kamerun. X:o 28. Verzeichnis der von Professor Dr. Yngve Sjöstedt in Kamerun gesammelten Tenebrioniden. Ton HANS GEBIEN, Hamburg. Mit zwei Tafeln. Mitgeteilt am 14. September durch Hj. Théel und Chr. Aurivillius. Die Kenntnis der Tenebrionidenfaiina von Westafrika liegt nocb sehr im Argen. Bis jetzt existiert noch keine zu- sammenhängende Arbeit, welcbe Tenebrioniden dieses Gebie- tes bebaiidelt, wenn wir von kleinen Arbeiten verschiedener Autoren absehen. Thomson, Quedenfeldt, Harold, Kolbe, Champion, Fairmaire, besonders der ietztere, haben zwar sehr zahlreiche Xeubeschreibungen geliefert und iinsere Kenntnis der Formen wohl erweitert aber nicht vertieft. Es ist dalier von grosser Schwierigkeit, wenigstens in sehr vielen Fä Lien, iiber beschriebene Arten ins Klare zu kommen. Selbstver- ständlich ist der Wissenschaft auch wenig mit der Publi- zierung einer Anzahl neuer Formen gedient, und ich wilrde nicht den Mut zu der nachstehenden VeröiFentlichung ge- funden haben, wenn nicht Herr G. Severin in Br tissel mir in liebenswtirdigster Weise die Typen zum Studium zur Ver- fiigung gestellt hatte, welche Thomson zur Aufstellung seiner Arten in »Yoyage au Gabon» (Archives Entomologiques II. 1858) vorgelegen haben. Damit ist der grösste Stein des Arkiv f linus trivialis Grrst. FJilgeldecJcen mit stumpfen, etwas abgerun- deten Sehultern, Zwisehenräume auf dem Diskus fast eben, an den Seiten und besonders hinten an den Verbindungsstellen. der Streifen stark konvex, deutlich und dicht punktiert. Die tiefen. einfachen Streifen beginnen hinter der Basis und sind vorn nicht verbunden. Der Skutellarstreif ist ein kurzes, eingegrabenes Strichelchen. Epipleuren weitläufig aber deut- lich punktiert. Unterseite glänzend, Prosternalfortsatz spitz, A^orragend, nur an den Seiten fein gerandet. Vorderschenkel nach unten etwas verbreitert. An den Hintertarsen ist da& erste Grlied so läng wie die beiden folgenden zusammen. o^. Vorderschienen gekriimmt. mit einem scharfen, nach unten gerichteten Zahn oberhalb der Mitte der Innenseite^ Mittel- und Hinterschienen einfach, ungezähnt. Die Fliigel- decken sind sehr breit. gemeinsam abgerundet; Vordertarsen verbreitert. GEBIEN. VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. o 9. Schienen nnd Tarsen einfaeh. Flligeldeckenspitze in der Breite zweier Zwischenräume gemeinsam kurz schwanz- förmig ausgezogen. Der Forceps ist sehr charakteristisch. Von oben ge- sehen ist er durehaus normal, einfaeh nach hinten verengt, die Spitze etwas niedergedriickt, er erscheint nur etwas plum- per als gewöhnlich. Von unten aber ist er tief kahnförmig ausgehöhlt, in dieser Höblung liegt ein sehr langer zarter Löffe] nnd daneben liegen zwei ktirzere Chitinspitzen. Die Art ist aufs Nächste mit Selinns planus F. verwandt, von derselben Grösse, aber zwischen Halsschild und Flugel- decken mehr sattelförmig eingedrlickt, glänzender, mit un- ebenem Halsschild nnd vor allem durch den Forceps nnd beim Weibchen dnrch die Bildnng der Flligeldeckenspitze ausgezeichnet. Länge 11 ^/s — 14, grösste Breite in der Mitte der Fltigel- decken 6 V4 — 7 mm. Gesehen 20 Exemplare; auch von Molive bei Victoria in Kamernn nnd von Akkra an der Goldkliste in meiner Samm- Inng. 2. Selinus calcaripes n. sp. Ungefltigelt, schwarz, etwas glänzend. Kopf fein gerunzelt. Flihler die Basis des Hals- schildes nicht erreichend, Glied 3 1^ 2 mal so läng wie 4, die folgenden an Grösse znnehmend. das letzte das grösste. Halsschild an der breitesten Stelle vor der Mitte zweimal so breit als in der Mitte läng, nach vorn stärker als nach hinten verengt, Vorderwinkel ca. 80° gross, die Randung vorn in der Mitte unterbrochen; Oberfläche sehr fein nnd dentlich punk- tiert, an den Seiten mit einer gebogenen, deutlichen Fnrche, ansserdem dnrch einige flache Eindriicke nneben. Schildchen sehr klein. FUk/eldecl^en sehr stark gewölbt, mit feinen Pnnktstreifen ; Zwischenräume anf der Scheibe schwach dach- förmig gekielt, gegen die Spitze hin stark gewölbt, sie sind änsserst fein lederrnnzlig; die Spitze in beiden Geschlechtern einfaeh. aber beim ef breiter als beim $ verrnndet. Unter- seite etwas glänzender als die Oberseite, Snbmentum dicht und dentlich punktiert, die Kehle ganz glatt wie bei der vorigen Art. Der Prosternalfortsatz ist am Ende winklig vorgezogen, auch an der Spitze gerandet; das Abdomen, na- mentlich das Analsegment, dicht und dentlich punktiert; 4 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO o. Epipleuren imd Propleuren ganz glatt. Sclienkel und Schie- nen dicht punktiert mit feiner, goldgelber Pubescenz. c/'. Vorderschienen fast gerade, mit kleiner Schwiele vor dem Ende der Innenseite; Mittelschienen mit spitzem, senk- recht abstehenden Dorn von etwa der Länge einer Schienen- dicke; Hinterschienen mit stumpfer, zahnförmiger Erweite- rung am Ende der Innenseite. Mittelschenkel mit gekrlimm- ten, ziemlicb kräftigen Zahn zwischen Mitte und Hiifte an der hinteren Innenseite, Hintersclienkel mit kleinem, spitzen Zalin in der Nähe der Mitte, aber mehr dem Ende zu, ausser- dem mit feinem Haarbesatz. — Forceps ganz ausserordent- lich klein mit fein, aber tief der Länge nach geteilter Spitze. 9- Yorderschienen scliwach gekrlimmt; alle Beine ein- facb. 1 o^ u. 1 g ans Molive bei Victoria. Kamerun (Hollm). Länge 12 mm., Breite 6 mm. 3. Opatrinus opacus n. sp. Taf. 1, Fig. 2. Grefltigelt, läng elliptisch. oben matt, unten glänzend. ^op/' gleiclimässig, ziem- lich grob, sehr dicht gedrängt punktiert. Clypeus sehr schwach bogenförmig ausgeschnitten. Ftihler die Basis des Halsschildes nicht erreichend; das dritte Glied 1 ^ 2 mal so läng wie das vierte, die letzten fiinf Glieder quer, mit äusserst kurzen. goldglänzenden Härchen besetzt. HalsscJnJd eben, nicht be- sonders gewölbt, äusserst dicht, fast runzlich punktiert, jeder der Punkte mit einem sehr kurzen, goldgelben Härchen. Vorderwinkel wenig vorgezogen (kaum den Hinterrand der Augen erreichend), abgestumpft rechtwinklig, ebenso die Hin- terwinkel viel weniger als bei andern Arten vortretend; die Handung sehr fein, vorn unterbrochen. Propleuren sehr grob- runzlig punktiert. Schildchen fast halbkreisförmig, glänzend, deutlich punktiert. Flugeldechen parallelseitig, stark quer gewölbt, mit 9 scharfen, regelmässigen Punktreihen, der neunte neben dem Seitenrande verbindet sicli hinten mit dem zweiten. ferner sind die beiden ktirzesten, 7 und 8, verbunden; ebenso 3 mit 6, welche die undeutlich verbundenen 4 und 5 einschliessen. Zwischenräume konvex, sehr fein punktiert mit äusserst zarten. goldgelben Härchen, die nur bei Ansicht von voxn aufFallen. Epipleuren unpunktiert. Unterseite glänzend, fein punktiert und in den Punkten sehr fein goldgelb behaart. Prosternum zwischen den Vorderhtiften scharf gerandet, hinter denselben zugespitzt. aber nicht tiberragend, sondern genau senkrecht GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. O abfallend. Abdomen fein längsrunzlig. Beine fein punk- tiert lind beliaart. Vorderschienen etwas gebogen, oime Aus- zeichnung (9!). Länge 13 — 14, Breite 6 mm. 2 Weibchen. 4. Opatrum (Gonoeephalum) n. sp. Ein einzelnes, nicbt ganz intaktes Tier.. 5. Platydema brevispinum Tboms. o^, 9? verglichen mit der Type, 6. Platydema tomentosum n. sp. In Grösse, der ziemlicb breit ovalen Gestalt und der Bewaffnung des Kopfes der vorigen Art nahestehend. Oben dimkelbraun mit metallischen Reflexen und sehr kiirzer, dichter, goldgelber Pubescenz, die Unterseite mit den Epipleuren, Ftihler iind Beine bellbraun, kaum behaart. Stim am Innenrande der Augen mit einem kiirzen, dreieckigen Horn, das einen sehr kurzen Haarbtischel trägt, zwiscben den Hörnern stark grubig vertieft und wie der iibrige Kopf gleiclimässig, sehr fein und dicht punktiert. Fiihler vom vierten Gliede an erweitert, gelbbehaart. Halsschild von der Basis an fast geradlinig stark verengt, auch vom gerandet, an der Basis niedergedrlickt, vorn deutlich gewölbt; die Vorderecken etwas verrundet, die hinteren stumpfwinklig; die ganze Oberfläche sehr dicht und fein punktiert, wie das ogivale ScJiildchen. Die Punktstreifen der Flilgeldeclen nach hinten stark vertieft, Zwischenräume sehr fein und dicht punktiert. Hwferschienen schmal, sehr fein gesägt. Unter- kopf wenig punktiert; Pleuren des Halsschildes nur schwach gerunzelt, Pleuren der Hinterbrust glatt, nach hinten schmä- ler Averdend, Epipleuren und das ganze Abdomen dicht punk- tiert. Von dem verwandten brevispinum durch andere Färbung, die feine Pubescenz, die Gestalt des Halsschildes, hinten ver- tiefte Streifen der Fliigeldecken etc. verschieden. 4 Exemplare meiner Sammlung ans Kamerun. 3 davon von Molive. Die Bew£iffnung des Kopfes kommt auch dem Weib- chen zu. Länge 5 — 6 mm. 7. Platydema nigrobrunneum n. sp. Diese kleinste, läng ovale Art ist durch starken Glanz und tief dunkelbraune Färbung ausgezeichnet; die Unterseite. die Naht. Seitenrän- der, Fiihler und Beine sind heller. Das rf' hat zwci spitze, 6 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 5. hornförmige Tuberkeln zwischen den Augen, von denen bei dem grössten Exemplar die linke grösser ist als die rechte; der Kopf des Weibchens ist unbewafFnet, Kopf viel gröber als der Halsschild piinktiert, der Vor- derrand heller, die tief eingedriickte Stirn der Weibchen glatt. Filhler vom vierten Griiede an erweitert, die Basis des Halsschildes fast erreichend. Halsschild fein und nicht sehr dicht pnnktiert, von hinten nacb vorn in sanftem Bogen ver- rundet, Randung nur an den Seiten deiitlich, Vorderwinkel verrundet, Hinterwinkel stumpf. Schildchen glatt, ein halbes Sechseck bildend. Die Punkte der Streifen auf den FUigeJ- decl'en sind kraftig, die Streifen an der Naht und der Seite sind nach hinten deutlieh vertieft, die Zwischenräume also nur auf der Scheibe eben. bei 20-facher Vergrösserung kaum sichtbar pnnktiert. Unterkopf dicht und grob punktiert, Propleuren und Epipleuren glatt, Seitenstticke der Hinter- brust nach hinten konvergierend. Hinterbrust und Abdomen grob und ineinanderfliessend punktiert. Prosternum schmal, kielförmig, ganz wagerecht. Mittel- und Hinterschienen deut- lieh und ziemlich kraftig gesägt. o o^ und 1 $ von Moiive bei Victoria in meiner Sammlung. Länge 4—4 1/4 mm. 8. Platydema macularium Gemm. (maculosum Thoms.). Mit der Type verglichen. Diese Art ist durch die Färbung und namentlich durch die hinten stark vertieften Streifen der Fliigeldecken charakterisiert. Die Schwarzfärbung der Fltigeldecken nimmt zu, so dass die hintere Hälfte der Flii- geldecken gelbe Striche auf schwarzem Grunde aufweist. Ge- wöhnlich fliessen die beiden hinter der gelben Humerallunula liegenden schwarzen Flecke zu einer zackigen Querbinde zu- sammen. 9. Platydema HoUmi n. sp. Taf. 1, Fig. 3. Kopf sch warz mit Ausnahme des Vorderrandes, Halsschild und Schildchen rot, Fltigeldecken in der vorderen Hälfte schwarz mit rotgelber, schräg nach der Mitte der Naht gerichteten Querbinde, in der hinteren Hälfte rotgelb wie die ganze Unterseite, die Fuhler und Beine. Kör per stark glänzend. Kopfåioht und deutlieh punktiert; die Stirn beim 9 eii^" gedriickt und der Clypeus wulstig verdickt, beim o^ mit einem linken längeren und einen rechten kiirzeren Horn, der Cly- peus in diesem Geschlecht in der Mitte in einem kurzen Dorn OBBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEX. 7 ausgezogen (bei einem mäDnlichen Exemplar mit reduzierter schwarzer Färbung aber nur ausgehöhlt mit vorstehenden, scharfen Rändern). Fiihler vom vierteu Gliede an verbreitert. Halsschild gleichmässig, fein iind weitläufig punktiert; Vor- derwinkel verrundet, Hinterwinkel stnmpf, Basis ungerandet, Randung vorn in der Mitte unterbrochen. Die Basis vor dem Scbildclien kraftig lappenförmig vorgezogen. Schildchen glatt, stumpf dreieckig. FliigeJdecJcen mit 8 nicht sehr starken Punktstreifen. Der Nahtstreifen und die seitliehen vertieft; die Zwischenräume auf der Sckeibe eben, bei stärker Ver- grösserung erweisen sie sich als äusserst fein und weitläuiig punktiert. Die Sehieneu, namentlich die hinteren, scbarf ge- furcht mit fein und regelmässig gesägter Kante. Prosternum scharf zugespitzt, vorn punktiert, ebenso die Propleuren in der vorderen Hälfte. Die gelben Epipleuren und die Hinter- brust fein punktiert, das Abdomen gröber und an den Seiten längsrunzlig. 6 Exemplare von Molive bei Victoria (von Holim ge- sammelt). Die Art ist in der charakteristischen Zeichnung der vori- gen ähnlich, unterscheidet sich aber durch den starken Glanz, die auf der Scheibe glatten Flligeldeckenzwisckenräume, das glatte Skutellum etc, das Männchen durch. die BewafFnung des Kopfes. Länge 4 \/2 — 5 mm. 10. Platydema Schröderi n. sp. Taf. 1, Fig. 4. In die zweite Gr uppe der Gattung gehörig. Männchen und Weibchen mit gleicher Kopf bildung. Hellgelb, die Stirn, der Vorderrand des Halsschildes in der Mitte und 3 Flecke auf j eder Fliigeldecke schwarz, von diesen befindet sich ein grosser Fleck an der Basis, €in kleinerer, von der Naht etwas entfernter, in der Mitte und der dritte zwischen beiden am Rande. Die Flecken zeigen Neigung zur Vergrösserung und zum Zusammenfliessen. Die mittleren Ftihlerglieder dunkler. Stim zwischen den Augen kraftig gewölbt, infolgedessen durch eine sehr tiefe Furche vom Clypeus getrennt. Kopf fein und dicht, besonders fein am gelben Clypeus punktiert. Halsschild auf der Oberfläche fein und nicht sehr dicht punktiert; Vorderwinkel verrundet, die hinteren sind rechte; Basis ungerandet, Pandung vorn in der Mitte unterbrochen. Schildchen punktiert, stumpf vorge- zogen. Die Streifen der FlUgeldecJieu regelmässig punktiert. 8 ARKIV FÖR ZOOIOGI. BAND 2. N:0 5. an der Naht und liinten stark vertieft, Zwisclienränme dort stark koDvex, äiisserst fein und dicht punktiert. Die Furchen an den hinteren Schienen bei 20-facher Vergrösserung noch naheza glattrandig erscheinend. Unterkopf schwarz, Kehle gelb. Prosternum hinter den Hiiften ganz niedergedrtickt, die tibrige Unterseite wie bei Hollmi. 6 Exemplare in meiner Sammlung von Molive (Hollm). Länge 4 ^'2 — 5 ^'2 mm. Auch diese Art gehört in die Verwandtscbaft des PL macularium, unterscbeidet sicb jedoch von ihm durch die ge- wölbte Stirn, andere Piinktierung des Halsschildes, die cba- rakteristiscbe Zeicbnnng und die Bildung des Prosternums. 11. Platydema abnorme n. sp. Taf. 1, Fig. 5. Diese Art erinnert durch ibren gestreckten, parallelseitigen, bochgewölbten Körperbau durchaus an Arrbenoplita (Hoplocepbala), aber die V-förmig ausgehöhlte Mittelbrust, der deutliche Prosternal- fortsatz, die nicbt zylindrischen Palpen lassen iiber ihre Zu- gehörigkeit zu Platydema keinen Zweifel. Dunkelbraun mit belleren Seiten, Fiiblern, Beinen und heller Unterseite. Kopf zwischen den Augen mit 2 kurzen, dicken, koni- schen, etwas gegeneinander gerichteten stumpfen Hörnern; die Furche davor gerade und seitlich vor den Augen in je eine kleine Grube auslaufend. Die Mitte des Clypeus ist beim c^ durch eine kurze spitze Tuberkel bezeichnet. Die kurzen dicken Fiihler sind vom vierten Griiede an erweitert, sie erreichen nur die Mitte des Halsschildes. Ilalsschild mit stumpfen Vorder- und Hinterwinkeln ; seine Oberfläche gleich- mässig dicht und deutlich punktiert, Basis und die Mitte des Vorderrandes ungerandet. Schildchen ogival, dicht und deutlich punktiert. Die ersten Streifen der FUlgeldecken, namentlich der Nahtstreif, sind hinten sehr stark vertieft. Die auf der Scheibe ebenen Zwischenräume sehr dicht und fein punktiert. Auf der Unterseite ist der Kopf grob, die Pro- und Epipleuren fein aber deutlich, das Abdomen grob aber nicht zusammenfliesend .punktiert. Prosternum iiber die Hiiften hinausragend, aber ohne Endtuberkel. 5 Exemplare von Molive (Hollm) in meiner Sammlung. Länge 5 \ 2 — H \ 2 mm. GEBIEN. VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. Ubersicht liber die afrikanischen Arten der Gattung Platydema. 1. Form läng elliptisch, hochgevvölbt; Flihler nur bis zur Mitte des Halsschildes reichend; Stirn mit 2 Tuberkeln abnorme n. sp. Form mehr öder weniger breit oval, flacb gewölbt; Flih- ler die Basis des Halsschildes erreichend 2. 2. Oberseite etwas metallisch mit feiner Pubescenz bedeckt tomentosum n. sp. Oberseite nicht metallisch, nackt 3. o. Oberseite einfarbig, höcbstens mit heller Naht und Hel- len Rändern 4. Oberseite bunt gezeichnet 5. 4. «> mm. läng. oben rein schwarz. Vorderrand des Hals- schildes fein gerandet hrevispinum Th. 4 mm. läng, braun mit heller Naht und hellen Seiten- rändern, Halsschild vorn ungerandet nigrohrunneum n. sp. 5. Skutellum glatt, Oberseite stark glänzend, die mittleren Fliigeldeckenstreifen hinten kaum vertieft, Fliigeld. vorn mit gelber Binde in schwarzem Felde . . . Hollmi n. sp. Skutellum punktiert, Oberseite kaum glänzend, auch die mittleren Streifen der Flligeldecken hinten stark ver- tieft 6. 6. Flligeldecken mit 6 schw^arzen Flecken, Kopf und Vor- derrand des Halsschildes schwarz .... Schröderi n. sp. Flligeldecken mit gelber, gezaekter Binde in dunklem Felde, zuweilen hinten ganz schwarz mit gelben Strichen; Kopf und Halsschild rot macularitim Gemm. 12. Ceropria Romandi Gast. et Br. Taf. 2, Fig. 7. tJber die Gattung Ceropria hat Harold eine zusammenfassende Arbeit ge- schrieben, welche die ihm bekannten 12 Arten enthält. Ausser der madegassischen Art Coquereli kennt Harold nur eine afri- kanische Art: Romandi. Dieser Autor und später Kraatz (Deutsche Entom. Zeitschr. 1897, p. 160) betrachten C. jan- thina Thoms. als Synonym der alten Art. Die mir vorlie- genden Typen Thomsons beweisen, dass die Einziehung be- 10 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAXD 2. X:0 5. rechtigt ist. Ferner hat Fåhrseus in Öfv. Vet.-Akad. Förh. 1870, p. 300 eine Ceropria AVestermaimi aus Natal beschrieben. Auch diese Art ist, wie die ausfiihrliche, gute Beschreibung erwar- ten lässt und ein paar Stlicke aus Natal in meiner Samm- lung beweisen, nichts Anderes als Romandi. Zuletzt hat Kraatz 1897 eine Ceropria viridis publiziert. Grriine Tiere dieser Art kommen in verschiedenen Gegenden unter den vio- letten vor, liegen mir z. B. zahlreich vom Kongo vor. Die Flii- geldeckenskulptur ist sehr veränderlich. Schwach skulptierte Stticke konstatiert Harold aus Abyssinien, icli besitze solche aus Ostafrika. Die Punktierung der Abdominalsegmente ist ebenfalls variabel, wenigstens die »an der Basis», welche zu- weilen ganz verschwindet, die Seiten sind allerdings stets grob punktiert und in der Regel kraftig gerunzelt. Aueh viridis ist kaum als Art zu halten. Die Synonymie stellt sich also wie folgt: Ceropria Romandi (C. et Br. = janthina Th. = Wester- manni Fåhr. = viridis Kr.j. 13. Ceropria anthraeinaQuedf. Taf. 2, Fig. 8. Man findet srewöhnlich Lac. als Autor hinter dieser Art zitiert. Lacordaire macht in seinen Genera tom. V, p. 308 Note 1 eine Ceropria anthra- cina namhaft, welche er mit den Worten charakterisiert : »Les quatre premiers artides des tarses antérieurs sont sensible- ment dilatés.» Dieser kurze Satz känn nicht als Beschrei- bung gelten, denn erstens ist das erwähnte Merkmal nur ein sexuelles, das dem Männchen zukommt, zweitens ist es ein generisches, es fehlt bei keinem Männchen der mir bekannten Arten, und drittens ist es falsch! Es sind nämlich nur 3 er- weiterte Tarsenglieder vorhanden. Lacordaire darf also aus diesen Grunden nicht als Autor zitiert werden. Eine gute Beschreibung hat aber Q^^edenfeldt in der Berlin. Entom. Zeitschr. 1885, p. 17 gegeben. Er ist daher der Autor die- ser Art. Unter den von Herrn Prof. Sjöstedt gesammelten Tieren dieser Art befinden sich einige, welche bei sonst ganz schwar- zem Körper ein gelbes öder rotgelbes Abdomen zeigen. Die Untersuchung der Geschlechtsorgane beweist, dass wir es hier mit jungen, noch unreifen Tieren zu tun haben. 14. Uloma Sjoestedti n. sp. Taf. 1. Fig. 6. Mehr öder we- niger parallelseitig, dunkler öder hellbraun. Kopf kraftig und nicht sehr dicht punktiert, der Clypeus grubig quer eingedriickt. GEBIEN, YERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 11 sein Vorderrand daher wulstförmig. Die Stirn beim (f- seicht eingedriickt, beim Weibchen mit deutlichem Querwalst und hinter demselben etwas vertieft. Die Ftihler die Mitte des Halsschilds nicht erreichend, die ersten Grlieder an Grösse wenig verschieden, die folgenden an Breite zanehmend, die ^'orletzten etwa dreimal so breit wie läng, das letzte etwa halbkreisförmig, die Glieder vom 5. öder H. an läng goldgelb behaart. Das Mentum vorn in kräftigem, gleichmässigem Bogen verrundet, seine Seiten gewinkelt, beim Männchen die Mitte schmal, der Länge nach gekielt, seitlich grubig vertieft und in den Gruben tomentiert; beim Weibchen sehr breit wulstig, der Länge nach erhöht, seitlich schmal vertieft, nackt. Der Halsschild ist 1^/2 mal so breit wie läng, bis zur Mitte parallel, dann nach vorne gernndet verengt; vorn sehr fein, in der Mitte unterbrochen, gerandet, Basis ungerandet. Oberfläche sehr grob und weitläufig und zwar auch an der Basis punktiert, nach den Seiten hin feiner und enger. Beim o^ ist das ers te Drittel tief quer eingedriickt, der Eindruck seitlich durch einen schwachen, rundlichen, hinten durch einen Doppelhöcker begrenzt. Die Hinterwinkel sind rechtwinklig. Schildchen punktiert, etwa halbkreisförmig. Flilgeldecleu mit acht tiefen Punktstreifen, deren Zwischenräume äusserst fein punktuliert sind. sie sind auf der Scheibe etwas, hinten aber, namentlich der Nahtstreif. sehr stark konvex. Die Pieuren des Halsschildes, das Abdomen und die Seiten der Brust grob punktiert und längsgestrichelt, die Hinterbrust sehr fein und weitläufig punktiert, mit sehr tiefer Längsfurche, die vorne seichter wird und im ersten Viertel fehlt. Prosternum ge- randet, sein Fortsatz verrundet und niedergebogen. Die Yor- derschienen beim Männchen stark gekriimmt und an der In- nenseite gegen das Ende stark bogig erweitert, der Aussen- rand mit 6 — 8 Zähnen, der Innenrand am verbreiterten Teil bewimpert. Mittel- und Hinterschienen gegen das Ende schwächer erweitert, gerade, nur die mittleren beim 9 schwach gekriimmt, dieselben an der Hinterkante mit Zähnchen. die hinteren glatt. Beim AVeibchen sind die Schienen ähnlich ge- bildet, die vorderen etwas schwächer gekriimmt, im Gegen- satz zu denen der folgenden Art jedocli noch ziemlich stark, aber die buchtige Erweiterung der Innenseite und die AVim- perung fehlen. 12 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 5. Der sebr charakteristische Forceps ist nahezu rechtwink- 1ig gekriimmt, dreiteilig, der mittlere Teil flach und von der ffewöhnlicben Kahnform: seitlich laufen zwei noeh stärker gekriimmte, längere, dtinnere, am Ende abgestutzt JöfFelför- mige Spången ber. Länge 7 — 8, Breite o — 3 ^/s mm. 1 o^ nnd 1 $, ein weiteres ^ von Molive (Hollm) in mei- ner Sammlung. Diese Art känn nur mit der folgenden verglicben wer- den, von welcber einige ergänzcnde Bemerknngen vonnöten sind. 15. Uloma laesieollis Tboms. Taf. 2, Fig. 1. Von dieser Art feblt die Type in der Sammlung des Briisseler Museums. Die liberaus diirftige Bescbreibung geniigt nicbt zur Identifizierung der Art, nur die Bemerkung, dass der Halsscbild an der Basis unpunktiert ist (tibrigens ein sexuelles Merkmal), lässt die Bescbreibung mit einiger Sicberbeit auf vorliegende Tiere bezieben. Alle vom Herrn Prof. Sjöstedt gesammelten Tiere sind Weibcben. Mir liegen aucb 2 Männcben von Molive vor. Da Tbomson nur das Männcben kannte, diirften einige ergänzende Bemerkungen von Wert sein. Tief glänzend, scbwarzbraun, Fliigeldecken mit bellem Fleck an der Spitze, die Unterseite etwas beller, die Beine rostrot. Kopf wie bei der vorigen Art, aber das Mentum ist beim a^ ganz eben, nicbt tomentiert, beim Weibcben äbn- licb dem der vorigen Art. Der Halsscbild ist beim Männ- cben binten unpunktiert, der Eindruck reicbt aber bis zur Mitte (^milieu du corps» bei Tbomson ist naturlicb Unsinn), er ist binten von 2 weit getrennten scbarfen Tuberkeln begrenzt. Die Punktierung des Halsscbildes reicbt beim Weibcben bis an die Basis, i^lle Scbienen sind gerade, die vorderen bei beiden Gescblecbtern äbnlicb, obne Wimperbaare. Die Un- terseite, namentlicb das Abdomen, ist viel gröber skulptiert. Der Forceps ist ganz einfacb und bat keine seitlicben An- bänge. Die Männcben der beiden Arten sind sofort an den se- kundären Gescblecbtsmerkmalen zu erkennen. Die Weibcben sind aber sebr äbnlicb. Sie unterscbeiden sicb durcb die Färbung, durcb die Skulptur der Unterseite und durcb die Bildung der Vorderscbienen. 16. Alphitobius piceus 01. 3 Exemplare. GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 13 17. Peltoides politus Chevr. 4 Exemplare. 18. Toxieum taurus F. Zahlreiche Exemplare dieses Tieres. Zweifellos ist T. tenuiclavum Schauf. synonym mit dieser Art, höchst wahrscheinlich aucli nitidifrons Schauf. Eine brauchbare Bescbreibung einer Art dieser Gattnng muss ge- naue Angaben entbalten iiber Bildung der Stirn, namentlieh binter den Augen, Form der Fiiblerkeule und deren Grlieder- zabl, Randung des Halsscbildes, Bildung der Beine und be- sonders tiber Teilung der Augen. Alle mir augenblicklich vorliegenden afrikaniscben Arten baben vollkommen geteilte Augen; die meisten asiatiscben Arten dagegen baben unge- teilte öder böcbstens eingescbniirte Augen, nur 3 kleine, z. T. neue Arten meiner Sammlung baben geteilte Augen. 19. Taraxides rufierus Fairm. Diese durcb die verdick- ten Scb enkel und durcb den seitlicb äusserst fein gerandeten Halsscbild ausgezeicbnete Art ist beträcbtlicben Variationen in der Färbung unterworfen. Nacb Fairmaire's Bescbreibung sollen Kopf und Tborax dunkelrot sein. Eins der beiden von Herrn Prof. Sjöstedt erbeuteten Tiere bat den eigentlicben Körper scbwarz, nur die Scbenkelmitte bellrot, das andere hat dunkelbraune Schen kel. 20. Taraxides sinuatus F. Ein ganz ausserordentlicb variables Tier. Eine grössere Anzahl von Tieren der in der Sammlung am meisten vertretenen Form, der echten sinuatus F., also der Form mit rotem Apikalfleck der Fliigeldecken und breit rotem Saum des Halsscbildes, zeigt schon das Schwanken einer ganzen Anzahl von Merkmalen. 1. Man lindet Tiere mit stark glänzenden und solcbe mit matten Fliigeldecken. 2. Die acht Punktreihen der Fliigeldecken sind entweder sebr fein und selbst bei guter Yergrösserung nur eben wahrzunehmen, öder (in der Regel) ziemlich dentlich aber nicbt vertieft, öder (bei mehreren Stucken meiner Samm- lung) vertieft und ibre Zwiscbenräume gewölbt. 3. Im roten . Apikalteil der Fliigeldecken iindet sicb zuwei- len die Andeutung eines Wulstes. 4. Der Halsscbild ist zuweilen fast so läng wie breit ( 1^/5:1) und wird breiter, bis er I-/3 mal so breit wie läng ist. 5. Seine Seiten sind zuweilen fast parallel, gewöhnliob deut- lich gebogen, manchmal fast gewinkelt. 6. Die grösste Breite findet sicb vor, in öder binter der Mitte. 14 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 5. 7. Die Punktierung ist mitunter erloschen, gewöhnlich deut- lich. fein und weitläufig. 8. Die Vorderwinkel sind zuweilen ziemlich dentlich, ge- wöhnlicli breit verrundet. 9. Die Länge der Ftihler ist geringen Schwankungen nnter- worfen. Länge der Ftililer und Bildung des Halsschildes sind nickt vom (reschlecht abhängig. Was die Färbung lind Entwicklung einer Zeiclinung an- betrifft, so ist folgendes zu bemerken: Es kommen ganz scbwarze Tiere vor, bei denen also die Seiten des Halssckildes und die Spitze der Fliigeldecken dem librigen Körper gleichgefärbt sind. Das ist die Form lugens Motsck.; sie ist nicht lokal beschränkt, sondern iindet sich in ganz Guinea. Sie muss benannt werden, da sie mit der Art punctatus F. verwechselt werden känn, und weil sie das Ende einer Reike biidet, welcke die Entwicklung einer Zeichnung darstellet. Dann zeigen sich auf den Fliigeldecken vor der Spitze zwei schmale braune öder rote Flecken, sie lassen in ihren Anfängen Naht und Seitenrand frei. Die Flecken werden grösser und nekmen zuletzt die ganze Spitze ein (sinuatus F. forma typica = confusus Wesw. var.), dann tritt ein gel- ber Saum der Fliigeldecken auf {confusus Westw.), dabei zeigt der untere Fleck eine mekr öder weniger deutliche Gra- belung in V-Form. Ferner biidet sick entfernt von der Basis eine gekriimmte Querbinde aus, die mekr öder weniger Ring- form annimmt. Es ist dann bei dieser Form der Rand der Fliigeldecken sckw^arz, und die Ringbildung ist sekr weit gedieken (jnctus Ckamp.), öder Humerallunula und Endmakel sind am Rande verbunden (luniferus Frm., von dieser Form wurde eine Exemplar von Herrn Prof. Sjöstedt mitgebrackt. Meist findet sie sick in den Sammlungen irrtlimlickerweise als pictus Ck. bezeicknet). Die von Ckampion abgebildete Form pictus sckeint inso- fern etwas Fremdes zu kaben, als die gabelförmige Makel am Apex der Fliigeldecken von der Spitze ziemlick entfernt ist. 2 Exemplare meiner Sammlung von Tanganyika-See zeigen jedock sckwache tJbergänge zu pictus. Inwiew^eit alle diese Formen lokal beschränkt sind und daher benannt wer- den miissen, lässt sich nach dem geringen Material, das mir GEBIEN. VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 15 vorliegt (Mus. Stockliolm, Hamburg, BriisseL meine Samm- lung). nicht mit Sicherlieit feststeilen. Unabhängig von der Entwieklung der Zeichnung auf den Fliigeldecken biidet sieh diejenige des Halsschildes ans. Es tinden sieh bei allén genannten Formen Tiere mit schwarzem Halssehild, solclie mit breitem, rotem Saum, der sicb durch Dun- kelfärbung in der Mitte in je 2 Längsstreifen teilen känn. Von diesen beiden Längsstreifen känn der äussere fehlen, und der innere stellt sieh als scharf markierte Längslinie dar (1 Ex. von Herrn Prof. Sjöstedt). Auch gelit zuweilen die Rotfär- bung weiter, dass der Halssehild nur in der Mitte eine scbmale dunkle Längslinie zeigt. Vermutlich gibt es auch Formen mit ganz rotem Halssehild. Die Art Taraxides sinuatus F. wird also durch folgende bekannte Namen gezeichnet: var. lucens Motsch., sinuatus F. (forma typica = confusus var. Westw.), var. confusus Westw., var. luniferus Fairm., var. pictus Champ. 21. Taraxides erenatostriata Jmh. Yiele Exemplare. 22. Amenophis elongata Thoms. 1 Exemplar verglichen mit der Type. Taraxides und Amenophis sind die durch ihre Sternal- bildung sehr ausgezeichneten Nyctobates von Afrika. Kolbe unterscheidet (Entomol. Nachr. 1886, p. 298) Dischidus (Sy- nonym von Taraxides) durch die Bildung des Clypeus; der- selbe bedeckt bei der einen Gattung das Labrum weiter als bei den andern, also ein 3Ierkmal auf graduelle Verschieden- heiten aufgebaut, das als Gattungskriterium wenig Anerken- nung verdient, zumal Kolbe die beiden schwarzen Ameno- phisarten durch die vom Clypeus mehr öder minder bedeckte Qberlippe unterscheidet (iibrigens irrttimlicherweise, hier ist ein individuelles Merkmal). Auch die Bildung der Antennen ist bei der Gattung Amenophis bedeutender Modifikation un- terworfeu. Ferner ist es nicht ratsam, die Form des Sku- tellums als G^ttungsmerkmal aufzufassen; da auch diese bei Amenophis nicht konstant ist, so trennt Kolbe nach dem Skutellum die Gattung in zwei Teile. Zweifellos ist aber diese Gattung ein natiirlicher Artenkomplex, deren wichtig- stes, bisher iibersehenes Kriterium die Bildung der Schienen ist. Alle Schienen sind bei Taraxides stielrund, bei Ameno- phis tief gefurcht öder mindestens scharf gekantet. In der 16 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 5. Scbienbildung stimmt letztere Gattung mit Tenesis Duv. liber- ein, die al)er eine andere Brustbildnng zeigt. 23. Amenophis angustata n. sp. Langgestreckt, parallel- seitig, sehr gewölbt, in der Länge nnd Breite; dnnkel braiin- griin metallisch. Kopf ziemlich gleichmässig dicht und dent- lieh punktiert. Die elfgliedrigen Antennen haben die Griieder vom vierten an stark nach innen erweitert, viel breiter als läng. Mentum mit dem fur die meisten metallischen Arten der Grattung (2. Abteilung Kolbes) charakteristischen, vschart' zugespitzten, langen, glatten Kiel. (Die Zeichnung der Un- terlippe in Thomson's Arcbiv ist total verungltickt, sie hat mit dem mir vorliegenden Originalpräparat Thomson's keine Ähnlichkeit.) Halsschilä quer, 1 V2 mal so breit wie läng, in der Mitte am breitesten. Seine Seitenrandlinie von der Seite geseben nur schwach und zwar etwa geradlinig nach unten gezogen. Nur der Diskus ziemlich grob und weitläuiig punk- tiert, die Seiten ziemlich breit glatt. Die Basis ist in der Mitte auf eine weite Strecke bin ungerandet, die Linie nach den Seiten bin vertieft, der dazwischen liegende Teil des Rändes durch anderen Glanz ausgezeichnet. Diese Randung ist den metallischen Arten eigenttimlich, bei den sehwarzen Arten ist die Linie vollständig, bei ruficrus und epipleuralis fehlt sie ganz. Schildchen halbkreisförmig, glatt. Zwischen- räume der Streifen auf den FlugeldecJien konvex, Streifen mit regelmässigen Punkten. Prosternum zwischen den Htif- ten rinnig vertieft. Pleuren des Halsschildes unpunktiert öder höchstens mit einigen äusserst feiuen weitläufigen Punk- ten. Abdomen kraftig punktiert und gerunzelt. Sehenkel und Schienen dicht und deutlich punktiert. Der Forceps ist kahnförmig, an der Spitze schwach erweitert, der verjtingte Teil vor derselben mit einem schmalen, gefliigelten An- hang. Länge 17 ^/2 — 19 mm. Diese Art ist mit der A. elongata nahe verwandt und ihr sehr ähnlich, aber kleiner, schmäler. dunkelbronze, die Schulterbeule mehr vortretend, die Seiten des Halsschildes änders. 24. Amenophis epipleuralis n. sp. EbenfalLs zu den metallischen Arten gehörig. Kopf und Halsschild sehr dunkel kupfrig mit einigen violetten Reflexen, Fltigeldecken lebhafter bräunJich kupfrig, die Beine und die Unterseite, auch die GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN QESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 17 Propleuren mit feiner, sparsamer, anliegender Behaarung. Von allén Arten durch die bis zur Spitze breiten Epipleuren aus- gezeichnet. Kopf mit kräftigen Augenfalten, deutlich. und ziemlich dicht punktiert. Fiihler läng, die Basis des Thorax errei- chend, das 4. Grlied nicht erweitert, etwas klirzer als das dritte, alle folgenden länger als breit. Kiel des Mentums mit Haarpinsel wie bei den schwarzen Arten. Die ganze Basis des Halsschiläes nngerandet, der Vorderrand dagegen mit vollständiger Randlinie; Scheibe grob aber sehr seicht pnnk- tiert, die Seiten ganz glatt; die Eandlinie von der Seite ge- sehen scbwacli winklig nacb nnten gezogen, die tiefste Stelle liinter der Mitte, Seiten A^or den Hinterecken etwas ge- schweift; die Basis vor den Ecken eingedrtickt. Schildchen länger als breit, eingedrtickt. Basis der FUlgeldecken anfge- worfen, Scbnlterbenle kraftig. Streifen der Decken mit grossen Punkten, Zwischenräume schwach gewölbt. Schenliel und Schienen gedrängt punktiert. Vorderschienen schwach S-förmig gekriimmt, Mittel- und Hinterschienen gerade. Pro- pleuren sehr fein und sparsam behaart. Die Epipleuren sind beim ersten und zweiten Abdominalsegment am schmalsten und verbreitern sich wieder gegen die Spitze. Prosternum wagerecht, ungerandet, spitz. Der sehr zarte Forceps des Männchens verschmälert sich sehr stark gegen die Spitze hin und läuft in zwei länge, schwach gegen das Ende verbreiterte kantige Griffel aus. Länge 19 mm. 3 Exemplare in meiner Sammlung von Molive, Kamerun. Eine durch feine Behaarung, durch die Bildung der Fiih- ler, Randung und Punktierung des Halsschildes, das einge- .driickte Skutellum und durch die Bildung des Forceps und der Epipleuren charakterisierte Art. 25. Amenophis annulicrus Fairm. 1 Exemplar. Bestimiliungsstabelle der Arten der Gattung Amenophis Th. (Anadischidus Kolbe). 1. Halsschild an der ganzen Basis gerandet; Körper ganz schwarz 2. Halsschildbasis wenigstens in der Mitte ungerandet; Kör- per metallisch, blau, purpurn, griin 3. Arkiv för zoologi. Band 2. X:o 5. 2 18 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 o. 2. Halsschild höclistens IV2 mal so breit wie läng, Körper langgestreckt, Flugeldecken ti ef pnnktiert gestreift nyctohatoides Kolbe. Halsschild fast 2 mal so breit wie läng, Körper plump, Fliigeldecken scbwächer gestreift punktiert öder niir ge- reiht punktiert iphfhinwides Qued. 3. Epipleuren von der Mitte gegen das Ende verbreitert, Halsschildseiten, Beine, Unterseite mit zerstrenten, sehr feinen Haaren bedeckt epiplenralis n. sp. Epipleuren bis zur Spitze verscbmälert, Körper unbe- baart 4. 4. Pleuren des Halsschildes grob punktiert. Kleine Arten unter 15 mm ö. Pleuren des Halsscbildes sebr fein öder nicht punktiert. Grosse Arten tiber 15 mm 6. 5. Scbenkel in der Mitte rot, Kniee, Schienen und Tarsen blau, Oberseite griinblau. Schildchen langgestreckt annidicrus Erm. Scbenkel blau, an der Basis grtinlich, Nabt purpurfarben. Scbildchen kurz herzförmig purpurata Kolbe. 6. Prosternum wagerecbt. Körper un t en blau, oben blau- griin; sehr gewölbte Art. Syn. Mcchowi Kolbe, nach der Type im Mus. Berlin Fairmairei Thoms. Prosternum hinter den Hiiften niedergedrtickt. Körper grtin öder bronzefarben; schmale Arten 7. 7. Pronotum von oben gesehen vorn breiter als hinten BiÅitneri Kolbe. Pronotum von oben gesehen vorn schmaler als hinten . 8. 8. Körper schmaler, bronze öder grtinbronze, stark der Länge nach gewölbt angustata n. sp. Körper breiter, leuchtend griin metallisch, schwach der Länge nach gewölbt elongata Thoms. 26. Derosphaerus globicollis Thoms. (= Nyctobates ro- tundicollis Westw. = Notiolesthus morosus Motsch) verglichen mit der Type. Die Derosphaerusarten zerf allén nach der Bildung der Stirn in zwei Grruppen: bei der einen zieht sich eine tiefe Furche am Innenrande der Augen bis in den Nacken, so dass die Stirn wie eine Platte aufliegt; hierher gehört die vorlie- gende Art und nach Westwoods guter Beschreibung auch N. rotundicollis; doch hat Westwoods Namen vorläufig noch nicht GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEX TENEBRIONIDEN. 19 die Priorität, da Castelnau's Upis rotundicollis in generischer Beziehiing noch nicht klar steht, sie ist der afrikanisch en Art täuschend ähnlich, hat aber keine Angenfurchen. Bei der zweiten Grrnppe läuft eine Furche, wenn sie Itberhaupt vor- handen ist, um die Augen heriim und die Stirn ist normal, hierher z. B. die folgende Art. 27. Derosphaerus rufofasciatus Frm. ein einzelnes Tier. 28. Derosphaerus 3 nov. spp. in einzelnen, z. T. defekten Stucken. 29. Tenebrio guineensis Jmh. Mit dieser Art ist, wie die Type im Briisseler Museum ausweist, der Tenebrio foveicollis Thoms. identisch. Die beiden Clruben auf dem Halsschild sind individuell und finden sich nicht einmal bei allén als »Typev ausgezeichneten Tieren der friiheren Thomson'schen Sammlung. 30. Menephilus camerunus n. sp. Taf. 2, Fig. 2. Glänzend schwarz, jede Flllgeldecke mit zwei roten Flecken, einer Quer- binde vor der Mitte und einer ktirzeren hinter derselben; beide gezackten Binden lassen den Nahtstreifen und den Raum ne- ben dem Seitenrande frei. Kopf sehr dicht punktiert, auf der Stirn grob und runz- 1ig. Das Epistom in tiefem Bogen abgesetzt und vorn sehr flach ausgerandet mit verrundeten Yorderecken. FuhJer die Basis des Halsschildes nicht erreichend, Grlied 3 1 V2 nial so läng wie 4, das erste bis sechste länger als breit, 7 so breit wie läng, 8 — 10 stark quer, 11 kraftig verrundet; es ist also eine Keule von 5 Griiedern vorhanden. Mentum kraftig ge- kielt, so breit wie läng. Halsschild IV2 mal so breit wie läng, in der Mitte am breitesten; seine Seiten gerandet, und zwar an der Basis kraftig und tief, in der Mitte schmal aber scharf und etwas aufgebogen, Randung vorn sehr fein und nur im seitlichen Drittel deutlich. Oberfläche ziemlich kraftig, nicht sehr dicht, an den Seiten dichter punktiert; Vorderwinkel nicht vorragend, stumpf, Hinterwinkel spitz; Basis schwach zweibuchtig.^ Schildchen halbkreisförmig, äusserst fein punk tiert. Fliigeldecken breiter als der Halsschild, mit 8 Reihen tiefer, ziemlich grober Punkte (ca 30 auf dem vierten Strei- fen). Zwischenräume auf der Scheibe plan öder subkonvex. nur an der Spitze gewölbt, da die ersten Streifen hinten stark vertieft sind, dieselben sind glatt, nur an der Spitze äusserst fein, kaum wahrnehmbar punktiert. Schenkel glänzend, deut- 20 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 5. lich punktiert. Vorderschienen kraftig, die mittleren schwä- cher gekrlimmt, die hinteren gerade. Prosfernum kraftig ge- kielt, unpunktiert, die Propleuren sehr grob aber flach punk- tiert. Mittel- und Hinterbriist nebst Episternen glatt, ebenso die Epipleuren der Fliigeldeckeii, welche mit einer rinnigen Vertiefung am vorletzten Abdominalsegment aufhören (bei ornatipennis z. B. sind sie fast vollständig). Abdomen äus- serst fein punktiert, nur die Basis der mittleren Segments gröber; Analsegment scharf gerandet. o^. Forceps wie bei den verwandten Arten klein, 1^2 mm läng; er ist einfacb flack gekriimmt (bei 4-plagiatus Frm, der nächstverwandten Art, ist die Spitze läng und diinn ab- geschntirt). 9. Di e äusseren Anhänge der weiblichen Geschlecktsor- gane sind ca 5 mm läng und gleichen auf den ersten Blick täuschend einem Forceps, sie stellen eiiien sckmalen Ckitin- streifen dar, welcbe der ganzen Länge nach rinnig vertieft ist und am Ende zwei Spitzen trägt; diese Spitzen baben an jeder Seite eine beborstete Sinnesgrube. Von den Griiedern dieser Anhänge ist das erste das längste, das vorletzte viel ktirzer als das letzte. Länge 9 — 12^3 mm, Breite 4 — 5 mm. Die Art liegt mir auch von Kongo vor, 1 Exemplar mei- ner Sammlung von Kamerun hat braunen Halsschild. Die neue Species ist mit quadriplagiatus Frm, distinguendus Frm (Nyctobates), quadrilunatus Frm und conquinatus Karsch verwandt; am meisten wohl mit der ersten, von der sie sich durch die gröber gestreiften Fltigeldecken (bei Fairmaire's Art ca 40 Punkte in der vierten Reihe), deren ebene, unpunk- tierte Zwischenräume, glatte Episternen der Brust, breiteren Halsschild, andere Geschlechtsorgane unterscheidet. M. dis- tinguendus hat anderen Körperbau, quadrilunatus hat mond- förmige Flecken etc, conquinatus Karsch hat den vorderen Fleck dreieckig und ist viel gröber skulptiert. 31. Lyprops Biittneri Kolbe. 1 Exemplar. 32. Dichastops subaenus Gerst. 11 Exemplare. 33. Lyprochelida purpurina Frm. Taf . 2, Fig. 3. — () Exem- plare. 34. Lyprochelida picta n. sp. Taf. 2, Fig. 4. Unbehaart, glänzend,rotgelb. Die letzten 6 — 7 Fiihlerglieder, ein grosser, beiden Fltigeldecken gemeinsamer Skutellarfleck, die Schulter- GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIO NIDEN. 21 beule, ein grosser Fleck vor der Mitte und ein apikaler Doppel- fleck auf jeder Fltigeldecke, die Endhälfte der Schenkel und die ganzen Schienen schwarz, die letzteren bei hellen Exemplaren rötlich. Der Eaum zwiscken den vorderen Flecken und der zwiscken den Apikalflecken gelb. Kopf nnd Halsschild weitlänfig und fein punktiert; Cly- peus durch eine wagerechte. tiefe Furche abgetrennt, Fiibler die Basis des Halsschildes mit den beiden letzten Gliedern iiberragend. Halsschild quer liber bis an den Seitenrand ge- wölbt, dieser nnr schmal abgesetzt, die Randung des Vorder- randes und der Basis undeutlicb. Die Seiten gewinkelt, die Yorderecken etwas verrundet, die fiinterecken schwach vor- gezogen und scharf gewinkelt. Schildchen glatt, ogival. Flu- geldecken gleichmässig deutlicli aber fein punktiert, die Punkte auf der Scbeibe bin und wieder in Reiben stebend; die Un- terseite äusserst fein und weitlänfig punktiert. Epipleuren scbmal, kaum breiter als eine Scbenkeldicke (bei purpurina viel breiter). Mittel- und Hinterschienen mit recbtwinkligem aber dtinnem Zabn vor dem Ende. 7^/2 — 9 mm. 6 Exemplare von Molive in meiner Samm- lung. Diese Art weicbt von der purpurina durch die schmalere Gestalt, die bunte Zeicbnung, den seitlich gewinkelten Hals- schild, auf der Scbeibe reihig punktierte Fliigeldecken, feh- lende Bebaarung etc. ans. NB. haben wir in dieser Art den Basanus guineensis Fairm zu seben? Die Bescbreibung passt bis auf Einzelhei- heiten. Aber Basanus gebört zu den Diaperinen, während vorliegendes Tier zweifellos zu den Heterotarsinen zu rech- nen ist. Icli kenne von der Gattung der B. erotyloides Lew., ein Tier, das mit vorliegender Art gar keine Äbnlicbkeit be- sitzt. (Man vergleiche die Abbildung: Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6) XIII, t. 13, f. 7.) Es ist auch wohl zu vermuten, dass Fairmaire die Zugehörigkeit zu Lyprochelida erkannt hatte, da er diese Gattung unmittelbar hinter Basanus gui- nenensis beschreibt. (Notes from tbe Leyd. Mus. XX, 1898, p. 213 et 214.) 35. Chiroscelis digitata F. 19 Exemplare. 36. Chiroscelis bifenestrella Westw. 3 Exemplare. 37. Pristophilus passaloides AVestw. 14 Exemplare. 38. Prioscelis serrata F. 35 Exemplare. 22 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 o. 39. Prioscelis Westwoodi Kolbe var. cameruna Kolbe. 1 Exemplar. 40. Prioscelides rugosus Kolbe. 1 Exemplar. 41. Calostega crassicornis Westw. 12 Exemplare. 42. Odontopezus cupreus F. var. lucens Geb. 5 Exem- plare. 43. Metallonotus denticoUis Gray var. rugosus Geb. 2 Exemplare. 44. Metallonotus violaeeus Frm. 1 Exemplar. 45. Pycnocerus rugosus Gebn. var. 1 Exemplar. 46. Alcyonotus n. sp. Ein eiuzelnes, defektes Tier. 47. Alcyonotus purpuripennis n. sp. Mit A. violacei- pennis Champ. verv^^andt, aber von demselben gut geschieden. Kopf und Halsscbild glänzend schw^arz, die Fltigeldecken purpurn mit grtiner Naht und griinem Aussenrand, die Un- terseite schwarz mit metallischen Reflexen, die Mitte der Schenkel rot, Schienen schwarz. Kopf weitläufig und ziemlich grob punktiert; zwischen den Augen befindet sich eine glatte Stelle. Der Clypeus sehr fein und dicht punktiert, in sehr flachem, weitem Bogen aus- gerandet, fast gerade abgestutzt. Fuhler die Basis des Hals- schildes nicht ganz erreichend, die letzten Glieder verbreitert, grob punktiert, gelb beborstet. HalsscMld genan so läng v\^ie breit, seine Oberfläche vreitläufig und fein punktiert, die Mitte unpunktiert, die Basis sehr fein, die Seiten sehr tief und scharf gerandet, von der Seite her eingeschnitten, Yorderrand ohne Linie; die Seiten vor den Hinterecken schwach ausge- schweift, die Hinterecken selbst spitz nach hinten gezogen, die Scheibe vor der Basis quer eingedrtickt. Schildchen schwarz, ogival, glatt. FlugeJdeclxen mit 8 feinen, aber schar- fen Punktstreifen, die Punkte der Streifen sind abwechselnd gross und fein; die vollkommen ebenen Zwischenräume sind ganz gleichmässig weitläufig, äusserst fein punktiert. Der erste Streifen ist hinten kaum stärker eingedrtickt als die an- dern. Die innere Epipleuralkante ist hinten sehr stark ge- wellt. Die Propleuren sehr fein punktiert. Trochanteren der Mittel- und Hinterbeine einfach, nicht zahnförmig vortretend. Prosternalkiel ungerandet, Prosternum hinter den Vorder- htiften niedergebogen und wulstförmig der Länge nach auf- liegend. Mittel brust V-förmig ausgehöhlt mit spitz vortre- GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 23 tenden Ecken. Abdomen äusserst fein, kaum wahrnehinbar punktiert. Aussere Greschlechtsmerkmale scheinen zu fehlen. Der Porceps ist sehr läng und kraftig, sein Ende rechtwinklig nach oben gebogen, die Spitze ist abgestutzt, sie schliesst eine einliegende spitze Chitinzunge ein. Länge 15 — 22 mm. 1 c/' nnd 5 9 $ von Molive in meiner Sammlung, Die Art ist mit violaceipennis verwandt (welche mir auch aus Kamerun vorliegt), unterseheidet sicb leicbt durch andere Färbung der Flilgeldecken, schwarze Tibien, nicht vertieften Xahtstreifen, kaum bemerkbar punktierte Propleuren etc. 48. Perichilus brevicornis Qued. 1 Exemplar von nur 7 mm Länge. Die Art ist in der Färbung variabel. Vorlie- gendes Tier ist an den Schultern prachtvoll griin, dann blau und binten dunkel purpurn. Einige Exemplare in meiner Sammlung von Molive haben ausser der stets griinen Naht ganz purpurne Fltigeldecken. 49. Hoplonyx evanescens n. sp. Taf. 2, Fig. 5. Grlän- zend scbwarz öder pechschwarz, die Beine schwarz öder braun- schwarz. Augen sebr gross, die Stirn zwiscben denselben scbmaler als der Vorderrand des Halsscbildes; die Seiten des Kopfes iiber den Ftiblern sehr stark aufgeworfen. Clypeus ziemlich grob punktiert. Der Vorderrand der Stirn oberhalb des Cly- peus biidet eine einzige muldige Vertiefung. Fuhler ziemlich kurz, nur bis zum ersten Sechstel der Fltigeldecken reichend, das dritte Glied V/2 mal so läng wie das vierte, die Glieder vom ftinften an matt und ziemlich kraftig nach aussen erweitert, so dass sie fast so breit wie läng sind. Halsschilä PA nial so breit wie läng, sehr stark gewölbt, namentlich vorn, so dass die Vorderwinkel von oben kaum zu sehen sind. Ober- fläche fein und wenig dicht punktiert, nach den Seiten zu noch feiner und etwas dichter; Randung an den Seiten und besonders vorn scharf, wenn auch fein; an der Basis fehlt die Randung, aber es ist hier eine scharfe Kante vorhanden; Basis jederseits tief gebuchtet, Mittellappen gerade abgestutzt; Vorderwinkel etwa 100^ gross, Hinterwinkel stumpf. Schild- chen so breit wie läng mit wenigen, äusserst feinen Punkten. Flugelded^en etwas breiter als der Halsschild, läng gestreckt, etwas mehr als doppelt so läng als zusammen breit, mit 8 Reihen 24 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 5. grober, griibchenartigei^ Punkte, Zwischenräume flach, mit einzelnen äusserst feinen Körnclien, die Punkte verschwinden vor der Spitze öder werden doch sehr fein und strichförmig. Basis der Flugeldecken wegen der vorn grubig vertieften Streifen aufgeworfen. Epipleuren vorn mit eingedriickter Piinktlinie. Die Beine dicht und grubig punktiert, mit äus- serst feiner, kurzer, anliegender, goldgelber Pubescenz. Der Zahn der Vorderschenkel biidet nach aussen einen recbten Winkel mit dem Schenkel, er ist wenig kurzer als der Schen- kel am Ende diok. Alle Scbienen annähernd gerade, die vor- deren und mittleren mit scharfer, die hinteren mit schwacher Eurche. Frosternum zwischen den Yorderhtiften mit tiefer Furche, der scharfe Prost ernalfortsatz fällt senkrecht ab, Propleuren glatt. Mittelbrust tief und scbarf ausgehöhlt, mit Rändern, die bis unten scharf sind, senkrecht abfallend. Epi- meren und Episternen der Hinterbrust kraftig punktiert, die Mitte und das Abdomen glatt und giänzend, letzteres mit sehr feinen und schwachen Längsrunzeln. Forceps 5 mm läng, schwach gekrummt, die Spitze mit scharfer Längsfurche; am Ende sehr schwach lanzettförmig. Länge 12 — 16, Breite 6 — 8 mm. 20 Exemplare. 50. Hoplonyx cameruna n. sp. Der vorigen Art auf den ersten Blick sehr ähnlich aber in zahlreichen j\Ierkmalen abweichend. Braun öder pechbraun. Schenkel rotbraun. Der Hals- schild bei einigen Exemplaren mit äusserst feiner, kaum sicht- barer Pubescenz. Augen sehr gross, die Stirn zwischen ihnen aber breiter als der Yorderrand des Halsschildes. Clypeus grob und dicht punktiert, Bildung der Stirn oberhalb dessel- ben wie bei der vorigen Art. Fuhler bis zum ersten Yiertel der Flugeldecken reichend, ihr drittes Glied kaum länger als das vierte, die Glieder vorn fiinften an ziemlich schwach er- weitert, alle viel länger als breit. Der Halsschild ist dem der vorigen Art durchaus ähnlich, so dass dessen ausfährliche Beschreibung auf diese Art bezogen werden känn, nur ist die Punktierung noch feiner und der ganze Halsschild schmaler. FIiigeldecl'e)i ziemlich viel breiter als der Halsschild, genau zwei- mal so läng als zusammen breit, mit 8 Reihen grosser grtibchen- artiger Punkte, die gegen das Ende feiner, aber nicht strich- förmig werden. Die Zwischenräume sind flach und mit ein- zeln stehenden, äusserst feinen Körnchen besetzt, namentlich GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 25 nahe der Spitze. Epipleureu vorn mit eingedrtickter Punkt- linie. Mittelschienen deutlich gekrtimmt, im tibrigen gleichen die Beine vollkommen denen von evanescens. Frosternum zwischen den Vorderhiiften tief rinnig ausgehöhlt, der Fort- satz hinter denselben senkrecht niedergedrtickt, dann wage- recht. Mittelbrust nicht senkrecht abfallend, mit schwach vortretenden Rändern, viel schwächer als bei A^origer Art aus- geböhlt. Länge 13 — 16, Breite 6 — 7 mm. 4 Exemplare von Molive bei Victoria in Kamerun (Hollm) in meiner Sammlung. 51. Hoplonyx spec. dub. 6 Exemplare, mehreren Arten angehörig, wage ich nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Eine Entscheidung tiber dieselben lässt sich erst nach Konsultation der Typen älterer Autoren treffen, welche zahlreiche Einzel- beschreib ängen von Arten dieser Gattung geliefert haben. Auch gehören viele als Gonocnemis beschriebene Arten zu Hoplonyx. 52. Megaeantha dentata F. wurde in zahlreichen Exem- plaren mitgebracht. Tm allgemeinen sind die Geschlechter leicht zu unterscheiden, Die ef haben einen stark gewölbten Halsschild und stark verdickte Vorderschenkel mit grossem, nach rtickwärts gekriimmtem Zahn ; die $ einen viel schwächer gewölbten Halsschild, kaum verdickte Vorderschenkel mit ein- fach gewinkeltem Zahn. Bei manchen Exemplaren bereitet die Trennung nach den Geschlechtern Schwierigkeiten. Ein sicheres Geschlechtskriterium aber bilden die ]\Iittelschienen, welche beim 9 glatt sind, beim o^ jedoch eine Anzahl feiner Zähne aufweisen. Matte, schwach irisierende Exemplare kom- men bei beiden Geschlechtern vor. Die Grösse der Art schwankt zwischen 15 und 25 mm. 53. Eupezus longipes F. 2 Exemplare. 54. Eupezus minor n. sp. Ganz von der Form der gros- sen Arten. Mattschwarz, unten etwas glänzend. Zwischen den Augen §chmaler als ein Flihler dick. Kopf sehr fein aber deutlich punktiert. Drittes Ftihlerglied doppelt so läng wie das vierte, Glieder 5, 6 und 7 sind untereinander gleich, jedes doppelt so läng wie das 8., 9, 10. öder 11. Halsschild mit kraftig verrundeten Seiten, Vorderwinkel abgerundet stumpf, die hin- teren stiimpfwinklig. Oberfläche nur bei stärker Vergrösse- rung (20-fach) punktuliert. Schildchen breit, gerundet drei- 26 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 5. eckig. Fliigeldeclen mit acht eingeschnittenen feinen Linien, die nur in der vorderen Hälfte (besonders bei den beiden Weibchen) Punkte haben. Von den Streifen sind der erste und zweite hinten nicht öder docb kaum merklich genähert; Streifen 4 und 5 sind die ktirzesten. Die Beine sind läng; die Hinterschenkel tiberragen beim Weibchen die riiigeldecken- spitzen um ca 1 mm, beim Männchen um 2 — 3. Beim ersteren haben die Mittelschienen den charakteristischen Haarbesatz. Unterseite, auch das Abdomen an den Seiten, ganz matt und unpunktiert; die Hinterbrust in der Mitte spiegelglatt. . Ab- domen fein längsstrioliert, beim a^ etwas uneben, ohne Tuber- keln. Epipleuren glatt. Diese Art hat mit dem ebenfalls sehr kleinen Eu. rufipes keine Ahniichkeit, sondern steht der vorigen Art näher, von der sie sich durch die viel geringere Grösse, hinten einfach gestreifte Flligeldecken, deren erster und zweiter Streifen nicht genähert sind, durch nicht punktierte Seiten der Brust und durch die fehlenden sekundären Geschlechtsmerkmale am Abdomen des Männchens unterscheidet. Länge 13 — 14 mm. 2 ef , 1 9, ein weiteres $ in meiner Sammlung gleichfalls aus Kamerun. 55. Asthenochirus nov. sp. Ein eiiizelnes Exemplar. 56. Pareupezus glaber Kolbe. Die Flecke auf den Flli- geldecken fliessen oft zusammen, und der Halsschild ist zu- v^eilen ganz rot. 57. Paramarygmus femoralis Jmh. 2 Exemplar e. 58. Paramarygmus subglobosus Kolbe. 59. Paramarygmus figuratus n. sp. Diese Art macht einen etwas fremdartigen Eindruck innerhalb der Gattung. Sie schliesst sich jedoch in der Bildung aller wichtigen Kör- perteile so nahe an die typische Art: P. femoratus Jmh. (ni- groaeneus Qued.), dass sie vorläufig hier am besten aufge- hoben ist. tJbrigens sind durch Fairmaire einige Arten ge- kommen in die Gattung, welche sich durch fadcnförmige, länge Ftihler weit von ihr entfernen. Kurz oval, sehr hochgewölbt. Glänzend schwarz. Flli- geldecken mit einer Zeichnung ähnlich derjenigen von Nesio- ticus ilavopictus, einer ^ gelben, gezackten, breiten Humeral- binde, deren beiden Enden von der Basis ziemlich weit ent- fernt sind, und einer ebenso gefärbten, am Seitenrand begin- GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 27 nen den nnd im vierten Streif nach der Spitze gerichteten Apikalluniila. Kopf und Halsschild stark glänzend, åusserst fein, kaum wahrnehmbar punktuliert. Ftihler kurz, perl- schnurartig, den Hinterrand des Halsschildes kaum tiberra- gend; die ersten Glieder rotbrann, die folgenden schwarz, mit kurzen, goldgelben Härchen besetzt, Glied 3 IV2 mal so läng wie das vierte, dieses und die folgenden kugelig, die vorletz- ten allmählich breiter werdend und an der Spitze gerade ab- gestutzt, das elfte kugelig. Die Mundteile durchaus denen von femoralis gleich, Mandibeln also mit einfacher Spitze. Die Randung an der Basis des Halsschildes fehlend, an der Mitte des Vorderrandes unterbrocben, die Hinterwinkel stumpf. Schildcben unpunktiert, mit scharfer, etwas vorgezogener Spitze. FUlgeldecJcen mit 8 regelmässigen, feinen Punktreihen; ihr höchster Punkt liegt im ersten Drittel. Schenkel schwach keulig. Die Scbienen einfach annähernd gerade. Unterseite stark glänzend. Mittelbrust mit scharfer Vorderkante. Hin- terbrust mit scharfer, nach vorn bis tiber die Mitte reichender, tiefer Furche. Epipleuren glatt, innen nicht gerandet. Epi- meren der Hinterbrust nicht punktiert. Länge 6 — 8 mm. Zur BeschreibuDg liegen mir ausser dem von Herrn Pro- fessor Sjöstedt gesammelten Exemplar, drei weitere Tiere ans Kamerun, Lolodorf (Conradt) vor, Eigentum des Berliner Museums, welche mir Herr Professor Kolbe liebenswiirdiger- weise zur Beschreibung zur Verfiigung stellte. Hypamarygmus nov. gen. Körper rund, sehr b och gewölbt, Kopf senkrecht, klein. Augen ausgerandet, sehr weit von einander entfernt. Clypeus gerade abgestutzt, mit der Oberlippe häutig verbunden. Fiihler kurz, die mittleren Grlie- der etwa so breit wie läng. Mentum quer viereckig, 1 V2 mal so breit wie läng, seine Mitte gewölbt, die Vorderecken nicht vortretend. Ligula etwas schmaler als das Mentum, vorn gerade abgestutzt; letztes Tasterglied oval. Innere Lade der Maxillen unbewaffnet, letztes Glied der Maxillarpalpen beil- förraig. Mandibeln aussen tief gefurcht mit stumpfer, zahn- förmiger Erweiterung oben vor der Spitze, diese selbst scharf zweiteilig. Pronotum stark quer, der Kopf ist in dasselbe etwa bis zur Mitte der Augen eingelassen. Schildclien deut- lich dreieckig. Flugeldccken gleichmässig hoch gewölbt. Epi- pleuren sehr breit, bis zur Spitze verschmälert. Frosternum 28 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 5. hinter den Htiften verlängert und meisselförmig (mit senk- rechter Schneide) vorragend. Mittelbrust scharf V-förmig ausgeschnitten. Erster Abdominalring zwischen den Hinter- liiiften spitz dreieckig. Beine sehr kurz, die Sckenkelspitze der hinteren Beinpaare nach keiner Richtnng hin tiber die riiigeldecken hinansragend. Scbienen etwas glatt, an der Aussenseite nngefurcht. Die gegenwärtige Gattung ist in mehrfacher Beziehung ausgezeichnet. Sie steht Pararaarygmus in der Gestalt, den weitgetrennten Augen, der geringere Grösse etc. am nächsten, sie ist von dieser Gattung (von der Pareupezus kauui ge- trennt werden känn) durcb andere Mundteile iind andere Ster- nalbildung verscbieden. Von allén Amarygmiden Afrikas unterscbeidet sicb Hypamarygmus durcb die breiten Epipleuren. tJbrigens ist der BegriiF »Amarygmides Lac.» bis jetzt keineswegs fest umgrenzt, das Merkmal der unbewaiFneten Vorderscbenkel gebt nicbt durcb. Gbaleca Per. bat scbarfe Zäbne an den Vorderscbenkeln und Astbenocbirus (wobl kaum generiscb von Eupezus zu trennen) bat ebenfalls sebr kurze Zäbncben. 60. Hypamarygmus coccinelloides n. sp. Taf. 2, Fig. 6. Scbwarz, scbwacb metalliscb, stark glänzend. Lippe rot. Kopf ziemlicb dicbt und deutlicb punktiert. Ftibler braun, Glied 3 1^/2 mal so gross wie 4, die librigen ganz allmäblicb zunebmend. Halsschild 3 V2 mal so breit wie läng, von oben geseben die Sei- tenrandlinie der Fltigeldecken fortsetzend und mit ibnen zu- sammen eine fast kreisförmige Ellipse bildend. Seiten und Vorderrand gerandet. Basis vollkommen gleicbmässig gebogen; alle Winkel etwa recbtwinklig, die vorderen sebr scbwacb verrundet; Oberfläcbe äusserst fein und dicbt punktiert Flii- geldechen ausserordentlicb bocb gewölbt, im ersten Drittel der Nabt am böcbsten; mit 8 Punktstreifen, obne Skutellarstreif. Der erste Streif der Nabt genäbert, von der Mitte an ver- tieft, zweiter Streif von dem Nabtstreif und dem dritten gleicbweit entfernt, der dritte dem vierten, der ftinfte dem secbsten, der siebente dem acbten Streif genäbert, alle Strei- fen nur binten und aucb dort nicbt stark vertieft. Zwiscben- räume äusserst fein, kaum wabrnebmbar punktiert. Ein neun- ter Streif unmittelbar am Seitenrand verlässt denselben dicbt an der Spitze. Epipleuren ganz glatt, innen nicbt gerandet. GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 29 Propleuren unpunktiert. Unterseite wenig glänzend, dicht und deutlich punktiert. Abdomen fein längsnadelrissig. Länge 5^/2 mm, grösste Breite in der Mitte der Fliigel- decken 4^/4 mm. 2 Exemplare. Ob aiicb eine öder die andere Art von Paramarygmns in die neiie (xattung zu stellen ist, weiss icb nicht, jedenfalls lässt sich keine der Artbeschreibungen auch nur annäbernd auf die neue Art deuten. 61. Nesioticus flavopictus Westw. Eine Anzahl Exem- plare. Die Art ist in der Zeichnung variabel. Eines der 16 Tiere hat den gelben Längsstreifen auf der Mitte der Flti- geldeckenbasis gegabelt. 62. Strongylium dichroma Thoms. 5 Exemplare ver- glicben mit der Type. 63. Strongylium brevicolle Mäkl. 4 Exemplare. 64. Strongylium cyanipes F. (syn. nigrum Dohrn) 2 Exem- plare. Auch. diese Art ist sehr variabel; sie liegt mir auch von Mo- live bei Victoria in Kamerun vor. Granz schwarz ist kein Tier. Bei einem Exemplar ist die ganze Oberfläche schwarz, die ersten Ftihlerglieder und die Beine rotbraun, nur die Schenkel ge- gen die -Kniee hin mit bläulichem Schein; ein zweites hat ausserdem die Seiten des Pronotums braun. Bei zwei andern sind die Beine dunkel cyanblau, die Seiten des Halsschildes und je ein Längswisch auf den Fliigeldecken rotbraun. 65. Strongylium quadraticolle Thoms. 2 Ex. vergl. mit der Type. 66. Strongylium spee. dub. 3 Exemplare der vorigen nahe verwandt und möglicherweise neu. 67. Strongylium nov. spec. Ein einzelnes Tier. 68. Praogena calabarica Mäkl. 2 Exemplare. 69. Praogena nigritarsis Mäkl. Ein einzelnes Tier, auf welches Mäklins Beschreibung bis auf die schwarzen Tibien passt. Die Ftihler sind wie auch Mäkl. vermutet ganz schwarz, die letzten Glieder fein behaart, nicht glänzend. Die Incert. sed.. des Katalogs ist also j^zt förtgeschafft. 70. Praogena nov, spec. aff. illustris Dohrn. Ein ein- zelnes Exemplar. Die Sammlung, die 531 Ex. umfasst, gehört dem Natur- historischen Reichsmuseum in Stockholm. 30 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 5. Bemerkiingen fiir den Recorder. Durch vorstehende Arbeit werden nachfolgejide Änderungen in den Katalogen nötig: 1. Selinus convexipennis n. sp. 2. » calcaripes n. sp. 3. Opatrinus opacus n. sp. 4. Platydema tomentosum n. sp. 5. » nigrobrunneum n. sp. 6. » Hollmi n. sp. 7. » Schröderi n. sp. 8. » abnorme n. sp. 9. Ceropria Romandi Cast. = (C. Janthina Thoms. = Westermanni Fåhr. = viridis Kr.) 10. Ceropria anthracina Quedf. nec. Lac. (Lacordaire i. 1.) 11. Uloma Sjoestedti n. sp. 12. Toxicum taurus F. = (tenuiclavum Schauf. = ? nitidifrons Schauf.) 13. Taraxides sinuatus F.: var. lugens Motsch, sinuatus F. (forma typica ■=: confusus Westw. var.), var. confusus Westw., var. lu- nifera Fairm., var. pictus Champ. 14. Amenophis Fairmairei Thoms. = (A. Mechowi Kolbe.) 15. » angustata n. sp. 16. » epipleuralis n. sp. 17. Derosphaerus globicollis Thoms. = (Nyctobates rotundicollis Westw. = Notiolesthus morosus Motsch.) 18. Tenebrio guineensis Jmh. = (T. foveicollis Thoms.) 19. Lyprochelida picta n. sp. 20. Alcyonotus purpuripennis n. sp. 21. Hoplonyx evanescens n. sp. 22. » cameruna n. sp. 23. Eupezus minor n. sp. 24. Paramarygmus figuratus n. sp. 25. Hypamarygmus nbv. gAi. coccinelloides n. sp. 26. Strongylium cyanipes F. — (St. nigrum Dohrn.) Arkiv för Zoologi. Band £.N?5 Tafl, A. Ekblom deL Lifli-G.Tholander, Stuckbolm. Arkiv för Zooloqi, Band. 2-N?5. Taf. £. A.Ektiom del. lith .6 .Tholander, Stochhol m . GEBIEN, VERZ. D. IN KAMERUN GESAMMELTEN TENEBRIONIDEN. 31 Fig. 1. » 1 a. » Ib. » 2. » 3. » 4. » 5. » 6. 2> 6 a. Erkläriing der AbM I dungen. Tafel 1. Selinus convexipennis ii. sp. c^. » » der Forceps von unten. » » 9, die Spitzen der Fltigeldecken. Opatrinus opacus n. sp. Platyderaa Hollmi n. sp. » Schröderi n. sp. » abnorme n. sp. Uloma Sjoestedti n. sp. » » Vorderschiene des ^. 6 b. » » Forceps. Tafel 2. Fig. 1. Uloma laesicoUis Thoms. » 1 a. » » Vorderscbiene des o^. » 1 b. » » Forceps. » 2 Menepbilus camerunus n. sp. » 3. Lyprocbelida purpurina Frm. »4. » picta n. sp. » 5. Hoplonyx evanescens n. sp. » 6. Hyparaarygmus coccinelloides n. sp. » 7. Ceropria Romandi Cast. et Br. Forceps. »8. » antbracina QuED. Forceps. Tryckt den 9 november 1904. Stockholm lfl04. Kimgl. Boktryckeriet. ÅRKIY FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:o 6. Die Kegelbienen Africa's. (Genus Coelioxys.-Hym.) Von H. FRIESE, Jena. Mitgeteilt am 14. September 1904 durch Hj. Théel und Chr. Aurivillius. Wenn ich im Folgenden eine kurze Zusammenstellung der "bisher bekannt gewordenen Coelioxps-Arten der äthiopischen Region unternehme, so känn dies naturgemäss nur ein erster Versuch sein, um ein System auf morpkologischer Grrundlage zu schaffen. Zu gieicher Zeit sollen diejenigen Bildungen, welche zuerst beim Aufbau eines natiirlichen Systems von Wicbtigkeit sind, besonders hervorgehoben werden, um Xach- folgenden den Weg zu ebnen und bei Beschreibung neuer Ar- ten ein Schema zu liefern. Die Beschreibungen der bisher aufgestellten Arten lassen leider noch jede Ubersicht vermissen und liefern unter einem Chaos von Nebensächlichem zu wenig Brauchbares. um einen Kern herausschälen zu können. Sie sind deshalb meist in den Anhang gestelit worden. Die Beschreibungen neuer Coelioxys-Arten sollten unbe- dingt enthalten: 1. Angabe der Bekleidung, ob beschuppt und wo, öder ob nur behaart. 2. Etwaige Kopfbewehrungen (Clypeusrand, Kiele etc). Arkiv föl' zoologi. Band 2. N:o 6. 1 2 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 6. O. Bildung der Anaisegmente, beim 9 ^^^ Form am besten im Vergleich mit den gut bekannten europäischen Arten* öder durch lineare Abbildiingen; beim o^ Angabe der Zahl der Bewehrungen am 5. imd 6. Segment, sowie Form, Lage und Länge. Die Arten von Coelioxys dtirften durchweg bei der Gått. Megachile (Blattschneiderbiene) schmarotzen; sie liaben ihre Verbreitung v^ie diese tiber die ganze Erde, wenn aucb Coe- lioxys trotz der grossen Zahl von Megachile in Australien, hier nur sehr einzeln aufzutreten scbeint. Auch in Africa scbeint Coelioxys trotz der mehr als 100 Arten von Megachile nur spärlich aufzutreten. Erwähnenswert scbeint, dass auch 3 europäische Coelioxys- Arten den ganzen afrikanischen Kontinent von Norden nach Siiden durchwandert haben. Es sind dies: Coelioxys afra Lep. — Ostkiiste bis zum Cap und Togo. » decipiens Spin. — Ostkiiste bis zum Cap. » coturnix Perez. — Westkliste bis Grambia. Diese Verbreitung deutet vielleicht an, dass wir auch ge- wisse sUdeuropäische Megachile- Arten noch am Cap v^iederfin- den können! — {Megachile venusta, schmiedeJmechti, xantho- pyga und and.) Ausserdem gibt es aber noch 29 Arten, die der äthio- pischen Region eigenttimlich sind und sich folgendermassen gruppiren : 1. Grruppe erytropus (ohne Beschuppung). 1. C. erytropus Friese. 2. Gruppe decipiens (untere Analplatte fast so breit wie läng). 2. C. decipiens Spin. 3. C. scioensis Grib. 4. C. forrida Sm. 5. C. junodi Friese. 3. Gruppe afra (untere Analplatte stumpf, nur w^enig länger als die obere). 6. C. afra Lep. 7. C. coturnix Perez. Vergl. Abbildungen in: Friese, Bienen Europa"s, v. 1, p. 52 — 98; fig. H. FRIESE, DIE KEGELBIENEN AFRICA S. ö 8. C. difformis Frie se. 9. C. caffra Friese. 10. C. convergens Friese. 11. C. penetratrix Sm. 12. C. simplex Friese. 4. G-ruppe ar gentea (untere Analplatte parallel). 13. C. caeruleipennis Friese. 14. C. luteipes Friese. 15. C. incarinata Friese. 16. C. planidens Friese. 5. Gruppe nasuta (untere Analplatte sebr verlängert, zn- gespitzt). 17. C. nasuta Friese. 18. C. setosa Friese. 19. C. furcata Friese. 20. C. glahra Friese. 21. C. auriceps Friese. 22. C. aurifroris Sm. 23. C. africana Friese. 24. C. sexspinosa Friese. Ånhang. 25. C. argentipes Sm. $. 26. C. capensis Sm. o^ ? — L. 10 V 2 mm ^ Analsegm. 6-dornig. — Capland. 27. C. carinata Sm. ? — L. 11 V^ mm. — Natal. 28. G. f oveolata Sm. d^ — L. 12 ^/å mm. Analsegm. 6-clornig. — Capland. 29. C. loricula Sm. c/" (= ? bei planidens). — L. 10 V2 mm. 6-dornig. — Guinea. 30. C. siihdentata Sm. c^ — L. 10 ^/2 mm, Analsegm. 10-dornig. — Capland. 31. C. houyssoni Vach. ef — L- ^^ "^^- d^ Analsegm. 6-dornig. — Congo. 32. C. nigripes Vach. ?. — L. 12 mm. — Gabun. 4 AKKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 6. Bestimmungstabelle der Arteu. ?. 1. Körperbedeckung aus Haaren und Schuppen bestehend, besonders die Segmentbinden 2. Körperbedeckimg ausschliesslich aus Haaren bestehend, Beine rot, L. 11 mm 1. C. enjtropus Friese. 2. Analsegmente kurz und breit, das untere kaum länger als das obere 3. Analsegmente sehr verlängert und mehr öder weniger spitz auslaufend, unteres doppelt so läng als der obere frei vorra- gende Teil 13 3. Unteres Analsegment breit, schaufelförmig, oft quadra- tiscb; oberes in kielartigen Dorn verlängert, vergl. C. de- cipiens'^ 4. Analsegmente verjtingt, meist schmal und zugespitzt, obe- res ohne dornartige Verlängerung 7. 4. Kleinere Tiere, L. 10 — 13 mm 5. Grosses Tier, 21 mm. G 3. C. scioensis Grib. 5. Unteres Ocell jederseits von mächtigem Kiel eingefasst 6. Unteres Ocell einfach, L. lOmm 2. C decipiens Spin. var. Beine rot = var. rufipes Friese. 6. Sitrnschildchen gekielt, L. 13 mm. . . 4. C. torrida Sm. Stirnschildchen obne Kiel, L. 10 mm. 5. C junodi Friese. 7. (3.) Analsegment breit, dreieckig 8. Analsegment etwas verlängert, stark verschmälert, mit fast parallellen Seiten, Mesonotum grob längsrunzelig (vergl. C. argenteäf 11. 8. Oberes Analsegment viel breiter als das untere, jederseits mit Hinterecken 9. Oberes Analsegment schmaler als das untere, einspitzig 10. 9. Thorax oben ohne Schuppen, Abdomen schwarz, Verlän- gerung des Analsegmentes mit nicht erweitertem Endrande, L. 11 mm • 10. C. convergens Friese. ^ Friese, Bienen Eur. v. 1, p. 98, fig. 2 Ebenda, p. 67. fig. H. FRIESE, DIE KEGELBIENEX AFRIKAS. 5 Thorax oben gelb beschiippt, Abdomenseiten und Ende rot, Verlängerung des obereu Analsegmentes mit verbrei- terten Seitenecken, L. 9 mm. . . 8. C. difformis Frtese. 10. Unteres Analsegment an der Spitze bogeniormig ansge- randet,^ 2-spitzig, Abdomen rot, L. 8 — 9 mm. 6. C. af ra Lep. Unteres Analsegment zuerst breit, dann plötzlich zapfen- artig verlängert, wie bei C. quadridentata,'^ Mandibel nnd Beine rot, auch der Bauch. L. 12 mm. 9. C. caffra Friese. Unteres i^nalsegment jederseits in der Mitte eingescbntirt lind mit Seitenzähnclien, L. 12 mm. 11. C. poietyatrix Sm. Unteres Analsegment ganzrandig, L. 14 mm. 12. C. simplex Friese. 11. Clypeus mit starkem Kiel 12. Clypens ohne Kiel, L. 17 mm. 15. C. incarinata Friese. 12. Beine rot, Clypeusrand gezähnelt, L. 1(3 mm. 14. C. luteipes Friese. Beine schwarz, Endhälfte der Flligel blauschwarz, L. 15 mm 13. C. caerideipennis Friese. 13. (2.) Gesicht öder dock Clypeus mit starkem Kiel . . 14. (xesicht okne Kiel, untere Analplatte jederseits gezähnt 15. 14. Clypeus stark beulig erhaben und gekielt, Mesonotum grob und selir tief punktirt, L. 13 — 14 mm. 17. C. nasuta Friese. Clypeus flack, mit aufgebogener, braunbehaarter End- hälfte, Stirn gekielt, Kiel gefurcht und das untere Ocell umfassend, Mesonotum runzlig punktirt, auf vorderer Hälfte mit einzelnen grossen Punkten, L. 13 — 17 mm. 19. C. furcata Friese. 15. Mandibel und Beine rot, untere Analplatte jederseits mitten eingeschnlirt und schwach gezahnt, L. 11 mm. 20. C. fjlabra Friese. Mandibel und Beine schwarz, untere Analplatte jeder- seits mitten eingeschnlirt und sehr läng gezahnt, ausser- dem iiberall an den Seiten strahlenförmig gelbrot be- borstet, L. 16 — 18 mm. 18. C. setosa Friese. ^ Friese, Bienen Eur. v. 1. p. 67. fis. 2 Ebenda, p. 62. lig. ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 6. 1. Körper mehr öder weniger beschuppt, besonders die Seg- mentränder 2. Körper oline Schuppen, nur behaart, Beine rot. L. 10 mm. 1. C. erytroxms Friese. 2. Analsegment 4-dornig, Basalzabn jederseits fehlend, Fltigei- endhälfte schwarzblau, L. 12 — 14 mm. 19. C. furcafa Friese. Analsegment 6-dornig 3. Analsegment 8-dornig 6. Analsegment 9-dornig, ein kleiner Dorn in der Mitte, L. 6^/2 mm 7. C. coturnix Perez. Analsegment 10-dornig, L. 10^2 mm. 30. C. suhdentata Sm. 3. Zähne stumpf öder doch die oberen 4. Zähne sehr spitz, Basalzahn seitlicli sehr läng, dtinn und gerade nach hinten gerichtet, L. 8 — 10 mm. 21. C. auriceps Friese. 4. Stirn ohne Kiel. höchstens der Clypeus schwach ge- kielt 5. Stirn und Clypeusbasis mit starkem Kiel, L. 14 — 15 mm. 17. C. nasnfa Friese. 5. Segment 5 jederseits ohne Zahn, L. 9^/2 mm. 24. C. sexspinosa Friese. Segment 5 jederseits mit stumpfem Höcker, L. 11 mm. 16. C. planidens Friese. Segment 5 am Ende mit kleinem, spitzem Zahn, davor mit grossem, breitem Dorn, L. 10\'2 mm. 11. C. peneUmtrix Sm. 6. (2.) Analsegment breit und 4-eckig, Enddorne divergi- rend 7 Analsegment zugespitzt, Zähne dicht bei einander liegend, L. 11 mm 10. C. convergens Friese. 7. Schuppenbinden der Segmente liegen am Endrande . . 8. Schuppenbinden verlaufen auf der Scheibe der Segmente, L. 6—10 mm 6. C. afra Lep. H. FRIESE, DIE KEGELBIENEX AFRICA S. 7 8. Aiitennne und Beine rot, Segment 4 und 5 jederseits mit Höcker, L. 8^2 — 9 mm 8. C. difformis Friese. Antenne und Beine schwarz bis schwarzbraun, Segment 6 stark vorgezogen, Zähne spitz, stark divergirend, Basal- zalm an den Seiten läng und dunn, L. 13 — 14 mm. 23. C. (ffricaua Friese. 1. Coelioxys erytropus n. sp. $ d"- g. Nigra, griseo-hirta, ut C. elongafa,'^ sed mandibulis pedibusque rufis; o^ segmento 6 sexdentato. 9- Schwarz, gelbgreis behaart, grobrunzlig punktirt, Man- dibel rot; Segmente mit Haarfransen (bisher die einzige afrik. Art ohne Schuppenbekleidung), Segment 6 wie bei C. elongata gebildet, die seitliche Einschntirung und Zahnung in der Mitte, aber nur sehr schwach entwickelt. Beine rot; Fltigel hell. L. 11 mm. c^ — mebr weisslich behaart, Mandibel schwarz; Segment 6 sechszähnig, die beiden oberen Zähne ktirzer, dreieckig und nach innen gebogen; Yentralsegment 2 — 4 läng gelbweiss ge- franst, die mittleren Haarbiischeln mit orangeroter Spitze. Beine rötlich. L. 10 mm. o^ g vom Capland (Krebs u. Drége) im Mus. Berlin. 2. Coelioxys decipiens Spin.^ ?. veriicalis Sm. 1854 $. aberrans Mor. 1896 o^ $. lanuginea Vach. 1903 $. var. pedibus rufis; L. 13 — 14 mm. var. rufipes n. var. N. Transvaal bei Shilouvane im Januar (Junod). Im Mus. Berlin 1 g ^^on Capland (Krebs); im Mus. Stockholm auch 1 $ von Tranquebar (India or.). 3. Coelioxys scioénsis Ctrib. 9. 9 — wie C. decipiens, aber doppelt so gross, Segmente ohne filzige Behaarung mit nur schuppenartiger Haarfranse ^ Vergl, die Abbilduugen in: FiiiESE. Bienen Europa's v. 1, p. 63 bis 98. 8 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 6. am Endrande. Fltigel mit schwarzbrauner Endhälfte, die violett schimmert. — L. 21 mm. Abyssinien, (jruinea. 4. Coelioxys torrida Sm. $. $ wie G. äecipiens, aber das untere Ocell jederseits von mächtigem Kiel eingefasst, Stirnschildclien gekielt; Segmente mit einfaclien Schuppenfransen; Fltigel mit blauschwarzer Endhälfte. L. 13 mm. 9 von W.-Africa (Togo, Chinchoxo, Angola) im Mus. Ber- lin. Im Mus. Stockholm 1 $ vom Congo. 5. Coelioxys junodi n. sp. $. $. Nigra, ut C. decqnens, sed minor, thorace grosse punc- tato, segmentis 2 — 3 disco tomentosis; alis hyalinis, apice fumatis. 9. Schwarz, wie C. decijnens, aber viel kleiner, unteres Ocell jederseits von mächtigem Kiel eingefasst, Stirnschildchen, aber ohne Kiel {torrida mit Kiel!). Thorax oben mit grossen, Aachen, netzartigen Punkten besetzt; Segment 2 — 3 auch auf der Scheibe mit schwachen Filzbinden. Fltigel hell, Rand getriibt. — L. 10 mm. 3 $ von N.-Transvaal bei Shilouvane im Oktober durch Missionär Junod erhalten. Wohl der Schmarotzer von Megacliile jmiodi! Es ist ganz wohl möglich, dass man bei erweitertem Artbe- griff und nach Bekanntwerden der d^, die Arten scioensis, torrida und junodi als Rassen von C. decipiens aufFassen känn. 6. Coelioxys afra Lep. Coelioxys pruinosa Smith (1854). Coelioxys pusilla Gerstaecker (1857). vergl. Friese, Bienen Europa's 1895, v. 1, p. 67; fig. 0=^ 9 von Capland (Krebs), Nyassa See und Togo im Mus. Berlin. Auch von Delagoa Bai und Willowmore (Capland) H. FEIESE. DIE KEGELBIENEN AFRICA's. 9 im Dezember. durch BraujS^s erhalten. Ferner beschreibt Smith die C. pruinosa von Grambia und GtERSTAECKER seine C. pusilla von Mossambique, so dass die Art ausser in Europa und Asien auch durch ganz Africa verbreitet zu sein scheint. Im Mus. Stockholm auch 1 $ von Tranquebar (India or.). 7. Coelioxys coturnix Perez. ^ 1 cr^ vom Senegal im Mus. Berlin. 8. Coelioxys difformis n. sp. ef ?• 9. Nigra subtus rufa, ut C. ohtusa, sed segmento 6. multo latiore, mandibulis pedibusque rufis. o^ ut 9, sed tan tum pedibus ruiis, segmento 6. octo spinoso. Eine der C. ohfiisa Perez nahestehende Art. $. Schwarz mit roter Unterseite, wie C. obtusa, aber oberes Analsegment abgestutzt 2- bis 3-mal so breit, als das stumpfe untere, mit winkligen Ecken. Thorax stellenweise gelblich beschuppt; Mandibel und Beine rot. Fltigel hyalin, mit getrtibtem Endrande, Ådern schwarzbraun, Tegulae rot. — L. 9 mm. o^ — nur die Beine rot, Analsegment mit 8 Dornen, Sei- tendorne rot, Segment 5 mit stumpfem, seitlichem Dorn. — L. 81 '2—9 mm. O^ 9 von Willowmore (Capland), wo sie im Dezember und Januar von Freund Brauns gesammelt wurden. 9. Coelioxys caffra n. sp. $. 9. Nigra, albido-hirta, ut C. å-deniata, sed mandibulis pe- dibusque rufis,, segmentorum fasciis squamosis, segmento anali (6.) utrinque albo-tomentoso, ventrali 6. rufo. 9. Schwarz, weiss behaart, oben auf Kopf und Thorax fast gelbbraun, wie C. 4-(lentata, aber Segment 1 — 5 mit ein- reihigen Schuppenbinden, die seitlich durch weissfilzige Haare verbreitert sind. Segment 6 genau wie bei C. 4-denfata L. (vergi. Friese, Bienen Europa's 1895, vol. 1, p. 62; fig.) ge- 10 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 (». biidet, aber jederseits weiss befilzt, Ventralsegment 6 rotgeil), der vorspringende, scbmale Zapfen aber länger als bei 4-den- tata; Mandibel und Beine rot, Fltigel hyalin, mit getrtibtem Endrand. — L. 12 mm. 1 $ von CafFraria im Mus. Stockholm. 10. Coelioxys convergens n. sp. ef- ?. 9. Nigra, ut C difformis, sed major, thorace griseo-hirto. segmento 6. paulo acuminato et truncato, ventrali 6. pärallelo et rotundato. o^ — ut $, sed segmento 6. evidenter acuminato, 8-dentato. dentibus compressis et obscuris. Der C. difformis verwandt, aber grösser und ganz scKwarz. $. Schwarz, gelbgreis behaart, Segmente mit weissen Schuppenbinden, Segment 6 wobl doppelt so breit wie das untere Analsegment, aber verjiingt und nicht verbreitert zu Ende laufend, unteres Analsegment gerundet, kaum das obere tiberragend. Beine braun. Fliigel getriibt, Tegulae braun. L. 11 mm. o^ — wie das 9, Analsegment 8-dornig, stark verjtingt und in 2 Dorne auslaufend, die oberen 4 Dorne kurz, sehr dicbt bei einander liegend und kaum auifallend. — L. 11 mm. ö^ 9 von Capland (bei Cradock, J. Wartmann). 11. Coelioxis penetratrix Sm. (f. 0^ wie g, Segment 5 mit kleiner vorspringender Ecke, davor mit grossem Dorn, 6 mit 6 Dornen, 2 seitlich an der Basis läng und sehr dtinn, 4 am Ende, die oberen ktirzer, breit und stumpf. L. 10^^2 mm. cf^ 9 von Willowmore (Capland), wo sie im Februar und März von Dr. Brauns beobachtet wurden; ef $ im Mus. Berlin von Capland (Krebs) und $ vom Nyassa See (Langenburg im März, Fulleborn). Im Mus. Stockholm 1 o^ vom Capland. 12. Coelioxys simplex n. sp. 9. 9. Nigra, ut C. conoklea, sed segmentis fasciatis, fasciis squamosis; pedibus fuliginosis. H. FRIESE, DIE KEGELBIENEN AFRICA's. 11 $. — Schwarz, wie C. coiioiclea, aber die Segmentbinden mit einreibigen Scbuppenbinden, die an den Seiten zu drei- eckigen Flecken erweitert sind; Segment 6 jederseits mit weis- sem Scbuppenfleck, Analsegmente wie bei conoidea gebildet. Die ganze Unterseite meist mit weissen Schuppen besetzt. Beine rotbraun. — L. 13\'2 mm. $ von Delagoa Bai im Mus. Berlin. 13. Coelioxys caeruleipennis n. sp. $. ?. Nigra, ut C. aryentea^ sed clypeo scutelloque frontali evidenter carinatis; alis apice fuscis, violaceo micantibus. $. Schwarz, wie C. argenfea, aber Clypeus und Stirn- schildchen mit starkem, erhabenem Kiel; Analsegment fast ohne Schuppen. Fltigel mit schwarzbrauner, violettschim- mernder Endhälfte. — L. 15 mm. $ Yom Nyassa See (Kigonsera). 14. Coelioxys luteipes n. sp. $. $. Nigra, ut C. argenfea, sed clypeo margine crenulato, clypeo scutelloque frontali evidenter carinatis ; alis hyalinis, apice fumatis. $. Schwarz, wie C. argenfea, aber Clypeus und Stirn- schildchen mit starkem, erhabenem Kiel. Clypeusrand crenu- lirt; Analsegment unbeschuppt. Beine rotgelb. Fltigel hyalin, mit getrubtem Rande. L. 16 mm. $ vom Capland (Krebs) im Mus. Berlin und $ im Mus. Stockholm. 15. Coelioxys incarinata n. sp. $. $. Nigra, ut C. argentea, sed fulvo-hirta, clypeo truncato et incarinato, segmentis plerumque velutinis nec squamosis, subtus pedibusque fulvo-hirsutis; alis apice fuscis, violaceo mi- cantibus. $. Schwarz, wie C. argenfea, aber gelbbraun behaart, Clypeus ohne Kiel, abgestutzt; Thorax oben fast kahl, Seg- mente meist behaart, mit nur wenigen Schuppen; Unterseite 12 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO ♦>. und Beine gelbbraun behaart. Fliigel hyalin, mit schwarz- brauner, violett schimmernder Endhälfte. — L. 17 mm. 9 vom Capland (I)rége) im Mus. Berlin. 16. Coelioxys planidens n. sp. r^. 0^. Nigra, capite thoraceque griseo-hirtis, abdominis seg- mentis apice albo-squamosis, segmento 5. utrinque gibboso, 6. sexdentata, dentibns analibus quartis latissimis truncatis. c^. Schwarz, Kopf und Thorax gelbgreis behaart, Abdo- men mit weissen Schuppenbinden auf den Segmenten, die v or dem Endrande der Segmente liegen und seitlich dreieckig ver- breitert sind. Segment 5 jederseits mit stumplem Höcker, Ö sechszähnig, 2 Basaldorne schmal, die 4 Enddorne breit, platt- gedriickt und stumpf, die unteren länger als die oberen. Yen- tralsegmente mit breiten, weissen Filzbinden. Tarsen braun. Fliigel hyalin, mit braunem Rande. L. 11 mm. r) c^ vom Nyassa See (Langenburg, von Fulleborn im September— Oktober gesammelt, ^ von Capland (Krebs) und D. O.-Africa (Stuhlmann) im Mus. Berlin. ^ von Delagoa Bai (JuNOD). 17. Coelioxys nasuta n. sp. c^ ?. $. Nigra, albo-hirta et squamosa, facie evidenter con- vexa, clypeo carinato, lere nasuto; segmento anali ut C. elon- gata; pedibus luliginosis, albo-squamosis; alis hyalinis, apice fuscis. o^ — facie convexa, clypeo et clypeo frontali carinatis, segmento 6. sexspinoso. $. Schwarz, weiss behaart und beschuppt, von allén Ar- ten durch das stark vorgewölbte Gesicht samt Clypeus un- terschieden; Clypeus scharf gekielt; Mesonotum stellenweise beschuppt; Segment 1 — 5 mit weissen einreihigen Schuppen- binden am Rande, die seitlich durch weisse Filzhaare verbrei- tert erscheinen, Analsegment gleichmässig zugespitzt, wie bei G. elongata, obere Platte gekielt, aber die untere ohne die seit- liche Einschniirung. Beine rotbraun, weiss beschuppt. Fliigel hyalin, mit brauner Endhälfte, Ådern und Tegulae fast schwarz. — L. 14 — 15 V 2 mm. H. FRIESE, DIE KEGELBIENEN AFRICA'S. 13 c^ wie $, aber Gesicht weniger stark vorgewölbt und Stirnschildchen wie Clypeus stark gekielt; Mesonotum sehr grob punktiert, stel len weise längsrunzlig, Scutellum mit fast anfgebogenem Endrand, Segment 6 sechsdornig, die oberen Dorne in der Mitte kiirzer und stumpf, die 4 tibrigen länger, dtinn und spitz. Beine schwarzbraun. — L. 12 — 14 mm. 9 von Shilouvane (N.-Transvaal) im Januar durch Junod gesammelt, o^ von Kigonsera unweit des Nyassa See. Im Mus. Berlin 4 $ o^ vom Nyassa See (im April und Sep- tember Yon FuLLEBORX bei Langenburg beobachtet; Capland (Krebs). 18. Coelioxys setosa n. sp. 9. Nigra. ut C. tiasufa, sed lacie plana, clypeo latissimo truncatoque, segmento anali utrinque medio constricto et den- tato; pedibus nigris. $. Schwarz, weisslich behaart und beschuppt, wie C. no- suta, aber Gresicbt flach, Clypeus ohne Kiel, letzterer sehr breit, gerade abgestutzt und auf der vorderen Hälfte gelb- braun behaart. Unteres Analsegment mitten eingeschntirt, je- derseits gezahnt und läng gelbbraun beborstet. Beine schwarz. — L. 15 — 17 mm. $ von I). O.-Africa (Usambara, bei Ukami im Juni). 19. Coelioxys furcata n. sp. c^ 9. 9. Nigra, ut C. setosa, sed fronte carinato, carina furcata, ocello inferiore, circumflexo; segmento 6. opaco et tricarinato. ef ut femina, segmento 6. tan tum quadridentato. 9. Schwarz, wie C. setosa, aber Clypeus flach mit anfge- bogenem, brann behaartem Endteil, Stirn mit gefurchtem Kiel, der sich nach oben gabelt und das untere Ocell umfasst. Me- sonotum fein runzlig punktirt, vorne mit einzelnen grossen Punkten, Scutellum gerandet. Segment 1 — 5 mit haarförmi- gen Schuppenbinden, die seitlich durch weissfilzige Behaarung stark verbreitert erscheinen, ausserdem Segment 1. jederseits ganz befilzt, 2 — 4 jederseits auf dem Scheitel mit Filzbinde, Segment 6 oben matt, mit 3 Kielen bewehrt, und mit ziem- 14 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 6. lich stumpfem Ende. Heine schwarz. Fliigel hyalin, mit bränner, violettschimmernder Endhälfte. L. 14 — 18 mm. rj^ wie $, Segment 6 aber 4-dornig, die Seitenzähne an der Basis lehlen, einzige derart ausgezeichnete Art. — L. 12 — 14 mm. o^ 9 von Kigonsera (Nyassa See). Jm Mus. Berlin 9 von Chinchoxo (Falkenstein), c/" von Nyassa See (Langenburg) im März und Oktober, Fulleborn, cf^ von Sansibar (Hilde- brandt). Im Mus. Stockholm 1 9, vom Cöngo, 1 9 "^^^ roten Beinen! 20. Coelioxys glabra n. sp. 9. 9. Nigra, albo-hirta, ut C. elongata, sed mandibulis pedi- busque rufis; segmentis 1. — 5. cum fasciis squamosis. 9. Schwarz, weisslich behaart, Segment 1 — 5 mit ein- reihigen, weissen Schuppenbinden, Gresicht flach, Clypeus ab- gestutzt, Mandibel rot; Segment 6 wie bei C. elongata gebil- det, obere Platte stark gekielt. Beine rot, weiss behaart und beschuppt. Fliigel gelblich getrtibt. — L. 11 mm. 9 von Shilouvane (N.-Transvaal), im Oktober von Missio- när JuNOD beobachtet. 21. Coelioxys auriceps n. sp. o^ vom Nyassa See bei Langenburg im August und Sep- tember von Fulleborn beobachtet, Mus. Berlin. Vielleich = G. aurifrons und als c^ zu C. glabra? H. FRIESE, DIE KEGELBIENEN AFRICA's. 15 22. Coelioxys aurifrons Sm. ef von Sierra Leone von F. Smith beschrieben! Fälschlicli notiert er aber $! — Ebenso Dalla Torre im Catal. Hyme- nopt. Y. 10, p. 482.. Smith sagt vom Segment i) Iblgendes: :^The apical segment is armed on each side witb an acute spine and with 4 at tbe apex all acute, tbe 2 lower spines being longer than the upper ones.» Von der vorigen Art C. auriceps also vor allem durch die 4 spitzen Enddorne versehieden! 23. Coelioxys africana n. sp. ^. 0^. Nigra, capite thoraceque albido-Mrtis, segmentis 1. — 5. cum fasciis squamosis, 2. — 5. utrinque dentatis, 6 prolon- gato, 8-spinoso; segmentis ventralibus fimbriatis et disco-al- bido tomentosis. ef. Scbwarz, Kopf und Thorax weisslich behaart- Cly- peus scbwach gekielt. Segment 1 — 5 mit einreibiger Schup- penbinde, die seitlicb durcb filzige Behaarung verbreitert sind, Segment 2 — 5 seitlicb dornartig vorspringend, 6. sehr läng vorgestreckt, 8-dornig, Dorne stark konvergirend, die oberen 4 am ktirzesten, von diesen die beiden mittleren kurz und dick, die Basalzähne (seitlicb) läng und dtinn, weit vörstehend; Ventralsegmente wobl am Endrande fransenartig läng bescbuppt, aber aucb auf der Scbeibe mit breiter Filzbinde. Beine schwarzbraun, Fliigel gebräunt. — L. 13 — 14 mm. ef ^^on Capland im Mus. Berlin; ef von Zeerust (Trans- vaal). Vielleicbt das ef zu incarinata? 24. Coelioxys sexspinosa n. sp. rf. ef. Nigra, ut C. afra, sed segmento 6. sexspinoso. ef. Scbwarz, der C. afra sebr äbnlich, aber Segment 6 nur mit :fralis beträcbtlicb, und unter ibn en finden sicb Individuen, die nicbt grösser als P. minor sind. Fam. Simuliidae. Die Arten der Kriebelmlicken sind bekanntlicb sebr scbwer auseinander zu balten. Von Fries und Zetterstedt sind eine Reibe von Arten bescbrieben, von denen einige nur in einem öder wenigen Exemplaren gekannt sind. So wie mebrere von diesen Arten nur durcb Farbenmerkmale von diesen Verfassern cbarakterisiert sind, scbeint es mir, wenig- stens von getrockneten Exemplaren zu scbliessen, gar unmög- licb, sie alle als Arten auf recbt zu balten. Sicberlicb bedarf diese Gattung und besonders ibre skandinavischen Vertreter Arkiv för zoologi. Band 2. X:o 7. 2 18 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 7. einer griindlichen Revision, wobei frische Exemplare unter- sucht werden mtissen. Zu einer solchen Revision habe ich leider nicht Gelegenheit gehabt; ich biide mir darum durch- aus nicht ein, in den folgenden Zeilen die Frage von unseren Simulien gelöst zu haben, habe mir nur durch Vergleichung der Typusexemplare Zetterstedts eine Vorstellung so gut wie möglich davon bilden wollen. Simulia nana Zett. B. S. p. 3421 und Simulia minutissima Zett. D. S. p. 3422. Yon diesen Arten habe ich ausser den Zetterstedfschen Exemplaren eine gnte Sammlung im Reichsmuseum gesehen. S. nana Zett. ist bekanntlich mit SimuUum argyreatiim Meig. identisch. Von diesem scheint Simuliiim miniäissimum eine recht gut getrennte Art zu sein. In einzelnen Fallen känn es wohl mehrmals sehr schwer zu entscheiden sein, zu welcher Art ein Individuum gehört, wer aber eine grössere Sammlung von beiden Arten gesehen hat, känn keinen Zwei- fel hegen, dass sie selbständige Arten sind, obgleich die IJn- terscheidungsmerkmale, wenn sie formuliert werden, nicht allzu liberzeugend scheinen. Von denjenigen von diesen, die Zetterstedt anftihrt, sind die Farbencharaktere der hinteren Beine der Weibchen stichhaltig, aber von den silbernen Flecken des männlichen Abdomen von S. minutissimuni kön- nen die beiden letzten Paare oft ganz deutlich sein. Dagegen sind die weissen Schulterflecke des Männchens oftmals wenn nicht immer bei den beiden Arten ungleich. Bei argyreatmn sind sie grösser und halbmondförmig, bei mimitissimuni dage- gen oft recht undeutlich und, soweit ich gesehen habe, nie halbmondförmig. Bei argyreatiim ist die Länge des Körpers 1,75 — 2 Mm., der Fltigel 2,5 Mm.; bei niimitissimum beträgt die Länge des Körpers 1 — 1,5 Mm., die der Fltigel 2 Mm. Besonders die Zahlen der Flugellänge habe ich ziemlich kon- stant gefunden. Simulia humeralis Zett. I). S p. 4831. Von dieser Art ist niemals mehr als ein einziges Exemplar (c^) gefunden, das sich in der Sammlung Zetterstedts befindet. Zetterstedt selbst stellt die Art zwischen S. argyreatum und minutissi- miim. Dies ist ja in sich eine sehr prekäre Situation, da be- sonders die Männchen dieser Arten schwer unterscheidbar WAHLGREN, UBER EINIGE ZBTTERSTEDT'sCHE NEMOCEREN. 19 sind. Nach Zetterstedt unterscheidet sich Simulium humerale von S. miniiti ssinimn dadurch, dass jenes zwei deiitliche Ab- dominalflecke hat, dieses aber das Abdomen »subirum acula- tnm>;. Wie ich oben gesagt babe, bat aber aucb S. minutissi- mum oftmals die vier hiiiteren Abdominalflecke ganz deut- lich, ja sogar die basalen Abdominalflecke wenigstens ange- deutet. Die abdominalen Flecke sind also variabel nnd sind als Artenmerkmale unmöglich. Bei humerale soll der An- tescutellarfleck fehlen. Ob so ist, känn ich nicht sägen, da der Körper des Typusexemplares gerade da von der Nadel durchgebohrt ist. Davon abgesehen, könnte die Art also minu- tissimum sein. Die Schulterflecke sind aber halbmondförmig, und 8. minutissimum ist, soweit wir bisher wissen, eine snb- arktische Art; es scheint mir darum wahrscheinlicher, dass S. humerale ein kleines, schlecht ansgefärbtes Individuum von S. agyreatum ist. Der einzige Unterschied wäre die Fleckenzeichnnng des Abdomen, aber diese känn wohl auch bei agyreatum so gut wie bei dem nahestehenden minufissimuw variiren. Simulia annulitarsis Zett. D. S. p. 3424 und Simulia pusilla Zett. D. S. p. o425. Wohin diese gehören, ob sie selbständige Arten sind öder nicht, dariiber wage ich von den wenigen, getrockneten Exemplaren, die ich gesehen habe, kein Urteil zu fallen. In der Sammlung Zetterstedts tanden sich annuUtarsis-^xemi^leire mit hellen Beinen (siehe librigens D. S. p. 3225: »in unico specimine etc») \inå2)usilla- Exemplare mit ganz dunklen Schenkeln, während Zetterstedt in der Diagnose der letzteren Art »pedibus albidis etc.» schreibt. Von annulitarsis sind ubrigens nur Weibchen be- schrieben, was zu charakterisieren eines Simulium gar nicht äusreicht. Yielleicht gehören beide Formen zu S. latipes Meig. (= S. aurea Fries, Zett.)? Tryckt den 30 november 1904. Stockholm 1904. Knngl. Boktryckeriet. ARKIV FÖE ZOOLOGI. BAND 2. N:o 8. The Tartarides, a Tribe of the Order Pedipalpi. By H. J. HANSEN and WILLIAM SÖRENSEN. With Plates 1—7. Coiamunicated December 14 by Hj. Theel and Chr. Aueivtllius. I. Introductory Remarks. The two divisions of Arachnida, Amblypygi Thor. and Uropygi Thor., which differ rather considerably from each other, are generally placed together constituting the Order Pedipalpi; each of them is considered a suborder. Most mo- dern authors foUow T. Thorell in dividing the Uropygi into two tribes: Oxopoei and Tartarides; but each of these con- tains only one family. Of the latter one, the Tartarides, seven species have been named, but only six really described, and two of these are only male and female of the same species. The seven species have been referred to four genera, of which, however, two are completely untenable, and the third genus deviates so slightly from that first established that we can only accept it as a subgenus. Some years ago the eminent Arachnologist Mr. Eugéne Simon presented us with three (female) specimens of a new species of this group; we found it useful to give a detailed description of this form, thinking that we could contribute somewhat to the knowledge of the structure of the group and to the conception of its genera. When we had nearly Arl-lv för Zoolofji. Bd 2. N:o 6. I 2 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. finished text and drawings to our paper we asked Mr. Simon to tell US his opinion on the sexual differences in the Tai- tarides, as the scantiness of our material did not allow us to decide this question. He answered that animals with thick flagellum are males, and besides he most kindly sent us for description a splendid material, nearly förty specimens be- longing to ten species. Consequently it was resolved to add to our paper a systematic treatment of the species. In order to work out this part as well as possible we applied ourselves to Rev. O. Pickard-Cambridge, Dr. R. Gestro (Museo civico in Genova), Professor E. L. Bouvier (Musée d'Histoire na- turelie. Paris), Geh.-Rath Prof. Dr. K. Möbius and Prof. Dr. Fr. Dahl (Naturhistorisches Museum in Berlin) ; the result was that we received some other forms, among which the types of the species established by Cambridge and Thorell, and that we can now raise the whole number of known species from five to sixteen, of which fifteen will be described below. We beg all these gentlemen to accept our sincere thanks for the aid; above all we have to thank Mr. E. Simon for his extreme kindness. The merely systematic portion of this paper has been worked out by one of us, H. J. Hansen. But in the general part of the paper we have embodied the main-results of the study of the whole material, so that the more general account of the group is founded on our examination of Schizomus Simonis together with some additions derived from the know- ledge of the other species. II. On the History of the Tribe. The essential literature on Tartarides may be briefly dealt with. In 1872 O. P. Cambridge published the paper: »On a new Family and Genus and two new Species of Thelyphonidea >> (Ann. and Mag. Nat. Hist., Ser. 4., vol. X., p. 409—413; Pl. XXII.) ; he established the genus Nyctalops on two species and proposed the name Tartarides for the group founded on that genus. It may be mentioned that Cambridge himself says on his N. tenuicaudata : »Possibly this may be the female of the former species [N. crassicavdata]; I am, however, HANSEN AND SORENSEN, THE TARTARIDES. 3 inclined to think that it is distinct>>; both species are. in reality, male and female of the same species. — In 1888 T. Thorell (Ann. del Museo Civico di Stor. Nat. di Genova, Ser. 2, vol. VI., p. 358) proposed the name Oxopoei for the tribe containing the family Thelyphonoidae, adopting the name Tartarides Cambr. for the othcr tribe; furthermore he discar- ded Nyctalops as preoccupied and proposed the name Schizonotus for the genus. In 1889 Thorell in his »Aracnidi Artrogastri Birmani» (Ibid. Ser. 2, vol. VII.) described two new species on which he established his genus Tripeltis. Thorell' s descriptions are very careful and especially one of them is very detailed; they point out numerous features and characters to be met with in the whole group, but this is natural as the descriptions given by Cambridge of this genus and its two species are proportionately brief , and Thorell had not seen specimens of these forms. — In our paper »The Order Palpigradi Thor. (Koenenia mirabilis Grassi) and its relationship to the other Arachnida» (Entom. Tidskr. Ent. För. Stockholm, Vol. XVIII., 1898, p. 223—240) some remarks on the morphology of the exoskeleton of the Tartarides are produced. In the paper »Revision der Uropygi (Thelyphonidae auct.)» (Abhandl. aus dem Gebiete der Naturwiss. herausgeg. vom Xaturw. Verein Hamburg, Vol. XV., 1897) K. Kraepelin fol- lows the classification of Thorell in all respects, produces a moderately detailed characterization of the tribe with its two genera and short descriptions of the four species already mentioned; he had seen typical specimens of all these forms and besides of a fifth (Artacariis liheriensis Cook, »in litt.»)^ but he cancels, certainly incoriectlv, the last-named species as probably identical with one of the forms from Ceylon. This treatise being the main systematic work on the Uropygi, critical remarks on some of the authors statements will be produced below. — In »Das Tierreich», 8. Lief., 1899, K. Kraepelin again deals with all Uropygi, but as to the Tarta- rides his new treatment is only an abstract of his former work, with the exception that instead of the name Tripeltis he introduces Trifhyreus. In Proceed. Entom. Soc. Washington, Vol. IV., 1899, O. F. Cook published a paper >>Hubbardia, a new Genus of Pedipalpi'> (pp. 249 — 261 ; Pl. III). This contribution is rather 4 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. far-reaching. much more so tlian one would expect according to its titlc, and for t hat reason it may be expedient to men- tion here a portion of its contents. The author rejects the names Schizonotus Thor. and Tripeltis Thor. as preoccupied and proposes Schizomus and Triplo7mis for the two genera; it is necessary to adopt the former of these innovations. Furthermore Cook estabhshes a new genus, Hubbardia, for the reception of a species, H. pentapeltis, from Palm Springs, Cahfornia; he gives a detailed description of this new form and illustrates it on the plate. But H. pentapeltis being a Trithyreus — which will be proved below — the genus Hub- bardia can not be maintained. He suppresses the denomination Schizonotoidse Thor. for the family and names it Hubbar- diidse, but as Hubbardia itself is to be rejected the name Hubbardiidse must be considered most inadequate; we propose to name the family Schizomoidse, as the name Schizomus Cook must be adopt ed instead of Schizonotus Thor. (Nyctalops Cambr.). In a tabu] ar view of the genera he establishes a fourth genus, Artacarus, but it is probably a species of Schizomus, as will be shown in the sequei. Next he pro- ceeds to considerations on the systematic position of the Tartarides; after several comments he set forth a conspectus of the Pedipalpi, referring to them the Palpigradi and subse- quently dividing them into four orders: Microthelyphonida [Palpigradi], Colopyga [TartaridesJ, Uropyga [Oxopoei] and Amblypyga. But scarcely any Zoologis t who is well or only moderately acquaintcd with the structure of the orders of Arachnida, will adopt this classifaction. It may be a matter of opinion whether the Uropygi (Oxopoei and Tartarides) and Amblypygi ought to be considered as two suborders of the Pedipalpi or it may be preferable to dissolve this order, establishing each of the two suborders as independent orders: it is well known that the Amblypygi are akin to the Araneae in several respects. But it is impossible to join Cook in con- sidering the Tartarides as a group equivalent with Oxopoei or Amblypygi, because the Tartarides are so closely allied to the Oxopoei that only few more momentous difference- can be pointed out between them, while the Amblypygi are far more distant, differing from the Oxopoei and Tartarides in a considerable number of weighty structural features. As to the Palpigradi we refer to our earlier paper (1. c.) in which HAXSEX AXD SOREXSEN, THE TARTARIDES. 5 we emphasized characters of so higli importance, that the distance of this order from the Tartarides — which it resemb- les in the composition of the dorsal portion of cephalothorax — is considerably greater than that between Amblypygi and Araneae. Finally Cook's paper gives a tabular view of the >>sub-classes» and orders of the Arachnida (Acari excepted), but its quality is so poor that it scarcely deserves any mention at all. We can not refrain from producing the remark that rather freqiiently papers are published attempting to revo- Jutionize the classification of on order or a class, but showing too miich lack of real knowledge of literature or nature, too much want of circumspection or real account of the numerous structural features which ought to be taken into considera- tion. But stich papers convey the impression that their authors produce them essentially in order to establish new denominations which generally are in reality superfluous or sometimes even obnoxious. In the volume dealing with Arachnida (published 1900) in .»The Fauna of British India, including Ceylon and Burma» R. I. Pocock spends 5 pages (pp. 118 — 122) on the »suborder Tartarides». He overlooked the dorsal plates of the first free thoracic segment; besides we disagree as to some other of his statements. He considers, correctly, Schizomus crassicaudatus Cambr. to be the male and S. tenuicaudatus Cambr. to be the female of the same species; furthermore he establishes a new form, Trithyreiis suboculatiis, but it is, unfortunately, founded only on a female specimen which certainly is not adult. III. External Structure of the Tartarides. As already mentioned, all forms seen by us or described in the literature are so closely allied that at most two genera can be maintained, and the difference between these is even so slight, that the value of Trithyreus is only that of a subgenus. We have dissected two specimens af our new species Schizo- inus Simonis, as it is the main base of our text which yet embraces the entire family. For there is no reason to suppose that structural features (for instance the number of spirades or essential points in the occurrence of lyriform organs) which 6 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. Ave ha ve investigated only in this species, may show any difference in other forms. Cephalothorax (Pl. 1., figs. 1 a — 1 d). — Dorsally (and below) it is divided into an oblong head and two thoracic segments. The head is anteriorly produced into a kind of roof above the basal portion of the antennse; when it is seen from the side (fig. 1 d) a movable low transverse curved plate {ji) is observed under the produced anterior portion. The front part of this plate is directed downwards and forwards termi- nating in a less or more produced point; from this point the plate projects backwards forming the lower wall of the roof above the antennae, and when it is seen from the side its posterior part is hidden beneath the lateral wall of the head ^ In Oxopoei the eyes, as well known, are distribut ed into a f rontal group and two lateral ones. In Tartarides the frontal eyes are always wanting. In Trithyreus Camhridgei Thor. one pair of whitish lateral eyes are present, placed at some distance from the lateral margin of the head above the mandibles (»maxillse» auctorum); each eye has a circular. vitreous cornea conspicuously more convex than the surrounding chitine; that the eyes present a convexity of their own is already mentioned by Thorell. Real lateral eyes are wanting in all other species hitherto observed; in some species we find that the corresponding place shows a light-coloured spöt, a kind of eye-spot, but it is not sharply circumscribed, and its surface has the same reticulated appearance as the re- mainder of the head. The surface of the head is adorned with a few pairs of set se. The first thoracic tergite (Pl. l.^ fig. 1 b, 6) is very short and always divided into two small plates by a very broad membrane in the middle. These plates are narrowly triangulär with the very short side situated in a line with tlie lateral margin of the second tergite ; from this outer margin the plate stretches itself upwards and somewhat backwards towards the mesial line, terminating rather distant from it in a point. The second thoracic tergite (Pl. 1., fig. 1 b, c) is a rather large plate, much broader than long. with the anterior margin conside- ^ The sternum of the head and the thorncie sternites are deseribed below. HANSEN AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES. 7 ra bly concave, the posterior margin a little emarginate a t the niiddle; the plate is as broad as the posterior part of the liead and separated from it by a rather long membrane in which the plates of the first tergite just described are seen. In Trithyreus the tergite is divided either by a median narrow strip of more or less membranous skin without reticulation or at least by a sharp median suture which is easily seen by a powerful pocket-lens when the upper surface is dry. In some cases it is very difficult or perhaps impossible to decide whether the suture does not allow special flexion or it has thinner skin than the surrounding tergite, so that special flexion — of course indirectly produced — is possible; the latter condition is a transition-stage to the existence of a real membranous strip. In Schizomus the tergite is undivided, without any suture, and equally reticulated on the whole surface; especially in S. Simonis it has apparently a lighter stripe along the middle, but when the surface of the tergite is dry an inspection will show that the stripe is only due to the fact that a whitish or light yellowish middle portion of the contents of the thorax shines through the skin^ It may be considered superfluous to give here for com- parison with the Tartarides a description of the dorsal side. of cephalothorax in Oxopoei. We shall only point out that the common statement of three eyes in each lateral group is not correct; it is, however, still found in papers as Kraepe- lin's monograph and Pocock's above-named work on Indian Arachnida, both published a few years ago. In 1886 Marx- discovered two small additional eyes in each lateral group in Jlastigoprocttis gigantens Lucas; in 1893 Hansen pointed out the existence of two similar small eyes besides the three easily observed in Thelypkonus sepiaris ButL; in Hypoctonus rangunensis Oates we have found the same number, and we t hink therefore that five eyes in each group are present in all Oxopoei. ^ Kraepelin' who had seen a specimen of the species on wliich Cook estal)lished. his genus Artacarus, had i-efem^ed it to Schizomus tenuicaudatus Canibr. Therefore we suppose that when Cook writes on ^4?-tocart<.'?.' »Suture of posterior part of cephalothorax chitinized», tliis »suture» is in reality only a light stripe beneatli tlie skin. In Chapter IV it will be shown that Artacarus must be cancelled. - Marx, G.: Notes on Thelyphonus Latr. (Entonioiogia Americana, II. X. 2, 1886. p. 38—40). — Quoted after Ph. Bertkau's Bericht iib. d. wis^. Leist. ... d. Entomolosie in d. J. 1886. 8 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NiO 8. AnteniiUi (Pl. 1., figs. le — Ih). — They are very similar to those in Oxopoei. The first joint is much compressed. considerably longer than deep, increasing somewhat in deptli towards the end which is vertically cut off, but its lo^vey portion is produced into a robust, conical process directed downwards and somewhat forwards ; the anterior margin of this process is serrate, with a large tooth at the base and the terminal portion bent forwards. The second joint is articu- lated at the upper angle of the end of the first joint; it is claw-shaped, strong, yet rather slender, somewhat curved. with a protruding angle on the lower side at some distance from the acute apex; it is moved downwards to the terminal margin of the first joint, reaching nearly the base of the posterior margin of the above-named process. The distal portion of the first joint is adorned with a number of hairs, most of t hem rather long and nearly all phimose ', but some few setse, inserted at the middle of the terminal margin, are very remarkable (fig. Ig): their proximal half is cylindrical, af ter this follows an oblong, plate-shaped expansion, while the terminal portion is again setiform and besides plumose. The second joint has on its inner side a most elegant equi]> men t (fig. 1 h), viz., a long somewhat curved row of very regularly arranged plumose hairs, and below this row a shorter one of slender spines, sitting close together and forming a comb. In Oxopoei the antennas are more robust, the first joint proportionally a little shorter and of the same depth at both ends; equipment with hairs on the distal portion of the first joint and on the second joint is much richer than in Tarta- rides. 3Ioutli. — The maiidibles (maxillae auctorum) are of very considerable size. Seen from below^ (fig. 1 c, g) each mandible is directed forwards, from a narrower base widening towards the anterior end; its lower surface is situated nearly in the same plane as that of the sternum and the coxse of the wal- king legs. The palp is inserted on its distal end, and inside ^ The function of svich haivs, »blood-hairs», is no doubt to intercept the blood of the prey when this has been cut to pieces. Hairs seiving this purpose, generall}^ collected into dusters or brashes, are of frequent oecui - rence in Arachnida, armed with powerful cutting or clipping antenna?, suoh as Seorpiones, Pedipalpi and Kieinulei. HANSEN AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES. 9 the palp the mandible is produced forwards into a triangulär process which is its »pars manducatoria». The mandibles tonch each other in the mesial Hne from their base forwards to a point situated a little longer from their origin than from the tip of the manducatory part; along that proximal portion they are connected by exceedingly narrow, linear, membra- nous skin allowing them a feeble see-sawing movement. In the distal portion their inner margins diverge gradually some- what towards the end; the inner surface of this part is clothed with long, plumose hairs. Seen from the side, the mandibles show a considerable depth. Seen from above, the long free portion of both mandibles together presents a pecu- liar shape ; in about two-thirds of the whole length from their base to the tip of the manducatory part the upper wall of the mandibles is membranous and sloping, the outer margin lying considerably higher than the inner one at the mesial line of the animal. Furthermore the upper walls of both mandibles are so completely fused that even no suture is found. In this way an oblong space is formed between the upper walls of the tAvo mandibles, and in the posterior half of this space the labrum is found. The upper lateral margin of each man- dible is very strongly chitinized and produced backwards into a strong, rather long process lying in the head; from these processes muscles moving the mandibles originate. Labrum itself is rather large, oblong and thick ; it tapers anteriorly, and its rounded distal end reaches slightly in front of a line drawn between the insertion of the palps. The upper wall of the cavity of the mouth is thus for- med by the labrum, while the floor is the upper surface of the mandibles; this floor shows a beautiful equipment with a great number of moderately short hairs regularly arranged in lines crossing each other. In front of the cavity of the mouth a kind of fore-court is found between the two mandu- catory parts equipped with long plumose hairs and the lower margin of the antennse above these manducatory parts. It must be added that the upper surface of the labrum is rather firm and glabrous in the proximal part, while its distal part is membranous and adorned with long hairs; the lower sur- face has at the middle two large, transverse tufts of very long simple hairs (Ph 1, fig. 1 i). 10 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. NIO 8. A real lahium is wanting; what we consider to be the vestige of the labium is described below in the paragraph on sternum. In Oxopoei the mandibles show a similar form and struc- ture, but they are shorter and broader, and the junction be- tween them in the mesial line is proportionally longer and more firm; labrum is thicker and more copiously clothed with hairs; in other respects the structure is essentially alike that in Tartarides ^ Mandibular Palps (maxillary palps, auctorum). (Pl. 1., fig. 1 k). — They consist of a trochanterial (6), a femoral (c), a pa- tellar (d), a tibial (e), and a tarsal part (/) furnished with a strong claw {g); they are inserted so that they are folded in the vertical plane. In Oxopoei they are folded mainly in the horizontal plane; the inner distal portion of the tibial part is produced into a strong, triangulär process, the tarsal part is claw-shaped — a real claw is wanting in this tribe as always is the case, when the palp terminates in a chela — proportionately slender, and can be bent against the tibial process, both together constituting the two fingers of the chela. In Tartarides the palp does not terminate in a chela, and the tibial part has no distal process against which the tarsal part could be moved; the tarsal part is conical, trun- cate, on the lower side near the end with a couple of small conical processes (Pl 1., fig. 1 1, p), and terminates in a good- sized movable claw. In Tartarides the trochanterial part has on the lower side a nearly axe-shaped expansion directecl downwards and more or less forwards, for which reason the femoral part is articulated to its upper side; in Oxopoei the expansion is directed inwards and forwards, and the femoral part is fixed on the outer side of the trochanterial one. The difference in the position of the palps between the two tribes is therefore due to their articulation on the coxal part, the mandible (Pl. 1., fig. 1 k, a.) ^ It may be nientioned that tho mandibles and the structure of the mouth in Uropvgi have been dealt with by R. I. Pocock (Proc. Zool. Soc. June 17, 1902)^ and C. Eörner (Zool. Anzeiger, Bd. XXVI. Dec^ 190J): Pocock nientions the structure in Oxopoei, Börner in both tribes oi Uropygi. We refer to these publications, without entering into any abstract or cri~ ticisrn. HANSEN AND SÖRENSEN. THE TARTARIDES. 11 In Tartarides especially the shape of the lower portion of the trochanterial part differs considerably in various species and sometime? also in the two sexes of the same species ; the same part has besides ahvays on its inner side a very big spine or acute process, the position of which differs somewhat in various species. The length of the claw and the armature of the lo ver margin of the patellar part present also specific characters. In the male of Schizormis insignis n. sp. the palps are so elongate t ha t they are about three and a half times longer than in the female. Sterniiin. — The sternal parts of cephalothorax are in- teresting. In Tartarides (Pl. 1., fig. le) the area between the coxse of second pair of walking legs and forwards between the base of the first pair of walking legs is occupied by a large plate {p) which is nearly triangulär, somewhat longer than broad; its anterior margin is either straight or some- what convex, and the sides converge backwards; posteriorly the plate is produced into a point which reaches a little be- hind the base of the second pair of legs; its lateral angle is rather distant from the anteru-interior angle of the coxa of the second pair of legs. Between this sternal plate, which belongs to the head, and the base of the mandibles a large transverse membranous area is seen, but being cleaned with caustic potash it shows itself containing two moderately chitinized transverse strips (fig. 1 o, h — c). The posterior of these strips lies rather near the anterior margin of the sternal plate described; at the middle it has one pair of strong and verv long setse (fig. 1 c, s) which are directed forwards, often hidden in the mesial furrow between the mandibles and reaching almost to their front end. The anterior one of the strips named is less broad (long), on the specimen examined divided into two parts by a transverse line; it bears two pairs of fine hairs, and a fifth hair is seen on the membrane between the anterior (double) and the posterior strip. In Oxopoei the sternal plate of the head is proportionately smaller and considerably broader, broader than long, sending a narrow wing outwards behind the insertion of coxae I and above (below when seen from the lower side) the end of coxse II, these coxse being shorter than in Tartarides; besides coxse I are placed considerably higher than coxse II, while in Tar- 12 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. tarides the lower surface of both pairs is found nearly in t lie same horizontai plane. Furthermore, in Oxopoei the sternal plate mentioned is anteriorly at the middle produced into a short blunt triangle, and each half of its anterior margin is emarginate; in the whitish membranous transverse skin be- tween the large sternal plate and the mandibles is seen a transverse chitinous strip which is curved backwards in the middle and here equipped with some setae, three of whicli are very long, hidden in the narrow furrow between the man- dibles. We believe that in all Uropygi the chitinized elements bearing these setse in the membrane between the large sternal plate and the mandibles are a rudimentary labium. In all Uropygi each of the two thoracic segments has a sternum of its own. In both tribes the sternum of the first thoracic segment is a linear strip (fig. le, g), that of the second segment is a trapezium (r), the shortest side of Avhich is placed near the front margin of the foiirth pair of coxae. The foiir Pairs of Walkiiig' Legs. — In the two tribes of Uropygi the walking legs agree in many respects, but some sharp differences are yet to be found. All four pairs consist of coxa, trochanter, femur, patella, tibia, metatarsus and tarsus; but the first pair differs much from the three others which show a rather close mutual conformity. The coxse of these three pairs (Pl. 1., fig. 1 c) originate very near the middle line, those of fourth pair yet a little longer from that line than the two other pairs; this position which conse- quently corresponds with the shape of the sternum, differs sharply from that met with in Amblypygi or Araneae, as the basal ends of the coxse of the same half are placed in a concave line in Uropygi and in a convex in the two other divisions. These coxa? are robust and movable; in Oxopoei they are a like and nearly of the same length, in Tartarides those of the first pair (Pl. 1., fig. 1 c, k) are longer than the two other pairs, and their anterior distal angle is produced into a narrow acute process. In these three pairs of legs patella is in Tar- tarides long in proportion to tibia, shorter but yet good-sized in Oxopoei. In Tartarides (PL 2., fig. 1 e) metatarsus is long, nearly as long as tibia and longer than tarsus; in Oxopoei metatarsus is very short, even shorter than the proximal HANSEN AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES. 13 tarsal joint. In both tribes tarsus is three-jointed and its second joint the shortest. Tliese pairs terminate in two claws (Pl. 2., fig. 1 f) which are similar in shape, movable and in the forms hitherto known simple, without teeth. A pseudo- nychium is always present; in Tartarides it is shaped as a moderately small, curved, acute auxiliary claw; in some Oxopoei it is a short blunt process, in other forms, for instance Hy- poctonus rangunensis Oates, it is a small, curved, acute claw. In Tartarides the femur IV is strongly compressed, seen from the side very oblong ovate, from nearly four times to slightly more than twice as long as deep; length in proportion to deptli yields specific and generally sexual characters. In all Uropygi the first pair of walking legs is very slen- der and much elongated; patella is as long as, or even — in Tartarides — considerably longer than, tibia which shows a secondary articulation near its base. Metatarsus and tar- sus together contain in Tartarides eight, in Oxopoei nine joints. The first one of these joints (Pl. 2., fig. 1 c) is very short and must, in agreement with the similar structure of the tibia just mentioned, be considered with the second joint to be the metatarsus. Metatarsus is therefore two-jointed in both tribes, while tarsus is six~jointed in Tartarides, seven-jointed in Oxopoei. In both tribes the distal end of tarsus is rounded, without an}^ real claw; as to a terminal rod or seta perhaps repre- senting the rudiment of a claw we refer to our remarks be- low in the paragraph on sensory hairs. In the shape and position of the coxse of this pair of legs a sharp difference exists between the two tribes. In Tartarides (Pl. 1., fig. 1 c) this coxa is at least a little longer than, and more than half as. broad as, the following pair, and its lower side is situated nearly in the same plane as that of the mandibles and that of the following pairs of coxa; in Oxopoei the first coxa is shorter than and only half as broad as the following pairs, besides it is situated in a much higher plane, viz. somewhat iipwards on the side of the animal; as already mentioned, these differences are connected with the difference in the shape of the cephalic sternum in the two tribes. In Tarta- rides the relative dimensions of several joints in this pair of legs af förd specific and frequently sexual characters. — The two sets of sensory hairs on the first pair of legs — and the 14 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. tactile hairs on the other pairs — are mentioned below in the paragraph dealing with the organs of sense. Abdomen (Pl. ]., figs. la — le and 1 p). — In all Uro- pygi abdomen consists of twelwe free and well developed segments and terminates in a »flagellum». In each of the nine anterior segments broad connective skin is found late- rally between tergite and sternite, while the three posterior segments are entire, ring-shaped. First tergite (fig. 1 b, i) is well chitinized; the first sternite (fig. le, 1) is separated from the posterior thoracic sternum by a strip of thinner skin which is shorter than a similar skin between the first and the second sternite; the first sternite is in Oxopoei as firmly chitinized as the second, while in Tartarides it is less firmly but yet conspicuously chitinized as a narrow (short) transverse band on the anterior part of the abdominal stalk which is formed by the first segment. In both tribes the second sternite is a very long plate. In Tartarides (Pl. 1., figs. 1 c and 1 p) the third sternite is very short, several times shorter than the fourth at least at its lateral margin, which is nearly as long as that of the fifth; in Oxopoei both the third and the fourth sternite is short, each much shorter than the fifth. (A conspicuous sexual difference in the shape of second to fourth sternite in the Tartarides is mentioned below.) In Oxopoei a pair of conspicuous muscular impres- sions are found on second to eighth tergite and on fifth to eighth sternite; among the Tartarides similar muscular im- pressions are well developed in two of the largest species, Trithyreus Grassii Thor. and T. suhoculatus Poc, on the third to seventh tergite and the fourth to seventh sternite, while in a smaller species as Schizoynus Simonis n. sp. these impressions are faint or at least some of them ha ve comple- tely vanished. Tenth to twelfth segments are rather similar in both tribes, but the remarkable yellowish »spöts» generally existing in Oxopoei on the sides of the twelfth segment are always absent in Tartarides. Furthermore, in many Tarta- rides the last three segments, and especially the twelfth, are somewhat or even much thicker in the male than in the female. In Trithyreus p^ocerus n. sp. the twelfth segment is nearly twice as deep in the male (Pl. 5., fig. 3 i) as in the female (Pl. 6., fig. Ib), its upper half is produced backwards HANSEN AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES. 15 and it is much elongate in front so that it, seen from above (Pl. 5., fig. 3 k), is continued forwards as a low broad cone beneath the eleventh and the posterior part of the tenth tergite. In the male Schizomus siamensis n. sp. the twelfth segment is posteriorly produced into a long, somewhat com- pressed process protruding above the proximal part of the flagellum (PL 5., fig. 2 g), while the front part of the seg- ment is produced forwards as in T. p^ocerus. In Schizo- mus crassicaudatus Cambr. there is scarcely any perceptible difference between these segments in the male and in the female; in Schizomus Simonis the posterior part of abdomen seems always to be considerably less telescoped in the male t han in the female. Flagellum differs very much in the two tribes. In Oxo- poei it is always long with many movable joints (except in exceedingly young, newly hatched specimens); probably always several of the joints have one yellowish »spöt» below. In Tartarides flagellum is always short, without spöts on the lower side, but it differs extremely in the two sexes. In the females it is subcylindrical and divided into three or four joints by articulations which are so feebly developed that they scarcely allow movability; it is adorned with several setse arranged almost in the same way in various species. In adult males flagellum is always unjointed, thickened and more strongly chitinized than in the female, of ten brown, but differs exceedingly in shape in various species and affords excellent specific characters. We think it sufficient here to refer to the figures of the flagellum of the eight males de- scribed in the sequel; it may be added that the flagellum always ought to be figured as thoroughly as possible both from the side and from above. In immature males it is so- mewhat thickened (Pl. 2., fig. 2 h) but otherwise more like that in the female. The dorsal surface of abdomen has two longitudinal rows of rather short setse, which are simple and thin in most spe- cies, subclavate and very conspicuous in Trithyreus claviger n. sp.; at least in this species several segments have two additional subclavate setse placed more distant from the me- sial line. The lower surface of abdomen is more hairy, on the posterior segments adorned with elongate setse; several of these are (Pl. 3., fig. Ig) even very long, cylindrical, with the apex bifid. 16 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. Organs of Respiratioii. — In the description of the re- spiratory organs in Ricinulei ^ we pointed out the two diffe- rent types of such organs which, according to our opinion, are found in Arachnida. We showed that — apart from the order of Acari which in many respects exhibits much variety — in the same order or in closely alHed orders of Arachnida only one of these two types is met with. In the Pedipalpi only »iungs» — a not very appropriate denomina- tion — are found; such »lungs», which are a variety of one of the types mentioned, consist of a generally sac-shaped tracheal trunk from the bottom of which a very large num- ber of closely arranged, very oblong, strongly compressed, ]amellar »pouches» originate; the short axis of these lamellae is not fully vertical, while their long axis is directed horizon- tally forwards. But as these »lungs» show some not uninter- esting difference in the Pedipalpi we shall give a brief de- scription of the somewhat varying manner in which »lungs» appear in Arachnida. In Scorpiones the spirades of the four pairs of lungs are — as is known — found in the sternites of the segments in question, either near the middle or considerably more behind, often twice as far from the anterior as from the posterior margin of the sternite and at some distance from its lateral margin. In most genera the spirades are shaped as träns verse but more or less oblique, posteriorly feebly concave slits, the inner end of which lies more in front than the outer one. The spirade is bounded by a distinct, a little raised, less or more chitinized ring. The »lungs» themselves we have in- vestigated in Buthus europcEtis. The trunk is shaped as a sac which expands somewhat inwards and more outwards across the longitudinal axis of the animal ; it is considerably shorter {less deep) than the length of the spirade. The sac, seen on a longitudinal vertical section of the animal, is shaped nearly as a flat triangle, the posterior side of which proceeds upwards and much backwards, the lower side is somewhat shorter and proceeds horizontally forwards, while the third side, the bottom of the sac, is much longer than any of the two others and slopes from above downwards and much for- ^ H. J. Hansen and W. Sörensen: On two Ordois of Arachnida: Opiliones, espeeially the suborder Cyphophthahiii, and Ricinulei. namely the family Cryptostemmatoidse. 4*^, Cambridge, 1904. HANSEX AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES. 17 wards. The lameliar »pouches» are directed horizontally forwards from the bottom of the sac, but this occupying a sloping position, their basal line is oblique when seen from the side; the margins of the »pouches» at their origin from the trunk are slightly more firmly chitinized than their walls. In Aranese the spirades (first pair) to the »lungs» are shaped as a slit at the posterior margin of second abdominal segment, but the front margin protrudes distinctly as a ridge below the posterior one, so that the slit looks rather back- wards. The spirade is proportionately longer than in Scor- piones, wherefore the trunk expands rather little at the ex- teriör side. A ]ongitudinal verticaJ section through abdomen shows that the trunk is in the main as in Scorpiones, but the triangle seen on the section is nearly right-angled, with the right angle at the spirade; the posterior side is directed upwards and only a little backwards, the lower side is much shorter than in Scorpiones, but yet very distinct, while the hypothenuse is the steeply sloping bottom of the trunk. The structure looks rather as if the »pouches» originate from the front wall of a flat sac, but this is not the case, which is observed at a doser examination and from comparison with the structure not only in Scorpiones just mentioned but espe- cially in Tartarides (described in the sequel). The margins of the »pouches» at their origin from the bottom of the trunk are not, atleast not essentially, more firmly chitinized than their walls. Of Amblypygi Tarantula renifonnis (L.) Kraepelin has been investigated. The structure resembles considerably that in Araneae, but some noteworthy difference is observed. The places of the four lungs are — in contradistinction to Oxo- poei — easily seen from the outside, as of the sternites in question the area beneath each »lung» is a little vaulted. The posterior margin of the sternites is slightly or very slightly emarginate at the spirade; seen on a vertical section it protrudes backwards as a ridge. Proceeding from the Araneae, one is inclined to consider this ridge as the front (lower) boundary of the spirade, but a doser examination and a comparison with the structure in Oxopoei shows that an other interpretation ought to be preferred. The margin of the ridge mentioned is the posterior end of a duplicature; from this margin thin skin proceeds forwards above the poste- rior part of the sternite. On a longitudinal vertical section Arkiv för Zoologi. Bd 2. N:o S. 2 18 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. or by dissection, another but very low, rounded ridge is ob- served produced by a träns verse folding of the thin skin about at the middle between the hind margin of the sternite and the front end of the lower wall of the trunk. The in- vestigation shows that the last-named ridge is (about as in Oxopoei) the real front boundary of the spirade. Posteri- orly (above) the spirade is Hmited by a träns verse rather thick ridge formed by a folding of the skin in front of the following sternite; this ridge is overlapped below by the po- sterior part of the preceding sternite. A longitudinal yertical section shows that the shape of the trunk is intermediate between those in Scorpiones and Aranese: the posterior side of the triangle is directed more backwards t han in Araneae but less so than in Scorpiones; the lower side is very short. The margins of the »pouches» at their origin are scarcely more chitinized than their walls. In Oxopoei — among which Thelyphonas caudatus (L.) Thor. has been studied — the spirades are, as is known, placed between second and third, and between third and fourth sternite. The places of the »lungs» and the spirades can not be discerned from the outside without rather vigorous manipulation. As some slight difference in the two pairs of organs is observed, each pair is to be mentioned separately. The second pair of spirades are seen when the sternites of third and fourth segments are removed by dissection and bent from each other. It is bounded in front (below) by a low but yet distinctly raised ridge placed a littie in front of the posterior margin of the sternite; this ridge is a duplica- ture of the rather thin skin originating from the hind margin of the sternite and folded forwards above its posterior part; the ridge is scarcely more firmly chitinized than the surround- ing skin. On a longitudinal vertical section the ridge shows a nearly regularly triangulär shape; it is of the same height in nearly its who]e length, while its free margin is a littie concave. Above (posteriorly) the spirade is bounded by a sharp ridge, formed by a duplicature, the posterior side of which is the front part of fourth sternite curved downwards and strongly chitinized, while the anterior, front, side is rather thin-skinned ; the free margin of this low ridge is feebly convex. It can not be doubted that the animal is able to open or shut the spirade by a small movement of the ster- HANSEN AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES- 19 nites. The trunk of the »lung», when the rid ges named are con- sidered the starting-point, has its lower wall very short, but it is much expanded as a wing outwards along the lower part of the thinner lateral skin on the side of abdomen. Seen on a longitudinal vertical section the trunk is nearly trapezoidal, miich higher than long, with the upper angle very acute, and the long front side, the bottom of the trunk, sloping strongly downwards and a little forwards, while the lower side, along the sternite, is very short. At the origin from the trunk the »pouches» are strongly chitinized, brown, so that the bottom of the trunk looks as a lattice or a very oblong plate pierced with exceedingly narrow, somewhat oblique slitsa The spirades of first pair are somewhat shorter (across the animal) and, especially a t the inner end, distinctly broader than the second just described; the two ridges do not show any essential deviation. The trunk is not very different; seen on a longitudinal vertical section it is still shorter along the sternite, but its bottom is longer and vertical or even sloping a little forwards. The Tartarides ha ve only one pair of »lungs», correspon- ding with the first pair in Oxopoei; by an investigation of a specimen cleaned with caustic potash no vestige of a second pair or of any other respiratory organ could be found. Al- ready Thorell has correctly seen the spirades in Trithyreus Grassii Thor. The spirades are proportionately much shorter than in Oxopoei; they are situated at the posterior margin of the second sternite at a rather short distance from its lateral margins. They are visible without manipulation as a trans- verse or a little oblique, oblong oval or narrowly oval area, the central oblong portion of which is deepened, while the posterior börder is very slightly, the anterior börder more conspicuously, raised above the surroundings ; the posterior margin itself of the front half of the oval ring formed in the way described is a more or less conspicuous brownish line. We ha ve studied the »lungs» of tw^o specimens of Schizomus Simojiis n. sp., one of t hem in the natural condition, the other cleaned in caustic potash. The trunk (Pl. 1., fig. 1 q, a) is directed es- ^ The ridges lim it ing the spirade being low and the margins of the pouehes very conspicuously chitinized, the whole structnre conveys easily the impression that the bottom of the short triuik is tiie spirade itself, whicli thus seems to be lattice-shaped, with a very great nurnber of cvossbars and transverse fissures. 20 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. sentially forwards; it has a rather considerable length, being about as long as the length of the spirade, and its lower wall is scarcely shorter than the iipjye?- one — in strong contra- distinction to the above-described types. Seen from above or below both latera] margins of the trunk are sinnafce and besides diverging, so that its front end is nearly twice as broad as the spirade. The lower wall of the trunk has a peculiarly diitinized, obhque, triangulär area in its posteriorhalf (PL L, fig. Ir); the base of this triangle is the front margin of the spirade, while a narrow. diitinized band proceeds from the vertex forwards and a little outwards to a point at the front margin of the trunk near its exteriör angle. The area men- tioned looks almost as if it consists of somewhat oblong or eircular rings which are larger and more strongly chitinized at the posterior margin of the area than in front ; the an- terior margin of the spirade is t hus strongly diitinized. The »lungs» are directed horizontally forwards and a little out- wards; the margins of the pouches at their origin from the bottom of the trunk are not perceptibly more chitinized than their walls. It is an interesting fact that the Tartarides, which in otlier respects are allied to Oxopoei in contradistinetion to Amblypygi, in the structure of the respiratory organs deviate very considerably from both groups in which these oi-gans are rather similar. — That in Tartarides the respiratory organs consist of a well developed, rather short tracheal trunk, from the end of which a close row of compressed, not ramified tra- cliese originate, can scarcely be denied. But the structure in Tartarides is therefore an excellent starting-point for the understanding of these organs in Scorpiones, Oxopoei, etc, in which the trunk widens strongly upwards or even back- wards, while its lower side is shorter or very much shorter than the upper, or perhaps rather the posterior, wall, and the terminal wall is very high; the result of the last-named feature is that the respiratory »pouches» are much higher in all these groups than in Tartarides, which is a type of small animals. We think it worth adding that two circumstances show, that in Pedipalpi each pair of »lungs» belongs to the segment at the posterior margin of which their spirades are found, viz., the respiratory organs are decidedly situated within this HANSEN AND SÖRENSEN, THE TARTARIDES. 21 segment, and in Scorpiones the spirades are placed nearer the posterior than the anterior margin of the segment in question. 8tiiik-()r1aiids. - Many years ago Wood Mason^ pointed out that in Thelyphonus two very large glands open on the terminal face of the last abdominal segment. The glands stretch far forward in the abdomen ; according to the author named their secretion reminds of acetic acid. Each glandular opening is closed by a vaulted door equipped with strips; these two doors which are large and easily seen with a pocket-lens, are placed at each side of anus beneath the flagellum. In a specimen of Schizornus cleaned with caustic potash we found two long and wide glandular sacs stretching from the twelfth abdominal segment forward about to the middle of abdomen; the openings of these sacs are seen on the terminal face of the segment named, equipped with doors of similar structure (Pl. 2., fig. Il, o; Pl. 6., fig. 21, o) as in Oxopoei. The existence of these very large and interesting glands is an excellent character for the Uropygi, because they are wanting in Amblypygi. Palpigradi and the other orders of ours »Arachnida micrura». Org-aiis of Seiise. — The organs known to us in the Uro- pygi can be referred to three categories, viz. eyes, sensory hairs and »lyriform organs». As to the eyes we ref er to our remarks on p. 6; the other organs must be mentioned here. The sensory hairs observed by us belong to two very dif- ferent types. On Pl. 1., fig. 1 a it is seen that in Schizonius one very long and very thin hair proceeds from the upper side of tibia near its end on the three posterior pairs of legs, while two similar hairs inserted near each other proceed åt the distal end of the tibia of the first pair of legs. These hairs originate from the bottom of small calicles — their in- sertion is rather comphcate — and they are named »tactile hairs». In Oxopoei the same hairs are found in the same places^'. Their number and places of insertion af förd a good ^ Wood-Mason, J. : Notes on the Anatoiny of the Scorpion Spider {Thelyphonus). in Proc. As. Soo. Bengal, 1882, pp. ö9~60. - In 1803 Hansen (Organs and Characters in different Orders of Araoh- nids; Entomol. Medd. Entom. For. Ivjöbenhavn, Bd TV., p. 137 — 256) pointed out the tactile hairs in Thelyphonus , but he overlooked one of the two hairs on the tibia of first pair of legs. 22 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. systematic character for this suborder, as in Amblypygi tliey are found on other places, viz. on patella and metatarsiis of the three posterior pairs of legs (Hansen, 1. c). Sensory hairs of totally different shape are found on the tarsi — often also on the metatarsi — of the first pair of legs. It is well known that these legs are useless for walking, but evidently developed as organs of touch. In 1893 Hansen (t. c.) pointed out the existence of very small, thick, clavate hairs on about the most distal third of the strongly elongate tarsus of the first pair of legs in Amblypygi; we are now able to point out corresponding sensory hairs on the same tarsus in all Uropygi. In Tartarides they are placed on the out er (posterior) side of all six joints and besides on the upper and the lower side, but their number is low, generally about three on each joint; they (Pl. 2., fig. Id, s) are easily discernible from common hairs, being very much thicker and somewhat shorter than these; they are besides somewhat curved, with the end blunt, vvhile their wall is thin and nearly vitreous. In Oxopoei the sensory hairs are similarly distribiited on the joints of the tarsus, and in Hypoctonus besides some hairs are met with on the outer side of the di stal part of metatarsus, but in this tribe the hairs are not only proportionately many times smaller but even absolutely smaller than in Tartarides; besides they are less curved and distally more slender, but their end is yet blunt, and by their vitreous appearance they form a contras t to the usual brownish hairs. In Schizomus Simonis the tarsus terminates in a very short cylindrical rod which is much shorter than the surrounding hairs ; in Oxopoei we found instead of the rod a kind of seta which is as long as the surrounding ones. but considerably thicker and somewhat curved. Finally we shall give a condensed description of the enigmatic sensory organs known as »lyriform organs». We undertook a detailed investigation of the occurrence of the stripes or fissures in question on all parts of body and appen- dages of a female Schizomus Simonis, but subsequently we found that a full description of the situation of all the stri- pes together with their direction and length must fill up several pages and thus be disproportionately long as com- pared with the importance of the matter. HANSEN AND SORENSEN, THE TARTARIDES. 23 On the surface of t lie head eight stripes are seen, distri- buted towards the posterior and lateral margins; the first thoracic tergite has no stripe. the second three; no stripes coiild be discovered on the cephalothoracic sternal elements. Of the nine anterior abdominal tergites first, second and ninth have each one pair of transverse stripes, third to eighth has each two pairs near the posterior margin; of the correspond- ing sternites the first is without stripes, second has one pair of transverse and one pair of oblique stripes, third and ninth each one pair of transverse stripes, fourth to eighth two pairs of transverse stripes. The tenth abdominal segment has a short oblique stripe on each side and besides above a sublateral oblique stripe; eleventh and twelfth segments have each a short lateral stripe. The flagellum has one pair of transverse stripes on the upper surface. The antennse possess some stripes on the first joint. viz. one group (Pl. 1., fig. 1 e, /) with three longitudinal stripes and one oblique stripe on the outer side close behind the apophysis, and a second group of three longitudinal stripes on the corresponding place of the inner side. The mandibles have distally on the exteriör side a group (Pl. 1., fig. Ik) of three longitudinal stripes and somewhat removed from t hese a fourth stripe. — The mandibular palps are richly equipped: the trochanterial part with five stripes on the inner side and above; the femoral part with a group consisting of three longitudinal stripes placed above a t the distal end and one dorsal longitudinal stripe near the base; the patellar part with six stripes scattered on different sides and going in various directions; the tibial part with. in all nine stripes distributed on all sides and going in every direc- tion; the tarsal part with eight similar stripes. Of the walking legs the first, the second and the fourth pair were examined ; the legs of the two last-named pairs agree much Avith each other and shall be treated first. The coxa of the fourth pair has at its distal end at the limit betw^een the lower and tne anterior side a group of ten longitudinal stripes of various length (Pl. 2., fig. Ii); on the coxa of the second pair this group contains only four stripes. The tro- chanter has some scattered stripes and besides a group of four or five longitudinal stripes placed at the distal end at the limit between the upper and the posterior side. The 24 ARKIV FÖR ZOOLOGI. BAND 2. N:0 8. femur has at the distal end at the limit between the iipper and the posterior side a group which on the second leg con- tains ten, on the fourth leg only six longitudinal stripes; besides three longitudinal stripes are spread along the dorsal surface at least on the second leg. Patella and me tatarsus ha ve each several scattered stripes and a group of two or three longitudinal stripes near each other at the distal end; tibia has a single stripe on the front side and along the dorsal surface three or four longitudinal stripes. First tarsal joint of the fourth leg has two, of the second leg one dorsal longi- tudinal stripe, second tarsal joint is without any stripe, and third joint has one single dorsal longitudinal stripe. — The legs of the first pair resemble the posterior pairs to a certain degree; the more essential differences shall be noted. The coxa has instead of the group named only three longitudinal stripes, two of which close together, and one transverse stripe; the trochanter has twelve stripes in its group; on the femur the group contains only four stripes, but this joint has besides two transverse and ten longitudinal stripes, all scattered; the tarsus is without stripes. In 1893 Hansen (1. c, p. 168—173) published a detailed description of the lyriform organs in Thelyphonus sepiaris Butl. (Th. indicus Stol.). When we compare this account of the organs in a representative for the Oxopoei with that given here of Schizomus Simonis, a number of minor differences is observed, but the conformity as to the occurrence of groups of stripes and of scattered stripes is yet widely greater be- tween the Oxopoei and Tartarides than between one of these groups and Amblypygi; yet it may be added that the Am- blypygi not only in other features but also as to the distri- bution of the lyriform organs are more related to the Uropygi than to any other division or order of Arachnida. As features characterizing the Uropygi we can point out that the stripes occur on nearly the entire body and on nearly all divisions of the appendages, at mos t wanting on the tarsi, on the claw- shaped terminal joint of the antennae and on the claw of the mandibular palps; furthermore at most one really compound organ — consisting of regularl